842€ Nachzahlung für einen Monat ?!?

Diskutiere 842€ Nachzahlung für einen Monat ?!? im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo! Ich wende mich an die geschätzte Gemeinde, da ich eigentlich nichts davon halte gleich zum Anwalt zu rennen und weil mir ein gutes Mieter-...

  1. #1 Frager71, 19.08.2013
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    Hallo!
    Ich wende mich an die geschätzte Gemeinde, da ich eigentlich nichts davon halte gleich zum Anwalt zu rennen und weil mir ein gutes Mieter- / Vermieterverhältniß
    wichtig ist.
    Jedoch komme ich nicht darum herum mich über diese Abrechnung doch sehr zu wundern...
    Die Fakten:
    Wir sind im Dezember 2011 in eine 81qm, 4 Zimmer Wohnung eingezogen. Ich schätze mal, das Haus wurde in den 50er Jahren erbaut, solider Pfälzer Sandstein, eine Vollsanierung war im Inneren des Hauses gerade abgeschlossen (Putz in der Wohnung war noch etwas feucht). Die Außensanierung (Wärmedämmung) erfolgte dann im Sommer 2012.

    Im Spätjahr 2012 kam dann der Hammer! 842,54€ Nachzahlung, die Heizkosten für den abgerechneten Zeitraum betrugen alleine 938€! Im besagten Monat Dezember 2011 hatten wir 150€ Nebenkosten bezahlt.
    Generös hat mir der Vermieter dann gleich 200€ "erlassen".

    Folgendes wäre vielleicht noch zu erwähnen:
    Der Mietvertrag läuft seit dem 01.12.2011, die Betriebskosten (exclusive Heizkosten) werden auch für den Dezember berechnet. Die Einzelabrechnung der Fa. ista bezieht sich aber auf den Zeitraum 01.11.11 bis 31.12.11. Der Vermieter erklärt dieses Missverhältniss damit, daß er uns den Wohnungsschlüssel ja schon im November gegeben hätte. Darf er das?
    Interessant ist vielleicht auch noch, daß sich die Energiekosten für das gesamte darauffolgende Jahr 2012 auf 1220€ belaufen, allein für den Dezember 2011 aber auf die besagten 938€. Das kann doch nicht sein, oder? Wer sich erinnert, in dem besagten Winter 2011 war der Dezember noch recht Mild, wir hatten dann aber im Januar und Februar 2012 eine lange strenge Frostperiode. Wie gesagt, gedämmt wurde das Haus erst im Sommer 2012.

    Jetzt hat mir der Vermieter die Abrechnung für 2012 gebracht. 71€ Nachzahlung. Geht ja noch denk ich mir, er will aber immer noch 400€ für den Dezember 2011 (250€ habe ich erstmal um des lieben Friedens willen bezahlt gehabt), je mehr ich aber darüber nachdenke umso mehr wiederstebt es mir den Rest zu zahlen und nicht doch die Sache einem Anwalt zu übergeben.

    Über jeglichen Kommentar sowie über Hilfe wäre ich sehr dankbar!!
     
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  3. Jobo45

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    Alos wenn der Mietvertrag ab 1.12.11 läuft dann laufen auch die Nebenkosten ab dem 1.12., wenn nicht anders zusätzlich vereinbart ist.
    Habt Ihr denn die Abrechnung von ISTA gesehen ?
    Wurde eine Zwischenableseung an den Heizkörpern und am Warmwasser vorgenommen bzw. liegen Euch die Werte vom 1.12.11 vor ?
    Was hat den Abrechnungswert denn so hoch getrieben, der VM sollte Euch dass erklären können.
     
  4. GJH27

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    Moment mal: versteh ich das richtig, dass die "im Spätjahr 2012" zugestellte Abrechnung sich nur auf den Abrechnungszeitraum "Dezember 2011" bezieht? Das wär ja sowieso schon mal überhaupt nicht zulässig, da ein Abrechnungszeitraum im laufenden Mietverhältnis immer zwölf Monate umfasst...
     
  5. #4 Aktionär, 20.08.2013
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    @Frager71: Du schreibst ja, dass beim Einzug nach der Sanierung der Putz noch "feucht" war. Höchstwahrscheinlich kommt der hohe Rechnungsbetrag durch Trocknung zustande. Es wurde frisch verputzt, zur Trockung geheizt bei gleichzeitig geöffneten Fenstern damit die Feuchtigkeit raus kann. Da kommt dann in einem kurzen Zeitraum einiges zusammen. Weiss ich aus eigener Erfahrung. Diese Kosten scheint euch der VM dann aufs Auge gedrückt zu haben. Soviel zur Entstehung.

    Dass der Abrechnungszeitraum nicht richtig ist wurde ja bereits geschrieben.
     
  6. GSR600

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    Ja ausser der Mieter zieht wie hier zum 01.12.2011 ein und das Abrechnungsjahr 1.1.-31.12. ist.
     
  7. Gast2

    Gast2 Gast

    Heizkosten

    Es ist ja allgemein bekannt, dass die Kosten für Beheizung immer höher wurden. Dieser Vermieter tut etwas, er dämmt sein Gebäude. Die hier vorgetragene Heizkosten für ein knappes Jahr (Spätsommer 2012), sind bei diesen hohen Preisen für das Heizmaterial und die Wohnungsgröße preiswert. Allerdings die angeblichen Kosten für einen Monat den Monat Dezember 11, finde ich nicht realistisch. Warum zieht man als Mieter auch im Dezember, in eine Wohnung ein, wenn man sieht, dass die Wände noch feucht sind.
    Ich meine, dass der Mieter ab dem Zeitpunkt der Wohnungsübergabe für die Kosten der Beheizung aufkommen muss. Da würde sich sonst jeder denken, man kann die Heizung Tag und Nacht voll aufdrehen und dann im November /Dezember, wenn es draußen eisig kalt ist, bei Tag und Nacht die Fenster offen stehen lassen- - - egal die Kosten bezahlt ja der Vermieter.....Ab Wohnungsübergabetermin hat der Vermieter keinen Zugriff mehr auf sein Eigentum, es kann ja nicht sein, dass er dann für den Verbrauch des Mieters aufkommen muss. Nur weil der Vermieter sich breitschlagen lies und die Wohnung schon vor Mietvertragsbeginn an den Mieter herausgab. Ist es nicht immer so, beim Mietvertragsabschluss da wollen die Mieter schon Wochen vor Vertragsbeginn die Schlüssel und beim Auszug, da werden die Schlüssel erst Tage nach Vertragsende zurückgegeben.
     
  8. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Dieser Beitrag ist so schön allgemein gehalten, bringt aber dem TE nicht wirklich was, oder ?
     
  9. #8 anitari, 20.08.2013
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Einzug im Dezember, dann noch der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr ist, ist eine Nachzahlung, besonders von Heizkosten vorprogrammiert.


    Übrigens sind 150 € Vorauszahlung bei der Wohnfläche mindestens 12 € zu wenig, aus meiner Sicht sogar 40 - 50 €.

    "Fa. ista bezieht sich aber auf den Zeitraum 01.11.11 bis 31.12.11. Der Vermieter erklärt dieses Missverhältniss damit, daß er uns den Wohnungsschlüssel ja schon im November gegeben hätte. Darf er das?"

    Natürlich darf er das. Dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Ihr habt nämlich 2 Monate geheizt und nur für einen bezahlt. In der Heizperiode sind die tatsächlichen Heizkosten mindestens 2 x so hoch wie die gezahlten.

    Mal angenommen von 150 € sind 80 € Heizkosten, dann können die tatsächlichen Heizkosten für die 2 Monate ca. 320 € betragen haben und da die Vorauszahlung zu niedrig ist eher 400 - 450. Das halbiert den Nachzahlungsbetrag fast.
     
  10. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    :shame ...ist ja eigentlich auch wieder logisch, sonst hätte jeder Mieter, abhängig vom Einzug, seinen eigenen Abrechnungszeitraum... :38:

    Ach wie schön sind Teilinklusivmieten! :smile011:
     
  11. #10 Papabär, 20.08.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Auch wenn der Mieter zum 01.12. d. Jahres einzieht, sollte dies am Abrechnungszeitraum eigentlich nichts ändern.

    Über den Nutzungszeitraum ließe sich reden ...

    Der Abrechnungszeitraum darf nicht länger als 12 Monate sein - und für gewöhnlich sind es auch genau 12 Monate. Ein Verbot einen kürzeren Abrechnungszeitraum zu wählen (z.B. weil Neubauten ja nicht alle pünktlich zum 01.01. bezugsfertig werden und man irgendwie wieder auf das Kalenderjahr kommen will) wäre mir allerdings neu.
     
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