74 m³ mehr Abwasser als Trinkwasser? ZWA-Betrug?

Dieses Thema im Forum "Kaltwasserversorgung" wurde erstellt von Klingone, 12.01.2016.

  1. #1 Klingone, 12.01.2016
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    Hallo Forum,

    ich habe es erst bei der Betriebskostenabrechnung gemerkt: Der ZWA hat uns 74 m³ mehr Abwasser berechnet, als wir Trinkwasser verbraucht haben in 2014: 640 € mehr. Trinkwasser hatten wir 337, Abwasser 411 m³. Bei uns gibt es noch keine zentrale Abwasserentsorgung, sondern es wird in Sammelgruben per LKW abgepumpt. Auf Nachfrage erklärte mir der ZWA, dass es sich nicht um einen Berechnungsfehler handelt, sondern dass die Abwasserfahrer an ihren LKW die höhere Menge abgelesen haben und wir sie deshalb auch bezahlen müssen. Aber woher sollen 74 m³ kommen? Ich habe daraufhin den Installateur und auch einen Abwasserfahrer angesprochen: allgemeines Credo: Das kann nicht sein, das muss ein Berechnungsfehler beim ZWA sein. Tja, die Rechnung ist schon ein Jahr alt, die Widerspruchsfrist wohl abgelaufen. Aber der ZWA behauptet auch, dass es in 2015 so weiter geht. Das Haus ist vermietet und die 5 Mietparteien müssen jetzt diese Kosten tragen. Aber eigentlich würde ich sagen, das ist Betrug. Für uns nicht nachvollziehbar, was die Fahrer an ihren Fahrzeugen für abgepumpte Mengen ablesen. Vielleicht runden sie auf. Und da sie 2-3 mal die Woche kommen, summiert sich das dann. Aber 74 m³? Was würdet Ihr machen? Verspäteten Widerspruch einlegen? Anwalt einschalten? Den könnte ich wohl nicht auf die Mieter umlegen, oder?

    Danke für Eure Antworten
     
  2. AdMan

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  3. #2 Der Hamster, 12.01.2016
    Der Hamster

    Der Hamster Gast

    'Hallo,

    vielleicht konsumieren Ihre Mieter im hohen Grade gekaufte Getränke?
     
  4. #3 lostcontrol, 12.01.2016
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Wie schaut's bei Euch mit dem Niederschlagswasser aus?
    Bei uns hier muss auch dafür bezahlt werden...
     
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  5. #4 Aktionär, 12.01.2016
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    Das war auch mein erster Gedanke, dass das Sammelbecken aus dem abgepumpt wird auch Oberflächenwasser mit aufnimmt.

    Wie sah es denn in den Vorjahren aus? Gab es da auch Differenzen zwischen Bezug und Entsorgung?
     
  6. #5 Klingone, 12.01.2016
    Klingone

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    Getränke? Das wären 10 l pro Tag und Nase, davon die Hälfte Kinder. Gerard Depardieu wohnt nicht im Haus, der soll 14 Flaschen Wein am Tag trinken. Niederschlagswasser ist komplett getrennt und versickert ganz wo anders. Die Abwasseranlage ist erst 3 Jahre alt und hat keine Lecks. Die Mieter, der Installateur und ich auch, wir sind uns sicher, es kommt nichts dazu. Die letzten Jahre hat der ZWA immer den Trinkwasserverbrauch als Menge benutzt. Deshalb habe ich mir die Rechnung ja auch nicht angesehen, als sie gekommen ist. Es war immer alles ok. Und jetzt auf einmal so was! Der Abwasserfahrer meint, das hätte er noch nie gehabt, mal 2 m³ Unterschied vielleicht. Aber 74 m³, das ist ein Jahresverbrauch.
     
  7. Nanne

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    Hallo, Klingone

    Du kannst doch beweisen wieviel Frischwasser verbraucht wird, genau so viel - und nicht mehr - gibt es Abwasser. Welche Menge die LKWFahrer da aufzeichnen ist für Dich nicht bindent, möglicherweise gibt es einen technischen Fehler an der Zähluhr.
    Das wäre meine Überlegung.
     
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  8. dots

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    Vielleicht in 11/2013 abgerechnet, und das nächste mal in 02/2015 (statt jeweils zum Jahreswechsel)?
     
  9. #8 Klingone, 12.01.2016
    Klingone

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    Der Zählerstand der Wasseruhr stimmt, den kontrolliere ich immer am Jahresende. Und dann müßte die Abwassermenge ja in den anderen Jahren weniger sein, als Trinkwasser. Das Gegenteil ist der Fall: auch in 2015 ist angeblich der Abwasseranfall wesentlich höher als der Wasserverbrauch.

    Und zu den Beweisen: der ZWA kann seiner Meinung nach beweisen, dass so viel Wasser abgefahren wurde, weil die Fahrer immer einen Zettel ausstellen, ca. 100 mal im Jahr. Sie meinen, wie das Abwasser entstanden ist, ist nicht ihr Bier, sondern unseres.

    Ich bin mir schon sehr sehr sicher, dass entweder an den Güllewagen oder in der Buchhaltung des ZWA der Fehler liegt. Nur läßt sich dem jetzt noch widersprechen? Und wem gegenüber muss sich der ZWA verantworten? Wen interessiert, ob die bei uns unlauter abgerechnet haben? Die haben das jedenfalls ganz im Stillen auf uns umgelegt und uns keinen Hinweis gegeben. Mein Fehler war, dass ich die Abrechnung erst am Jahresende überprüft habe, weil so etwas noch nie gewesen ist.
     
  10. #9 Klingone, 12.01.2016
    Klingone

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    Ich habe grade nochmal mit dem ZWA telefoniert und die haben mir jetzt angeboten, einen schriftlichen Antrag zu stellen. Das mache ich auch. Mal sehen, vielleicht klappt das ja.
     
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  11. #10 Nanne, 12.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2016
    Nanne

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    Wenn ich z.B. eine Rechnung erhalte, die nachweisbar nicht korrekt ist, bezahle ich nur mit Abzug oder gar nicht. Wenn Dein Frischwasserzähler nachweisbar einen bestimmten Verbrauch aufweist, kann das Abwasser nicht mehr cbm Verbrauch zählen, wenn, dann geht der Fehler nicht zu Deinen Lasten. Oder gibt es mit dem Wasserwerk eine entsprechende Vereinbarung, dass die Angaben des LKW-Fahrers berechnet werden, egal wie richtig oder falsch......Kannst Du überhaupt die Angaben des Fahrers überprüfen.?
     
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  12. Duncan

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    Misst der Trinkwasserzähler richtig? Ist der in der Eichfrist? Ist der zu Beginn der Abweichungen getauscht worden? Wie sehen die Eichprotokolle der Messstellen auf den Fahrzeugen aus? Von wann sind die?
    Bist du der einzige Betroffene? Oder gibt es eine Vielzahl von Fällen?

    Der Bürgermeister ist doch sicher im Aufsichtsrat des ZWA? Den mal angesprochen auf die offensichtlichen Inkorrektheiten? So beim Neujahrsempfang? Der könnte nächste Woche oder so sein.
     
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  13. sara

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    Eine Idee dazu, denn bei meiner Bekannten in der Stadt ist das auch so,
    dass das Abwasserwerk auf die Wasserstände des Vorjahres für die Berechnung des Abwassers zurückgreift.
    D. h. es sind immer Differenzen zwischen den Bezügen von Frischwasser und Abwasser bei den jährlichen Rechnungen der Versorger.
     
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  14. dots

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    Doch!
    Sei es, dass Oberflächenwasser in die Grube läuft, oder Abwasser aus einem anderen Haus (also aus einem anderen Frischwasserzähler) in die Grube läuft, oder diverse weitere denkbare Konstellationen.
    Daher ist deine Aussage falsch - insbesondere auch die folgende:
    Wenn eine bestimmte Menge Abwasser "entsorgt" wurde, und diese Entsorgung zu bezahlen ist, so liegt noch kein Fehler vor, nur weil der Frischwasserzähler eine Zahl X anzeigt.
     
  15. Nanne

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    @sara

    Muß trotzdem nicht unbedingt richtig sein. Bei uns sind in der Abrechnung der Gemeinde exakt die gleichen cbm für Frischwasser und Abwasser angegeben.
    Mir ist unklar, was da gemessen werden muss/soll. Wie gesagt, es kommt wahrscheinlich auf die Vereinbarung der Vertragsparteien an.
     
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  16. #15 Newbie15, 12.01.2016
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    Meistens gibt es keinen separaten Zähler für Abwasser. Was soll also die Gemeinde anderes machen als den Frischwasserverbrauch in Abwasser umzurechnen. Dazu kommt dann eigentlich immer noch das Niederschlagswasser anhand versiegelter Fläche (oder ähnlichen Größen) Bei uns werden vom Frischwasser pauschal 10 % für Gartenwässerung abgezogen, die nicht ins Abwasser eingerechnet werden. Teilweise werden dafür auch Zähler verlangt, das ist auch unterschiedlich gehandhabt.

    Hier im beschriebenen Fall ist es aber so, dass die Abwassermenge durch den Abtransport genau bekannt ist. Also Frisch- und Abwasser "gezählt" wird. Da kann es natürlich zu Unterschieden kommen, wundert mich eigentlich auch nicht. Mich würde hier auch interessieren, was mit dem Niederschlagswasser passiert und ob das vielleicht die Differenz ausmacht.
     
  17. Nanne

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    Eben deshalb. Bei uns wird Abwasser gar nicht gemessen, die cbm des Frischwassers sind exakt die des Abwassers.

    Niederschlagswasser wird hier auch nach versiegelter Fläche berechnet, diese wurde übrigens per Flugzeug festgestellt, hat mit Abwasser nichts zu tun.
     
  18. #17 Aktionär, 12.01.2016
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    Diese Aussage verstehe ich nicht ganz.
    Bei mir z.B. ist es so, dass Dachfläche, Carport und ein Teil der sonstigen versiegelten Flächen in eine Zisterne geleitet werden inkl. Überlauf in einer Rigole. Wo der Rest versickert - darauf hab ich keinen Einfluss.
    Wie stellst Du das an, dass Niederschlagswasser "komplett getrennt" ist? Wohin fliesst bei Dir das Wasser vom Dach, der Einfahrt etc.?
     
  19. #18 sara, 12.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2016
    sara

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    verstehe nicht was du damit aussagen willst?

    Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten wie die Gemeinden die Berechnungen vornehmen.
    Wie oben erklärt nimmt die Nachbarstadt die Wasserstände des Vorjahres als Verrechnungseinheit für Abwasser.
    Bei uns ist es seit 2 Jahren so, dass wir am Ende des Jahres unsere Wasserstände des Frischwassers der Gemeinde selbst mitteilen müssen, für die Abwasserberechnung.
    Die Gemeinde wollte sich die Gebühren sparen die sie an den Wasserversorger bezahlen muss, der die Wasserstände sonst übermittelt hat.
    Ob das jetzt günstiger ist, glaube ich allerdings nicht.

    Und somit gibt es auch Differenzen zwischen den abgelesenen m3 des Frischwassers, da die Ablesungen zu unterschiedlichen Zeiten vorgenommen werden u. auch noch Hochrechnungen zum Jahresende gemacht werden.

    Bei den meisten Gemeinden ist es so, dass eben die Daten des Frischwasserbezuges vom entsprechenden Versorger an die Gemeinde gemeldet wird. (Die lassen sich das auch bezahlen)
    Somit sind die Verrechnungseinheiten gleich.

    Das ist aber nun ein ganz anderes Verfahren. (Sorry, ich hatte das nicht genau gelesen)
    Habt ihr eine eigene Grube dafür?
    Dann könnte da auch Oberflächenwasser mit dabei sein?
     
  20. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    doppelt...
     
  21. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Ist bei uns in Bad-Württ.genau so. Es kmmt eben immer auf die Vereinbarungen an und die sind nun mal unterschiedlich.
     
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