Abrechnung der Überprüfung der Elektroanlage

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von Pfeifdireins, 29.09.2015.

  1. #1 Pfeifdireins, 29.09.2015
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    Hallo,
    neulich kam eine Mieterin mit einer verschmorten Steckdose zu mir. Ich möchte nun die ganze Anlage im 3-Fam.-Haus aus den 80ern prüfen und eventuelle Instandhaltungen erledigen lassen.
    Ist es richtig, das die reine Prüfung umlegbare Betriebskosten sind ? Das ich die Instandhaltung selber zu zahlen habe ist mir klar.
    Wie rechne ich das ab ? (Ok, wohnungsweise vom Elekriker die Stunden aufschreiben lassen nehm ich ja mal stark an.)

    Ok, und hier die Frage:

    Wie läuft das mit den Anlagenteilen, die keiner Wohnung zugeordnet werden können ?

    Viele Grüße,
    P.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Nein. Eine laufende Prüfung der E-Installation ist weder vorgeschrieben noch erforderlich. Daher handelt es sich nicht um Betriebskosten. Rest hat sich damit erledigt.
     
  4. #3 Pfeifdireins, 30.09.2015
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    Hallo Andres,
    die Sicherstellung der Betriebssicherheit ist erforderlich.
    Diese Prüfung (Elektro-Check) muss natürlich nicht jährlich erfolgen, das wird ja auch nicht verlangt.
    BGH, Urteil vom 14.02.2007 - AZ: VIII ZR 123/06

    Ok, und hier nochmal die Frage:

    Wie läuft das mit den Anlagenteilen, die keiner Wohnung zugeordnet werden können ?
    Nach Quadratmeteranteil vermutlich ? Wie macht ihr das ?

    Viele Grüsse,
    P.
     
  5. AJ1900

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    Ähm, erinnert mich irgendwei an das alte Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer". Dementsprechend macht eine verschmorte Steckdose noch keine betriebsunsichere Elektroanlage.
    Tausch die aus und gut ist das. Evtl. kann man da eher die Klausel für Kleinreparaturen ziehen, halte ich aber auch für etwas unnötig, ehrlich gesagt.
     
  6. #5 Pfeifdireins, 30.09.2015
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    Ähm, die Anlage ist seit 1984 nicht mehr überprüft worden. Selbstverständliche tausche ich die Steckdose aus, das ist aber nur ein Syptom. Wenn eine Steckdose verschmort und man nicht prüft, woran das lag, würde ich sagen, Grob Fahrlässig.
    HALLO es geht hier um die Abrechnung des Prüfaufwandes, und nicht um die Reparatur der Steckdose.

    Ok, und hier nochmal die Frage:

    Wie läuft das mit den Anlagenteilen, die keiner Wohnung zugeordnet werden können ?
    Nach Quadratmeteranteil vermutlich ? Wie macht ihr das ?

    Gruss,
    P.
     
  7. Andres

    Andres
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    Nein, aber die Kosten müssen "laufend" entstehen (§ 1 BetrKV), damit es Betriebskosten sind. Die Kosten für den E-Check entstehen aber nicht laufend.


    Wenn kein abweichender Maßstab vereinbart ist, werden Betriebskosten nach Wohnfläche verteilt, d.h. Gesamtkosten mal Wohnflächenanteil, nicht nach Wohneinheiten. Mit dieser Information kannst du jetzt glücklich werden ...
     
  8. AJ1900

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    Ich kapier nicht was du prüfen willst? Also bei mir tauscht der Elektriker die Dose aus und sieht dann evtl. schon woran das liegt. Evtl. werden auch auch mal die Sicherungen nachgeschaut usw., aber das sollte ohnehin passieren wenn man ein Dose tauscht? Was willst du denn da gesondert abrechnen?
    Das liegt normalerweise daran das Dreck/ Feuchtigkeit in der Dose ist, lockere Anschlüsse usw., dann kommt normalerweise die Sicherung.
    Wenn das nach der Reparatur erneut auftritt, dann würde ich mir anfangen Gedanken zu machen, aber so lange ruhig blut?
    Das nennt man aber eigentlich Reparatur und nicht Prüfung, woraus sich die Antwort ergeben sollte?
     
  9. #8 Newbie15, 30.09.2015
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    Grundsätzlich könnte eine solche Prüfung schon als Betriebskosten umgelegt werden, sofern die Umlage von "sonstigen Betriebskosten" vereinbart ist. Dazu muss die Überprüfung allerdings regelmäßig stattfinden und nicht im Zusammenhang mit einer bereits aufgetretenen Störung. Hier wird es nun für dich interessant. Wenn du selbst sagst, dass seit 84 nichts mehr geprüft wurde und du dies nun nach der kaputten Steckdose nachholen willst, könnte das nun schwierig werden. Außerdem musst du dich an das Wirtschaftlichkeitsgebot halten.

    Umlage dann natürlich, wenn nichts anderes vereinbart, nach Wohnfläche.
     
  10. Pharao

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    Hi Pfeifdireins,

    irgendwie hab ich beim lesen jetzt das Gefühl gehabt, dir passen die Antworten nicht. Was willst du den gerne hören - geht vielleicht dann schneller .... :160:

    Schön das du gleich mit einem Urteil ankommst. Vielleicht hättest du etwas mehr als nur die Überschrift mal lesen sollen .... :91:

    Dort heißt es u.a. Zitat: "Anschließend werden die einzelnen Betriebskosten genannt. Bei den sonstigen Betriebskosten sind unter anderem ausdrücklich die Kosten für die Revision von Elektroanlagen, Gasgeräten, brandschutztechnischen Einrichtungen sowie weiterer installierter Haustechnik aufgeführt. Die Klägerin lässt die Revision der Elektroanlagen entsprechend den berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften im Abstand von vier Jahren durchführen."

    So, also was steht in deinen Mietverträgen dazu, denn ich lese das schon so raus, das dies eine Grundvoraussetzung für die Umlagefähigkeit ist :? Desweiteren finde ich auch, das es einen Unterschied macht, ob man regelmäßig alle 4 Jahre was überprüft oder jetzt einmalig nach defekt nach 31 Jahren.
     
  11. Duncan

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    Das ist ganz einfach! Da alle 31 Jahre nicht die in der BetrKV erforderte Regelmäßigkeit erfüllt, ist vollkommen egal wie lange der Meister Lampe in der einzelnen Wohnung benötigt, da du eh 100% der Kosten trägst. Da lässt sich gar nichts von auf die Mieter umlegen.

    Anders ist es nur möglich, wenn regelmäßige Prüfungen stattfinden. Mir persönlich ist so etwas nur aus der Gewerbevermietung bekannt. Ein Unternehmen dass ein elektrotechnisches Prüffeld betreibt und diverse Elektroprodukte herstellt verlangt von seinem Vermieter die 2-jährliche Überprüfung der Elektroanlage nach vertraglich vereinbarten Kriterien, die durchaus auch dem aktuellen Bedarf angepasst werden können. Da wurde auch schon mal auf Wunsch und mit Kostenbeteiligung des Mieters die E-Anlage nachgerüstet und ausgebaut. Die arbeiten halt aber auch mit 6V bis 1 KV.
     
  12. #11 Pfeifdireins, 30.09.2015
    Pfeifdireins

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    Ich bin seit 4 Jahren Eigentümer. Was kann ich dafür, das der Alte alles hat verlottern lassen ? Wiederkehrend muss es sein. Auch Dachcheck ist wiederkehrend, einige Versicherungen verlangen das hier auch. Ich werde dem noch weiter nachgehen. Gruss, P.
     
  13. Andres

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    Ich weiß schon, warum ich oben genau ein Wort aus der BetrKV zitiert habe. Gefordert ist nicht wiederkehrend, nicht regelmäßig und schon gar nicht jährlich oder in kürzeren, bestimmten Intervallen. Gefordert ist "laufend". Für Anlagen und Einrichtungen (wozu die E-Installation zählt) müssen die Kosten außerdem "durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch" entstehen. Auch das ist hier nicht der Fall: Bei bestimmungsmäßigem Gebrauch entstehen gar keine Kosten. Im Gegensatz z.B. zur Heizung braucht die E-Installation keine regelmäßige Pflege oder Wartung.
     
  14. Pharao

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    Hi,

    ich glaube der Fragesteller will einfach nur das hören, was ihm genehm ist.
     
  15. Duncan

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    Alles Punkte die du vor dem Kauf wissen konntest und die entsprechend auf den Kaufpreis anzurechnen waren. Da die 15%-Hürde nun ohne Belang sein sollte, also voran, Stück für Stück. Es ist denn jetzt Zeit die Ersparnis vom günstigen Kauf in einen günstigen Erhaltungszustand zu verwandeln. Da ist die E-Anlage ein Punkt unter vielen. Und um es vorweg zunehmen das wenigste davon ist auf die Mieter umlegbar, die zahlen dafür schon Miete! Für den einen oder anderen Punkt könnte eventuell vielleicht eine Modernisierungserhöhung in Frage kommen, aber das weitaus meiste wird sich erst bei Neuvermietung umsetzen lassen. Aber alles noch Zukunftsmusik. Erstmal erhältst du den vertraglich vereinbarten Zustand deiner Wohnung(en) und sicherst die Betriebsfähigkeit und -sicherheit der E-Anlage. Betreibst also eine ganz normale Instandhaltung. Kostentragung bei dir. Da haben deine Mieter nur einen Anteil dran: den Zugang zu ermöglichen und die eventuell anfallenden Arbeiten über sich ergehen zu lassen ggf. bei Mietminderung.
     
  16. #15 Pfeifdireins, 07.10.2015
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    Mangel : Steckdose verschmort
    Mangel beseitigt (Instandhaltung)
    Verkehrssicherheitspflicht: Anlass zur Prüfung der Anlage in betreffender Wohnung
    Turnus der wiederkehrenden Prüfung muss angemessen sein (Beispiel Gasleitung 12 Jahre)
    ....
    Und DA liegt der Hund begraben: DAS ist noch nicht entschieden. Deshalb steht die Frage:

    welche Maßnahmen der Vermieter einer Wohnung im Hinblick auf die Erhaltung der
    gefahrlosen Funktionsfähigkeit der Elektroinstallation zu ergreifen hat (Altbau ?)
    Insofern habt ihr letztlich recht gehabt mit eurer Einschätzung. Baujahr 84 ist kein "Altbau".

    Gruss P.
     
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