Ab wann kann man wegen eines gestörten Vertrauensverhältnisses einem Mieter kündigen?

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Mansarde, 13.07.2008.

  1. #1 Mansarde, 13.07.2008
    Mansarde

    Mansarde Neuer Benutzer

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    Hallo + guten Tag an alle!

    Ich habe eine Mieterin, die mir nur Schwierigkeiten macht. Sie ist für mich unerreichbar, verleugnet sich am Telefon, wenn ich an der Wohnungstüre klingle und sie ist da, öffnet sie die Türe nicht. Emails zu schreiben ist zwecklos. Ich kann ich ihr keine Post zustellen, weil sie behauptet, sie hätte keine Post erhalten. Selbst Post, die mit Einschreiben-Rückschein zugestellt wird kommt an mich zurück.

    Es ist unmöglich einen Besichtigungstermin zu vereinbaren und sie hat es fertig gebracht, Handwerker zu bestellen, Leistungen in meinem Namen zu ordern, die Rechnung vom Handwerker entgegen zu nehmen und zu behaupten, diese an mich weiter zu leiten. Ich bekam die Mahnung und war erstaunt. Sicherlich, es ist die Sache des Handwerkers, wenn er Leistungen erbringt ohne sich zu beim Vermieter zu versichern, ob dieser die Kosten übernimmt, trotzdem ist es unangenehm für mich.

    Das Verhältnis zwischen ihr und mir ist gleich "Null", weil sie sich verweigert.

    Kann ich in diesem Fall kündigen und aus welchem Grund?

    Als nächstes wäre dann wohl, dass ich zwar, wenn, ihr eine Kündigung zustellen könnte, aber mit Sicherheit kommt diese wiederum an mich zurück.

    Dann wäre sie zwar gekündigt, nur vermutlich, weil sie den Kündigungstermin nicht einhält, muss ich eine Räumungsklage einreichen. Das kostet mich zuerst Geld und welche Aussichten habe ich?

    Ich war schon im Besitz dieser Wohnung, als ich diese an meine Mieterin vermietet habe, es gelten also keine besonderen Kündigungsfristen.

    Für jeden Tipp wäre ich dankbar.

    Beste Grüsse
    Mansarde
     
  2. AdMan

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  3. #2 Eddy Edwards, 13.07.2008
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    Das klingt jetzt alles noch nicht so wahnsinnig...

    Was stand den in den Einschreiben/Rückschein drin? Ne Kündigung? Mit welcher Begründung?

    Ich lese lediglich die Problematik mit der Bestellung der Handwerker heraus und mit dem Verweis auf den Vermieter zur Bezahlung. Wie du schon richtig erkennst, sollte das ein Problem der Handwerker sein, wenn sie sich auf so einen Kuhhandel einlassen. Einen Auftrag hast du nicht ausgelöst, sollen die Werker also sehen wie sie das Geld von der Mieterin herbekommen. Davon mal abgesehen, dass die Art und Weise nicht sonderlich fair ist, aber ob das einen Kündigungsgrund darstellt?

    Unabhängig davon zählen auch die anderen Geschichten nicht gerade zu wasserdichten Gründen. Wenn sie grad nicht die Tür aufmachen kann, oder halt die Annahme der Post verweigert - Pech! Da hilft nur gerichtsverwertbar zustellen zu lassen. Das ganze läuft übers Amtsgericht. Und die bekommen sie schon zu Gesicht!


    Ach ja:
    Zahlt sie denn immer pünktlich die Miete?
     
  4. #3 Mansarde, 13.07.2008
    Mansarde

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    Vielen Dank für die prombte Antwort.

    Die ganze Geschichte ist unglaublich. Das ist nur ein Teil der ganzen Geschichte.

    In dem Einschreiben war als erstes eine Mieterhöhung. In dem Fall war das für mich schon ganz gut. Denn die läuft nun.

    Das zweite Einschreiben enthält die Hausabrechnung vom vergangenen Jahr. Im Vorjahr hat sie diese angeblich nicht erhalten. Da hatte ich diese auch nicht mit Einschreiben-Rückschein versandt.

    Sie hat die Miete gekürzt ohne Berechtigung. Also mahnte ich nach dem bereits im zweiten Monat nicht die volle vereinbarte Miete überwiesen wurde, diesen Betrag an. Ich kann jetzt zwar die Beträge addieren und abwarten bis zwei Monatmieten erreicht wären, aber bis dahin vergehen Monate.

    Dann habe ich ein Einschreiben geschickt mit der Bitte um einen Besichtigungstermin und zwei Terminvorschlägen. Ich mache das Spiel aber schon seit Monaten mit, dass die Dame mir eine Besichtigung bislang nicht ermöglicht hat.

    Gerichtsverwertbar zustellen? Über einen Anwalt?

    Kann ich eigentlich auch meinen ganzen Aufwand in Rechnung stellen?

    Die Miete zahlt sie pünktlich, nachdem ich sie ein Mal abgemahnt habe. Wie gesagt hat sie die Miete seit zwei Monaten ohne Begründung gekürzt.

    Diese ganzen kleinen Schikanen begannen von Anfang an. Sie versuchte schon die Miete zu kürzen indem sie mir Bilder schickte, wo es angeblich feucht in der Wohnung sein sollte. Pech war nur, dass es an dieser Stelle keine Rohrleitungen, noch einen Kamin gibt, noch sonst irgendwelche Möglichkeiten, wo Feuchtigkeit herkommen hätte können.
     
  5. #4 lostcontrol, 14.07.2008
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    es gibt unendlich viele möglichkeiten woher feuchtigkeit kommen kann.
    wasser findet immer einen weg.
    allein die abwesenheit von rohrleitungen oder kaminen ist leider absolut keine gewähr dafür, dass keine feuchtigkeit da sein kann. da reicht auch schon ein haarriss in der fassade...
     
  6. #5 Mansarde, 14.07.2008
    Mansarde

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    Vielen Dank für den Hinweis bzgl. Feuchtigkeit. Das ist sehr nett.

    Es handelt sich um eine Innenwand und ich bin vom Fach, weil ich das gelernt habe. Das wußte meine Mieterin aber nicht. An der Stelle, die sie sich ausgesucht hatte kann beim besten Willen keine Feuchtigkeit eindringen, geschweige denn selbst bei schlechter Lüftung sich welche entwickeln.

    Ich habe die Wohnung selbst von grundauf renoviert und darin gewohnt, kenne also sämtliche Details.

    Bin normal eine sehr friedliche und entgegenkommende Vermieterin. Die Miete ist auch nicht übertrieben, im Gegenteil! Habe vieles geduldig hingenommen eine lange Zeit. Nur, irgendwann und nachdem ich nun so einige Tricks kennen gelernt habe, die ich mir nie träumen hätte lassen, denke ich, ist es an der Zeit, dass das aufhören sollte.

    Sie hat mir auch mehrmals gedroht ausziehen zu wollen, weil die Miete zu hoch sei. Ich sagte damals zu ihr, dass sie das gerne tun könnte. Aber sie hat sich nicht bewegt und bislang alle Termine, die ich für eine Wohnungsbegehung vorgeschlagen habe, abgelehnt, etc.p.p..
     
  7. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Genau so eine Mieterin hatte ich vor kurzem gehabt.

    Diese kürzte eigenwillig einen Teil der Miete, erst Monate später behauptete sie nachträglich einen Mangel.
    Trotz Widerlegung von Fachmann wollte sie mir die Gutachterkosten nicht erstatten, aber weiterin die Teilmiete gekürzt.
    War anschließend nicht mehr erreichbar, blockte alle Telefonanrufe, antwortete kein Schreiben.... kürzte aber immer weiter die monatliche Miete.

    Gezwungenemaße mußte sie wegen Vertrauensverlust, Mißbrauch des Mietminderungsrechtes, fristlos gekündigt werden.
    Da sie nicht freiwillig auszog, wurde sie verklagt, obwohl die Mietschulden insgesamt noch keine 2 Mieten erreicht hatten.

    Beim Gericht trug sie sogar dreist vor, dass das Haus einstürzt gefährdet sei.
    Aber gerade diese Behauptung widerspicht ihrem Verharren in der Wohnung zu bleiben, anstatt sich schleuchnigst von Gefahrstelle zu entfernen ! :shame

    ... da kann ich ja nur gewinnen, und habe auch gewonnen. :tröst
     
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