Abrechnung Wasserverbrauch

Diskutiere Abrechnung Wasserverbrauch im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, meine Eltern besitzen ein Haus (Bj. ca 1976). In dem Haus befinden sich drei Wohnungen, 1. Stockwerk meine Eltern, zweites Stockwerk mit 2...

  1. ag1

    ag1 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    meine Eltern besitzen ein Haus (Bj. ca 1976). In dem Haus befinden sich drei Wohnungen, 1. Stockwerk meine Eltern, zweites Stockwerk mit 2 Wohnungen (einmal meine Wohnung, einmal vermietet). Als die Mieterin (Bekannte meiner Mutter) vor Jahren einzog wurde eine feste Miete vereinbart. Im Laufe der Zeit hat sich das Verhältnis nicht gerade verbessert.
    Am schlimmsten ist, daß die Mieterin extrem viel warmes Wasser braucht bzw. verschwendet (sie wäscht sogar ihre Wäsche damit). Der Warmwasserspeicher ist immer sehr schnell leer. Mit ihr vernünftig zu reden bringt nix. Da aber die Energie- und Wasserkosten steigen, soll da nun was passieren. Problem: Der Installateur hat damals zwar die Kaltwasserleitungen in jede Wohnung getrennt verlegt, die Warmwasserleitungen aber nicht. Nur in meine Wohnung verläuft eine extra Warmwasserleitung, da diese erst nachträglich ausgebaut wurde und der Installateur (nicht identisch zum Installateur beim Bau) dabei neue Leitungen verlegt hat.
    Um die Wohnung meiner Eltern und die vermietete Wohnung warmwassertechnisch aufzuteilen, müsste man alle aufstemmen, was natürlich zu aufwändig und teuer wäre.

    In den beiden Wohungen wären folgende Wasserstellen nachzurüsten:
    - Küche (je ein Anschluß mit Kalt- und Warmwasser)
    - Toilette (je ein Spülkasten und je ein Anschluß mit Kalt- und Warmwasser)
    - Bad (Badewanne, Dusche, je zwei Waschbecken mit Kalt- und Warmwasser, Waschmaschine)

    Meine Wohnung wäre wie gesagt mit einem Zähler in der Zuleitung nachrüstbar.
    Deshalb ein paar Fragen: Darf man überhaupt in diesem Fall auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung umstellen? Wenn ja, kann man im bezahlbaren Rahmen, (Warm-)wasserzähler nachrüsten?


    Ich würde mich über Antworten und Tipps freuen.


    Grüße
    ag1
     
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  3. Andres

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    Das heißt was? Kalte und/oder warme Betriebskosten sind inkludiert?


    Ja, § 556a BGB.


    Das muss man beim Warmwasser sogar, wenn die Kosten dafür nicht unverhältnismäßig hoch sind. Wie man das kostengünstig anstellt, ist eine Frage für den Handwerker. Ich kann mir schwer vorstellen, dass wirklich für jede einzelne Entnahmestelle ein eigener Zähler erforderlich ist. Für benachbarte Waschbecken oder Dusche/Badewanne muss das eigentlich schon kombinierbar sein.


    Mal vielleicht blöde Frage: Welche Vorteile hat es, die Wäsche kalt zu waschen?
     
    anitari gefällt das.
  4. Berny

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    Hallo ag1,

    "... Mieterin (Bekannte meiner Mutter) ... Im Laufe der Zeit hat sich das Verhältnis nicht gerade verbessert."
    - Und was lehrt uns das...?

    "Am schlimmsten ist, daß ..."
    Dazu müsste man den Mietvertrag kennen...
    Welche Art von Heizung hat das Haus?
     
  5. #4 PHinske, 20.11.2016
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    Andres,
    so, wie es die Mieterin macht, spart sie sicherlich einiges an eigenen Stromkosten, denn gerade das Aufheizen des kalten Wassers in der Maschine frisst ganz viel Energie.

    Es geht ja nicht um Waschen mit kaltem Wasser. Den Gedanken hast du durch deine Frage alleine aufgebracht.

    MfG PHinske
     
  6. #5 immobiliensammler, 20.11.2016
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    Richtig, das kenne ich noch aus der Zeit, als die Amis bei uns stationiert waren und es in etlichen Haushalten US-Waschmaschinen gab, die hatten überhaupt keinen Heizstab sondern - wie in den USA zumindest damals üblich - sowohl einen Heiß- als auch einen Kaltwasseranschluss.

    Ich hatte dann mal einen Ingenieur nach dem Sinn gefragt und die Antwort erhalten, dass sei sehr wohl sinnvoll, nur bei uns eben unüblich. Dieser dachte damals, dass man - auf die USA gerechnet - sicherlich einige Kraftwerke einsparen könne. Das zentral erzeugte Warmwasser komme wesentlich billiger als in jeder Waschmaschine mit einem Heizstab elektrisch aufzuheizen.
     
  7. ag1

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    Hallo,

    schon mal danke für eure Antworten.

    @Andres
    - In der Miete alles (Kalt- und Warmwasser, Heizung, etc.) inkludiert. Strom ist aber extra.

    - Wie meinst du die Frage "...Wäsche kalt zu waschen"?
    Die Mieterin hat aktuell keine Waschmaschine und wäscht mit dem warmen Wasser ihre Wäsche.

    @Berny
    - "...und was sagt uns das?"
    Genau das hab ich meinen Eltern auch schon gesagt...

    - "Welche Art von Heizung hat das Haus?"
    Eine Zentral-Ölheizung


    Grüße
    ag1
     
  8. Berny

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    Also Handwäsche - würde ich dann wohl auch machen.
     
  9. #8 BHShuber, 21.11.2016
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    Hallo,

    das kann man drehen und wenden wir man möchte, es bleibt wohl nur die Kosten in die Hand zu nehmen und Zuleitung und Zähler zu verbauen und auf verbrauchsabhängig umzustellen oder den Mieter irgendwie los zu werden, was freilich nur schwer möglich sein wird.

    Gruß
    BHShuber
     
  10. #9 Newbie15, 21.11.2016
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    Selbst wenn man den Mieter loswerden könnte, bleibt beim nächsten Mieter wieder das Problem, dass man in einem 3-Familienhaus nach Verbrauch abrechnen muss. Deshalb muss hier ohnehin das Geld in die Hand genommen werden, da man hier keine der Ausnahmen von der Heizkostenverordnung anwenden kann.
     
  11. #10 BHShuber, 21.11.2016
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    Hallo,

    natürlich, das Problem bleibt bestehen, doch sehe ich es einfacher, wenn die Wohnung nicht bewohnt ist als sich erst mit dem Mieter weiter rumzuärgern.

    Davon abgesehen besteht derzeit kein Grund, bzw. Begründung den Mieter loszuwerden. Vielleicht reichen dem Mieter irgendwann die Umbauarbeiten und er streicht die Segel selber, das wäre wohl die wünschenswerteste Lösung

    Gruß
    BHShuber
     
  12. Andres

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    Wie schon geschrieben, ist das für Warmwasser und Heizung grundsätzlich nicht zulässig, falls keine besonderen Umstände vorliegen. Kurios: Obwohl der laufende Modus eher zum Vorteil der Mieterin sein dürfte, würde ihr aufgrund der fehlerhaften Abrechnung trotzdem z.B. ein pauschales Kürzungsrecht zustehen.

    Das Problem ist hausgemacht und müsste früher oder später ohnehin irgendwie angegangen werden.


    Nach deiner Meinung ist das Verschwendung. Nach meiner Meinung ist es die freie Entscheidung des Mieters - und noch dazu beim aktuellen "Abrechnungsmodus" mehr als verständlich. Ich kann doch nicht erst einen Teil der Betriebskosten pauschalieren und mich dann beschweren, dass der Mieter Kosten in genau diesen Teil verlagert, wenn er die Wahl hat.


    Deswegen sehe ich es wie BHShuber und Newbie15: Die Zähler müssen her, mindestens für das Warmwasser und die Heizung. Alles andere fliegt euch früher oder später noch viel effektvoller um die Ohren, als es die jetzige Situation tut.
     
  13. Alex_B

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    Ich möchte eine Anmerkung zum Thema: Warmwasserspeicher schnell leer machen:

    Wenn der Speicher für das Haus relativ klein ist und (mittlerweile) schnell leer ist, besteht der Verdacht, dass der Speicher (extrem) verkalkt ist und so nicht mehr seine volle Leistung bringt.
    Wenn die Heizung noch Ok ist, lohnt sich ein entkalken immer. Der Wirkungsgrad der Heizung wird erhöht und der Speicher heizt schneller auf und bringt mehr Leistung.
     
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