Ab wann ist Kinderlärm auch für den Gesetzgeber zuviel?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Lagos, 17.01.2015.

  1. #1 Lagos, 17.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2015
    Lagos

    Lagos Neuer Benutzer

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    Guten Tag,
    ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen (ohne dass ich gleich als kinderfeindlich abgestempelt werde und entsprechende Grundsatzdikussionen entstehen).

    Erstmal ein paar Hintergrundinfos:
    Wir wohnen seit 12 Jahren im 2ten OG eines Altbaus, dieser besteht aus 4 Etagenwohnungen und einem Gewerbe im Erdgeschoss.
    Über uns wohnt eine Familie mit einer inzw 9 jährigen Tochter, auch schon seit über 15 Jahren.
    Im 4ten OG (Dachgeschoss) wohnte bis vor 2 Jahren ebenfalls ein Paar mit 2 kleinen Kindern (5 und 8 Jahre alt).
    Natürlich war es oft entsprechend laut im Haus aber es handelte sich um "normalen Kinderlärm", an dem sich niemand störte. Wir hatten eine super Hausgemeinschaft und ich schreibe das extra zur Veranschaulichung, dass wir hier keinesfalls kinderfeindlich oder übertrieben geräuschempfindlich sind!

    Leider ist die Familie im Dachgeschoss ausgezogen und neue Mieter, ebenfalls mit einer inzw 8-jährigen Tochter und einem Säugling, zogen ein.
    Seitdem hängt der Haussegen mehr als schief und wir sind alle mit den Nerven am Ende.

    Die Fakten sind:
    Tägliches Dauergepolter, Türenknallen etc. ohne nenneswerte Unterbrechung, von morgens 5.30 - 8 Uhr, dann wieder ab 15 bis 22 Uhr, am Wochenende ab 6 - 22 Uhr durchgehend.
    Besonders in den frühen Abendstunden wackeln tatsächlich oft die Lampen und Türen im 3 OG und teilweise hört man das Gepolter bis zu uns runter ins 2 OG, im Treppenhaus hört man es schon von unten im Eingangsbereich. Teilweise tut es Schläge, als würden Bowlingkugeln rollen und das ohne Übertreibung täglich!
    Ist dies noch "normaler Kinderlärm" den wir stillschweigend hinnehmen müssen?

    Die Mieter im 3 OG überlegen nun schon auszuziehen, da die schulischen Leistungen ihrer 9 jährigen Tochter zunehmend schlechter werden. Sie kann weder in Ruhe ihre Hausaufgaben machen, noch lernen, noch kann sie vor 22 Uhr einschlafen.
    Wir alle müssen täglich arbeiten und haben seit fast 2 Jahren weder am Wochenende noch nach Feierabend mal wenigstens 3 Stunden am Tag Ruhe.

    Wir haben uns schon mehrfach als Hausgemeinschaft direkt an diese Mieter gerichtet, auch unsere Vermieter haben mit ihnen gesprochen, doch sie beharren auf ihr Recht, dass sie eben Kinder haben und keine Rücksicht nehmen wollen und müssen.

    Im www finden wir nur Gerichtsurteile pro Kinderlärm und schwammige Formulierungen, ab wann dieser überschritten ist.
    Wie soll man beweisen, dass die Kids (den Schlägen nach zu urteilen) wahrscheinlich doch von Tischen und Stühlen springen und nach Belieben die Türen knallen dürfen , wenn die Eltern das Gegenteil behaupten?
    Auch wenn der Säugling nach 22 Uhr mit seinen Fersen ewig lang auf dem Parkettboden trommelt, kommt von der Mutter nur der Satz: "Mein Baby will spielen" :erschreckt005: Sowas ignorantes, egoistisches und rücksichtsloses habe ich vorher noch nie erlebt!

    Gab es schonmal eine Klage, die diebezüglich erfolgreich war?
    Kann man den Lärm irgendwie messen oder bringt es was, als Beweis die wackelnden Lampen zu filmen? (Klingt alles komisch, aber wir wissen uns wirklich nicht mehr zu helfen)

    Unsere Vermieter sind auch nicht glücklich und ratlos über die Situation, zumal sie sowas von "unserem" Haus, in dem schon immer Kinder gelebt haben, vorher nicht kannten...Außerdem halten sie sich grundsätzlich gerne aus allem raus.
    (Irgendwo habe ich gelesen, dass man auch bei Kinderlärm nach 20 Uhr eine Mietminderung von 10% tätigen kann, stimmt das? Vielleicht wäre dies ein Anreiz für die Vermieter, doch mal ein Machtwort zu sprechen...)

    Könnt ihr weiterhelfen, habt ihr eine Idee?

    Vielen Dank!
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 17.01.2015
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  4. #3 Glaskügelchen, 17.01.2015
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    Die betroffenen Mieter sollten ein ausführliches Lärmprotokoll erstellen, damit der Vermieter evtl. etwas unternehmen kann. Das ist hier vor allem deshalb wichtig, weil Kinderlärm nunmal weitesgehend hinzunehmen ist, und richterliche Entscheidungen in der Hinsicht Einzelfallentscheidungen sind.
    Wenn der Säugling mit seinen Füßchen auf dem Parkettboden rumhämmert, und das auch noch mitten in der Nacht, dann ist das rücksichtloses Verhalten der Eltern.
     
  5. #4 Modernfamily, 17.01.2015
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    Ich würde streng differenzieren

    Mach ein Lärmprotokoll wo aufgeschrieben wird wann Türen geknallt werden, gepoltert usw...aber lass Kinderlärm außen vor (z.B. Schreien vom Kind). Ich denke wenn der Vermieter was in der Hand hat was nicht direkt Kinderlärm ist kann er schon was machen. Türen und Fenster schlagen gehört z.B. nicht zum Lärm den man hinnehmen muss. Auch nächtliches Poltern muss keiner ertragen.

    Unsere Kinder machen auch Lärm...aber nicht rund um die Uhr und nicht nachts. unser Sohn hat nächtelang gebrüllt und das war sicher nicht angenehm für unsere damaligen Mitbewohner aber deshalb haben wir noch keine Türen geknallt oder gepoltert. Tagsüber wenn schlechtes Wetter ist ist bei uns auch ma die Hölle los und es wird getobt und geschrien aber auch das ist zeitlich begrenzt...viel Erfolg!
     
  6. #5 Pharao, 17.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2015
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    Hi Lagos,

    in einem Altbau kann die Lärmübertragung durchaus etwas anders sein, als in einem Neubau - das muss man m.E. hinnehmen bzw. hier müssen alle eben etwas Rücksicht nehmen.

    Es ist also nichts ungewöhnliches, wenn die Kinder über dir auf dem Boden rum springen, rum rennen, ect., das bei dir dann ggf. die Lampen an der Decke wackeln oder/und es sich ggf. so anhört als würden die "Bowlingkugeln" fallen lassen. Dauernd so ein Krach würde ich aber auch nicht hinnehmen, denn das ist m.E. reine Erziehungssache, genauso wie, das man Türen nicht jedes mal zuschlagen muss. Das dies gelegentlich mal bei Kindern passiert bzw. es sich wohl nicht immer vermeiden lässt, das denke ich würde niemanden stören.

    Wurde hier was an der Wohnung gemacht, während dem Mieterwechsel? Also zb. am Bodenbelag? Denn das könnte ggf. auch ein Grund sein, warum nun alles lauter ist als vorher, sei es ggf. zu Nachbarwohnung oder zu Wohnung unten drunter.

    Dem Vermieter sind hier m.E. erstmal die Hände gebunden, denn ohne was wirkliches in der Hand zu haben, wird er außer bittende Briefe an diese Familie nichts machen können. Ich denke ihr seit gut beraten, wenn ihr gemeinsam (also alle die das stört im Haus) ein Lärmprotokoll erstellt.
     
  7. Lagos

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    Danke!

    Okay, wir werden ein Lärmprotokoll anlegen und das Geschreie komplett rauslassen. Im Grunde geht es eh nur um das dauerhafte Gepolter, Möbelrückerei und die bowlingkugelhaften Schläge.

    Es wurde bei Auszug kein neuer Parkettboden verlegt, lediglich neu gestrichen. Es liegt eindeutig am unverhältnismäßig lauten Verhalten dieser Mieter!

    Mich würde nun vorrangig noch interessieren, wie die Sache außerhalb der Ruhezeiten aussieht. Darf dann munter drauflosgepoltert werden, auch wenn die Eltern es unterbinden könnten, z.B. das Trommeln mit den Fersen - ein Baby könnte man doch eigentlich ganz einfach dann auch aufs Sofa/Bett oder zumindest einen Teppich setzen? Oder wäre das aus Gesetzgebersicht schon eine Einschränkung der kindlichen Entfaltung?

    (Sorry, bin grad wieder extrem genervt vom Krach..)
     
  8. #7 Modernfamily, 18.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2015
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    Leider kann ich mir

    Immer noch nicht vorstellen wie das gemeint ist das das Kind mit den Fersen trommelt.
    Also wenn es in der Wohnung rumtollt und tappst und das tagsüber ist, musst du das leider so hinnehmen da das wirklich Geräusche sind die man besonders bei einem kleineren Kind nicht vermeiden kann...

    Hätte da mal ne Mieterin die meinem Sohn Hausschuhe angedeihen lassen wollte. Hab sie höflich weggeschickt;-) Wie gesagt Türen schmeißen, Möbel Rücken, poltern muss man nicht ununterbrochen hinnehmen, Kinderlärm tagsüber schon.
     
  9. Andres

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    Ok, Selbstversuch: Setz' dich auf den Boden. Schuhe ausziehen, Socken sind ratsam. Beine ausstrecken, Knie durchdrücken, Fußsohlen stehen aufrecht, Zehen zeigen also nach oben. Jetzt bewegst du die Beine gegenläufig nach oben und unten, sodass abwechselnd deine rechte und linke Ferse auf den Boden aufschlägt.

    Vielleicht willst du auch noch mit den Handflächen auf den Boden klatschen. Anfänger machen das über Kreuz (linke Ferse + rechte Hand, dann rechte Ferse + linke Hand), Fortgeschrittene auf Pass (links + links, rechts + rechts), dann aber Vorsicht wegen Gleichgewicht - evtl. zuerst mit dem Rücken an eine Wand lehnen.

    :33:
     
  10. #9 BHShuber, 19.01.2015
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    Hallo,

    wenn du die von mir verlinkten Informationen gelesen hättest in Post #2 dann hättest du die Antwort!

    Gruß

    BHShuber
     
  11. Lagos

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    leider nicht...

    Ich hab die verlinkten Artikel natürlich gelesen, eine Antwort zu extremen ständigen Ausnahmefällen tagsüber finde ich darin allerdings nicht. Dann bleibt uns wohl wirklich nur noch der Auszug, wenn wir die nächsten Jahre mal wieder vor 22 Uhr oder am Wochenende Ruhe haben wollen. Aber das zeigt mal wieder, wie unterschiedlich es Eltern mit nachbarschaftlicher Rücksichtnahme halten.

    Die Beschreibung von Andres trifft zu! Aber tagsüber ist das ja scheinbar alles erlaubt...
     
  12. #11 Glaskügelchen, 19.01.2015
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    Ganz so ist es eben auch nicht. Die trommelnden Füßchen des Säuglings auf dem Boden sind doch gerade so ein Beispiel. Eltern haben durchaus die Möglichkeit und auch die Pflicht das Baby aufs Bett/Sofa zu legen. Das geht ohne ein Kind einzuschränken.
     
  13. #12 BHShuber, 20.01.2015
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    Hallo,

    genau so ist es, wenn nicht die Vernunft der Eltern mitspielt, hat man als Nachbar wenig bis keine Möglichkeit dem ein Ende zu setzen.:wink1:

    Gruß

    BHShuber
     
  14. #13 Papabär, 20.01.2015
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    Eine derartige Pflicht wäre mir aber neu.

    Sicherlich ist es kein Zeichen eines verständnisvollen Miteinander, wenn man einen Säugling nachts um 22:00 Uhr auf den Boden legt ... bevor mir der Wurm aber erneut vom Bett fällt (40cm SIND hoch, wenn man selber gerade mal 56cm groß ist).

    Allerdings fehlt mir irgendwie die Vorstellung, dass ein Säugling ausreichend Power hat, um mir mit seinem Getrampel auf´n Zünder zu gehen (zumal 2 Ebenen über der eigenen Wohnung) ... ich meine soo dünn können die Decken ja eigentlich nicht sein, oder?

    Wegen der Ruhezeiten lohnt sich ein Blick in die örtl. Gemeindesatzung. Eine Pauschalaussage hierzu ist mangels gesetzl. Grundlage einfach nicht möglich.

    In einem Fall aufkeimender Nachbarschaftsstreitigkeiten habe ich einer jungen Familie mal einen Satz Flüsterreifen für das Bobbycar ihres Sohnes geschenkt (naja ... der Eigentümer hat´s bezahlt). Eine Investition, die sich wirklich gelohnt hat.

    Nächtliches Möbelrücken hört sich für mich nicht nach Kinderlärm an.

    Soweit sich aus den Umständen ein hinreichender Verdacht in Richtung Vernachlässigung der Kinder ergibt, ist das örtliche Jugendamt ein dankbarer Adressat entsprechender Hinweise. Junge Mütter sind von "Bitte öffnen Sie die Tür - Jugendamt!" meist tief und nachhaltig beeindruckt.
     
  15. Lagos

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    unglaublich!!!

    hm...

    "Vernunft" können wir von den Herrschaften im Dachgeschoss leider nicht erwarten. Letzte Woche habe ich sie nochmal freundlich, schriftlich um ein persönliches Gespräch gebeten - wird einfach ignoriert. Auf ein neutrales "Hallo", wenn man sich im Treppenhaus begegnet wird schon lange nicht mehr reagiert, im Gegenteil, man bekommt sogar die Haustür vor der Nase zugeworfen, wenn man kurz hinter ihnen reingehen will. Das macht alles wirklich keinen Spaß mehr, aber die sind ja im Recht und sauer auf uns böse Nachbarn.

    Wenn das tatsächlich alles erduldet werden muss, verstehe ich aber auch, warum es Familien mit Kleinkindern oft so schwer haben, überhaupt eine vernünftige Wohnung zu finden. Mit dieser absoluten "Narrenfreiheit" schneidet sich der Gesetzgeber doch ins eigene Fleisch! Bis vor 2 Jahren sah ich das noch anders, aber inzw würde ich als Vermieter keine Kleinkinder mehr in eine seit Jahrzehnten reibungslos funktionierende Hausgemeinschaft holen, schon gar nicht ins Dachgeschoss eines Altbaus mit Parkett.
    Solche Krawallen wie bei uns oben scheinen zwar eher die Ausnahme zu sein, aber darunter leiden müssen bei der Wohnungssuche dann leider auch die rücksichtsvollen, netten Familien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Vermieter darüber glücklich sind, wenn wegen derart starrer Gesetze dann langjährige, zuverlässige und stressfreie Mieter (die teilweise selbst Kinder haben!) nach und nach das Weite suchen...
    Aber man weiss ja nie, wen man sich da ins Haus holt, da können sie noch so tolle Jobs haben, viel verdienen und einen super Eindruck machen - das egoistische Verhalten zeigt sich erst nach Abschluss des Mietvertrags. (Möglicherweise ist das einigen Vermietern sogar egal, Hauptsache sie bekommen ihr Geld - den Rest sollen die Mieter unter sich ausmachen?)
     
  16. Nanne

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    Unter die Füßchen ein Kissen gelegt ginge doch auch. Man könnte viel Krach vermeiden,
    wenn man denn wollte.

    Ein junges Pärchen mit Kleinkind wohnte direkt über mir. Der Bub schrie/jammerte die
    halbe Nacht ohne sich Gehöhr von seinen Eltern zu verschaffen. Um 5 Uhr morgens war
    für den Bub die Nacht zu Ende und wiederum weinen und jammern. Er tat mir einfach leid.
    Nun griff ich zur Selbsthilfe. Ich trommelte mit dem Besenstiel an die Decke in der Zeit,
    wo ich annehmen konnte, dass Herrschaften schlafen - mit Erfolg - Die Dame von
    über mir kam wutentbrannt am nächsten Tag und beschwerte sich über den Krach. Ein
    kurzer Dialog schaffte Klarheit und fortan für Ruhe in der Nacht. Im Übrigen, mein Ver-
    halten war nicht legal, aber der Zweck heiligt die Mittel.
     
  17. Lagos

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    Richtigstellung

    Das war lediglich ein Beispiel "Mein Baby will spielen" für die generelle Einstellung der Mutter, deren Kinder alles und zu jeder Uhrzeit dürfen. Möglicherweise wäre schon geholfen, wenn man eine flache Matratze/Teppich/Decke hinlegt oder in ein anderes Zimmer geht (nicht direkt über dem Kinderzimmer der 9-jährigen Tochter aus dem 3 OG, die am nächsten Morgen in die Schule muss).

    Im 3 OG geht einem das in der Tat auf den Zünder! Zusätzlich gibts ja auch noch die 8-jährige Tochter, von der das Gepolter hauptsächlich ausgeht. Zur Zeit des Einzugs war der Säuglich noch gar nicht geboren, da haben uns die Tochter und der Vater, der auch extrem trampelt, bereits dauerbeschallt. Das Türenknallen und irgendwelche anderen Schläge hören wir natürlich auch im 2ten Stock! Trotzdem sind die Hauptbetroffenen natürlich die Familie im dritten.

    Möbel werden ab morgens 5.30 Uhr gerückt, auch sonntags.
    Darüber hinaus ist die Tochter für ihre 8 Jahre m.E. aber unverhältnismäßig lange wach, bis 23 Uhr hört man sie immer mal wieder rumschreien oder singen (auch im 2 OG!) - aber gut, die Schreierei soll hier nicht Thema sein und stört auch nicht so sehr. Es geht um das Gepolter.

    Trifft hier nicht zu. Es geht vielmehr in die Richtung einer völlig antiautoritären Erziehung.

    Ich kann schon verstehen, dass sich das für viele hier sehr übertrieben anhört, als wären wir überempfindlich o.ä. Selbst in unserem oder dem Bekanntenkreis des 3 OG, bekamen wir das schon zu hören "Stellt euch nicht so an" - bis die Leute mal bei uns zu Besuch waren und es selbst mitbekommen haben...
     
  18. Andres

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    Wer ist der Vermieter? Kann da einen Entscheider vielleicht mal zu einer gemütlichen Tasse Kaffee in eure Wohnung einladen?
     
  19. #18 BHShuber, 20.01.2015
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    Hallo,

    nur zum Verständnis, jetzt den Vermieter den schwarzen Peter zu zuschieben hilft auch nichts gegen die Rechtslage und unverständlichen Eltern als Nachbarn.

    Ja, dem Vermieter ist es schon wichtig für die Nutzung Ihres Eigentums, Miete zu bekommen, hierfür hat der Mieter ja auch die Gegenleistung in Form des Mietobjektes im Wert oft von mehreren huntertausend Euro!

    Vollkaskomentaldenken, hilft hier auch nicht weiter, aufgrund der Gesetzeslage ist es dem Vermieter geradezu unmöglich einzugreifen und seiner Fürsorgepflicht gegenüber den restlichen Mietern nachzukommen.

    Das ist allgemeines Lebensrisiko und wer es gar nicht aushält, der kann ja immer noch umziehen.

    Gruß

    BHShuber
     
  20. #19 Anhalter, 20.01.2015
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    Genauso wie man es mit dem "Vollkaskomentaldenken" nicht übertreiben sollte, sollte man es mit dem "nicht mein Problem, kannst ja umziehen" nicht übertreiben.
    Es vermietet nicht jeder in München, und woanders sind zuverlässige Mieter die ausziehen weil sie, verzeihung, ein Arsch rausgeekelt hat eben durchaus ein Problem für den Vermieter.
     
  21. AJ1900

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    Mhh, das mag im Einzelfall so sein, die Regel ist es aber sicher nicht. Nur ist der Vermieter letztendlich der, der in solchen Fällen erfahrungsgemäß, eigentlich am wenigsten tun kann.
    Ich bin jedenfalls auch der Meinug, wie die meisten der Vorredner wohl auch, das ein Protokoll da unumgänlich ist, wenn man tatsächlich auch nur irgend etwas erreichen will.
    Klar machen sollte man sich auch, das Papier, zumal in Form von juristischen Schriftsetzen, geduldig ist, und es bestimmt einen langen Atem braucht und auch Kosten verursacht, wenn sich wirklich um so renitente Störenfriede handelt.
    Ob es das wert ist, muß man dann wohl alleine entscheiden.
     
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