Abrechnung Wasser und Gas

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Okto, 21.03.2010.

  1. Okto

    Okto Benutzer

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    Ich habe schon seit ein paar Wochen im Internet gesucht und gesucht, doch bisher nichts zu meinem Thema gefunden.

    Folgender Sachverhalt.

    Eine WEG mit drei Einheiten.

    Alle Eigentümer senden Zählerstände Gas und Wasser für 2009 dem Verwalter zu.
    Dieser Prüft die Daten und vergleicht diese mit den Abrechnungen für der Gas und Wasserversorger.

    Der Verwalter stellt fest, dass die von den Eigentümer überreichten Zählerstände nicht mit dem tatsächlichen Verbrauch laut Abrechnung der Versorger übereinstimmen.

    Intern glaubt der Verwalter das hier die Zähler eventuell Manipuliert worden sind.

    Wie muss und soll der Verwalter sich nun in solch einer Situation verhalten?

    Danke für Eure Unterstützung.
    _________________
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 21.03.2010
    lostcontrol

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    das ist ziemlich normal, denn:
    die zählerstände der hauptuhren werden von den versorgern eigentlich nie wirklich pünktlich zum 31.12. abgelesen. bei uns hier kommen die irgendwann zwischen mitte oktober und mitte februar vorbei zum ablesen - entsprechend stimmt der verbrauch nie mit der summe der einzelverbräuche überein.
    wir lesen deshalb immer nochmal zusätzlich so pünktlich wie möglich zum 31.12. die hauptuhren ab, damit wir wenigstens einen groben vergleich haben.
    dass die mieter nicht immer pünktlich ablesen dürfte auch verständlich sein - man kann sie wohl kaum zwingen an silvester immer zuhause zu sein.

    erschwerend kommt hinzu, dass die hauptuhren zwar von den entsprechenden versorgern regelmässig entsprechend der eichzeiten ausgetauscht werden, dies aber in den einzelnen wohnungen nicht unbedingt regelmässig gemacht wird (obwohls natürlich pflicht wäre...).

    messfehler muss man natürlich auch bei frisch geeichten uhren einkalkulieren - gerade die zwischenzähler haben da 'ne erstaunlich hohe abweichungstoleranz, die aber noch im "legalen" bereich liegt.

    beim wasser kommt dann natürlich noch hinzu, dass es ja in den meisten häusern nicht nur in den wohnungen wasseranschlüsse gibt sondern meist auch noch allgemeinwasser, z.b. für den garten, in der garage, im keller (waschmaschinen) usw.

    das lässt sich ja nun vergleichsweise einfach prüfen.

    erstmal schauen was in den abrechnungen über den ablesezeitpunkt drin steht - vermutlich ist das thema damit schon geklärt.
    und vielleicht künftig dafür sorgen dass wenigstens die hauptuhren pünktlich zum 31.12. vom hausmeister etc. nochmal abgelesen werden.
     
  4. Okto

    Okto Benutzer

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    Hi Lostcontrol,

    die Hauptzähleruhren und die Zähler in den wohnungenb wurden von den Eigentümer zum 31.12 abgelesen.
    Nun rechnet der Verwalter die Zählerstände die sich in den Wohnungen befinden vom gesamtverbrauch des Hauses ab und stellt wie o. beschrieben fest, das hier Abweichungen beim Gasverbrauch von über 20.000 kwh bestehen.

    Also 2000 oder auch 3000 kwh würde ich ja noch nachvollziehen können, aber wenn ich den Gesamtverbrauch an Gas für das gesamte Haus zähle und den Verbrauch der Wohnnungen dagegen halte, sind es wie gesagt über 20.000 kwh die die Eigentümer"angeblich nicht verbraucht haben wollen.

    Das es immer mal differenzen von ein paar kwh oder cbm gibt, ist normal, aber soviel?

    Da kann doch was nicht stimmen. Oder täusche ich mich?
     
  5. #4 lostcontrol, 21.03.2010
    lostcontrol

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    20.000 kwh????? wow. neee, das würd ich auch nimmer mit messfehlern (höchstens noch mit ablesefehlern) erklären.

    zeigen eure gaszähler tatsächlich kwh an? meiner nämlich nicht. meiner zeigt kubik.
    sprich: könnte es sein dass hier vielleicht jemand mit kubik und kilowattstunden durcheinandergekommen ist?
    je nach gas kann man grob sagen, dass 1 kubik gas etwa 10 kwh entspricht (genaue angaben übers gas bitte beim versorger anfragen bzw. auf dessen website nachlesen - fällt sehr unterschiedlich aus).
    aber selbst dann fände ich die differenz nicht grad niedrig ehrlich gesagt.

    hm - ein leck hätte man gerochen (die setzen ja dem gas extra was zu damit es stinkt), ich würde da mal tatsächlich die zähler überprüfen lassen. alle natürlich.
     
  6. #5 Kitzblitz, 21.03.2010
    Kitzblitz

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    Der Sachverhalt lässt sich vom Verwalter doch recht einfach überprüfen.

    Einfach mal zum Anwesen fahren und den Haupt-, sowie alle Unterzählerstände für den neuen Zählzeitraum erfassen. Daraus ergibt sich aus der Summe der Unterzählerstandsdifferenzen und der Hauptzählerstandsdifferenz der Gangunterschied der Messwerte. Liegt kein nennenswerter Unterschied vor - sollte der Verwalter über Ablesefehler (kann auch schon bei der vorletzten Ablesung gewesen sein) oder Manipulationen nachdenken - nicht eher.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Da wird mal wieder ohne Kenntnis der Sachlage über Dinge spekuliert, die so nicht vorkommen können.

    Richtig ist zweifellos, dass Gaszähler nicht kWh sondern m² anzeigen. Das ist aber, falls überhaupt, erst viel später relevant. Im übrigen stellt der Versorger den Gasverbrauch nicht in m³ sondern in kWh in Rechnung.

    Erste Frage muss sein, wie ein Gasverbrauch einzelner Wohnungen ermittelt werden konnte. Nur wenn diese Frage vernünftig zu beantworten ist, muss man weiter nachdenken. Ansonsten existiert das Problem schlicht und einfach nicht.

    Falls es Etagenheizungen oder Gaseinzelöfen gibt, gibt es regelmäßig auch einen Gaszähler pro Wohnung und jeder Nutzer erhält seine Rechung für den Gasverbrauch vom Versorger. In diesem Fall gibt es allerdings keinen Zähler für den Gesamtverbrauch und es kann damit auch keine Differenz zwischen der Summer der Wohnungszähler und dem Hauptzähler geben.

    Alternativ gibt es einen Hauptzähler, über den eine Zentralheizung versorgt wird. Dann wird es aber keinen Gasverbrauch der einzelnen Wohnungen geben, der gegen den am Hauptzähler ermittelten Verbrauch gerechnet werden könnte.

    Jetzt fange ich auch mal an zu spekulieren: weil zufällig die Einheit angezeigt wird, die sich auch auf den Rechnungen des Gasversorgers wiederfindet, wurden die Wärmemengenzähler der Wohnungen addiert und es wurde - welche eine Überraschung - die Differenz festgestellt.

    Der Sachverhalt wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so sein können wie es hier dargestellt wurde. Etwas nachdenken dürfte die Problemlösung deutlich erleichtern.
     
  8. #7 lostcontrol, 21.03.2010
    lostcontrol

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    du meinst doch sicher KUBIKmeter RMHV und nicht QUADRATmeter, oder?
    (nur um auch mal kluggeschissen zu haben.)

    das muss nicht so sein RMHV.
    wir haben in einem unserer häuser sowohl einen hauptgaszähler als auch gaszähler für die einzelnen wohnungen (gasetagenheizungen).
    sowas kommt meist dann zustande, wenn früher eine gas-zentralheizung vorhanden war und später gasetagenheizungen eingebaut wurden. da wird der hauptzähler auch nicht immer automatisch entfernt.

    und es gibt da noch 'ne menge anderer möglichkeiten, z.b. gaszentralheizung + gasdurchlauferhitzer in den wohnungen fürs warmwasser (und umgekehrt), es gibt also keinesfalls nur die zwei möglichkeiten die du dargestellt hast.

    ich selbst habe einige jahre mit gas-zentralheizung aber gas-durchlauferhitzer fürs warmwasser + gas zum kochen gelebt und weiss dass diese variante durchaus auch nicht allzu selten ist...
     
  9. #8 Michael_62, 21.03.2010
    Michael_62

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    Touché Madam!
    Ein kluges Tor. :top
     
  10. Okto

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    Hallo RMHV,

    der Verbrauch wird in den Wohnungen über einen sehr neuartigen Zähler abgelesen.
    Zum einen kann man die Verbrauchte m3 sich anzeigen lassen und zum anderen auch den kwh Verbrauch.

    Richtig ist auch das der Versorger nach kwh abrechnet. Ferner gibt es eine Zentralheizanlage für das gesamnte Gebäude.

    Wie oben schon beschrieben, wurden alle Zähler zum 31.12 abgelesen und den Verbrauch der Wohnungen ermittelt.

    Wenn man nun die Verbrauchten kwh von der Abrechnung des Versorgers abzieht, bleibt wie oben schon beschrieben, ein erheblcher Verbrauch übrig, der aber den Wohnungen als solches, bedingt durch die Ablesung der Wärmezähler, nicht zu zuordnen ist.

    Inzwischen hat man festgestellt, dass die Heizanlage auf Dauerbetrieb stand und vielleicht hier die Lösung des Problems liegt.

    Ist es den wirklich möglich das dadurch ein so hoher Verbrauch erzeugt werden kann?
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Genau da liegt das Problem. Man kann nun mal nicht einfach Äpfel von Birnen abziehen.

    Die Verbrauchsmengen der einzelnen Wohnungen ergeben nur einen Umlageschlüssel. Zwischen der verbrauchten Gas- oder Energiemenge der Zentralheizung und der Summe der Wohnungsverbräuche liegen erst mal der Wirkungsgrad der Zentralheizung und dann noch die Leitungsverluste im Rohrsystem. Diese Differenzen sind im Grundsatz unvermeidbar.
     
  12. Okto

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    Danke, jetzt verstehe ich auch was du meinst.
     
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