3 Parteienhaus - Heizungskosten seit des Wärmezählereinbaus um 2/3 gestiegen

Dieses Thema im Forum "Verwaltung" wurde erstellt von Tippi_19, 30.04.2015.

  1. #1 Tippi_19, 30.04.2015
    Tippi_19

    Tippi_19 Gast

    Hallo zusammen,

    mein Mann und ich haben eine Eigentumswohnung in einem 3-Pareienhaus. Wir bewohnen die Maisonette. Unsere Hauptwohnung 73qm wird durch die Gemeinschaftsheizungsanlage beheizt. Gas - Fussbodenheizung. Das Maisonettenzimmer (ca. 40qm Wohnfläche) durch eine eigene Heizung (3 grosse Heizkörper), deren Gasverbrauch und Wartung wir auch selber zahlen. Vor 3 Jahren wurden Wärmezähler an die Gemeinschaftsheizung installiert. Wir zahlen dadurch im Jahr € 1000 mehr. D.h. wir bezahlen für die 73qm gesamt €1500. Insgesamt für die Wohnung mit Kaltwasserverbrauch €2500,-- Im Vergleich zahlt unser Nachbar in der Mitte, der auch gleich Hausverwalter ist, nur €500,--, für eine 80qm-Wohnung. Die Parterrewohnung auch 80qm zahlt €800,--Da unsere Wohnung nach Wärmezählereinbau vermietet wurde, dachten wir, der hohe Verbrauch lag an den Mietern. Wir blieben auf den Kosten sitzen, da es sich um Mietwandalen gehandelt hatte und wir einen gerichtlichen Vergleich zu unseren Ungunsten bewirkt haben. Jetzt wohnen wir aber wieder komplett 1 Jahr selber in der Wohnung, hatten bereits vorher ohne Wärmezähler 5 Jahre hier gewohnt und können nun anhand der Abrechnungen, die hohen Differenzen erkennen. Bei der Eigentümerversammlung stellte sich heraus, dass der Miteigentümer = Hausverwalter, seinen Kellerraum (25,5) als Wirtschaftsraum nutzt und sich dort eine Heizung befindet. Es ist noch nicht mal geklärt von welcher Heizung er das Gas bezieht, rechnet jedoch für eine komplette Heizperiode €40 ab, mit der Versicherung, ich heizte erst seit November und habe diese dann ganz klein gestellt. Heute hatten wir eine aussergewöhnliche Versammlung einberufen zu der unser Miteigentümer = Verwalter ohne Absage nicht erschienen ist. Ich muss erwähnen, dass wir, auch die andere Partei ihn bereits per Einschreiben als Verwalter, auch aus anderen Gründen bereits gekündigt haben. Ich habe zu der Abrechnung ein Veto eingelegt und trotzdem hat der Verwalter im Nachhinein in sein Protokoll aufgenommen, dass wir Beschlussfähig, den Verwalter mit allen Zahlungen entlastet haben. Wer kann mir einen Rat geben, wie ich vorgehen soll, denn mit diesen hohen Heizkosten ist unsere Wohnung absolut entwertet. Hätten überhaupt, die Wärmezähler in den Hauptwohnungen eingebaut werden dürfen, da bekannt war, dass die Flachheitzung vom Nachbar nicht gemessen werden kann? Misst evtl. unser Wärmezähler nicht mehr neutral, da die Rohre der Maisonettenheizung den gleichen Verlauf haben? Mir ist bewusst, dass eine Maisonettenwohnung mehr Energie verbraucht, aber 2/3 des gesamten Hauses?
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Das ist keine Steigerung um 2/3, sondern um 2/1.


    Das sind dann also 2,85 €/m² im Monat. Wenn das die gesamten Betriebskosten sind, ist das etwas hoch, aber nicht grundsätzlich unplausibel, während ...

    ... 0,83 €/m² im Monat schon spektakulär niedrig wäre.


    Irgendwie musst du deine Gedanken mal etwas klarer formulieren, wenn wir dir helfen sollen. Hat der Kellerraum ein eigenes Heizgerät? Von dem du vermutest, dass es euer Gas anzapft? Oder wie soll ich das verstehen? Und was hat das mit der Versicherung zu tun?


    Einzelne Parteien können dem Verwalter nicht kündigen. Unabhängig davon würde durch Kündigung auch bestenfalls der Verwaltervertrag beendet werden. Der Verwalter müsste abberufen werden, damit seine Bestellung endet.


    Das gibt es nicht.


    Ist darüber den abgestimmt worden? Falls ja, wie ist das ausgegangen?


    Naja, die Fußbodenheizung geht schlecht mit Heizkostenverteilern zusammen. Die Frage ist daher eher, ob WMZ in ausreichender Zahl und vor allem an den richtigen Stellen montiert sind.


    Sag' niemals nie, aber diese Theorie ist dann doch ziemlich absurd.


    Schon aus den paar Angaben, die du hier machst, ist der naheliegende Rat: Nimm' dir einen Anwalt, der sich mit Wohnungseigentum auskennt - denn du tust das offensichtlich nicht. Klingt hart, ist aber so.

    Der Anwalt sollte bevorzugt ein Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht sein.
     
  4. #3 Tippi_19, 30.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 30.04.2015
    Tippi_19

    Tippi_19 Neuer Benutzer

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    Danke Andres für deine Antwort, gesamte Betriebskosten für die Wohnung belaufen sich auf fast 6000 Euro im Jahr, ich habe nur von den Heizkosten und Kaltwasser geschrieben. Ich wollte einen Rat und keine Kritik zu meinem Beitrag, aus dem hervorgeht ohne dass man rechnet, dass hier etwas nicht stimmt. Fehlt nur noch, dass du mir meine Rechtschreibfehler hervorhebst. Danke, ich werde einen Fachanwalt einschalten, hierfür bin ich auch gut versichert und brauche deswegen keine Fachfrau zu diesem Thema sein. Dachte nur, in diesem Portal schon mal vorab etwas zu erfahren.
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Bisher hat hier ausnahmslos jeder, der ordentlich gefragt hat, auch ordentliche Antworten bekommen.
     
  6. #5 PHinske, 01.05.2015
    PHinske

    PHinske Erfahrener Benutzer

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    Abrechnung genau durchprüfen!

    Hallo Tippi_19,

    ich kann dir nur raten - auch zur Vorbereitung für den Anwalt - die Heizkostenabrechnung für alle Parteien zu kopieren oder abzufotografieren und minutiös durchzuprüfen.

    Das solltest du übrigens auch für die gesamte Abrechnung und Kostenverteilung eines Jahres tun, denn die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten von 6.000 Euro für eine 73 qm-Wohnung sind schon immens hoch.

    Der Genehmigungsbeschluss zur Hausgeldabrechnung dürfte - allein schon wegen der nicht durchgängigen Verbrauchsabrechnung für das Objekt - erfolgreich anfechtbar sein.

    Den Beschluss zur Entlastung des Verwalters bei Gericht ungültig erklärt zu bekommen, ist dann auch nur ein Klacks.
    Man muss es halt nur machen und daraus können die anderen Eigentümer nach Abschluss des Verfahrens um so besser ihre Schlüsse ziehen.

    Wenn du möchtest, könntest du hier deine Heizkostenabrechnung anonymisiert einstellen, dann bekommst du sicherlich auch noch bessere Antworten dazu.

    MfG PHinske
     
  7. #6 Newbie15, 01.05.2015
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

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    Wurde der Verteilerschlüssel beim Einbau der Wärmemengenzähler geändert? Wenn jetzt mehr nach Verbrauch geht, könnte das schon große Auswirkungen haben. Ihr habt ja durch die Dachflächen nicht nur den höheren Verbrauch, sondern auch noch die längeren Leitungen und damit mehr Leitungsverluste.

    Ist sicher, dass die Wärmemengenzähler korrekt angeschlossen wurden? Und auch korrekt messen? Mal nach Fehlermeldungen geschaut? Sicher, dass alle Heizkreise richtig zugeordnet sind? Evtl. sind ja die Heizkreise gar nicht pro Wohnung, sondern das ein oder andere Zimmer des 1. OG hängt mit an eurer DG-Wohnung?

    Das kann so viel sein, was für solche Zahlen sorgt. Korrekt ist ohnehin etwas anderes, wenn ein Kellerraum von der Zentralheizung beheizt wird (bzw. ohne separaten Gaszähler) und das nicht abgerechnet wird.
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ich finde Andres' Antwort bzw. Stellungnahme sehr gut. Wende Dich doch an ein anderes Forum, um Dir genehme Antworten zu bekommen!
     
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