Abrechnung Warmwasser ohne Zähler

Diskutiere Abrechnung Warmwasser ohne Zähler im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, wir haben kürzlich ein 2-Familienhaus BJ2000 gekauft. Das EG und UG werden wir selbst nutzen, die DG-Wohnung möchten wir...

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Hallo zusammen,

wir haben kürzlich ein 2-Familienhaus BJ2000 gekauft. Das EG und UG werden wir selbst nutzen, die DG-Wohnung möchten wir vermieten (ca. ab Herbst).
Der Strom im Haus ist bereits durch 2 Zähler getrennt, Wasser und Heizung hingegen nicht.
Heute war diesbezüglich ein Heizungsinstallateur da der es sich mal angeschaut hat.
Für Kaltwasser und Heizungen ist es mit durchschnittlichem Aufwand möglich, Zähler nachzurüsten (ca. 2000-3000€).
Probleme gibt es beim Warmwasser.
So wie ich es verstanden habe können wir zwar messen, wieviel Kaltwasser in den Boiler läuft. Allerdings läuft nur eine Warmwasserleitung vom Boiler weg (steht auf dem Dachboden) und verschwindet im Boden. In den Wohnungen gibt es keine Warmwasserzähler, wir können den Einzel-Verbrauch somit nicht feststellen. Da wir nicht wissen, wo und wie die Leitungen in den Wänden aufgesplittet werden, ist eine nachträgliche Installation laut Installateur nicht möglich.


Unsere Idee ist es jetzt mit dem ursprünglichen Heizungsinstallateur Kontakt aufzunehmen. Die Firma gibt es noch..aber es ist halt 20 Jahre her..ob der noch weiß wo in der Wand die Leitungen aufgeteilt werden um dann Zähler zu installieren...das wäre aber wohl die einzigst saubere Lösung
Welche Alternative haben wir? Aufschlüsselung nach Personen? Wohnfläche?
Ich möchte das gerne alles bereits im Mietvertrag regeln und die zukünftigen Mieter auch auf die Umstände hinweisen.

Danke für eure Tips!
Viele Grüße
 
Andres

Andres

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Unsere Idee ist es jetzt mit dem ursprünglichen Heizungsinstallateur Kontakt aufzunehmen. Die Firma gibt es noch..aber es ist halt 20 Jahre her..ob der noch weiß wo in der Wand die Leitungen aufgeteilt werden um dann Zähler zu installieren...das wäre aber wohl die einzigst saubere Lösung
Es ist praktisch immer möglich, den Verbrauch an oder nahe der Entnahmestellen zu erfassen. Es sind dann eben mehr Zähler notwendig, was auf Dauer die Kosten treibt. Auch für die erste Installation kommen evtl. höhere Kosten auf euch zu. An Eckventilen ist meist relativ leicht ein Zähler installiert, an Unterputzarmaturen (Dusche ...) ist das gerne mal ein ziemlicher Aufwand.

Aufschlüsselung nach Personen?
Nur über meine Leiche. Ich habe keine Lust, den Blockwart für meine Mieter zu spielen und nachzuschnüffeln, welche Freunde, Partner, Kinder aus fünfzehnter Ehe und weitere Personen nur zu Besuch sind oder dort wohnen und wann ggf. der eine Zustand in den anderen übergegangen ist.

Solange in dem Haus nur zwei Wohnungen vorhanden sind und eine vom Vermieter bewohnt wird, halte ich das für die beste Lösung. Dieser Umlageschlüssel muss vertraglich vereinbart werden, andernfalls gilt zwingend die Abrechnung nach Heizkostenverordnung und die erfordert Warmwasserzähler.

Für Kaltwasser und Heizungen ist es mit durchschnittlichem Aufwand möglich, Zähler nachzurüsten (ca. 2000-3000€).
Hier sollte man bedenken: Selbst wenn es für Warmwasser mit dem gleichen Aufwand möglich wäre, Zähler zu installieren, bleiben diese Kosten bei dir hängen. Die Frage ist also, ob der Mieter nun wirklich täglich ein heißes Vollbad nimmt, nur weil er mit dem Anteil der Wohnfläche statt zu 70 % der Gesamtkosten mit seinem tatsächlichen Verbrauch belastet wird. Selbst wenn es überhaupt einen Mehrverbrauch geben sollte, müsste der ja immer noch die Kosten der Verbrauchserfassung (Zählermiete in deiner eigenen Wohnung) und die erstmaligen Installationskosten übersteigen, damit sich für dich die Erfassung wirtschaftlich lohnt. Man darf Zweifel haben, ob das so passt ...

Mit der gleichen Argumentation würde ich übrigens auch auf eine Erfassung der Heizkosten verzichten. Die Ausstattung mit Kaltwasserzählern ist eigentlich baurechtlich vorgeschrieben (wobei das je nach Bundesland und ggf. Baujahr anders sein mag), aber im Prinzip würde dort das gleiche gelten: Solange man keinen total durchgeknallten Mieter hat, werden die Kosten eines möglichen Mehrverbrauchs eher selten die Kosten der Verbrauchserfassung übersteigen. Und wenn man einen total durchgeknallten Mieter hat, bleibt im Zweifamilienhaus mit Selbstnutzung ja immer noch die Möglichkeit der erleichterten Kündigung. Man muss eben im Blick behalten, wie sich der Verbrauch entwickelt.
 
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