Ablesung nicht erfolgt

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Idefix007, 23.03.2014.

  1. #1 Idefix007, 23.03.2014
    Idefix007

    Idefix007 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen

    Bin neu hier und neu in Sachen "Vermieten" unterwegs. Meine Wohnung, d e ich aufgrund eines beruflichen Umzuges vermieten mußte, wurde im letzten Jahr zum zweiten Mal vermietet.
    Da ich mich nicht so auskenne fragte ich unseren Hausverwalter, ob wir nicht beim Mieterwechsel im April die Heizung (Verdunster) ablesen müssen. Seine Antwort "Neiiiiiiin. Das brauchen sie nicht."
    Nun fragte ich vor ein paar Tagen nochmal nach und auf einmal hieß es: "Ja klar. Die Heizung hätten wir ablesen müssen." TOLL.
    Er sagte, dass man die Heizung aber auch nach Gradzahltagen abrechnen könne und dies auch rechtlich in Ordnung sei.
    Es ist eine schwierige Situation, da die Mieterin, die Mitte April letzten Jahres auszog, den Parkettboden ruiniert hat und es deswegen zur Klage kommen wird. Daher will ich jetzt mit der Abrechnung keine Fehler machen.
    Ich habe gelesen, dass dem Mieter das Recht zusteht, die Abrechnung um 15% zu kürzen, wenn es keine Zwischenablesung gegeben hat. Stimmt das? Oder mehr? Und von was ziehe ich die 15% ab? Von dem reinen Heizkostenateil oder von der Gesamtsumme der Nebenkosten?

    Mist....sowas passiert mir auch nicht nochmal.....
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Von den auf Dich entfallenden Heizkosten.
     
  4. #3 Idefix007, 23.03.2014
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    Aaaaaaaah ok. Vielen Dank für die schnelle Antwort! :huepfend011:
     
  5. Andres

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    Dieses Verfahren ist für (unvermeidbare) Defekte an der Verbrauchserfassung vorbehalten. Unter den gegebenen Umständen wäre eine solche Abrechnung meiner Meinung nach angreifbar. Das kann z.B. zu pauschalen Kürzungen führen.
     
  6. #5 Idefix007, 24.03.2014
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    Ich denke, ich werde bei der Abrechnung direkt diese 15% abziehen, Dann dürfte doch alles glatt gehen, oder? :unsicher031:
     
  7. #6 BHShuber, 24.03.2014
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    Quatsch

    Hallo,

    wenn inhaltlich der Neben-Betriebs- und Heizkostenabrechnung auf die Berechnung nach Gradtagszahlen hingewiesen ist, braucht man keinen Abzug zu machen.

    Das ist rechtlich einwandfrei!

    Lies bitte hierzu:

    § 9b - Heizkostenverordnung

    Gruß

    BHShuber
     
  8. Andres

    Andres
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    Nein, ist es nicht. Das ist zwar aus deiner Quelle nur ersichtlich, wenn man sehr genau liest und weiß, wonach man suchen muss, aber es ist trotzdem so.

    Ich gehe von elektronischen HKV aus (alles andere würde mich stark wundern, aber der TE kann das ja nachtragen) und damit ist die "hinreichend genaue Ermittlung" mögich. Die Voraussetzungen für die Ausnahme aus Abs. 3 sind damit nicht gegeben und der Verbrauchsanteil ist zwingend per Zwischenablesung zu ermitteln.

    Der "Sachverständige" geht von HKV nach Verdunstungsprinzip aus. Das ist weitgehend nicht mehr aktuell.


    Und einen vorsorglichen Abzug würde ich nicht vornehmen. Wenn der Mieter mindern will - ok, ist dann eben so. Aber man verzichtet doch nicht freiwillig auf Geld, das einem vermutlich zusteht, nur weil man vielleicht Schwierigkeiten haben könnte, den Anspruch zu beweisen.
     
  9. Berny

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    Du scheinst ja wohl ein ganz "Fixer" zu sein...:064sonst:
     
  10. #9 BHShuber, 24.03.2014
    BHShuber

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    In der Regel ja

    Hallo Andres,

    ich gebe dir vollkommen Recht, allerdings blieb dem Vermieter im UserPost keine andere Wahl als nach Gradtagszahlen abzurechnen, denn die Ablesung ist nun ja nicht erfolgt.

    Mit dem Abzug hatte ich ja auch bereits geschrieben, sehe ich das ebenso, soll der Mieter doch erst mal hier einen Einwand bringen, dann kann man immer noch reagieren.

    Gruß

    BHShuber
     
  11. sara

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    das schrieb der TE im ersten Beitrag:

     
  12. Andres

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    Dann nehme ich alles zurück und behaupte - nicht unbedingt das Gegenteil :smile010:

    Bei Verdunstungsröhrchen besteht zwar die Möglichkeit, dass die Ausnahme gegeben ist, aber sicher ist das noch nicht. Die Ausnahme bezieht sich auf Fälle, in denen vom HKV nur derartig wenige Einheiten (im Extremfall 0 oder 1) ablesbar sind, dass eine wirkliche Verteilung nicht berechnet werden kann. Bei einem Nutzerwechsel nach der halben Heizperiode wird das kaum der Fall sein.

    Ein ganz guter Weg (Perfektion gibt es hier nicht mehr - der Verbrauch ist nunmal nicht erfasst) wurde ja schon geschildert: Abrechnung nach Gradtagzahlen, auch wenn es vielleicht nicht zulässig ist. Wenn der Mieter mindert, ...
     
  13. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Ist denn die Heizkostenaufstellung für die Heizkostenverteilung 2013, an das damit beauftragte Unternehmen von der WEG schon raus?

    Wenn nicht, kann der Nutzerwechsel noch eingetragen werden und die Verteilung wird dann über die Gradzahltage berechnet. Die Abrechnung wäre damit zumindest vom Heizkostenverteilunternehmen direkt.
     
Thema: Ablesung nicht erfolgt
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