Abmahnung oder Mieterhöhung?

Diskutiere Abmahnung oder Mieterhöhung? im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Mahlzeit. Ich habe mich gestern durch einen sehr langen Thread von Peter MH gelesen. Da ging es um einen Ruhestörer, dem Abmahnungen und Kündigung...

  1. Katharmo

    Katharmo Erfahrener Benutzer

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    Mahlzeit.
    Ich habe mich gestern durch einen sehr langen Thread von Peter MH gelesen. Da ging es um einen Ruhestörer, dem Abmahnungen und Kündigung völlig egal waren. Mehrmals hatte ich das Gefühl, Peter schreibt von unserer Situation hier, es gibt viele Parallelen. Z.B. auch die, dass hier immer nur die eine Mieterin ein Lärmprotokoll schreibt.

    Mehrere von euch empfehlen bei solchen Kandidaten zunächst eine Mieterhöhung. Genau das überlege ich jetzt auch. Die Wohnung liegt für die Mieterin mit ihrem lauten Partner jetzt bereits 30 Euro über dem KdU-Satz. Was sagen eure Erfahrungen? Wenn ich die Miete um 40 oder 50 Euro erhöhen würde, stellt sich das Jobcenter dann quer genug, dass wir diese Leute loswerden können? Kann natürlich niemand vorhersagen, klar. Aber hattet ihr mit dieser Methode schon Erfolg?

    Wegen der Mieterhöhung habe ich mich bereits an Haus und Grund gewendet und habe kommende Woche ein Beratungsgespräch mit deren Anwalt.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 15.09.2020 um 13:04 Uhr
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Es kommt auf die Lage am Wohnungsmarkt vor Ort an. Das Jobcenter setzt dann dem Mieter eine Frist von 6 Monaten (bis dahin wird die erhöhte Miete bezahlt) um angemessenen Wohnraum zu finden. Wenn der Mieter dann trotzdem nicht umziehen will muss er die Mehrkosten aus seinem Regelsatz bezahlen. Problem kann sein, wenn der Mieter nachweisen kann, trotz entsprechenden Bemühungen keinen angemessenen Wohnraum zu finden. Dann muss das Jobcenter aber eben die erhöhte Miete bezahlen (für Dich also eine Art Schmerzensgeld).
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Darum geht es doch eigentlich gar nicht.

    Was kann alles passieren/eintreten?

    Entweder bleibt sie und zahlt die höhere Miete dann ist das so 'ne Art Schmerzensgeld für dich.
    Alles andere ( also die Bemühungen, sie los zu werden) kann davon unabhängig parallel weiterlaufen.
    Oder sie kündigt, weil ihr das zu teuer wird. Dann ist das ja auch gut.
    Oder sie zahlt die Erhöhung nicht. Dann hast du irgendwann einen Kündigungsgrund, was auch in deinem Sinne sein dürfte.

    Mir fällt gerade kein Szenario ein, in dem die geplante Mieterhöhung nachteilig für dich sein könnte.
     
  5. Katharmo

    Katharmo Erfahrener Benutzer

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    Vielen Dank @immobiliensammler und @dots für eure Antworten. Eure Beiträge gefallen mir.

    Dann hoffe ich mal, dass Haus und Grund mir mit Mietspiegel oder so helfen kann.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 15.09.2020 um 20:08 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Unabhängig von einander kannst du Abmahnen und eine Mieterhöhung schicken.
    Wenn du ganz "lieb" bist, in einer Urkunde über den GV. Bei manchen Mieter kommt Post ja grundsätzlich nicht an, wenn es nicht gerade die Benachrichtigung über einen Lottogewinn ist.

    Das Mieterhöhungsschreiben als Urkunde darf ein JC-Mieter dann beim Amt vorlegen. (Hier wird die Vorlage der vollständigen Urkunde im Original gefordert - vor Corona, wie das Anderswo gehandhabt wird weiß ich nicht.)

    Besser wird das Mietverhältnis damit garantiert nicht, aber wenn es ohnehin schon im A... ist (so lese ich deine Fragen), hast du auch nichts mehr auf dieser Ebene zu verlieren.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 15.09.2020 um 20:23 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Mir leider schon.

    Bei einer Klage, die evtl. erforderlich wird um die Mieterin wirklich los zu werden.
    Der Streitwert ist in diesem Fall eine Jahresnettomiete.
    Danach richten sich die Anwalts- und Gerichtskosten.
    Mit Pech rutscht man nach einer Mieterhöhung in die nächst höhere Kostenstufe.
     
  8. Katharmo

    Katharmo Erfahrener Benutzer

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    Das würde ich auf jeden Fall so machen, der Ablauf ist mir geläufig und die 11 Euro ist es mir wert.

    Stimmt, das wäre hier der Fall. Klagen würde ich allerdings nur bei Kündigung wegen Mietrückstand, ansonsten eher nicht.

    Deine Beiträge @ehrenwertes Haus gefallen mir natürlich auch
     
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