Abrechnung WMZ + HKV

Diskutiere Abrechnung WMZ + HKV im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, Unsere Situation ist ein MFH mit 11 WEH. Davon haben 2 Wohnungen Fußbodenheizung und 9 Wohnungen Heizkörper. Die beiden...

  1. shs82

    shs82 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Unsere Situation ist ein MFH mit 11 WEH. Davon haben 2 Wohnungen Fußbodenheizung und 9 Wohnungen Heizkörper. Die beiden Nutzergruppen werden mit der gleichen Heizkreis versorgt. Das Haus wird mittels Fernwärme geheizt.

    Momentan wird die Heizkostenabrechnung ausschließlich nach der Wohnfläche erstellt. Die Eigentümer wünschen sich eine Abrechnung nach Verbrauch, und haben dafür folgende Lösung vorgeschlagen:

    -- Eine Wärmemengenzähler am Heizkessel erfasst den Gesamtverbrauch des Hauses
    -- Zwei weitere WMZ erfassen den Verbrauch in den beiden Wohnungen mit FBH
    -- Die Differenz wird anhand der Heizkostenverteiler in den restlichen WEH entsprechend verteilt

    Die Abrechnungsfirma lehnt dieses Vorschlag ab, und bestehen auf den Einbau einer weiteren Heizkreis, sodass die Vorerfassung und Verteilung der Gesamtkosten auf die einzelnen Nutzergruppen erfolgen kann. Bis dahin gilt: Abrechnung nach Wohnfläche.

    Die vorgeschlagene Lösung ist wohl nicht rechtsbeständig, allerdings sind alle Eigentümer mit dieser Lösung einverstanden. Hat die Firma recht, dass eine solche Abrechnung gar nicht erstellt werden kann - auch wenn sie von allen Eigentümern gewünscht ist?

    Im voraus vielen Dank für Euren Diskussionsbeitrag!
     
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  3. #2 immobiliensammler, 11.03.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Was unzulässig ist, die HeizkostenVO ist zwingend anzuwenden!

    M.E. ist dieses Vorgehen der Abrechnungsfirma richtig!

    Meiner Meinung nach kann eine Abrechnungsfirma auch nach Kubikmeter umbauten Raum, Gradzahl zu Weihnachten oder nach was auch immer abrechnen, muss dann halt nur darauf hinweisen, dass diese Abrechnung nicht der HeizkostenVO entspricht. Wäre ich die Abrechnungsfirma würde ich das Geld mitnehmen und mich nur entsprechend absichern.

    Evtl. hilft ja der Wechsel zu einer anderen (bevorzugt kleinen, lokalen) Abrechnungsfirma.

    Wohnen im Objekt nur Eigentümer selbst? Sobald Einheiten vermietet sind kann jeder Mieter die Einhaltung der HeizkostenVO erzwingen, das nur als Diskussionsgrundlage, um die Eigentümer zu einer rechtskonformen Abrechnung zu bewegen (was ich als Verwalter versuchen würde).
     
  4. #3 Fremdling, 11.03.2019
    Fremdling

    Fremdling Erfahrener Benutzer

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    @shs82,

    kenne auch eine WEG, bei der die Heizungsanlage so gestaltet ist wie Eure. Eine gemäß HKVO eigentlich erforderliche Nachrüstung des Rohr- und Zählersystems ist in keinem vertretbaren Umfang darstellbar, wenn das Immobil nicht gleich abgerissen und komplett neu bestückt werden soll. ;)


    @immobiliensammler,

    der immer wieder aufkommende Frust mit den "großen" Abrechnungsdienstleistern hat in unserem Fall eine Anfrage bei kleineren regionalen Anbietern ausgelöst. Diese haben jedoch sogleich abgewinkt, als der Umstand bekannt wurde, dass die erforderliche Ausrüstung (getrennte Vorerfassung der beiden Gruppen Fußbodenheizung und Wandheizkörper) technisch nicht realisiert werden kann. Der im Objekt bereits installierte "Große" sah es wie Du: Geld mitnehmen, egal ob HKVO erfüllt wird; er hat sich nicht einmal um eine "Freizeichnung" für Folgen des Verstoßes gekümmert.

    Oft gesehene Praxis auch hier: Die selbstnutzenden Eigentümer sowie die Mieter der vermieteten Wohnungen erfahren In der Regel von diesem "Missstand" nichts, denn alle wollen ja "nur wohnen". Der Beirat kennt auch keine praktikable Lösung und nimmt es hin. Im übrigen hilft zur Beruhigung m.E. unnötig erhitzter Gemüter, die u.a. auch in diesem Forum wohnen, eine Modellrechnung, um welchen €-Schaden es hier für den einzelnen Nutzer geht. In obigem Fall teilen sich neun Nutzer die Kosten des Wärmeverlustes und "subventionieren" die beiden Nutzer mit Fußbodenheizung. Falls die beiden nun auch noch sympathische Exemplare der Gattung Mensch sind...

    Ansonsten teile ich Deine Ausführungen!
     
  5. jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    HeizkostenV: § 5 Ausstattung zur Verbrauchserfassung
    "(2) Wird der Verbrauch der von einer Anlage im Sinne des § 1 Absatz 1 versorgten Nutzer nicht mit gleichen Ausstattungen erfasst, so sind zunächst durch Vorerfassung vom Gesamtverbrauch die Anteile der Gruppen von Nutzern zu erfassen, deren Verbrauch mit gleichen Ausstattungen erfasst wird."

    Muss man das wirklich so lesen, dass in dem geschilderten Fall des TE die Anteile der beiden Gruppen mit unterschiedlichen Ausstattungen nicht doch per einfacher Differenz-Berechnung zu ermitteln sind?

    Es hätte ja dort 3 Grössen:
    - gelieferteFernwärme (meinetwegen in kWh), sagen wir mit Kosten von EUR 12'000 [dazu die Kosten lt. § 7 (2)],
    - insgesamt in den Heizkreis gesteckte Energie
    (WMZ am Heizkreis, misst für alle Heizungen inkl. Fussbodenheizung), sagen wir 940 Joule,
    - aus dem Heizkreis entnommen Energie für Fussbodenheizung (per WMZ), sagen wir 2 x 60 Joule.

    Verteilung auf HKV Nutzer: (940 -60 -60 ) / 940 = 87,23 % der Kosten.
    HKV-Nutzer zusammen EUR 10'467,60. Weitere Verteilung per HKV.

    Verteilung auf Fussbodenheizung: je 60 / 940 = 6,38 % der Kosten. Je EUR 765,60.

    [Ist eine vereinfachte Rechnung 100% nach Verbrauch; kann man natürlich nach HeizkostenV mit nur bis zu 70% nach Verbrauch machen, siehe § 7 (1) ].

    Jedenfalls, ist das keine "Vorerfassung" des Anteils, nur weil man den Anteil durch Subtraktion zweier Messwerte erhält ?

    Genauso passiert es gemäss HeizkostenV § 9 ansonsten ohnehin bei der Verteilung der Anteile für Heizung und Warmwasser:
    "Der Anteil der zentralen Anlage zur Versorgung mit Wärme ergibt sich aus dem gesamten Verbrauch nach Abzug des Verbrauchs der zentralen Warmwasserversorgungsanlage".

    Es wird also hier auch nur Subtrahiert und es hat keine quasi 'Plausibilitäts'-Kontrolle durch direkte Messung beider Anteile.

    Bez. Subventionieren von Wärmeverlusten allein durch die HKV-Nutzer-Gruppe: Da müsste ja erstmal gezeigt werden welcher der Verluste, entweder zwischen
    (I) WMZ an der Heizung bis zur Abzweigung/WMZ an die/der Fussbodenheizung oder
    (II) Verluste ab Abzweig/WMZ hinführend zur/der Fussbodenheizung
    tatsächlich grösser ist. Je nach Ausführung der Rohrwege / Position der WMZ kann es mal die eine oder die andere Nutzer-Gruppe sein. Wenn die Rohre gut gedämmt sind - eher vernachlässigbar?
     
  6. Andres

    Andres
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    M.E. schon. Nun ist noch der Wirkungsgrad bis zu dem Punkt, an dem die WMZ der beiden Wohnungen sitzen, zu schätzen und dann darf per Differenz ermittelt werden. Genau so macht man das ja auch, wenn man z.B. mit Gas heizt. Hier entsteht lediglich die Besonderheit, dass man ohne zentrale WW-Bereitung noch nicht einmal die Gesamtwärme ermitteln müsste, da die über den Wärmetauscher am Fernwärmeanschluss ja ohnehin vorhanden ist.


    Hier schließe ich mich @Fremdling an: Dieses Vorgehen wird unwirtschaftlich sein, also muss man das nicht machen. Ich sehe auch nicht wirklich, wie man damit das Gesamtproblem lösen will. Klar, jetzt kann man einen WMZ am FBH-Heizkreis, einen WMZ am anderen Heizkreis und noch zwei WMZ an den einzelnen FBH-Wohnungen anbringen, aber solange man nicht der Vermieter dieser WMZ ist, hat das eigentlich keinen Nutzen.
     
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