1 Jahr falschen Zähler zugewiesen

Diskutiere 1 Jahr falschen Zähler zugewiesen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Das ist die spannende Frage. Im Übernahmeprotokoll oder Mietvertrag scheint der Zähler zumindest nicht erwähnt zu sein. Hat er den Zähler wirklich...

RomeoZwo

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Er hat Dir doch diesen falschen Zähler zugewiesen!

Das ist die spannende Frage. Im Übernahmeprotokoll oder Mietvertrag scheint der Zähler zumindest nicht erwähnt zu sein.
Hat er den Zähler wirklich zugewiesen, oder war das eine "Vermutung" von Nachbarn etc. weil der Zähler eben im selben Hausflur hängt und der eigene zufällig im Nebenhaus, was man ja eigentlich nicht erwartet.
 

Anhalter

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Hochspekulativ: Wenn der Vermieter über seine Firma Strom an seinen privaten Mieter weiterleitet hat er möglicherweise noch ganz andere Probleme (Drittmengenabgrenzung).

Ich würde aber auch empfehlen, erstmal die Sachlage zu prüfen. Welcher Zähler ist denn jetzt deiner, auf wen ist der gemeldet, was ist mit den bisherigen Abschlägen auf den "falschen" Zähler. Zumindest mein Netzbetreiber hier ist da realtiv umgänglich wenn man die anruft, das ist aber bestimmt nicht überall so. Wenn das geklärt ist, kann man zur Frage übergehen wie denn jetzt das Kind aus dem Brunnen geholt wird.
 

Predmor

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Nein, Romeo der Vermieter hat ganz klar gesagt das ist dein Zähler und der nebendran ist der vom 1 Stock.
Der Zähler der mir gehören soll ist im Haus an der Straße. Die Gebäude sind wie ein L gebaut worden.
Auf jeden Fall bin ich schon mal erleichtert das ich die Kosten nicht übernehmen muss.

Der Netzbetreiber ist auch gleich der Versorger soviel ich weiß. Werde mich mal informieren.
 

immobiliensammler

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Der Netzbetreiber ist auch gleich der Versorger soviel ich weiß. Werde mich mal informieren.

Sicher nicht! Das wäre die absolute Ausnahme von der Ausnahme, nämlich wenn das die Gemeindewerke mit ich glaube weniger als ein paar Tausend Kunden sind.
 

RomeoZwo

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Sicher nicht! Das wäre die absolute Ausnahme von der Ausnahme, nämlich wenn das die Gemeindewerke mit ich glaube weniger als ein paar Tausend Kunden sind.

Das ist aber schon spitzfindig. In Nürnberg wäre es die N‑ERGIE AG als Versorger und die N-ERGIE Netz GmbH als Netzbetreiber, eine 100% Tochter. Die jeweilige Störungshotline hat dieselbe Telefonnummer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man hier bei einem Anruf am Infotelefon auch direkt und richtig weitergeleitet wird.
 

immobiliensammler

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Das ist aber schon spitzfindig. In Nürnberg wäre es die N‑ERGIE AG als Versorger und die N-ERGIE Netz GmbH als Netzbetreiber, eine 100% Tochter. Die jeweilige Störungshotline hat dieselbe Telefonnummer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man hier bei einem Anruf am Infotelefon auch direkt und richtig weitergeleitet wird.

Nein, das ist nicht spitzfindig, das ist eine komplett andere Firma! Hat rechtliche Gründe und hängt mit der Trennung von Netz und Vertrieb (Unbundling) zusammen. Wir hier im Ort sind eine der großen Ausnahmen, unsere Gemeindewerke sind sowohl Netzbetreiber als auch Grundversorger. Das gilt als Ausnahme nur für ganz ganz kleine Klitschen mit einer "Handvoll" Kunden (weniger als 10.000). Bei uns resultiert das daher, dass die Gemeinde schuldenfrei ist und daher z.B. als Geldanlage das Strom- und Gasnetz schon vor etlichen Jahren zurückgekauft hat.
 

sara

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Der Zähler der mir gehören...

Also irgendwie verstehe ich bei der ganzen Angelegenheit nicht, wessen Strom hast du dann bezahlt. Schließlich ist der Zähler und damit der Verbrauch doch auch einer Wohnung zugeordnet.

Also deinen eigenen Stromverbrauch hast du sicherlich dann nicht bezahlt.
Also 900€ für 3 - 4Pers. Jahr wäre sicher auch realistisch.

Nur dann ist die von dir über falschem Zähler angelastete verbrauchte Strommenge der anderen Wohnung zu zuordnen.

Hast du denn schon eine Abrechnung von deinem Versorger erhalten, od. bis jetzt nur Abschläge bezahlt für den falschen Zähler?

Dieser Fehler ist durch Mieterwechsel in der Nachbarwohnung aufgefallen. Der Vorgänger der Nachbarwohnung hat eine Rückzahlung erhalten.
Ist die Frage für welchen Zähler u. Verbrauch?
Wenn es der von dir falsche genanter Zähler war, dann wäre ja der Zähler doppelt an evtl. verschiedene Versorger gemeldet. Aber dann dürfte ja bei dir auf dem falsch gemeldeten Zähler bis zur Neuanmeldung des neuen Mieters kein weiterer Verbrauch angefallen sein?

Drücke mal feste die Daumen, dass das ganze mit den Versorgern u. Netzbetreibern, ehemaligen Mieter etc. geklärt wird.
 
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Ferdl

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Die ganze Geschichte ist reichlich skurril.
Normalerweise, also so wie dass Üblich ist:
Es gibt einen Netzbetreiber, dem gehört der Stromzähler und liest den Zählerstand ab, außerdem Liefert er den Strom.
Dann gibt es noch den Stromversorger, der Vermietet den Zähler und verkauft den Strom.
Der Mieter ist Kunde beim selbst ausgesuchten Versorger (Ausnahme siehe #26, da ist nicht nur Betreiber und Versorger Identisch sonder es gibt in der Regel auch keine freie Wahl).
Der Vermieter hat mit der ganzen Sache an sich überhaupt nichts zu tun.
(Außer halt er Vermietet halt den Zählerschrank als Bestandteil der Mietsache mit, wo der Netzbetreiber seinen Zähler anschrauben darf.)

Und üblicherweise, sind seit etlichen Jahren die Netzbetreiber ganz erpicht darauf das alle Zähler eines Hauses an einem Platz sind.
 

Hutchinson Hatch

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Der Vermieter hat mit der ganzen Sache an sich überhaupt nichts zu tun.

Mit dem Geschäftsvorgang im Grunde nichts. Trotzdem denke ich als juristischer Laie ist es ein Mangel, wenn mir der Vermieter einen falschen Stromzähler zuweist. Das kann aber nur ein Anwalt klären. Nach einer Google-Recherche kommt dieser Fall wohl gar nicht so selten vor...
 

Andres

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Es gibt einen Netzbetreiber, dem gehört der Stromzähler und liest den Zählerstand ab, außerdem Liefert er den Strom.
Dann gibt es noch den Stromversorger, der Vermietet den Zähler und verkauft den Strom.

Die Unterscheidung wird für den "unbedarften Endverbraucher" in dem Moment schwierig, in dem diese beiden Läden ziemlich ähnlich heißen, meist weil der eine der örtliche Grundversorger ist und die beiden früher mal ein Unternehmen waren. Das sieht dann ...

In Nürnberg wäre es die N‑ERGIE AG als Versorger und die N-ERGIE Netz GmbH als Netzbetreiber, eine 100% Tochter.

... ungefähr so aus.


Der Vermieter hat mit der ganzen Sache an sich überhaupt nichts zu tun.

Der Vermieter könnte einen Vertrag mit einem der beteiligten Versorger haben, z.B. weil es eine Renovierung oder längeren Leerstand gab und der Vermieter zwischendurch Kunde war. Nun wäre es natürlich perfide, wenn die Rückstände so aufgelaufen wären, aber weiß man's? Davon abgesehen hat @Hutchinson Hatch durchaus recht:

Trotzdem denke ich als juristischer Laie ist es ein Mangel, wenn mir der Vermieter einen falschen Stromzähler zuweist.

Vielleicht ist das kein Mangel im mietrechtlichen Sinn, aber es kommt doch die Frage auf, ob der Vermieter hier in irgendeiner Form in Anspruch genommen werden kann, wenn durch sein Verhalten dem Mieter ein Nachteil entsteht.
 

Ferdl

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Wie auch immer, wenn der Vermieter zu blöd ist, sollte man evtl. einen Elektriker beauftragen herauszufinden was denn nu Sache ist.

Vielleicht ist das kein Mangel im mietrechtlichen Sinn, aber es kommt doch die Frage auf, ob der Vermieter hier in irgendeiner Form in Anspruch genommen werden kann, wenn durch sein Verhalten dem Mieter ein Nachteil entsteht.
Ich sehe das durchaus als Mangel, als Vermieter sollte man doch in der Lage sein seinem Mieter den Richtigen Zähler zuzuweisen....
Ab davon scheint mir noch einiges Anderes im Argen zu liegen.
 

sara

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Nun wäre es natürlich perfide, wenn die Rückstände so aufgelaufen wären, aber weiß man's?

Habe ich da einen Denkfehler?

Die Rückstände sind doch eigentlich der Verbrauch des TE, denn nur sein Strom läuft über diesen Zähler. Nur hat er die Vorauszahlungen auf eine andere Zählernummer geleistet.
Bis jetzt hat er doch nicht geschrieben, dass er darüber schon eine Abrechnung hat. (Wenn ja, dann hätte er den Verbrauch der anderen Wohnung berechnet bekommen)
 
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