Abrechnung Heiz- und Warmwasserkosten

Diskutiere Abrechnung Heiz- und Warmwasserkosten im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich versuche mich nun schon seit einiger Zeit in das Thema Nebenkostenabrechnung einzulesen. Was mir dabei noch etwas unklar ist,...

  1. #1 dancatt, 04.01.2017
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    Hallo zusammen,

    ich versuche mich nun schon seit einiger Zeit in das Thema Nebenkostenabrechnung einzulesen. Was mir dabei noch etwas unklar ist, ist das Thema Heizung und Wasser.

    Ich besitze ein Haus in dem ich mit meiner Familie wohne. Zusätzlich gibt es in diesem Haus noch eine Einliegerwohnung welche vermietet wird. Haus und Wohnung benutzen eine gemeinsame Gasheizung mit einem Warmwasserspeicher. Die Einliegerwohnung verfügt über eine Fußbodenheizung mit einem Wärmemengenzähler und je einer Kalt- und Warmwasseruhr.
    Der Verbrauch aus 2016 ist nun:
    - Wärmemengenzähler: 9328 kWh; 872 cbm
    - Kaltwasseruhr: 59,3 cbm
    - Warmwasseruhr: 15,6 cbm

    Ehrlich gesagt ist mir völlig unklar wie ich nun die Kosten für die Einliegerwohnung ausrechne. Je mehr ich lese umso verwirrter werde ich.
    Benötige ich nun die 2,5er Formel oder nicht?
    Kann man nicht einfach die kWh des Wärmemengenzählers mit dem Gaspreis (0,04360 EUR/kWh) multiplizieren?
    Wie wird der Verbrauch des Warmwassers berechnet?

    Gruß Daniel
     
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  3. #2 Newbie15, 04.01.2017
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    Ohne deine Verbräuche zu kennen, geht es nicht korrekt nach Verbrauch. Da wird über die Zähler ein Verhältnis ermittelt ubd die Gesamtkosten entsprechend verteilt.

    Was ist denn im Mietvertrag vereinbart? Grundsätzlich müsstest du nicht nach Verbrauch abrechnen, aber das setzt voraus, dass es auch vereinbart wurde.
     
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  4. #3 PHinske, 04.01.2017
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    Die Kilowattstunden auf dem Wärmezähler können absolut nicht gleichgesetzt werden mit dem Kilowattstunden aus dem Gasbezug.

    Der Wärmezähler in der vermieteten Wohnung kann auch völlig unbeachtet bleiben, wenn es für die Hauptwohnung nicht auch einen entsprechenden Zähler gibt.

    Im Mietvertrag wird geregelt sein, wie die Heiz- und Warmwasserkosten berechnet werden müssen.- Also erst mal dort nachsehen.

    MfG PHinske
     
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  5. #4 dancatt, 04.01.2017
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    Verbrauch des kompletten Hauses:
    Gas: 7.425 cbm
    Wasser: 177 cbm

    Bei dem Mietvertrag handelt es sich um einen Standardmietvertrag.
    "Neben der Kaltmiete sind sämtliche umlagefähigen Betriebskosten gem. § 2 der Betriebskostenverordnung vom Mieter zu tragen."
     
  6. #5 dancatt, 04.01.2017
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    Die Hauptwohnung besitzt keinen eigenen Wärmezähler und auch keine Warmwasseruhr
     
  7. Andres

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    Supi, damit ist nach HeizkostenV abzurechnen, was mangels geeigneter Zähler aber nicht möglich ist.


    Noch nicht einmal das ist möglich, weil der Gesamtverbrauch an WW nicht bekannt ist - es wird ja nur der Mieteranteil erfasst. Du nimmst also die 32er-Formel und der Mieter hat ein pauschales Kürzungsrecht von 15 % auf die Heiz- und Warmwasserkosten.


    Diesen Fehler kann man für die Zukunft in zwei Richtungen korrigieren:
    • Entweder man passt den Mietvertrag an die tatsächlichen Gegebenheiten an,
    • oder man rüstet die erforderliche Verbrauchserfassung nach.

    Möglichkeit 1 erfordert entweder die Zustimmung des Mieters oder eine Änderungskündigung, d.h. eine Kündigung (hier: Erleichterte Kündigung nach § 573a BGB) bei gleichzeitigem Angebot eines neuen Mietvertrags zu anderen Konditionen. Der Abrechnungsmodus kann ziemlich frei festgelegt werden. Mit relativ wenig Aufwand könnte man z.B. eine Abrechnung nach der 2,5er-Formel, für WW dann nach Zählern und für die Heizkosten nach Fläche vereinbaren. Das gibt dem Mieter gleichzeitig einen Anreiz zur Sparsamkeit und ist mit wenig Messtechnik (1 WMZ, 2 WW-Zähler) zu bewerkstelligen. Man könnte auch alles nach Fläche abrechnen oder sogar Pauschalen vereinbaren.

    Möglichkeit 2 erfordert:
    • Heizkostenverteiler an allen Heizkörpern im Haus,
    • einen zentralen WMZ am WW-Speicher,
    • einen WW-Zähler beim Vermieter,
    • solide Kenntnisse bei der Abrechnung oder einen geeigneten Dienstleister dafür.
    Das ist die "große" Lösung, die andere Vermieter, die nicht deine Erleichterungen genießen, abwickeln dürfen. Rechnerisch interessant dürfte z.B. der Vorwegabzug für die Fußbodenheizung werden.

    Außerdem wäre auch ein Kaltwasserzähler beim Vermieter sinnvoll, aber das ist eigentlich ein anderes Thema.


    Wenn man mit dem Mieter ein gutes Verhältnis hat, kann man diese Dinge vielleicht in einer nicht ganz so schmerzhaften Form regeln, also z.B. indem man bei einer Vertragsänderung nicht die (verlängerte) Kündigungsfrist abwartet sondern den Mietvertrag einvernehmlich ändert oder der Mieter nicht von seinem Kürzungsrecht Gebrauch macht.
     
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  8. #7 dancatt, 04.01.2017
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    Mieter sind Angehörige. Den Mietvertrag lässt sich ohne Stress ändern.
    Was müsste ich denn da genau alles ändern? Mietvertrag, Hardware?

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  9. dots

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    Das kommt darauf an, für welche der beiden von Andres genannten Lösungen du dich entscheidest.
    Je nach Entscheidung müsstest du u.U. gar nichts ändern.
     
  10. #9 BHShuber, 04.01.2017
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    Hallo,

    um so schlimmer, wenn es zu einem vermeintlichen Nachteil kommt, kann sein muss nicht sein.

    Diese Variante würde ich bevorzugen, schon aus dem Gedankengang, dass man irgendwann vielleicht einmal nicht mehr an Angehörige vermietet ist man bereits vorbereitet.

    Gruß
    BHShuber
     
  11. #10 immobiliensammler, 04.01.2017
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    Ich nicht, Grund die Kosten (Installation und Folgekosten für Abrechnung/Austausch nach der Eichfrist etc.); auch später ist diese Investition nicht notwendig, sofern der Vertrag dann mit entsprechenden Vereinbarungen abgeschlossen wird - natürlich vorausgesetzt der Eigentümer bleibt im Haus wohnen.
     
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  12. #11 dancatt, 04.01.2017
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    Möglichkeit 2 ziehe ich eigentlich nicht in Betracht. Will an den 15 Heizkörper keine Heizkostenverteiler dran haben.
    Am liebsten wäre mir eine vernünftige Regelung im Vertrag. Weiß dann aber jetzt auch nicht was ich da genau ändern muss und wie ich danach alles ausrechnen kann

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  13. #12 immobiliensammler, 04.01.2017
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    Solange der Vermieter selbst im Zweifamilienhaus wohnt kannst Du eigentlich abrechnen wie Du willst, also nach Wohnfläche, nach Personen, nach einer (beliebigen) Prozentregelung, es muss eben nur vertraglich vereinbart sein!

    http://www.mietrecht.org/heizkosten/heizkostenabrechnung-fuer-einliegerwohnung/
     
  14. #13 dancatt, 04.01.2017
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    Genau so würde ich mir das wünschen. Da es sich hier auch um mein Elternhaus handelt und wir das gerade komplett umgebaut haben werden wir auch nicht ausziehen. Also Vermieter wohnt da.

    Wie muss dann der Vertrag angepasst werden? Wie rechne ich dann die Kosten aus? Warmwasser und Heizung?

    Kaltwasser wird ja anhand des Zählerständes in der Einliegerwohnung berechnet.

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  15. #14 immobiliensammler, 04.01.2017
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    Nochmal: Der Vertrag muss so angepasst werden dass da der Abrechnungsmodus festgelegt wird also z.B. Wohnung 1 zahlt 70 % der Heizkosten, Wohnung 2 30 % - oder jeder anderer Prozentsatz, oder anteilig nach Wohnfläche, oder oder oder
     
  16. #15 dancatt, 04.01.2017
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    Das ist mir klar.
    Die Wohnung hat 110 qm und ist 1/3 der Gesamtfläche. Haus hat also 220 qm WOHNfläche.
    Aber wie die Rechnung aussieht ist mir immer noch nicht klar. Irgendwie muss ich doch den Verbrauch einrechnen. Einliegerwohnung hat eine Fußbodenheizung und Haus normale Heizkörper. Kann da ja nicht 1/3 auf die Wohnung schreiben

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  17. #16 immobiliensammler, 04.01.2017
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    Ich gebs auf, dann schreib halt 1/10tel rein!
     
  18. #17 dancatt, 04.01.2017
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    Sorry für meine Unwissenheit.

    Hätte ja sein können dass es da irgendwelche Erfahrungswerte gibt.

    Das heißt ich nehme die Abrechnung vom gasanbieter und lege den entsprechenden vertraglich festgelegten Anteil auf den Mieter um? Das wären dann die Heizkosten?

    Und für den Wasserverbrauch würde ich dann beide Wasserzähler (kalt + warm) addieren und entsprechend der Abrechnung der Gemeinde umlegen?
     
  19. #18 immobiliensammler, 04.01.2017
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    Zu den reinen Brennstoffkosten (Gas) kannst Du dann z.B. noch Schornsteinfeger, Wartung etc. dazuzählen. Wasserabrechnung nach den Zählerständen muss halt dann wieder vereinbart werden, aber im Prinzip richtig
     
  20. #19 dancatt, 04.01.2017
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    Das mit den Heiznebenkosten war mir klar.

    Aber einen Erfahrungswert gibt es nicht für die Aufteilung der Heizkosten? 110 qm mit Fußbodenheizung und 220 qm mit Heizkörper. Aktuell bezahle ich 350 Euro monatlich an den Gasanbieter. Eine Aufteilung nach qm wäre ungerecht da die Fußbodenheizung ja weniger verbraucht.
     
  21. #20 dancatt, 04.01.2017
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    Nochmal auch eine Frage zur Möglichkeit 2:
    Die Heizung hat ja 2 getrennte Heizkreisläufe. An dem einen zur Mietwohnung hängt ja schon ein WMZ an der Fußbodenheizung dran. Würde es nun nicht auch reichen an den 2. Heizkreislauf einen WMZ anzubringen anstatt an jedem Heizkörper einen Heizkostenverteiler anzubringen?

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