Abrechnung Gerätemiete Kaltwasserzähler nach Anzahl

Diskutiere Abrechnung Gerätemiete Kaltwasserzähler nach Anzahl im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; In einem Mehrfamilienhaus sind 20 Kaltwasserzähler verbaut. 10 sind von Firma A gemietet, 5 sind von Firma B gemietet und 5 sind von der...

  1. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    In einem Mehrfamilienhaus sind 20 Kaltwasserzähler verbaut. 10 sind von Firma A gemietet, 5 sind von Firma B gemietet und 5 sind von der Vermieterin gekauft. (Die Abrechnung wurde von Firma B erstellt, nun von Firma A).

    Die Firma A unterscheidet bei der Abrechnung zwischen Gerätemiete (eigene) und Gerätemiete (fremd), was das ganze kompliziert macht. Ausserdem haben dadurch die Mieter unterschiedlich hohe Kosten für die Gerätemiete und einige sogar keine (weil die Kaltwasserzähler im gemieteten Objekt gekauft sind) - die Umlage erfolgt nach Anzahl.

    Muss man das laut BetrKV so machen?

    Ich würde ja die Kosten der Gerätemiete von Firma A und Firma B addieren und durch die Anzahl der installierten(!) Kaltwasserzähler teilen um die Kosten der Gerätemiete pro Stück für alle zu ermitteln. So hätten alle die gleichen Kosten und der Vorteil der gekauften Kaltwasserzähler wäre auf alle Mieter verteilt.

    Bevor ich mit Firma A über die Abrechnung diskutiere möchte ich Eure Einschätzung: Habe ich einen Denkfehler? Ist dieses Vorgehen mit der BetrKV vereinbar?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Man nennt das eine Unterteilung nach Nutzergruppen und ...

    ... diese Vorgehensweise ist nur in der HeizkostenV ausdrücklich vorgeschrieben (die hier nicht einschlägig ist) und auch dann nur, wenn sich die Messgeräte technisch unterscheiden. Es ist aber so, dass diese Unterteilung in Nutzergruppen erstens allgemein zulässig ist und zweitens sogar geschuldet sein kann, wenn ansonsten Mieter unverhältnismäßig belastet würden - man kennt das vor allem von gemischt genutzten Gebäuden, bei denen vorhandene Gewerbeeinheiten separat betrachtet werden. Nun ist es zwar unwahrscheinlich, dass die dreifuffzich hin oder her irgendjemanden unverhältnismäßig hart treffen, aber bevor man diese Diskussion führt, rechnet man eben einfach so ab, wenn man eine Software einsetzt, die das ohnehin kann.

    Andererseits würde ich von einem Anbieter, den ich aus eigener Tasche zahle (die Kosten der Abrechnung sind ja außerhalb der Heizkosten nicht umlagefähig!), grundsätzlich erwarten, dass die Abrechnung so erstellt wird, wie ich das verlange.
     
  4. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Danke für Deine Erklärung!

    Ist es denn sinnvoll / rechtskonform die Abrechnung so zu verlangen?

    Darf man die Kosten der Gerätemiete von Firma A und Firma B addieren und durch die Anzahl der installierten(!) Kaltwasserzähler teilen um die Kosten der Gerätemiete pro Stück für alle Mieter zu ermitteln? In § 556a BGB steht, die Kosten seien nach "dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung" abzurechnen,. Heisst das, wenn ein Kaltwasserzähler in der Wohnung von der Vermieterin gekauft ist, darf für diesen keine Gerätemiete abgerechnet werden? Da diese Kauf-Entscheidung nicht in der Macht des Mieters liegt, fände ich das ungerecht.
     
  5. #4 immodream, 09.02.2021
    immodream

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    Hallo Susi,
    auch wenn ich dir bei der Abrechnung mit Fa. A und B nicht weiterhelfen kann, schreibe ich ,wie ich die Eichkosten für meine selbstgekauften Ista Wasseruhren abrechne .
    Wenn der Mieter auszieht , bekommt der von mir eine Rechnungskopie vom letzten Zählertausch durch meinen Installateur.
    Auf der Kopie steht die Eichdauer , bei KW Zählern 6 Jahre /72 Monate und die Wohndauer des Mieters.
    Dann wir nach dem berühmten Dreisatz die anteilige Eichgebühr berechnet.
    Beispiel :Der Mieter wohnt 36 Monate in der Wohnung, dann zahlt er die Hälfte der Einbaurechnung.
    Diesen Betrag verrechne ich mit der Restkaution .
    Hat in den letzten 30 Jahren noch nie für Ärger gesorgt .
    Grüße
    Immodream
     
  6. Andres

    Andres
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    Wenn es jetzt nicht gerade so ist, dass Zählermiete A 100 € pro Stück ist und Zählermiete B 10 € pro Stück ist, dann sehe ich überhaupt keinen Anlass für eine Aufteilung in Nutzergruppen. Unzulässig ist es aber auch nicht - hier sind beide Wege korrekt.

    Was sinnvoll ist ... das ist eine schwere Frage. Wenn zwei Mieter ihre Abrechnungen vergleichen und Differenzen bei der Zählermiete feststellen, die man dann monatelang ausdiskutieren möchte, wäre es wohl sinnvoller gewesen, keine Aufteilung in Nutzergruppen vorzunehmen. Wenn die Kosten für A und B dann doch mal stärker auseinanderlaufen, freut man sich, dass man gar nichts umstellen muss. Ich persönlich würde mir den Aufwand sparen wollen und bin ein Freund von Ockhams Rasiermesser, aber wenn dieses Schema einmal eingerichtet ist, hat man den Aufwand ja bereits gehabt.

    Ich weiß es nicht. :unsicher001:
     
  7. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Zum Glück kennt Wikipedia Ockhams Rasiermesser. Ich kenne nur KISS. ;)


    Die Kosten pro Zähler divergieren schon: Firma A verlangt 23 Euro und Firma B 17 Euro Gerätemiete. Problematischer finde ich aber die Nutzungseinheiten mit Gerätemiete Null, weil die Zähler von der Vermieterin gekauft sind.

    Nach einem Telefonat mit der Abrechnungsfirma (Firma A) weiss ich nun, dass die einfachste Lösung (Gerätemiete alle Mieter = Gerätemiete Firma A + Gerätemiete Firma B / Anzahl der installierten Kaltwasserzähler) nicht funktioniert, weil im System zur Abrechnung die Gerätemiete von Firma A fest hinterlegt ist. Das Problem sind also die von der Vermieterin gekauften Zähler: die Kostenersparnis bei der Gerätemiete kann nicht auf alle Mieter verteilt werden. :unsicher025:

    Wenn hier nicht jemand noch eine bessere Idee hat, werde ich wohl Gerätemiete Firma A und Gerätemiete Firma B und keine Gerätemiete zuteilen wie verbaut - die einen Mieter haben dann Glück, die anderen nicht. :unsicher033:

    Mann, nervt mich diese Abrechnungsfirma.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Eine Idee wäre, im § 2 Nr. 2 BetrkV nachzulesen. Dort sind die Kosten der Anmietung von Wasserzähler als Kosten der Wasserversorgung genannt. Sofern es keine Vereinbarung über einen abweichenden Umlageschlüssel für die Zählermiete gibt, können diese Kosten zu den Gesamtkosten der Wasserversorgung gerechnet werden und mit dem zutreffenden Umlageschlüssel auf die Mieter verteilt werden.
    Da es Zähler gibt wird "Verbrauch" der zutreffende Umlageschlüssel sein.
     
  9. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    ...weshalb ich ja die Gerätemiete umlegen will.

    ...und Verbrauch meint bei Gerätemiete natürlich die Anzahl der gemieteten Geräte.

    Es ist ja nicht so, dass Mieteinheiten immer nur einen Kaltwasserzähler haben. Wohnungen mit zwei Bädern an zwei Strängen haben auch zwei Kaltwasserzähler. Wir haben eine Gewerbeeinheit mit fünf Kaltwasserzählern und ich kann mir auch Mieteinheiten ohne vorstellen.
     
  10. #9 immobiliensammler, 12.02.2021
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Warum natürlich? Nimm mal die Heizkostenverteiler an den Heizungen, der eine Haushalt hat vielleicht 5, der nächste nur 3 etc etc.

    Da werden auch die Gesamtkosten Miete Heizkostenverteiler mit in die Heizkostenabrechnung eingerechnet und dann teilweise flächen- teilweise verbrauchsabhängig verteilt.

    Verbrauch kann hier natürlich auch Wasserverbrauch bedeuten, also Kosten Wasser + Kosten Verbrauchserfassung / m³ Gesamtverbrauch * m³ Verbrauch
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Aua... Die Kosten der Wasserversorgung werden wohl kaum nach der Anzahl der Zähler verteilt. Vielmehr wird jeder halbwegs denkende Mensch den gemessenen Verbrauch als Umlageschlüssel verwenden.

    Hätte ich die Anzahl der Zähler gemeint, hätte ich den Umlageschlüssel auch mit "Anzahl" (oder ähnlich) bezeichnet und nicht mit "Verbrauch".

    In Kombination mit Zählern kann ich mir das nicht vorstellen. Die gesamte Verbrauchserfassung wäre dann unbrauchbar.
     
  12. #11 Gast25033, 16.02.2021
    Gast25033

    Gast25033 Gast

    Firma A hat meines Wissens recht.
    Hat der Vermieter die Zähler selber gekauft gehören diese zum Inventar der Immo. Die Eichkosten sind wiederum umlegbar.
     
  13. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Das stimmt.
    Auch dieses ist richtig.
    Aber diese beiden Sätze stehen (mal wieder) in keinem Zusammenhang, aber Hauptsache du hast was geschrieben.

    Die Firma A kann und will weder die Miete der Firma B noch die Eichkosten des VM in ihr Abrechnungssystem einpflegen.Punkt.
    Das hat erstmal nichts mit der Rechtslage zu tun.

    Ich würde alle alle umlegbaren Erfassungskosten den Wasserversorgungskosten zurechnen und nach Wasserverbrauch umlegen.
    Das ist das einfachst und nach meiner Rechtsauffassung zulässig.
     
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Abrechnung Gerätemiete Kaltwasserzähler nach Anzahl

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