Abrechnung Heizkosten 3-Familienhaus, selbst bewohnt

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von dare100em, 04.02.2013.

  1. #1 dare100em, 04.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 04.02.2013
    dare100em

    dare100em Neuer Benutzer

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    Hallo an Alle hier und schon mal Danke für jede Hilfe.

    Wir (ich und meine Frau) sind dabei ein Mehrfamilienhaus zu übernehmen. Der Notartermin wird in 1 - 2 Wochen sein, wir werden ab etwa Juni diesen Jahres dann Besitzer sein.

    BJ ist 1929, nach 1990 umfänglich saniert, Heizung + WW über Gas-Brennwertkessel (2008), ansonsten sind in 2 Wohnungen moderne freistehende Kamine vorhanden. Das Haus war ursprünglich ein 4-Familienhaus mit jeweils 2 WE pro Etage. In der oberen Etage sind die 2 Wohnungen jetzt zusammengelegt zu einer Wohnung mit etwa 110 m², dies wäre dann unsere Wohnung. Im EG sind 2 Einliegerwohungen a gut 50 m² vorhanden, von denen eine aktuell bewohnt ist.

    Jetzt zum Problem: Die zweite WE im EG soll ebenfalls vermietet werden. Dann bin ich aber gezwungen, eine Verbrauchsabrechnung für die Heizung zu erstellen. Wasser ist unkritisch, da Wohnungszähler (warm + kalt) vorhanden sind. Strom ebenfalls - wie üblich. Der aktuelle Besitzer ist gutsituiert und hat bis vor ~ 3 Jahren eine Firme (ista:49:) die Heizungszähler ablesen lassen. Das hat Ihn dann in 2010 deutlich über 300,- € (~ 350,- €) pro Jahr für die "Gerätemiete" + Ablesen gekostet.

    Nun sind wir noch jung und irgendwie sträubt es mich, bald rund 400,-€ für das Ablesen der Heizkörper auszugeben, soviel können wir gar nicht verheizen. Klar kann ich das teilweise auf die Mieter umlegen, aufgrund der Konstellation "schlucke" ich ja aber schonmal die Hälfte für meine eigene Wohnung. Abrechnung nach Wohnraum ist aber nicht mehr möglich wenn Alles vermietet ist, da dann 3 WE (inklusive unserer) vorhanden sind von denen 2 vermietet werden. Der Mietzins für die Wohnungen in unserer Region (Chemnitz / Sachsen) liegt pro Einheit zwischen 250-300 € ("Nettokaltmiete"). Damit wären quasi gut 1,5 Kaltmieten einer WE für das Ablesen + Gerätemieten "weg" - und das nur für die Heizung.

    Welche Alternativen gibt es jetzt:unsicher014:
    • Selbst ablesen mit Einzeltermostaten an jedem Heizkörper, die gibt es aber quasi kaum (offiziell) zu kaufen und wenn, dann ist es nicht "sauber", da keine Kupferorginalverschweißung usw. möglich. Zudem gegenüber Mieter etwas "befremdlich". Gibt es Firmen die "günstig" HKV's verkaufen oder vermieten und einmalig Eichen ohne "abzurechnen"? Ist so etwas zu empfehlen?
    • Lassen sich Wohnungsheizungszähler (WMZ) nachrüsten und was würde das (grob) kosten, bedeuten, nach sich ziehen? Dann sollte man ja selbst ablesen können? Geräte müssten nat. dennoch gekauft + "geeicht" werden.
    • Wäre es Rechtens (vorrübergehend) einfach nach m² die Heizkosten zu verteilen und dann den Mietern 15% Abschlag zwecks fehlender Einzelabrechnung auf die Heizkosten zu gewähren? Nachteil wäre hier, dass dies wahrscheinlich änlich teuer wird - aber vorr. immer noch billiger wie das Ablesen (trotz steuerlichem Absetzen). Gesamte Kosten Gas + Wasser fürs das Haus waren in 2011/2012 rund 4500,- € im Jahr.
    • Gibt es weitere Alternativen? Günstige Anbieter, Onlineabrechnung etc.? Z.B. "eddi24.de", "heizkosten-online.de" habe ich jetzt gefunden.

    Zu sagen ist noch, dass ich vor Arbeits-/Berechnungsaufwand nicht zurückschrecke, bin Ingenieur mit Schwerpunkt FEM/Simulation, daran sollte es nicht scheitern!

    Ich bin für jede Anmerkung dankbar, da die Vorstellung, tausende € nur für die Dienstleistung des "Ablesens" in einigen Jahren auszugeben mich nicht gerade froh stimmt.
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

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    Du kannst natürlich HKVs selber kaufen und selbst ablesen und abrechnen. Nur wird das nicht wirklich billiger. Hier spart man oft am falschen Ende. Denn nur ein kleiner Fehler kann selbst nach Jahren rückwirkend sehr teuer werden. Und da rede ich noch nichtmal von Anwalts- oder Gerichtskosten.

    Beim Auto ist auch die Versicherung vorgeschrieben und kostet nicht selten einige Hundert Euro. Und so ist es mit den Heizkosten auch. Messgeräte sind vorgeschrieben und das muss man bezahlen. Punkt.

    Hole Dir einige Angebote ein und nimm dann das günstigste. Ich denke die 300€ Marke solltest Du nicht nennensert überschreiten müssen.
     
  4. #3 Berny, 05.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.2013
    Berny

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    "Unser" @Heizer kann schon ahnen, was jetzt kommt...:brille002:
    Ich hatte vor zwei Jahren aus allen möglichen Quellen HK_Verteil-Provider 'rausgesucht und Angebote erbeten über Montage von 18 Funk-HKVs in 5 Wohnungen, 10-Jahres-Miete und jährliche Abrechnung.
    Die 15 Angebote beliefen sich zw. 206€ und 437€ Jahreskosten.
    Der günstigste, ein örtliches Unternehmen, erhielt den Zuschlag. Die Abrechnungen waren piccobello.
    Den Namen des teuersten Anbieters hat der Fragesteller bereits selbst genannt...:evil:
     
  5. #4 dare100em, 05.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.2013
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    Danke Euch schonmal für die Antworten.

    Mir ist schon bewußt, dass es üblich ist das von nem Dienstleister machen zu lassen. Bei uns ist eben auch die Gesamtkonstellation zwischen Mieteinnahmen (2 kleine Wohnungen im "Osten") und den Kosten für das Ablesen nicht gerade vorteilhaft. Hätte ich 4 Wohnungen in ner deutschen Durchschnittslage a 400-500 € Nettokaltmiete wäre das Alles halb so wild:unsicher024: Klar dann würde das sanierte Mehrfamilienhaus mit 1200 m² Grundstück auch das doppelte Kosten.

    Ich werde mir jetzt auf alle Fälle verschiedene Angebote - möglicht auch von lokalen Anbietern - einholen. Ich bräuchte ja nur rund 15 HKV's in 3 Wohnungen, vieleicht komm ich da in Richtung ~250 €.

    Wie läuft es den bei der Abrechnung ab? Ich habe hier immer wieder gelesen das oft 70% über "Verbrauch" (HKV's) und 30% über "Wohnraum" abgerechnet werden. Das ist mir nicht ganz klar. Wenn ich HKV's oder WMZ habe kann ich doch die reinen Heizkosten komplett über den Verbrauch rechnen, oder? Klar die Fixkosten für Heizungswartung etc. kann man auf m² umlegen oder auch auf den Verbrauch?
     
  6. #5 Berny, 05.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.2013
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    dare100em:

    "Bei uns ist eben auch die Gesamtkonstellation zwischen Mieteinnahmen (2 kleine Wohnungen im "Osten") und den Kosten für das Ablesen nicht gerade vorteilhaft."
    - Das kann man nicht vergleichen (ich sehe, Du hast noch grossen Informationsbedarf:smile031:). In meinem MFH betragen die Providerkosten derzeit ziemlich genau 10% der Gesamtheizkosten. Dafür habe ich Komfort und Rechtssicherheit.

    "Ich werde mir jetzt auf alle Fälle verschiedene Angebote - möglicht auch von lokalen Anbietern - einholen. Ich bräuchte ja nur rund 15 HKV's in 3 Wohnungen,"
    - Nicht "rund", sondern genaue Anzahl angeben bei der Angebotsanforderung. Die Preise und sonstige Details der Angebote kannste prima in eine Excel-Tabelle einpflegen. Ist sehr hilfreich.

    "Wie läuft es den bei der Abrechnung ab? Ich habe hier immer wieder gelesen das oft 70% über "Verbrauch" (HKV's) und 30% über "Wohnraum" abgerechnet werden. Das ist mir nicht ganz klar."
    - Muss Dir auch nicht ganz klar sein, der Provider macht das automatisch richtig.

    "Wenn ich HKV's oder WMZ habe kann ich doch die reinen Heizkosten komplett über den Verbrauch rechnen, oder?"
    - Njet, sondern, wenn Du Dir noch mehr Gedanken machen willst, einmal hier nachlesen: Heizkostenverordnung - Gesetze und Verordnungen erläutert bei Techem
     
  7. #6 dare100em, 05.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.2013
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    @ Berny

    Ja, Informationsbedarf ist definitiv vorhanden, da hast Du vollkommen recht. Ist eben alles Neuland für mich. Durch die Tatsache, dass das Objekt eben nicht nur durch uns und/oder Familie bewohnt wird, ergeben sich eine Menge Konsequenzen.

    Ich bin aber jemand, der schon den Anspruch bzw. inneren Drang hat, die Dinge weitgehend zu verstehen, zumindest in der Theorie:unsicher002: Die Heizkostenverordnung muss ich mir wohl auf jeden Fall mal durcharbeiten.

    Unabhängig davon möchte ich natürlich - im Rahmen der Möglichkeiten - möglichst sinnvoll und fair abrechnen.

    Die genaue Anzahl der HKV's muss mir natürlich bekannt sein, dass ist klar. Wie gesagt steht der Notartermin noch bevor und ich muss daher die exakte Anzahl der HK vor Ort noch einmal ermitteln. Bisher war das noch kein Schwerpunkt, es sind aber definitiv zwischen 15 und 23:unsicher016:

    Der jetzige Besitzer hat meines Wissens nach alle Wartunsg- und Servicekosten über die Wohnfläche abgerechnet, die variablen Heizkosten (d.h. Gasverbrauch) jedoch verbrauchspezifisch ermitteln lassen. Hier wäre es in meinen Augen sinnvoll, 100% der variablen Kosten über den Verbrauch abzurechnen (der Brennstoffkosten), während der "fixe Anteil", d.h. Wartung + Verbrauchsermittlung nach m² verteilt wird. Werde mir auch meine aktuelle Nebenkostenabrechnung (Mietwohnung) mal zu Gemüte führen. Was mir eben unlogisch erscheint ist den Brennstoffverbrauch zu 30% nach den m² umzulegen:152:

    Danke für die Antworten.

    Ergänzung: Hab mir jetzt die Heizkostenverordnung teilweise angesehen. Demnach sind also mind. 50%, max. 70% der variablen Kosten ("Brennstoffkosten") verbrauchsspezifisch zu verteilen, der Rest nach Fläche. Ist mir zwar nicht wirklich verständlich, warum diese Kosten nicht zu 100% nach Verbrauch abgerechnet werden können, wenn entsprechende Messtechnik vorliegt und genutzt wird, aber gut, so haben alle was davon wenn einer ordentlich durchheizt. Wahrscheinlich soll das unterschiedliche externe Faktoren (Wohnung im EG, "Zwischenwohnung", Innen- vs. Aussenwohnung, Dachgeschoss), auf die die Mieter keinen Einfluss haben und die die Heizkosten beeinflussen, "abfedern"...
     
  8. #7 Berny, 05.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.2013
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    "Die Heizkostenverordnung muss ich mir wohl auf jeden Fall mal durcharbeiten."
    - Richtig, besonders von § 7 der erste fett geschriebene Satz. Damit ist Deine Ergänzung "beantwortet", es bleibt bei 30/70.

    "Unabhängig davon möchte ich natürlich - im Rahmen der Möglichkeiten - möglichst sinnvoll und fair abrechnen."
    - Du musst es.

    "Die genaue Anzahl der HKV's muss mir natürlich bekannt sein, dass ist klar."
    - Genauer: Die Anzahl der HK muss Dir bei Angebotsanforderung bekannt sein. Die erforderliche Menge HKVs muss der Provider ermitteln, denn es könnte ja auch der Fall sein, dass er an einen überlangen HK zwei HKVs montieren wird. Du solltest funkende HKVs nehmen, die werden von ausserhalb abgelesen.

    "Wie gesagt steht der Notartermin noch bevor und ich muss daher die exakte Anzahl der HK vor Ort noch einmal ermitteln."
    - Korrekt.

    "Der jetzige Besitzer hat meines Wissens nach alle Wartunsg- und Servicekosten über die Wohnfläche abgerechnet, die variablen Heizkosten (d.h. Gasverbrauch) jedoch verbrauchspezifisch ermitteln lassen. Hier wäre es in meinen Augen sinnvoll, 100% der variablen Kosten über den Verbrauch abzurechnen (der Brennstoffkosten), während der "fixe Anteil", d.h. Wartung + Verbrauchsermittlung nach m² verteilt wird."
    - Das ist 1. zu kompliziert und 2. rechtswidrig. Du siehst das vieeel zu kompliziert.

    "Werde mir auch meine aktuelle Nebenkostenabrechnung (Mietwohnung) mal zu Gemüte führen. Was mir eben unlogisch erscheint ist den Brennstoffverbrauch zu 30% nach den m² umzulegen"
    - Zurecht, das wäre rechtswidrig.
     
  9. #8 dare100em, 06.02.2013
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    @ Berny

    Wenn ich den §7 der Heizkostenverordnung richtig interpretiere sind demnach mind. 50%, max. 70% der gesamten Kosten für Betrieb, Nutzung & Wartung der Heizungsanlage (also "fixe" Wartungs-, Ablese- usw. -Kosten und "variable" Brennstoffkosten) nach Verbrauch der einzelnen Nutzer (Mieter) zu verteilen. Demnach wird der Brennstoffverbrauch doch zu 100% nach Verbaruch verteilt.

    Überlange Heizkörper sind meines Wissens nach nicht vorhanden. Ich habe ja zusätzlich den Vorteil, dass die HKV's der ex-Ablesefirma (is...) noch an den HK vorhanden sind, dass waren aber keine "fukenden" HKV's, sondern "klassische" HKV's. Ich werde für das Angebot sowohl die Anzahl der HK, als auch die jetzige (IST-) Anzahl der alten HKV's in die Angebotsanfrage aufnehmen. Dann lass ich mir 5 und 10 Jahre Ablesen + Wartung etc. anbieten.

    Wir planen perspektivisch umfangreiche Umbauten, u.a. DG-Ausbau, Anbau von Balkonen etc. usw. In dem Zusammenhang soll auch eine Wärmepumpe kommen, ist in unserer Region definitiv möglich, diesbezüglich habe ich mich schon informiert. Das Alles würde ich aber gern "in einem Aufwasch" machen, und das kostet natürlich Unmegen. Daher müssen wir warten, bis wir dies umsetzen können. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es 10 Jahre werde oder vieleicht auch nur 7, daher würde ich lieber einen Vertrag über 5 Jahre machen, mal sehen wieviel das ausmacht.

    Danke, bin mir jetzt klarer und werde vom "Selbstablesen" Abstand nehmen. Ich habe auch schon rund 10 verschiedene Anbieter - die Masse in der Region - ermittelt, die die Dienstleistung abieten.
     
  10. #9 Tobias F, 06.02.2013
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    FALSCH. Die Brennstoffkosten gehören zu den Kosten des Betriebs der Heizungsanlage.
    Also:
    1. Gas/Öl-Kosten
    2. Wartungskosten
    3. Schornsteinfeger
    4. Ablesekosten

    Alle diese Kosten zusammen ergeben die Summe die nach der HKV, gem. Verbrauch und Grundfläche, umzulegen sind.
     
  11. #10 dare100em, 06.02.2013
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    Demnach wir also in der Heizkostenverordnung gar nicht nach fixen (Wartung Heizung, Gerätemiete für Verbrauchsermittlung etc.) und variablen (Brennstoffkosten) Kosten unterschieden und einfach mind. 50%, max. 70% der gesamten aufsummierten Kosten nach Verbrauch verteilt, der Rest nach (Grund-)Fläche oder Nutzvolumen?
     
  12. #11 Tobias F, 06.02.2013
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    § 7 Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme
    (1) Von den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage sind mindestens 50 vom Hundert, höchstens
    70 vom Hundert nach dem erfassten Wärmeverbrauch der Nutzer zu verteilen.

    (2) Zu den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage gehören die Kosten
    der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstromes, die Kosten der Bedienung,
    Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit
    einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, die Kosten
    der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der
    Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer
    Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung,
    Aufteilung und Verbrauchsanalyse. Die Verbrauchsanalyse sollte insbesondere die Entwicklung der Kosten für die
    Heizwärme- und Warmwasserversorgung der vergangenen drei Jahre wiedergeben.


    Hier steht eigentlich alles ganz deutlich.
     
  13. #12 dare100em, 06.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2013
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    @ Tobias F

    Danke. Demnach wie ich (zuletzt) gesagt habe, es wird Alles in einen Topf geworfen und dann zu mind. 50%, max 70% über den Verbrauch verteilt, Rest über Wohnfläche oder "Wohnvolumen". Keinerlei Unterscheidung der "Betriebskosten" nach Kostenart.

    Im Grund völlig unlogisch und auch willlkürlich (50-70% ?) ohne Unterscheidung zwischen fixen und variablen Anteilen. Typische Beamtentat. Whatever so will es das Gesetz - zumindest zur Zeit:verrueckt009: Also Danke nochmal für die Hilfe an Alle Heizer/Berny/Tobias.
     
  14. #13 Berny, 06.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2013
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    @dare100em:

    Es kann doch nicht soo schwer sein, dies zu begreifen!:sauer016:
    Wie bereits mehrfach gesagt: Alle Kosten der Heizung (ausser Reparaturen) werden zu 30% auf die anteiligen Wohnungsmietflächen, 70% auf die Wohnungen verteilt. Punkt. Aus. Die Providerfirma macht das automatisch so, Du brauchst sie mit Details nicht zu nerven.
    - Entschuldigung!
    Wenn Du eine Verkehrsampel vor Dir hast, musst Du auch nicht über deren Sinnigkeit nachdenken, sondern... sie einfach beachten.
     
  15. #14 dare100em, 06.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2013
    dare100em

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    @ Berny

    Sorry, aber das habe ich doch in den letzten beiden Post bereits geschrieben: Alles in einen Topf, min. 50%, max. 70% über Verbrauch, Rest nach Wohnfläche oder Volumen aufteilen.

    Logisch und schlüssig ist das allerdings nicht und wahrscheinlich in 10 Jahren auch schon wieder komplett anders. Kein Unternehmen würde so rechnen und nicht nach Kostenarten und insbesondere variabel/nicht variabel unterscheiden. Aber ich hab schon verstanden:hut015:

    Was ich dann allerdings überhaupt nicht verstehe, ist was das abrechnende Unternehmen dann leistet. Das ist ja einfacher wie die Buchhaltung eines Kiosk. Alle Kosten aufsummieren, Ergebnis z. B. 0,7 x Verbrauch Einheit x/ Gesamtverbrauch "Wärme", 0,3 x m² Wohneinheit x/ m² gesamte Wohnfläche = "Heizkosten" Einheit x:verrueckt009: Sorry, aber das ist ne 5 min Exeltabelle. Von daher hät ich gern so ne (Abrechnungs-)Bude. Aber ist ja ein "freies" Land, man kann ja so ne Bude aufmachen wenn man mag.

    Beispiel:
    • Gesamte Kosten der Heizungsanlage inkl. Brennstoff, Wartung, Feger, Geräte usw. = 1000 € in einem Jahr
    • Einheit A hat Verbrauch 20 von 100, Einheit B 30 von 100, Einheit C 50 von 100
    • Einheit A hat Wohnfläche 40 m² von 150 m², Einheit B 40 m² von 150 m², Einheit C 70 m² von 150 m²

    Ergebnis bei 70% Verteilung über "Verbrauch":
    • Einheit A 1000 € x 0,7 x (20/100) + 1000 € x 0,3 x (40/150) --> 220 €
    • Einheit B 1000 € x 0,7 x (30/100) + 1000 € x 0,3 x (40/150) --> 290 €
    • Einheit C 1000 € x 0,7 x (50/100) + 1000 € x 0,3 x (70/150) --> 490 €
    • Summe = 1000 €

    Warum muss/sollte das ne Firma machen und warum gibt es da nicht einfache Geräte zu Verbrauchsermittlung im freien Handel und jeder kann die Abrechnung für sein Haus selbst erstellen? Weil sie die Geräte warten/"eichen"??? Damit die Geräte nicht manipuliert werden. Dann müsste man auch die Wasserzähler nicht selbst auslesen lassen bzw. druch kryptische "Eichungen" eine nicht vorhandene Komplexität vorheucheln. Das ist doch pure Abzocke am Vermieter und (indirekt) an den Mietern.

    Typisch heutzutage, ja nix mehr selber machen, Alles an "Externe" rausgeben. Und der Gesetzgeber hilft auch noch mit, wie mit den tollen "Energieberatern". Die o.g. Rechnung kann man mit Papier und Bleistift erstellen.

    Zumindest hab ich in diesem Punkt jetzt den Durchblick und bin umso mehr verärgert, für diese Nichtleistung eine Firma zu engagieren die ihre 0815 Geräte auf die HK plomben und dann gut verdienen. Wie auch immer, ihr habt mir sehr geholfen, dafür vielen Dank nochmal!

    PS: Ne Verkehrsampel bedeutet keine (direkten) "Zwangskosten" für bestimmte Personengruppen (Vermieter und/oder Mieter die in in nicht außschließlich selbst genutztem Eigentum ab 3 WE wohnen), sondern gehört zur "allgemeinen Infrastruktur".
     
  16. Berny

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    Nirgendwo steht geschrieben, dass das eine Firma machen muss. Kannste auch selbst machen, wenn Du Dir das ganze Equipment (Hardware und Software) anschaffst.
    Es steht nur geschrieben, dass gem. HKVO abzurechnen ist.
     
  17. #16 dare100em, 06.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 06.02.2013
    dare100em

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    @ Berny

    Ich werde mir die Geräte mal separat anbieten lassen ohne Abrechnung zum Kauf oder zur Miete. Ich habe allerdings den Verdacht das ich da nicht wesentlich spare, aber ein Versuch ist es Wert.

    Danke nochmals, zumindest in dem Punkt bin ich jetzt fitter wie (vermutet) viele Vermieter, die das seit Jahren eine Firma x machen lassen und sonst was für Algorithmen hinter dieser Dreisatzrechnung der "abrechnenden" Firmen vermuten:verrueckt009:
     
  18. #17 Tobias F, 06.02.2013
    Tobias F

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    Ich verstehe wirklich nicht worüber Du dich aufregst.
    Zum einen gibt es kein Gesetz das Dich zwingt die Heizkostenabrechnung durch ein Unternehmen machen lassen, und zweitens gibt es auch kein Gesetzt das Dich zwingt immer alles zu verstehen.
    Ich verstehe auch nicht warum man auf einen geraden, leeren Autobahn, bei trockenem Asphalt nicht Tempo x sondern nur Tempo y fahren darf. Und man kann sich natürlich darüber aufregen, man kann auch schneller fahren.
    Wenn man dabei dann erwischt wird ............ - muss man nicht jammern.

    Und wenn Du deinen Mietern falsche, weil nicht gesetzlich konforme, Abrechnungen erstellt spielt Du genau so mit dem Risiko erwischt zu werden.

    Hier wurde Dir mehr als deutlich, ausführlich und verständlich erklärt wie die Rechtslage ist. Das kannst Du akzeptieren und dich daran halten oder auch nicht.
    Aber hör auf mit dem Gejammer - "ich versteh das aber nicht ......warum ist das so.......ich würde das ganz anders machen ......"
     
  19. #18 dare100em, 06.02.2013
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    @ Tobias F

    Ja, ich hör jetzt auf. Danke für die Hilfe, falsch machen kann man bei dieser Dreisatzrechnung nach Heizkostenverordnung aber in meinen Augen nicht viel ("Rechtsssicherheit"). Denn dann müsste man konsequenterweise alle Nebenkosten - egal wie einfach die Rechnung ist - durch extrene Dienstleister machen lassen. Das "Problem" liegt eher darin, die entsprechenden Geräte + "Eichung" als Privatmann zu "fairen" Preisen zu bekommen. Daran wird es scheitern denn dann würden sich ja die Firmen selbst ins Fleisch schneiden. Ich mag es eben nicht bei solchen Dingen, wo es nicht der Sicherheit dient (TÜV ist auch Abzocke aber hier gibt es eben Sicherheitsaspekte die man nachvollziehen kann), bevormundet zu werden. Aber Ihr habt schon recht, ich muss entspannter rangehen... Ist eben so.

    PS: (Kann ich mir nicht verkneifen - sorry) Autobahn ist auch ärgerlich, kostet mich aber wenigstens nichts:sauer016:
     
  20. #19 Tobias F, 06.02.2013
    Tobias F

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    Ach nein? Meinst Du nur die ANDERN würden durch div. Steuern und Abgaben für den Bau und die Unterhaltung der Autobahnen zahlen? ;-)))
     
  21. Heizer

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    Natürlich darf man das selbst machen. HKVs gibt es z.B auch bei ebay. Sogar mit professioneller Montage und Heizkörperaufnahme. An Hand der dann übergebenen Daten ist eine Selbstabrechnung möglich, wenn man sich damit auskennt. Wenn nicht dann lieber Finger weg. Wie schnell hat man hier eine Rückzahlungsforderung und Anwaltskosten in vierstelliger Höhe am Hals. Gerade mit den Heizkosten ist nicht zu spaßen. Die sind in den letzten Jahren stark angestiegen und werden weiter steigen. Die KHVO bietet ne Menge stolperfallen in die ein unerfahrender Vermieter garantiert hineintritt.
     
Thema: Abrechnung Heizkosten 3-Familienhaus, selbst bewohnt
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