Abrechnung Müllgebühren

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von tigerente08, 08.06.2016.

  1. #1 tigerente08, 08.06.2016
    tigerente08

    tigerente08 Gast

    Hallo zusammen,

    ich habe eine kurze Frage, und zwar lebt meine Mutter in einem 8- Familienhaus welches komplett mit dem nebenstehenden 8-Familienhaus abgerechnet wird.
    Es war bis Mitte letzenden Jahres so, dass die 16 Einheiten große Mülltonnen für alle hatten, da dies aber in den letzten Jahren nicht mehr wirklich funktionierte, bekam nun jede Einheit ihre eigene Mülltonne.
    Jetzt zur eigentlichen Frage: Kann hier weiterhin nach Wohnfläche abgerechnet werden?
    Meine Mutter lebt mir ihrem Partner zusammen und hier ist es so, wie vielleicht in vielen Städten, dass von 20 L Restmüll bei Trennung ausgegangen wird, so dass die beiden eine 80l-Tonne mit 14 tägiger Leerung haben.
    Dies heisst, dass die Gebühren hier auf jeden Fall geringer ausfallen.
    Darf er weiter so abrechnen oder muss er nun nach Gefäß abrechnen?
    Hoffe es ist verständlich?
    Danke und Gruß
    Nadine
     
  2. AdMan

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  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Also in der aktuellen NK-Abrechnung für das Jahr 2015 der Umstellung, ist das wohl die einfachste Rechenmöglichkeit.

    Hat man deiner Mutter denn mitgeteilt, dass auch zukünftig, bei eigener Mülltonne nach qm abgerechnet wird?
    Wenn man schon so eine Aktion macht und jeder Wohnung nun eine eigene Tonne statt gemeinschaftlicher bestellt, kann ich mir nicht vorstellen, dass dann zukünftig auch nach qm abgerechnet wird ???
     
  4. Andres

    Andres
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    Die entscheidende Frage ist wie so oft: Was steht im Mietvertrag? Ist kein besonderer Umlageschlüssel vereinbart und wurde deshalb in der Vergangenheit nach Wohnfläche abgerechnet, muss jetzt nach "Verursachung" (also pro Gefäß) abgerechnet werden. War die Abrechnung nach Wohnfläche ausdrücklich vereinbart, darf dieser Maßstab beibehalten werden. Der Vermieter dürfte aber auch auf eine direkte Zuordnung ausweichen, wenn er das vor Beginn eines Abrechnungszeitraums angekündigt hat.

    Nachzulesen ist das in § 556a BGB. Man beachte insbesondere, dass Abs. 3 eine Abweichung zum Nachteil des Mieters nur in den Fällen des Abs. 2 für unwirksam erklärt.
     
  5. #4 anitari, 09.06.2016
    anitari

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    Jede Wohneinheit (Wohnung) oder jedes Haus?

    Wenn jede Wohnung wäre zu prüfen was für den Mieter vorteilhafter wäre.

    Hat der Mieter eine "personifizierte" Tonne auf die nur er allein "Zugriff" hat und auch allein entscheiden kann wann und wie oft sie geleert wird, könnte das am Ende günstiger für ihn sein. Mit Betonung auf könnte. Das kommt ja auch auf die Gebühren an.

    Die muß nicht ausdrücklich vereinbart werden. Die gilt automatisch wenn eine Umlage nach Verbrauch oder Verursachung nicht möglich ist.
     
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  6. Andres

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    Ich habe nichts anderes behauptet.
     
  7. #6 anitari, 09.06.2016
    anitari

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    Meiner Meinung nach ja.

    Ist aber jetzt egal/geklärt.
     
  8. #7 Papabär, 09.06.2016
    Papabär

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    Die Umlage nach Fläche KÖNNTE aber vereinbart sein - und dann dürfte der Vermieter weiterhin nach Fläche abrechnen (auch wenn die Umstellung dann keinen augenscheinlichen Sinn gemacht hätte).
     
  9. Pitty

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    Wie ist es den Mietern mitgeteilt worden? Mülltonne X mit Nr. Xxx gehört Ihnen?

    Kann Sie beim Entsorger sich dann nicht eine Mülltonne mit 60 Liter geben lassen? Könnte wohl die kleinste Einhait sein.

    Wer stellt die Tonne raus? Jeder Mieter selbst?

    In Brandenburg zahlst Du nur jede Leerung. Da kommen sie auch regelmäßig vorbei. Je nachdem welche Tonne vorne steht, da wird die Leerung bezahlt.
     
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  10. Duncan

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    zuzüglich die immer mehr steigende Grundgebühr, der Anteil für die Leerung sinkt dadurch sogar. Gleiches Spiel wie beim Wasser umso weniger die Leistung in Anspruch genommen wird umso teurer wird es. Je nach Landkreis und verbandeltem Entsorgungsunternehmen ist die Wahl der Mülltonnengrößen zum Teil stark eingeschränkt. Bei mir: 120l (60kg), 240l (120kg), 1100l (450kg). Mit 60l Tonne wird es also z.B. nichts.

    Also Blick in Mietvertrag, was ist vereinbart. Blick in die Abrechnungsmodalitäten des Entsorgers, was ist sinnvoll zu vereinbaren. Wie verhält sich das eine zum anderen und wie lässt es sich angleichen. Im Idealfall kann man die Entsorgerrechnung bei der NK-Abrechnung gleich mit durchreichen...
     
  11. #10 anitari, 10.06.2016
    anitari

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    Stimmt so, jedenfalls in LOS, nicht. Hier gibt es eine monatliche Grundgebühr von 2,10 € pro meldepflichtiger Person und 4 "Pflichtleerungen" pro Jahr. Anders gesagt 4 Leerungen werden pauschal berechnet auch wenn keine oder weniger erfolgt. So jedenfalls bei Grundstücken mit ganz "normalen" Tonnen.

    Wird nicht überall angeboten. Bei mir ist 120 l das kleinste.
     
  12. #11 Papabär, 10.06.2016
    Papabär

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    Ich glaube Pitty meinte Brandenburg a. d. Havel
     
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  13. #12 anitari, 10.06.2016
    anitari

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    Das hatte ich nicht bedacht.

    Aber da sieht man mal wieder wie unterschiedlich das in den Bundesländern, Landkreisen oder Städten von den Entsorgern gehandhabt wird.

    Auch preislich gibt es extreme Unterscheide. In meinem LK zahlt 1personenhaushalt mit eigener Restmülltonne Minimum knapp 38 €, Maximum knapp 66 € jährlich. Ein 1personenhaushalt in oder um Köln dagegen 200 - 250 €. Soviel wie ich für mein ganzes Objekt, 3 Wohneinheiten mit meistens 5 Personen, zahle.
     
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