600€ Nachzahlung für Heizung - zahlt das Jobcenter?

Diskutiere 600€ Nachzahlung für Heizung - zahlt das Jobcenter? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Moin zusammen! Endlich wird meine Wohnung verlassen. Sie (Aufstockerin) lebt im Prinzip vom Amt und verursacht scheinbar seit Jahren immer wieder...

  1. #1 Kristek85, 04.06.2019
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    Moin zusammen!

    Endlich wird meine Wohnung verlassen. Sie (Aufstockerin) lebt im Prinzip vom Amt und verursacht scheinbar seit Jahren immer wieder sehr hohe Nachzahlungen.
    Ich habe die Wohnung im April 2018 gekauft und jetzt erst, auf Verdacht, die Abrechnung von 2017 verlangt.
    Die Mieterin behauptet, dass das JC immer anstandslos bezahlt hat. Deshalb möchte sie so schnell wie möglich von mir die Kaution zurück.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das JC erneut zahlen wird, zumal sie mehrmals vom JC aufgefordert wurde, ihre Kosten zu senken und in eine kleinere und günstigere Wohnung zu ziehen. Jetzt zieht sie in eine teurere Wohnung.
    Ich meine jedenfalls, dass das JC in solchen einem Falle die Übernahme der Kosten verweigern kann.
    Ich meine auch, dass sie genau wegen zu hohen NK beim Versorger in der Kreide stand (habe mich letztes Jahr wegen ihrer Schufaeinträge bei den Versorgern gewundert).

    Habt ihr dzbgl. Erfahrungen
     
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  3. dots

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    Du hast keinen Vertrag mit dem JC, sondern mit deiner Mieterin.
    Deine Mieterin muss (dir) die Miete und eventuelle Nachzahlungen zahlen - nicht das JC.
    Woher die Mieterin das Geld nimmt, kann und sollte dir (im Moment) egal sein. Du kannst es eh nicht beeinflussen.
     
  4. #3 Kristek85, 04.06.2019
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    Das weiß ich. Es stimmt aber schon, dass das JC in der Vergangenheit geblecht hat.
     
  5. #4 immobiliensammler, 04.06.2019
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    Aus meiner Erfahrung: Wenn die Mieterin ausgezogen ist zahlt das Jobcenter für die alte Wohnung gar nichts mehr, da eine Nachforderung dann nicht mehr zu den KdU gehört.
     
  6. #5 RP63VWÜ, 05.06.2019
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    Ich befürchte (auch aus meiner Erfahrung), dass Immobiliensammler uneingeschränkt Recht hat.
    Mich wundert nur, warum (offensichtlich?) keine Anpassung der Heizkostenvorauszahlung vorgenommen wurde.
    Oder handelt es sich um eine Elektroheizung, bei der die Heizkostenvorauszahlung an den Energieversorger geleistet wurde?
     
  7. dots

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    Ja und? Das mag ja sein, dass das Jobcenter bei euch nebenher Spenglerarbeiten macht. Wofür oder wogegen sollte das ein Argument sein?
     
  8. #7 Kristek85, 05.06.2019
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    Die Frage ist ja nun, ob das JC noch einmal zahlen wird, obwohl die Mieterin nicht daran denkt ihre Kosten zu senken. In der Vergangenheit wurde mindestens zwei Mal bezahlt. Wahrscheinlich auch über Gewährung eines Darlehens.
    Da ich keinen Vertrag mit dem JC habe, sondern mit der Mieterin, könnte es sein, dass die Kosten an mir hängen bleiben und ich diese einfordern bzw. einklagen muss. Dass da nichts zu holen ist, sollte jedem klar sein. Jedenfalls habe ich folgendes gefunden:

    Nebenkostennachzahlung nach Auszug aus alter Wohnung muss vom Jobcenter bezahlt werden
    Lange Zeit war es eine der größten Hürden eines Umzugs. Nebenkosten mussten auch nach dem Auszug nachträglich selbst übernommen werden. Dieser hohe Kostenfaktor muss nun vom Jobcenter übernommen werden und bietet einem nun ganz neue Möglichkeiten.
    Was passiert mit der Nebenkostennachzahlung aus einer alten Wohnung?
    Ein Umzug ist oft mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Zunächst muss man überhaupt erst mal eine angemessene Wohnung finden. Wenn man eine Wohnung gefunden hat, beginnt der Stress des Umzuges und der Stress mit dem Jobcenter und welche Umzugskosten vom Jobcenter übernommen werden und welche nicht. Wenn dann endlich alles geschafft ist, droht eine weitere Gefahr: Was passiert, wenn der alte Vermieter eine Nachzahlung für die Nebenkosten verlangt. Wer zahlt dafür? Muss dies auch vom Jobcenter übernommen werden?
    Neue Rechtslage: Das Jobcenter muss zahlen
    Bisher war die Rechtslage hier äußerst unbefriedigend. Wenn man ausgezogen war musste das Jobcenter eine Nachzahlung aus der alten Wohnung nicht mehr übernehmen und man hatte auf einmal Schulden beim alten Vermieter. Das Bundessozialgericht hat hierzu eine neue Entscheidung rausgebracht und die Rechtslage korrigiert (BSG v. 30.03.17 – B 14 AS 13/16 R). Das Gericht führt aus „das würde faktisch wie eine Umzugssperre wirken, weil Alg II‑Empfänger bei unzureichenden Nebenkostenvorauszahlungen dem Risiko, Schulden zu machen, ausgesetzt wären“.
    Zahlungsverpflichtung auch ohne Zusicherung zum Umzug
    Das Gericht stellt erfreulicher Weise auch fest, dass die Zahlungsverpflichtung des Jobcenters auch dann besteht, wenn der Umzug ohne vorherige Zusicherung des Jobcenters erfolgt ist. Solltet ihr also eine Nebenkostenabrechnung aus einer alten Wohnung erhalten, leitet diese auf jeden Fall an euer Jobcenter weiter und bittet um Ausgleich der Nachzahlung. Sollte das Jobcenter dem nicht nachkommen, sollte gegen den Ablehnungsbescheid ein Widerspruch mit Verweis auf die neue Rechtslage eingelegt werden.
     
  9. #8 immobiliensammler, 05.06.2019
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    Schön dass der JC-Kunde einen Anspruch auf Übernahme hat. Aber was machst Du, wenn das JC das ablehnt (oder der "Kunde" schlicht zu bequem ist, die NK-Abrechnung einzureichen) und der "Kunde" keinerlei Veranlassung sieht, dagegen zu klagen? Du selbst kannst aus diesem Urteil keinerlei Rechte herleiten!
     
  10. #9 Papabär, 05.06.2019
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    Ganz enfach weiterhin wilde Spekulationen und Vermutungen in den virtuellen Raum werfen.

    Die Aufforderung zur Kostensenkung und zum Umzug in eine kleinere Wohnung bekommt annähernd jeder Leistungsempfänger. Das ist ein Standart-Textbaustein, der recht inflationär verwendet wird. Wenn man sich ein bissel mit der Materie beschäftigt hat, können Leistungsempfänger sogar richtig gute Mieter sein - selbst wenn dann am Ende mal eine Zahlung fehlen sollte. Die JC sind da leider oftmals nicht sehr kooperativ. Weder mit ihren Kunden, noch mit deren Vermietern.

    Und ja, das Risiko einer übermäßigen Abnutzung/Beschädigung der Mietsache durch Leistungsempfänger will ich auch garnicht unter den Tisch kehren. Das hat man bei anderen Mietern aber auch.
     
  11. #10 immobiliensammler, 05.06.2019
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    Ich habe genug JC-Mieter (in etlichen Objekten sind es rund 90 %), daher ärgere ich mich genug über das Vorgehen der diversen Jobcenter. Wenn der Folgeantrag fällig ist dauert es dann halt mal bis zu 2 Monate, bis die Miete (rückwirkend) dann wieder fließt, das ist für mich inzwischen normal. Auch dass fast schon standardmäßig irgendwas zwischen 10 und 15 Euro aus den NK-Abrechnungen rausgestrichen und nicht ersetzt wird, eine Begründung dafür gibt es dann nicht (gegenüber mir natürlich nicht, gegenüber dem "Kunden": "Wird nicht anerkannt"). - Vielleicht braucht der JC-Mitarbeiter sein Erfolgserlebnis, dass er Geld gespart hat, keine Ahnung!

    Das Problem ist halt ganz einfach: Beim "normalen" Mieter könnte man Forderungen titulieren und evtl. mal vollstrecken, gegenüber JC-Stammkunden ist das verlorene Liebesmüh.

    Für mich daher eine ganz einfache Entscheidung:

    - Bei manchen Objekten muss man mit JC-Mietern leben, das Risiko muss dann eben bei den Kaufpreisen eingepreist sein.
    - Bei den anderen Objekten landen Anfragen mit Jobcenter-Hintergrund direkt im Papierkorb, freiwillig tue ich mir den Stress nicht an!
     
  12. dots

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    Ich habe das Gefühl, dass du das von der falsche Seite aus "durchdenkst":
    Du hast einen Anspruch gegenüber deiner Mieterin. Deine Mieterin muss an dich zahlen. Unabhängig davon, ob das JC irgendwem irgendwas zahlt.
    Deine Mieterin hat vielleicht auch Ansprüche ggü. dem JC. Vielleicht auch nicht. Das ändert aber nichts an den Ansprüchen, die du ggü. deiner Mieterin hast.
    Klar, wenn das JC nicht zahlt, wird deine Mieterin dir (vielleicht!!!) nichts zahlen. Betonung auf "vielleicht". Vielleicht aber doch. Vielleicht hilft Oma ihrer Enkelin aus der Patsche. Vielleicht bekommt deine Mieterin auch Geld vom JC, aber leitet es nicht an dich weiter. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

    Daher halte ich die Diskussion, ob und wann das JC was warum an wen zahlt, für nicht zielführend. Es kann (und sollte) dir egal sein.

    Bei der nächsten Mieterauswahl solltest du dann nicht so sehr auf die Bereitschaft des Mieters, Kosten zu senken, achten, sondern eher darauf, ob der Mieter die Kosten, die er verursacht (Miete, Verbrauch/Nebenkosten/...) auch bezahlen WILL und KANN.
    Solange der Mieter alles zahlt, darf er sich gerne bei 28° und dauer-gekipptem Fenster im Winter in der Wohnung wohl fühlen. Du kannst es nicht beeinflussen, wie oft jemand aufs Klo geht, wie oft jemand duscht, wie viel Strom, Heizenergie, ... jemand verbraucht. Daher Solltest du gar nicht erst darüber nachdenken, wie verschwenderisch jemand lebt. Es führt zu nichts!
     
  13. #12 Papabär, 05.06.2019
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    Klingt nach dezentraler WW-Bereitung (mittels Strom). Wenn dieser Kostenanteil nicht in der HK-Abrechnung erscheint, wird dort entsprechend gekürzt. Im Gegenzug könnte der Mieter dann einen separaten Antrag auf Übernahme stellen, da er die Stromkosten ja i.d.R. aus seinen Grundleistungen bezahlen muss und direkt an den Versorger leistet.
    Das ist z.B. so ein Thema, was Dir kein JC sagt ... sowas muss man sich echt selbst erarbeiten, nur um sich dann anzuhören, warum man nicht gefragt habe ...

    --> kleinen Dreizeiler vorbereiten, womit Du dem Mieter die WW-Bereitung über dezentrale Geräte bestätigst, dann müsste das klappen ... zumindest bis zum nächsten Jahr.
     
Thema:

600€ Nachzahlung für Heizung - zahlt das Jobcenter?

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