Haus an Eltern und Tante/Onkel vermieten
Diskutiere Haus an Eltern und Tante/Onkel vermieten im Baufinanzierung Forum im Bereich Finanzen; Hallo zusammen, aufgrund verschiedener Umstände bin ich in folgender Ausgangslage: Meine Eltern benötigen eine neue Wohnung, da die Zukunft in der bisherigen ungewiss ist (aber ...
- 19.12.2011 16:02 Haus an Eltern und Tante/Onkel vermieten #1
Haus an Eltern und Tante/Onkel vermieten
Hallo zusammen,
aufgrund verschiedener Umstände bin ich in folgender Ausgangslage:
Meine Eltern benötigen eine neue Wohnung, da die Zukunft in der bisherigen ungewiss ist (aber erst in 6-12 Monaten). Im selben Wohnblock wohnt auch mein Onkel mit meiner Tante - selbes Problem.
Ich selber bin finanziell akzeptabel gestellt. Habe ein Bruttoeinkommen von c.a. 4000€ (ledig, Netto ~2200€) und lebe in einem Haus, das den Eltern meiner Freundin gehört in geringer Miete (~300€ inkl. Nebenkosten).
Die Eltern meiner Freundin verkaufen ihr aktuelles Wohnhaus, welches in unserer Stadt in einer guten Lage liegt. Das Haus ist zwar alt, aber in gutem Zustand. Die letzte Renovierung ist c.a. 8 Jahre her. Das Grundstück zu diesem Haus ist für die Stadt sehr groß.
Momentan spare ich c.a. 700€ monatlich an - Geld welches aktuell einfach übrig bleibt, obwohl ich keinen sparsamen Lebensstil pflege. (Sprich: Reserven sind da, im schlimmsten Fall muss ich halt auf einen Urlaub im Jahr verzichten)
Ich hatte schon länger mit dem Kauf von einer Wohnung geliebäugelt, aber die möglichen Probleme mit den Mietern schrecken mich relativ stark ab.
Aufgrund diverser Umstände bietet es sich jetzt an das Haus der Eltern meiner Freundin zu kaufen und darin sowohl meine Eltern, als auch meine Tante/Onkel wohnen zu lassen. Eine Trennung der Wohnungen lässt sich bewerkstelligen (bereits zwei separate Eingänge vorhanden).
Das Haus würde inkl. Grundstück rund 250.000€ (inkl. Nebenkosten) kosten. Beide Parteien könnten jeweils 400€ Kaltmiete bezahlen. Da ich den Kredit so schnell wie möglich abzahlen wollte, hatte ich mit einer Laufzeit von 20 Jahren gerechnet.
Der erst beste Finanzierungsrechner spuckt mir eine monatliche Darlehensrate von 1.268€ bei einem Darlehensbetrag von 220.000€ aus. Ich müsste also meinerseits noch im Alltag 468€ stemmen.
Es werfen sich mir jetzt natürlich sehr viele Fragen auf:
1.) Kann ich davon ausgehen, dass bis zur Abzahlung des Kredites die Einnahmen aus der "Miete" komplett in die Abzahlung des Kredites eingerechnet werden können?
2.) Was ist wenn eine der Parteien arbeitslos wird? Wird die Wohnung dann vom Amt bezahlt? Die Wohnung ist größer als die zugelassenen 60qm, jedoch ist der Preis von 400€ monatlich absolut üblich in der Stadt für 60qm
3.) Kann es Probleme geben, da beide Parteien zu meiner Familie gehören?
4.) Falls ich jemals arbeitslos werden würde: Wäre es möglich, dass die Parteien den Kredit abnehmen? Alternativ wäre die Übertragung auf meinen Bruder möglich?
5.) Ist diese Berechnung der monatlichen Belastung Utopie, oder könnte es im Durchschnitt schon passen?
6.) Was ist wenn ich während der Laufzeit noch meine Freundin schwängere und doch noch ein Haus kaufen wollte. Ist ein weiterer Kredit im Bereich des unmöglichen, oder berücksichtigt eine Bank auch die Tatsache, dass bereits ein Teil des Hauses abgezahlt worden ist und auch feste Mieter darin leben?
Wenn ich das ganze so betrachte: Bei diesem Kredit von 220.000€ werden 80.000€ nur an Zinsen bezahlt. Ist es möglich das ganze noch irgendwie zu drücken, oder wird das alles in der Praxis eher teurer den günstiger?
Kann ich mit irgendwelchen steuerlichen Vorteilen rechnen, falls arbeiten im Haus anfallen?
Hat hier noch jemand Erfahrungen mit der Vermietung an die Eltern gemacht und kann noch irgendwas dazu beitragen? Mir geht es vor allem um die Frage ob während der Kreditlauftzeit noch irgend ein Haus für den Eigengebrauch gekauft werden kann.
Und natürlich noch die interessanteste Frage: Stürze ich mich mit dem Ganzen in Richtung Peter Zwegert, oder ist der Grundgedanke durchaus realistisch?
Gruß
-Thomas
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