Ablauf fristlose Kündigung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von tokape, 19.06.2007.

  1. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich hab da doch mal ne Frage zum Ablauf einer fristlosen Kündigung. Ich habe hier zwar im Forum schon sehr viel gelesen, aber der genaue Ablauf ist mir noch nicht klar

    In meinem Haus ist es so, dass ich einen Mieter habe, der nicht zahlt. Ich hatte zwar mehrfach telef. Kontakt mit ihm und er hat mir dann seine derzeitige schlechte Situation dargestellt und versprach Besserung. Er zahlte dann 1,5 Mieten und nannte mir ein paar Termine bis wann er was zahlen wollte, aber diese sind verstrichen und ich habe seit 2 Monaten keine Eingänge mehr.

    Jetzt würde ich ihm gerne fristlos kündigen. Formschreiben habe ich und das würde ich ihm per Einschreiben schicken. Wie ich den Mieter kenne, bekomme ich das Schreiben dann wieder als nicht abgeholt zurück. Was mache ich dann? Ich wollte eigentlich einen Rechtsanwalt vermeiden. Kann ich die nötigen Schritte, die dann eventl. (welche?) bei Gericht zu erledigen sind selbst machen?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar
    Thomas
     
  2. AdMan

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  3. #2 Vermieterheini1, 20.06.2007
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo tokape,

    da du (wie ich aus deinen wenigen geschriebenen Worten schließe) offensichtlich vom Vermietergeschäft so gut wie gar nichts verstehst, nützt es dir gar nichts, wenn ich dich mit gutgemeinten Tips, Ratschlägen, Fachausdrücken und Fragen überschütte.
    Ich gebe dir den guten Rat mit der Sache einen Spitzen VERmieteranwalt zu beauftragen und dann möglichst nie mehr zu vermieten.
    Bedenke, bei allem was du machst kannst du nie wieder gutzumachende Fehler machen.
     
  4. #3 lostcontrol, 20.06.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    vermieterheini1 - das ist jetzt aber schon ein bisschen hart, findest du nicht?

    wir haben doch hier im forum auch schon das eine oder andere mal entsprechende threats in denen das mit der fristlosen kündigung und der gleichzeitig behelfsmässigen ordentlichen kündigung einfach erklärt ist und verweise auf entsprechende musterschreiben angegeben sind.

    jede fängt mal klein an und es gibt immer ein erstes mal - und tatsächlich wird wohl jeder da auch sein lehrgeld bezahlen müssen, aber wenn man grundsätzlich jedem gleich vom vermieten abraten würde, dann stünde früher oder später dauerhaft jede menge wohnraum leer und niemand hätte etwas davon.

    "nie wieder gutzumachende fehler" finde ich auch ein ganz klein bisschen übertrieben. natürlich können fehler in diesem metier ziemlich teuer werden, aber dieses forum ist doch auch dazu da, dass man sich gegenseitig hilft gewisse fehler zu vermeiden.

    ich denke zwar auch, dass es hier sinnvoll wäre, das ganze von einem anwalt übernehmen zu lassen (selbstverständlich natürlich von einem fachanwalt), aber grundsätzlich könnte man sich das nötige wissen zum schreiben einer kündigung durchaus auch selbst aneignen.

    in jedem falle würde ich allen "newbies" DRINGEND empfehlen, sich eine entsprechende fachbezogene rechtsschutzversicherung zuzulegen, um wenigstens ein ganz klein wenig vor größeren finanziellen einbußen geschützt zu sein.
    für den aktuellen fall ist das zwar zu spät, da wird man den anwalt ganz normal bezahlen müssen, aber für die zukunft wird sich das sicherlich bezahlt machen.
     
  5. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Bezahlt machen ja, für die Versicherung.

    Verrat doch mal, was die Versicherung in Prozent der Mieteinnahmen kostet und
    setze das mal ins Verhältnis zum Liegenschaftszinssatz.

    Dem einem oder anderen Vermieter wird dann ein Licht aufgehen.
     
  6. #5 Reveriano, 22.06.2007
    Reveriano

    Reveriano Neuer Benutzer

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    Hallo, habe auch so eine Situation.

    Ich würde empfehlen zu einem Anwalt zu gehen und diese Fristlose Kündigung
    von diesem machen lassen. Gleichzeitíg zur fristlosen KÜndigung kann der
    gleich eine Räumungsklage veranlassen. (Kostet zwar was, aber dann ist man
    sicher das das was gemacht wird richtig ist.
    Es kann nämlich sein, wenn Sie die fristlose Kündigung ohne REchtsbeistand aussprechen das den
    Mieter null interessiert. Dann müssen Sie trotzdem noch zum Anwalt und
    die ganze Angelegenheit zieht sich noch länger und der Mietverlust wird noch
    größer. Der Mieter kann zwar dann auch zum Anwalt gehen, aber dann ist das
    schon im Rollen.
    Meine Erfahrung - s. Kündigung/Verzweiflung - war letzte Woche. Bei mir fehlen jetzt 2 M.mieten - allerdings gilt meine dort beschriebene erste Kündigung
    zu dem genannten Termin trotz der jetzt erlassenen fristlosen Kündigung.
    Falls Sie Formulare benötigen, empfehle ich Janolaw.de, da sind alle
    Schreiben drin, die man braucht je nach Situation. Ein Brief zum download kostet ein paar Euro.
    Vor allem würde ich eine Versicherung abschließen wenn ich alles hinter mir
    habe und weiter vermieten will.
    Das weiß ich aber noch nicht, da ich erstmal abwarte wie das derzeit läuft.

    Viele Grüße und Erfolg

    vielleicht schreibt man sich wieder hier in diesem Forum.
    Reveriano
     
  7. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Hallo Fachleute,

    geht das?

    Ich habe eine freundliche Räumungsklage gelesen, in der fristlos gekündigt wurde.
    ich würde vermuten, dass das nach hinten losgeht.

    Zum Zeitpunkt der Klageerhebung war der Mieter mit der Räumung noch nicht
    in Verzug. Gibt es da einen Wandel in der Rechtsauffassung?

    Was passiert, wenn der Mieter sagt: "Jau, hast recht, ich bin weg.".
    Trägt dann der Vermieter die Kosten der Räumungsklage (teuer, teuer, teuer)?

    Oder ist das eine schöne Idee der Anwälte, wie sie zu mehr Knete kommen.
    Für die Kündigung gibt es ja nur eine kleine Mark, also machen wir daraus gleich
    eine Räumungsklage.
     
  8. #7 Vermieterheini1, 25.06.2007
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo * Dr.No *,

    wenn "das Richtige" in der fristlosen Kündigung drinsteht, sollte der Vermieter nach Ablauf der Antwortfrist für die Mieter auf die gewisse Frage die Räumungsklage "sofort in Angriff nehmen".
    Doch was heist in der Praxis "sofort in Angriff nehmen"?

    ----------------------------------------------

    Räumungsklage über Anwalt, das hört sich so einfach an.
    Aber
    zunächst muss man mal einen Spitzen-VERmieteranwalt finden.
    Bedenke, dass Keinstvermieter keinen eigenen Anwalt für VERmieterrechte haben!
    Oder kannst du ein so extrem seltenes Exemplar aus der Hosentasche ziehen?

    Als nächstes muss man einen ersten Termin bei einem solchen Spitzen-VERmieteranwalt bekommen.
    Oder glaubst du der langweilt sich den ganzen Tag und wartet nur auf einen verzweifelten Vermieter um dem sofort nach Anruf einen Termin für "jetzt gleich" zu geben?
    Und mit diesem einen ersten Termin ist es nicht getant.
    Was glaubst du wieviel Termine mit dem Spitzen-VERmieteranwalt sind bei einem Problemfall erforderlich?
    Wieviel Wochen zieht sich alleine das "Gespräch mit dem Anwalt" hin?
    Man bedenke, dass es sich im Normalfall um einen Laien als Vermieter handelt, der sehr wenig Wissen hat, keinerlei Erfahrungen hat und vor allem extrem verzweifelt ist und daher nicht klar denken kann. Da kann es schon sein, dass der Vermieter Wichtiges vergisst, usw.. Das erschwert es dem Spitzen-VERmieteranwalt ungemein und er muss vieles mühsam nachfragen oder selbst zusammentragen.

    Und wie lange glaubst du, braucht so ein Spitzen-VERmieteranwalt, um
    - dem aus Verzweiflung wirr redenden Vermieter die sachlichen Fakten und die dazu noch vollständig und chronologisch "aus der Nase zu ziehen"
    - eigene Recherchen durchzuführen
    - einen erfolgversprechenen Schriftsatz, der auf den Einzelfall abgestimmt ist aufzusetzen, mit dem verzweifelten Vermieter abzustimmen und dem Gericht zuzustellen?

    Und nach wieviel Wochen gibt es bei dir die erste Verhandlung, die meist nur ein zeitvergeudendes Wortgeplänkel ist und mit Vertagung (um weitere Wochen) endet?


    Wenn man unter "kann der Vermieter gleich eine Räumungsklage veranlassen." das vorgenannte versteht, so gebe ich Reveriano unter meiner zuerst aufgeführten Bedingung Recht.
    Sollten die Mieter dann doch "terminnahe" freiwillig ausziehen, kann der Vermieter die Räumungsklage immer noch (in letzter Sekunde) zurückziehen.
    Wenn die Räumungsklage erforderlich ist hat der Vermieter mit dem richtig verstandenen und durchgeführten "gleich eine Räumungsklage veranlassen" wertvolle Monate gewonnen.
     
  9. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Ein Spitzenanwalt wird sich mit solchem Kleinvieh nicht abgeben.

    Dessen bedarf es aber auch nicht. Die Sache ist eindeutig in § 543 und § 569 BGB
    geregelt. Das schafft auch jeder Feld-, Wald- und Wiesenanwalt.
    Wenn der noch an $ 545 BGB denkt, sollte das kein Problem sein.

    Die Informationsbeschaffung ist auch trivial

    - Mieter und Vermieter Personalien
    - Mietobjekt
    - Mietvertrag
    - Welche Mieten sind ausgeblieben
    - wurde in den letzten 2 Jahren bereits gekündigt?

    fertig ist die Angelegenheit.

    Der Anwalt darf nur keine Schlafmütze sein.

    p.s. Wenn der Mieter vor dem Gerichtstermin auszieht, dann zieht man
    nicht die Klage zurück, sondern erklärt Erledigung.
    Der Unterschied? Beim zurücknehmen der Klage trägt der Kläger die Kosten,
    bei Erledigung entscheidet das Gericht nach dem gegenwärtigen Sach- und Steitstand.

    Aber ein Spitzenanwalt, kennt natürlcih den Unterschied :zwinker
     
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