Ablöse

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Martin8, 03.12.2012.

  1. #1 Martin8, 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Hallo,

    habe folgendes Problem:

    nach 6 Jahren Mietzeit wollte ich die Miete erhöhnen (und selbst dann liegt sie noch weit unter den ortsüblichen Mieten), worauf die Mieterin plötzlich anfing Dinge zu reklamieren, die sie davor auf Anfragen "ob alles ok sei" nie angesprochen hatte. (Muss dazu sagen, dass ich die Wohnung vor 2 1/2 Jahren vererbt bekommen habe und leider bis auf die Unterlagen der aktuellen Mieterin keine anderen habe. Es gab aber schon 2 Mieter davor - die Wohnung ist an die 25 Jahre alt.) Da ich Wert darauf lege, das alles in Ordnung ist, vereinbarte ich umgehend einen Termin zur Besichtigung, zumal sie auch die Heizung ansprach. Dieser Vorschlag zum Termin schien ihr dann gar nicht so zu gefallen, weil sie sich herumdrückte. Schließlich fand sie nach langem Suchen einen Tag, an welchem wir nun mit einer Vertretung der Hausverwaltung die Wohnung und die angeblichen Mängel ansehen können. Soll jetzt Mitte dieser Woche sein.
    Allerdings bekam ich letzte Woche dann doch sehr überraschend die Kündigung der Mieterin. Damit habe ich auch kein Problem. Die Mieterin schrieb zuerst per Mail und dann per Brief, dass sie zudem auch die Küche vom Vormieter abgelöst hätte und über eine Ablöse durch mich oder den neuen Mieter verhandeln möchte. Als ich antwortete, dass ich die Küche nicht haben möchte und diese von ihr mitgenommen werden sollte, hieß es plötzlich, sie hätte sich geirrt und die Küche hätte sie nicht abgelöst, sondern nur den Herd. Wäre ja schon sooo lange her und im Mietvertrag würde es ja stehen, dass die Küche dabei war. Steht aber nicht drinnen. Jedenfalls nicht bei mir. Da stehen nur die Räume vermerkt, die vermietet wurden, also u.a. auch eine "1 Küchennische" - da es eine kleine Wohnung ist. Nun will die Mieterin plötzlich Zeugen haben usw... rudert zurück, kommt mir ja sonst mit allem entgegen etc... Ich bin sauer, weil ich mir nett ausgedrück "verschaukelt" vorkomme. Erst zweimal behaupten, die Küche wäre abgelöst worden und weil ich sie jetzt nicht haben möchte, würden Kosten für den Ausbau auf die Mieterin zukommen (und wahrscheinlich kann sie sie nicht mehr gebrauchen) und schwupps - schon war sie jetzt plötzlich doch nicht mehr abgelöst worden.

    Meine Frage: Ich habe nicht vor groß rumzustreiten und bevor ist jetzt nen Anwalt mit nem Haufen Geld füttere, schmeiße ich die Küche ggf. selbst raus. Trotzdem würde mich die Rechtslage interessieren, um vor der Mieterin nicht komplett blöd dazustehen. Wenn im Mietvertrag nichts steht und die Mieterin schriftlich in der Kündigung eine Ablösung der Küche erwähnt - kann sie das dann einfach so über den Haufen werfen und das Gegenteil behaupten? Ich kann dazu leider nicht mehr sagen, weil ich bei der Übergabe der Wohnung DAMALS nicht dabei war und auch sonst keine Vermerke habe.

    Danke.

    Martin
     
  2. AdMan

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  3. Jobo45

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    Wie Du merkst kann sie alles behaupten, ob es stimmt ??
    Also ich würde der Mieterin schriftlich mitteilen, dass in Deinen Unterlagen kein Vermerk zu finden ist, dass die Küche Bestandteil der Vermietung ist. Sollte sie andere Unterlagen haben, so sollte sie diese Dir zu kommen lassen. Gibt es keinen Nachweis, dass die Küche mitvermietet wurde so gehst Du davon aus, dass sie ihr Eigentum auch mit nimmt, gegebenfalls ziehst Du die Entsorgungskosten von der Kaution (hoffentlich gibt es da eine) ab.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    was besseres kann dir garnicht passieren, als das die Mieterin freiwillig auszieht bzw kündigt ;)

    Was sagt den ggf. der Mietvertrag dazu ? Und in welchen Zustand wäre ggf. die Küche ?

    Ich mein, Ablösen musst du ihr die Küche nicht. Auch musst du nicht für Sie vermitteln, falls evtl ein neuer Mietinteressent die Küche ablösen will. Wenn die Küche nicht dazu gehört zur Mietsache, kannst du verlangen, das bei Mietende die Küche auch ausgebaut wird.

    Wenn die Mieterin jetzt behauptet, die Küche sei doch Mietsache, dann würde ich mir erstmal den Zustand der "geschenkten" Küche angucken und dann entscheiden, ob ich nochmals in den MV gucke oder es einfach so stehen lasse.

    Würde ich dir ggf. auch empfehlen, falls die Küche Müllwert hat. Ggf. versuchen a`la Zeitung oder Internet diese Küche zu verschenken, dann sparst du dir ggf. die Entsorgungskosten.

    Falls die Küche wirklich nur noch schrott ist, hätte die Mieterin ja eh auch keine Ablöse mehr dafür bekommen. In dem Fall würde ich ggf. aber auch lieber seber entsorgen, wenn man nicht mehr ganz sicher ist, ob jetzt zur Mietsache dazu gehörend oder nicht. Ein Rechtssteit wegen paar Eurönchen Entsorgungskosten lohnt sich m.E. hier nicht.

    Normalerweise schreibt man eine Küche in den Mietvertrag bzw in`s Übergabeprotokoll mithinein. Wenn der Mieter die Wohnung übernimmt bzw eine Küche vom Vormieter, schreibt man das aber auch i.d.R. rein, das diese Küche dann nicht zur Mietsache dazu gehört.
     
  5. #4 Martin8, 03.12.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Vielen Dank! Also ich denke mal, dass die Künche so um die 14-18 Jahre alt sein dürfte. Der Vormieter hatte sie eingebaut. Und ich denke mal, dass sie noch nicht "Schrott" ist. Ich finde es ja schon "komisch", dass die Küche jetzt doch Mietsache sein soll, nachdem ich kein Interesse daran bekunde. Und: Man erinnert sich doch daran, ob man eine Küche abgelöst hat oder nicht? Sie erinnert sich ja auch noch an zig andere Dinge, die sie (angeblich) vom Vormieter abgelöst hat (aber die für mich nicht interessant sind).
    Im Mietvertrag steht nichts - ist so ein Vordruck und da steht eben nur unter den Räumen, die vermietet werden wie Schlafzimmer, Bad usw... - u.a. "1 Küche/ Kochnische". Aber nichts von einer Einbauküche.
    Wie ist es denn, wenn die Mieterin nun Zeugen bringt? Angeblich nen Bruder, der bei dem Abschluss des Mietvertrages dabei war.
    An der Küche habe ich kein Interesse, denn ich möchte die Wohnung nach so vielen Jahren sanieren lassen und somit müßte die Küche eh raus.

    Ich habe der Mieterin bereits gesagt, dass im Mietvertrag nichts steht und nun kommt sie mit diesem Zeugen.... ?!

    Wie gesagt... ich will nicht groß rumstreiten, aber will auch nicht wie ein Depp dastehen, der keine Ahnung hat. Und irgendwie hat das doch schon einen komischen Beigeschmack, oder?

    Martin
     
  6. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Mit dem Beigeschmack gebe ich Dir vollkommen recht, zumal sie ja auch schon ihre Meinung geändert hat.
    Lass Dir von Eides statt eine Erklärung bringen, dass der Bruder bei der Vertragsunterzeichnung dabei war und die Küche entsprechend mitvermietet wurde ! Weise vielleicht in deinem Schreiben darauf hin was Falschaussagen für Konsequenzen mit sich bringt, dränge darauf, dass Du die Aussage schriftlich bekommst.
    Du wirst jedoch das Problem haben, dass Du nicht wirklich weißt, ob er damals dabei war oder nicht. Das heißt, wenn er bei seiner Verion bleibt dann mußt Du ihm zu Beweisen, dass er damals nicht dabei war und das wirst Du ohne Aufwand nicht hinbekommen !
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Martin8,

    da im Mietvertrag nichts zu entnehmen ist und jetzt ggf. auch noch ein Zeuge auftaucht, würde ich es einfach akzeptieren in deiner Situation, das diese Uraltküche zur Mietsache dazu gehört (weil sicher bist du dir ja auch nicht, ob die mitvermietet oder vom Mieter eingebracht bzw abgelöst wurde).

    Ich würde es also dann ggf. in die Zeitung setzen "für Selbstabholer zum verschenken" oder ggf. wenn du eh sanieren willst mal deine Handwerker fragst, ob die das nicht schnell mit entsorgen können.

    Ein Rechtsstreit wegen ein paar Eurönchen lohnt sich hier nicht. Auch einen Anwalt zu befragen ist wahrscheinlich treuer als die Küche selber zu entsorgen. Natürlich kannst du auch die Entsorgungskosten ggf. von der Kaution einfach abziehen und darauf spekulieren, das der Mieter wegen dem Mini-Betrag auch nicht vor Gericht ziehen will.
     
  8. #7 Martin8, 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Ja, genau. Will nicht noch Euros für Anwalt und Co. rauswerfen. Aber ist schon unverschämt, dass mir jetzt auch noch der Übergabezustand vorgeworfen wird und was sie alles damals gemacht hat, weil die Wohnung so schlimm ausgesehen hätte - sogar die Dachrinne gereinigt??!! Hallo? Immerhin hat sie die Wohnung genommen und über Jahre sehr günstig in einer sehr schönen Wohnung gewohnt.
    Dann wird reklamiert, als ich die Miete mal um ein paar Euros erhöhen möchte (wieder die Leier, dass sie Wohnung bei Einzug in schlimmen Zustand war), dass die Wohnung nur Mängel hätte und schließlich wird erst versucht über die Küche noch Kapital zu schlagen und als sie merkt, dass ich das olle Ding nicht haben will, da gehört sie ihr dann plötzlich doch nicht. Im Mietvertrag steht nichts von der Vermietung einer Küche... Also ich bin bedient und muss mir am Freitag noch sagen lassen, dass die Mieterin das nun alles nicht fair findet, wie es abläuft... Die Küche wäre ja zudem fest eingebaut... somit hätte sie die Küche gar nicht ablösen können. Blicke da langsam bei der Argumentation nicht mehr durch. Denn: Sind nicht die meisten Einbauküchen eingebaut? Was hat das mit der Ablöse zu tun?

    Habe soooo einen Hals auf!

    Einziger Trost: die Kündigung und der Auszug.

    Martin
     
  9. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Jaja, das kennen wohl einige Vermieter. Dreist dabei ist oft nur noch, das man dem Mieter des öftern noch freiwillig entgegen gekommen ist und das ist dann der Dank dafür .....

    Und wer wollte erst eine Ablöse haben und sich dann die Entsorgung sparen ?

    Ach und alle anderen Küchen die vom Mieter eingebaut werden, sind wohl auf Rollen oder wie ? Man man man ......

    Nicht aufregen, das bringt garnix.
     
  10. #9 Martin8, 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Genau! Die Diskussion wird schon so abstrus, dass man schon fast wieder lachen muss. Aber hey, hatte einen Bekannten, dem ging es auch so, dass er eine Wohnung vererbt bekommen hatte und er stellte schnell fest, dass die Mieterin (bekam die Miete vom Staat) mit zig tausend Euros im Rückstand war - allerdings eben nicht am Stück, sondern immer wieder mal nicht zahlte oder nur Teilbeträge. Die Lebensgefährtin hatte zuletzt das Ganze geregelt und weil sich mein Bekannter und die Lebensgefährtin nicht leiden konnten, sagte die doch am Ende vor Gericht, dass die Mieterin das ganze Geld bei ihr eingezahlt hätte. Bar. Aber die Lebensgefährtin hat keinen Cent auf das Konto des Eigentümers einbezahlt! Klar. Mieterin hat also z. B. einmal drei Monate am Stück bar bezahlt, nachdem Tage zuvor erst die Überweisung von der Bank wegen Nichtdeckung des Kontos retour ging! Und vor Gericht mußte sich mein Bekannter vom Richter noch blöd anmachen lassen. Verlor den Prozeß! Zum Glück zog die Mieterin dann auch gleich aus. Deren Anwältin beschimpfte meinen Bekannten noch als geldgierig! Mir reicht es auch so langsam, wenn ich sowas höre und jetzt selbst erlebe. Vielleicht sollte ich die Wohnung verkaufen. Ich habe keinen Nerv für solche "Spielchen".

    Nochmals danke für Eure Meinungen.

    Martin
     
  11. Pharao

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    Hi,

    also wenn dich das bischen ärger was du gerade hast schon so abschreckt, ja dann solltest du verkaufen. Sorry, über so eine banale Kleinigkeit reg ich mich doch nicht auf und was machst du erst, wenn mal große Probleme anstehen ? Auch vergisst du hier, das es auch anständige Mieter gibt, mit denen man nie Probleme hat.
     
  12. #11 Papabär, 03.12.2012
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    Hallöle,

    wenn ich mal einen Schwung Mieterhöhungsverlangen rausschicke sind immer ein paar Mieter dabei, die plötzlich Mängel in Ihrer Wohnung feststellen - die sie natürlich schon seit Jahren erfolglos gemeldet haben wollen.

    Selbiges hatte ich kürzlich auch, als ich nach einer Objektbegehung alle Mieter mit ungenehmigten Sat-Schüsseln angeschrieben habe. Da muss man einfach drüber stehen.


    Vorsichtig sollte man m. E. mit der EBK sein. Sofern diese weder in Mietvertrag, noch im Ü-Protokoll in irgendeiner Form erwähnt wird, würde ich (zumindest offiziell) erst mal davon ausgehen, dass die Küche nicht Bestandteil der Mietsache ist - und entsprechend schriftlich nachweisbar die Entfernung derselben bzw. die Wiederherstellung des Ursprungszustandes verlangen.

    Wenn die Küche dann trotzdem nicht ausgebaut wird, würde ich zwar auch kein Fass aufmachen, vor einer Entsorgung der Küche würde ich selbige aber auf alle Fälle peinlichst genau dokumentieren.

    Aufgrund solch einer fehlenden Aufforderung an den Mieter bin ich schon mal böse über den §539 BGB gestolpert und musste einem Mieter seinen dilletantisch verbauten Müll auch noch teuer bezahlen (er hatte Belege über mehrere T€ angeblicher Wertverbesserungen und konnte obendrein noch eine Umbaugenehmigung des Voreigentümers nachweisen).
     
  13. #12 Martin8, 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Hallo Papabär,

    vielen Dank für Deine Antwort. Leuchtet mir ein. Und jetzt wo Du das so schreibst und ich eine Mieterin habe, die mal "abgelöst" hat und mal nicht, da bin ich verunsichert, weil das ja alles mehr als schwammig ist.

    Die Küche hat wohl der Vormieter eingebaut. Im Mietvertrag steht nichts. Auch nicht im Ü-Protokoll. Wie soll ich denn nun Deiner Ansicht nach genau vorgehen?

    Letzter Stand der Dinge: ich habe mich nicht einverstanden damit erklärt, dass die Einbauküche nun plötzlich nicht mehr durch die Mieterin abgelöst wurde (sie sagt, sie habe sich getäuscht und es ist ja schon so lange her - es wäre nur der Herd, der ihr gehört) und somit "meine Angelegenheit" ist. Die Mieterin beruft sich nun auf einen Zeugen. Scheint ein Verwandter zu sein, der mit anwesend war. Und wirft MIR jetzt vor nicht fair zu sein.

    Am Mittwoch haben wir Orts-Termin wegen der (angeblichen ) Mängel. Was sage bzw. mache ich nun, damit mir die Mieterin nicht wirklich noch ein Ei legen kann? Habe ich denn überhaupt eine Chance gegen einen Zeugen? Was wiegt mehr? Unterschriebener Mietvertrag OHNE Vermerk oder Zeugenaussage?

    Am Ende muss ich wohl doch noch nen Anwalt aufsuchen? Nicht dass aus einer "Alten Küche" am Ende noch eine Kostenfalle für mich wird.

    Nochmals danke.

    Martin
     
  14. #13 Papabär, 03.12.2012
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    Ob sie dem Vormieter eine Ablöse bezahlt hat oder nicht ist zunächst mal zweitrangig. Eventuell hat sie dadurch nicht mal Belege über den Erwerb der Küche - und wir reden hier bloß um heiße Luft ... aber Vorsicht ist ja bekanntlich besser als hinterher dumm aus der Wäsche zu gucken.
    Da die Mieterin erst letzte Woche gekündigt hat, unterstelle ich mal, dass der Termin am Freitag noch nicht die Wohnungsabnahme, sondern lediglich ein Vorabnahme-/Besichtigungstermin ist.

    Ich würde daher ein Schriftstück (z. B. Nachtrag zum Mietvertrag Nr. xy) vorbereiten, auf dem die Mieterin unterschreibt, dass sie keinerlei Ansprüche aus dem Verbleib der Küche (Beschreibung & ggf. Bilder als Anlage beifügen) in der Wohnung gegen Dich geltend macht. In vergleichbaren Fällen schreiben ich z. B. auch direkt rein, dass ein Ersatz gem. §539 BGB ausgeschlossen wird.

    Wenn´s eh´ schon Stress mit der Mieterin gibt, würde ich der Mieterin einleitend ein Wegnahmerecht an der Küche zugestehen, evtl. selber schon mal unterschreiben und das Ganze der Mieterin in zweifacher Ausfertigung vorlegen (nicht blanko aushändigen). Das ist zwar kein MUSS - aber Mieter sind i.d.R. eher zur Unterschrift bereits, wenn der Vermieter ihnen ein Recht einräumt - es ist also eher ein psychologischer Kniff.

    Sollte sie das dann - aus welchen Gründen auch immer - nicht unterschreiben, dann besorgst Du Dir einen vertrauensvollen Zeugen (der optimalerweise in der Nähe der Wohnung wohnt und ein Schreiben von Dir zustellen kann) und meldest Dich hier nochmal.
     
  15. #14 Martin8, 03.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Hallo Papabär,

    nochmals vielen Dank.

    Ich habe das bereits gemacht, da ich ja kein Interesse an der Küche habe. Die Mieterin schrieb zweimal (!), dass sie die Küche vom Vormieter abgelöst hätte und wollte von mir Ablöse. Als ich schrieb, dass sie die Küche bitte ausbauen sollte, meinte sie plötzlich, sie hätte sich getäuscht und sie hätte ja nur den Herd abgelöst. Und natürlich bin ich jetzt nicht fair, wenn ich betone, dass aus meiner Sicht die Küche doch ihr gehören würde.

    Wenn ich aus dem Schneider bin, wenn die Mieterin unterschreibt, dass sie keine Ansprüche mehr hat, dann werde ich das so machen. Bin inzwischen schon arg verunsichert, weil ständig neue Argumente kommen - was sie alles vom Vormieter abgelöst hat und so weiter... und dann habe sie ja jetzt einen Zeugen, der aussagen kann, dass sie die Küchen nun doch nicht abgelöst hat.

    Verar*** will ich mich halt auch nicht lassen. Andererseits möchte ich das Ganze schnell und ohne große Kosten abwickeln.

    Martin
     
  16. #15 Papabär, 03.12.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Wie schon gesagt ... ob, bzw. was sie mit dem Vormieter vereinbart oder bezahlt hat, ist für Dich irrelevant.

    Na und? Wen will sie damit denn erschrecken ... das Teil soll doch sowieso entsorgt werden

    Solange es Dir egal ist wer von Euch die Küche entsorgt, musst Du Dir nur über evtl. Forderungen der Mieterin 'ne Platte machen und in diese Richtung vorbeugen. Dazu zählt eben die bereits genannte schriftliche Fixierung und - für den worst case - eine Dokumentation der Küche (wenn die Küche erst mal weg ist, könnte ansonsten der Nachweis des geringen Zeitwertes schwierig werden).
     
  17. #16 Martin8, 04.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Danke, Papabär. Du hast mir sehr weitergeholfen!

    Martin
     
  18. #17 Martin8, 04.12.2012
    Martin8

    Martin8 Gast

    Habe doch noch eine Frage: Wie schreibe ich sowas wasserdicht? Gibt es da irgendwo Vordrucke oder Muster?

    Danke.

    Martin
     
Thema: Ablöse
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