Hund pinkelt in die Wohnung
Diskutiere Hund pinkelt in die Wohnung im Tierhaltung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Der Hund meiner Mieterin ist alt und kann -wie ich jetzt von einer Nachbarin erfahren habe- den Urin nicht mehr richtig halten. Ergo pinkelt er ...
- 06.08.2007 11:54 Hund pinkelt in die Wohnung #1
Hund pinkelt in die Wohnung
Der Hund meiner Mieterin ist alt und kann -wie ich jetzt von einer Nachbarin erfahren habe- den Urin nicht mehr richtig halten. Ergo pinkelt er auf den Teppich.
Unangenehmer Geruch und auf Dauer hygienische Defizite sid die Folge.
Kann ich der Mieterin auferlegen, den Hund abzuschaffen?
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Hund pinkelt in die Wohnung
- 06.08.2007 12:22 Hund pinkelt in die Wohnung #2
- 06.08.2007 13:34 Hund pinkelt in die Wohnung #3
- 06.08.2007 15:54 Hund pinkelt in die Wohnung #4
RE: Hund pinkelt in die Wohnung
hallo,
naja, das ist doch alles hörensagen. wenn nun ein mieter dir erzählt, dass ein anderer mieter ein atombombe baut, was machste dann? der hund ist doch die privatsache der mieterin. oder riecht es aus der wohnung, so dass sich andere mieter belästigt fühlen? und wenn der teppich bei auszug durch urin ruiniert ist, dann muss die mieterin ihn eben reinigen oder erneuen. das ist aber dann erst bei auszug dein problem. jetzt ist es nur dein problem, wenn sich andere mieter durch einen möglichen geruch belästigt fühlen. wenn die zustände für die mieterin nicht mehr tragbar sind, wird sie schon selber handeln. oder ist die mieterin in irgendeiner form verwahrlost oder hilflos, so dass du dich einschalten musst?
vg, fossi
- 06.08.2007 20:02 Hund pinkelt in die Wohnung #5
RE: Hund pinkelt in die Wohnung
und da wäre es wieder .. statt mit den betreffenden mietern über dieses angebliche problem zu sprechen und versuchen erträgliche lösungen zu suchen, wird hinter dem rücken der betroffenen mit anderen mietern oder in einem forum eine kompromißlose endlösung gesuchtOriginal von marcus.wendel
Der Hund meiner Mieterin ist alt und kann -wie ich jetzt von einer Nachbarin erfahren habe- den Urin nicht mehr richtig halten. Ergo pinkelt er auf den Teppich.
Unangenehmer Geruch und auf Dauer hygienische Defizite sid die Folge.
Kann ich der Mieterin auferlegen, den Hund abzuschaffen?
da kommen mir schon wieder fast die tränen, wenn ich sowas herzloses lese.
wo soll denn der alte hund hin?
das ist doch kein altes sofa!!
soll er evtl. einfach mal so euthanasiert werden wegen einem alten teppich?
es gibt menschen, die hängen an ihren tieren, man kann sie nicht einfach entrümpeln und man will das auch gar nicht.
alternativer lösungsvorschlag:
bei den mietern mal nett klingeln, ne tasse kaffee zusammen trinken, erklären, was man gehört hat, auf die befürchtung der hygieneprobleme hinweisen und gemeinsam besprechen wie man das irgendwie lösen kann, ohne hier radikallösungen zu verlangen
und immer dran denken:
SPRECHENDEN MENSCHEN KANN GEHOLFEN WERDEN :zwinker
- 07.08.2007 10:27 Hund pinkelt in die Wohnung #6
Um das ganze Thema abzuschliessen und einiges richtig zu stellen.
Sowohl der Hund sind alt als auch meine Mieterin. Sie ist schon über 80 Jahre alt.
Ich habe schon einmal erlebt, wie der Hund in das Treppenhaus gepinkelt hat. Ist nicht schön, kann aber passieren.
Da meine Mieterin mit ihren mehr als 80 Jahren nun auch nicht mehr sehr beweglich ist, ist für sie das Entfernen des Malheurs auch nicht immer 100prozentig möglich.
Darüber hinaus war ich schon desöfteren in der Wohnung und habe Kleinreparaturen durchgeführt; der Hunde- bzw. Uringeruch in der Wohnung ist bisweilen wirklich sehr intensiv.
Eine Nachbarin , die über der alten Dame wohnt, berichtet, dass selbst auf dem Balkon der Geruch zuweilen deutlich wahrnehmbar ist.
Es geht auch nicht darum, der 'armen' alten Frau den Hund wegzunehmen. Ich befürchte einfach nur, dass sich hier zwei Faktoren gegenseitig verstärken.
- 07.08.2007 13:07 Hund pinkelt in die Wohnung #7
Derzeitiger Zustand sind Störungen nicht nur für mehrere andere Leute sondern auch für die alte Dame und den Hund selbst.
Wenn die alte Dame einsichtig wäre, würde sie freiwillig in alten Heim ziehen, dem Hund Windel tragen lassen oder den Tierheim übergeben.
Hat sie denn keine Verwandte, Betreuer, o.ä. ?
- 07.08.2007 23:20 Hund pinkelt in die Wohnung #8Ich denke ich lese nicht richtig :motzkiOriginal von Beluga
Wenn die alte Dame einsichtig wäre, würde sie freiwillig in alten Heim ziehen, dem Hund Windel tragen lassen oder den Tierheim übergeben.
Hat sie denn keine Verwandte, Betreuer, o.ä. ?
freiwillig ins Altersheim ... hund ins tierheim abgeben
passt gut zusammen, alles, was sich altersmäßig nicht mehr in die vorstellung einer "schönen, leistungsfähigen welt" subsummieren läßt wird abgeschoben.
der hund geht ins tierheim, da wird er eh bald eingeschläfert, weil er gesundeits- und altersbedingt nicht weiter vermittelt werden kann oder er geht von alleine ein, weil er im tierheim vor trostlosigkeit stirbt ... und der frau wird am ende ihres lebens alles genommen, was ihr leben noch lebenswert macht, ihre wohnung als lebensmittelpunkt und das tier als vertraute seele, um die sie sich kümmert und die ihr jeden tag bewußt macht, dass sie noch gebraucht wird.
wenn ich sowas lese, dann frage ich mich, was eigentlich für menschen so unterwegs sind.
da haben wir ja alle ne tolle zukunft vor uns.
wenn man um einsicht bittet, dann muss man mit der mieterin über die probleme sprechen. vielleicht wäre sie ja froh, wenn ihre verwandten, sofern vorhanden, sich um eine haushaltshilfe kümmern könnten.
sofort "abschiebung" rufen, das ist unethisch.
es ist doch davon auszugehen, dass die besagte dame schon sehr lange in der wohnung lebt und einen uraltmietvertrag besitzt. die kann man doch nicht einfach rausschmeißen!
oder geht es evtl. darum, sich so einer alten mieterin zu entledigen, weil der vertrag die umlagen bestimmter nebenkosten und mietanhebungen verhindert?
- 07.08.2007 23:49 Hund pinkelt in die Wohnung #9
hallo,
ähm avicenna, du appelierst an die moral, schön und gut, nur sollte man das zumindest in diesem forum von der fachlichen seite aus sehen.
sofern sich diese problematik nur in den eigenen vier wänden der oma abspielt ist es ihr problem. und wenn sie im urin leben möchte, bitte schön. eventuelle schadensersatz ansprüche kann der vermieter dann bei auszug geltend machen.
wenn sich aber nun andere mieter beschweren, dass es auf deren balkon nach ungespülter toilette riecht, dann wird das sehr wohl ein thema für den vermieter. irgendetwas muss dann passieren. haushaltshilfe, heim oder eben windeln für den hund.
vg, fossi
- 08.08.2007 09:05 Hund pinkelt in die Wohnung #10
Vielen Dank fossipower. Ich denke auch , hier geht es um eine fachliche Bewertung.
Und an Avicenna sei gesagt, dass ich weder die alte Dame und ihren Hund loswerden will, noch die Miete erhöhen möchte. Ich versuche eigentlich, mich sehr um meine Mieter zu bemühen, in dem ich die anfallenden Dinge sehr schnell erledige oder erledigen lasse.
Der Appell an die Moral ist hier vollkommen fehl am Platze, zumal er von Avicenna sehr einseitig vorgetragen wird. In einem Wohnhaus geht es ja letztlich um das Zusammenleben aller Parteien, und da ist dann die alte Oma genauso in der Pflicht wie alle anderen, sprich, wenn ihr Individualismus irgendwann zu lasten der Allgemeinheit geht, muss eben gehandelt werden. Noch ist es gottseidank nicht soweit.
- 08.08.2007 11:45 Hund pinkelt in die Wohnung #11
Dem Vermieter kann nicht zugemutet werden, dass kurz oder lang alle andere Mietparteien Mietkürzungen vornehmen oder kündigen und wegziehen.
Dann herrscht allein die alte Dame mit ihrem Hund im Haus.
Ich unterbreite einen kostengünstigsten und allen Parteien zufriedenstellenden Vorschlag:
Avicenna schickt der alten Dame für den Hund monatlich und bis zum Lebensende des Hundes genügend Windeln.
- 08.08.2007 12:38 Hund pinkelt in die Wohnung #12
RE: Hund pinkelt in die Wohnung
Frage:
Kann ich der Mieterin auferlegen, den Hund abzuschaffen?
Antwort:
Ja, das dauerhafte "Entfernen" des Hundes aus der Mietwohnung kann verlangt werden, wenn der Hund für die Bewohner des Mietshauses unzumutbar ist.
Das "unzumutbar" muss der Vermieter beweisen!
Achtung: Wenn es vor Gericht geht, ziehen erfahrungsgemäß die größten Schreihälse (die vorher energisch das sofortige "Entfernen" des Hundes lautstark verlangt haben) den Schwanz ein.
Zu allererst sollte der Vermieter versuchen mit dem Hundehalter eine einvernehmliche Lösung zu finden.
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Hallo fossipower,
"eventuelle schadensersatz ansprüche kann der vermieter dann bei auszug geltend machen."
Klar Schadensersatz von der Verstorbenen, die kein nennenswertes Erbe hinterlässt bzw. deren Erben das Erbe aus gewissen Gründen ausschlagen.
Schadensersatz von Verstorbenen - nur zu oft ein netter Wunschtraum.
In der Realität läuft das heutzutage so:
Die lieben Verwandten holten heimlich aus der Wohnung des Verstorbenen alles Wertvolle. Dann wird die Erbschaft ausgeschlagen und der Vermieter bleibt auf allen Kosten incl. Schadensersatzforderungen sitzen.
Ein Vermieter sollte bei vorhandenen Schäden immer sofort Schadenersatz fordern und eine weitere Schädigung unterbinden. Ansonsten kommt noch ein Super-Mieteranwalt daher und kreidet dem Vermieter an, dass der seiner SchadenminderungsPFLICHT nicht nachgekommen wäre und daher jeden Anspruch auf Schadenersatz verloren hat!
- 08.08.2007 13:37 Hund pinkelt in die Wohnung #13gefällt mir grundsätzlich gut die sache mit der rein fachlichen betrachtung.Original von fossipower
ähm avicenna, du appelierst an die moral, schön und gut, nur sollte man das zumindest in diesem forum von der fachlichen seite aus sehen.
vermietung ist ein kompliziertes geschäft. man stellt ein Gut zur verfügung das ein grundbedürfnis des mieters befriedigt, nämlich ein dach über den kopf. es ist unbestritten, dass wir menschen, besonders in diesen regionen der welt, den umwelteinflüssen, insb. in den kalten und nassen jahreszeiten, sehr schutzlos ausgeliefert wären. um unsere gesundheit erhalten zu können, brauchen wir also ein drockenes und warmes dach über dem kopf.
klar stellt sich die frage, warum das wirtschaftliche risiko bei solchen oder anderen mietern eigentlich dem vermieter aufgebürdet werden soll. eigentlich gibt es dafür keinen grund, dem stimme ich voll zu, sofort.
aber worin unterscheidet sich eigentlich das wirtschaftliche risiko eines arztes von dem eines vermieters? das studium? nein. und in beiden fällen geht es um die befriedigung von grundbedürfnissen.
der arzt erhält pauschalierte entgelte, gerade bei älteren patienten, reichen diese pauschalen nicht zur kostendeckung aus! ein niedergelassener arzt hat je nach region sehr viele solcher patienten, die praxisgebühren werden nicht bezahlt, müssen eingeklagt werden, auf den kosten bleibt der arzt sitzen. er kann die patienten aber auch nicht einfach rausschmeißen. täte er es, wäre das geschrei groß ... dabei ginge es dem arzt auch, rein fachlich betrachtet!!!!! auch nur darum, sein insolvenzrisiko zu minimieren.
es ist wie so häufig im leben, man kann die dinge nicht immer nur von einer seite sehen.
die briten machen es richtig, da werden einfach altersgrenzen festgesetzt und da ist man dann einfach nicht mehr in vollem umfang berechtigt medizinische leistungen zu empfangen. das könnte man ja auch auf mietverträge und die erlaubnis von vertragsabschlüssen ausweiten, dann haben wir alle einige probleme weniger und hätten nicht irgendwelche risiken dafür zu tragen, dass alte oder arme menschen einem evtl. zur last fallen können. fände ich auch super.
übrigens wären viele ärzte froh, wenn die älteren mitbürger im kreise der familie versorgt würden und nicht aus lauter langeweile und einsamkeit andauernd im wartezimmer säßen, um mit arzt ein pläuschchen zu halten.
außerdem zeigen zahlreiche studien, dass ältere menschen mit haustier gesünder sind als ohne ... das kommt uns allen zugute :zwinker
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