Hallo,
wir haben eine Eigentum Whg. wo 12 Jahre eine Türkin drin gelebt hat. Nun ist sie ausgezogen und hat die Whg. in einem katastrophalen Zustand hinterlassen:
Alles war mehrfach komplett (!!!) übergestrichen worden! Von den Steckdosen über die Lichtschalter, Türklinken, Fußleisten, das Haustelefon und die Kunsstoff-Fensterrahmen und Fenster selber auch! Die heizkörper waren teilw. Blau, da sie beim Wandstreichen die Heizkörper nicht abgedeckt hatt und ca. 10 cm Breite diese dann mit blau gestrichen hatte. Die ganzen Heizkörperventiele waren mit Farbe vollgekleckert.
Die Türen, die mein Mann (selber Maler + Lackierer) letztes Jahr gerade fachmännisch lackiert hat, hat sie nochmal in diesem Jahr mit Acrylfarbe (!!!??) komplett nochmal gestrichen, ohne diese vorher anzuschleifen, was heißt, man konnte die Farbe mit den Fingern von den Türen runterkratzen, es blätterte bei leicher Berührung sofort ab. Wir mußten alles in 26 Stunden wieder runterkratzen, neu schleifen, spachteln und wieder lackieren, da die Farbe von Ihr keine halt hatte. Sie meinte, sie habe die doch schön weiß gestrichen und wenn uns das nicht gefallen würde, wäre das nicht ihr Problem..
und sie mache das nicht.
Alles war verdreckt und auf dem Balkon hat sie Ihre Latexfarbe und Pinsel/Rollen am Geländer des Balkon gesäubert und auch den Fußboden alles vollgekleckert. Alte Kartoffeln und Papier lagen auch noch da rum.
Alle Fenster und Balkontüren hatten (pro Fenster) ca. 3-5 große (!!!) Bohrlöcher, da sie Ihre Jallusien und Rollos direkt an den Fenstern befestigt hatte.
Es war auch nichteinmal ein wenig geputzt. Selbst die jahrelang an den Fenstern hängenden Window-Color Bilder hingen noch dran. Viele Ihrer persönlichen Sachen, wie Waschmaschine, Regale, Jallusien, Lampen hat sie (weil sie diese mir schenken wollte und selber keine Verwendung dafür hatte) einfach in der Whg. belassen.
Die "hochwertige und Tip-top" Einbau-Küche (für 300,-), die sie mir am Telefon beschrieben hat und mir verkaufen wollte, war komplett verdreckt und verfettet und schon mehrfach mit Winkeln geschraubt. Die Schubladen voller Brötchenkrümel, am Herd funktioniert eine Platte garnicht mehr. Schubladen lassen sich nur zur hälfte rausziehen, da die Schienen total verrostet sind. Abzugshaube voller Fett und Dreck.
Auch die Küchenschränke wurden bei der renovierung nicht abgeklebt und mit Farbe großflächig beschmiert (seitlich, oben).
Die Rückwände waren teilw. rausgebrochen und alles mit Fett verdreckt. Die Küche war von 1998 und von Möbel Boss glaube ich. Wir hatten ihr gesagt (am Telefon), wenn die Küche so ist wie von ihr beschrieben (also alles toll und sehr gepflegt) dann würden wir diese ihr für 300,- abkaufen. Als wir sie aber gesehen haben, haben wir gleich gesagt, das sie diese gerne mitnehmen kann (unter zeugen, einer Nachbarin), da die eben nicht wie von ihr beschrieben war. Unsere Küche, die vor 12 Jahren darin stand (im Übergabeprotokoll auf aufgelistet war) hat sie damals einfach auf den Müll geschmissen ohne uns um Erlaubnis zu fragen. Nun sagt sie, das dies ja nicht mehr Ihre Küche ist und wir ihr 300,- dafür geben sollen, da wir diese ja von ihr (wie telefonisch besprochen) gekauft hätten. Wie ist hier die Rechtslage, weiß das jemand? Wir haben die Küche den ganzen Nov, Dez. aufgehoben und sie mehrfach aufgefordert ihre Küche abzuholen. Dies hat sie immer verweigert und wir haben die Küche nun auf die Müllkippe gebracht (vorher natürlich alles sorgsam und detailiert fotografiert).
Unser Mietvertrag ging eigentlich bis zum 30.11.2011. Ich sagte ihr, das wenn sie einen neuen Mieter fände, sie auch schon früher rauskönne, also zum 15.11.2011.
Nun fanden wir aber keinen und ich habe sie trotzdem zu diesem Termin gehen lassen und sie sollte auch nur die hälfte der Monatsmiete zahlen (200,-). Sie zog aber nicht aus und hat den Übergabetermin vom 15. auf den 18. und dann auf den 21. und wieder auf den 25.11.2011 verschoben, weil sie mit Iher neuen Whg. noch nicht fertig waren.
Im nachhinein sagte sie dann, wir hätten ja nie Zeit für eine Übergabe gehabt und desshalb wäre es ja nun der 29.11. geworden.
Ich sagte ihr, das sie nun auch den ganzen Monat Miete zahlen muß, da auch am 25.11noch der komplette Keller voll stand und die oben genannten Dinge sich noch in der Whg. befanden - abgesehen von den ganzen oben genannten Beschädigungen und Verdreckung der Whg. Sie meinte, sie müsse nichts machen, da doch alles schön weiß gestrichen wäre und was wir denn hätten? Den Schlüssel hat sie uns dann erst am 29.11.2011 (durch eine Nachbarin) gegeben, nachdem wir am 25.11. eine Übergabe in dem Zustand abgelehnt haben und ihr gesagt haben, das sie die Steckdosen, Türklinken, Haustelefon, Küche, Fenster + Rahmen, Boden (Ihre Teppichreste klebten noch überall drauf) und Heizkörper von der blauen Farbe befreien sollte.
Davon hat sie nichts gemacht. Wir haben einen Schaden von 2.255.18 Euro. Unsere Arbeitszeit haben wir nur mit 10 Euro berechnet. Wir mußten jeden Tag von Hannover nach Bremen fahren. Wir haben 3 Kanister Nitro gebraucht um die Farbe von den Kunsstoff-Fenstern zu bekommen und haben 28 Stunden diese vielen Schichten Farbe mit Rasierklingen runtergekratzt. Die Löcher haben wir mit Kunsstoff verschlossen, aber sehen tut man diese natürlich immer noch.
Sie hat sich nun einen Anwalt genommen, da wir ihr die Mietkaution in Höhe von 800,- nicht ausgezahlt haben. Unser Schaden ist ja noch viel höher und Miete für den ganzen Nov. 400,- und Nebenkosten 230,- hat sie auch noch nicht bezahlt. Sie hat mir 130,- überwiesen, da sie den Preis der Küche 300,- von ihr nur zur hälfte zu zahlender Miete von 200,- (wäre bis zum 15.11) so gewesen verrechnet hat. Sie meint, das wir Miettechnisch Quitt wären und sie will ihre Kaution wieder haben. Der Anwalt hat uns 200,- angeboten, wenn wir die Kaution dann auszahlen. Das ist doch wohl ein Witz oder? Kann mir jemand sagen, wie wir rechtlich da stehen? Darf man die Fenster so hinterlassen oder die Whg. selber? Welchen Schadensersatz kann ich dafür verlangen? Wie würde es im Fall einer Klage vor Gericht für uns aussehen? Die Whg. war in einem guten Zustand als sie vor 12 Jahren einzog. Sie meint nun, das die Whg. ja auch schon alt ist und sie dann so aussehen darf, sie hat ja auch immer schön Miete die letzten 12 Jahre bezahlt.
Hätten wir eine Chance die oben genannten Sachen zu gewinnen? Bitte schnell um Antworten. Wir haben nun gesagt, das wir mit einer Zahlung von 1.000,- einverstanden wären, obwohl das ja 1.255,18 weniger wären, als unser Material und Zeitschaden.
Da wir aber keine Versicherung haben, wollen wir natürlich ungern vor gericht, wenn wir nicht wissen, ob sie natürlich zum Schluß noch recht behält und wir auf noch mehr kosten sitzen bleiben. Hat jemand erfahrung mit ähnlichen Vorfällen bei Gericht.
Gruß,
s.barki




OH CHRISTIAN