Abrechnung zentrale Heizkosten / Wasserversorgung

Diskutiere Abrechnung zentrale Heizkosten / Wasserversorgung im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hi, ich habe eigentlich nur noch ein Problem beim Vertrag, was ich nicht so verstehe. Von den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage...

  1. stando

    stando Neuer Benutzer

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    Hi,
    ich habe eigentlich nur noch ein Problem beim Vertrag, was ich nicht so verstehe.


    Man darf hier Minimum 50 und Maximum 70% eintragen.

    Wie läuft das nun in etwa ab, bei einem Zwei-Partaien-Haus, wenn eine Wohnung davon vermietet ist.


    Nehmen wir an, Gesamtkosten für GAS 2000 Euro, davon 200 Euro Grundgebühr.
    Laut dem Zähler hat der Mieter etwa 1/2 von den Gesamtkosten verbraucht. (Bei diesem Fall würde es evtl. passen)


    Was passiert zum Beispiel beim Wasser. Nehmen wir an, dass Gesamtkosten 1000 Euro für das ganze Haus ist und 100 Euro Grundgebühr. Mieter hat anteilig laut Zähler nur 1/4 verbraucht vom Gesamtvolumen.
    Wie würde ich es nun nach der Klausel von oben verteilen, wenn ich da 50% eingetragen habe. (Beide Wohnungen sind von Nutzfläche gleich identisch)


    Grüße
     
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  3. #2 Michael_62, 30.03.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Das langsame und aufmerksame Lesen des Satzes führt zur Antwort der Frage.

    Von den Kosten ..... sind ....

    heisst, dass die Kosten zunächst alle zusammenzuzählen sind.

    Daraus ergibt sich eine Summe S.

    Aus dieser werden nach den Prozenten zwei Summen T und U gebildet nach der Formel:
    T= S* X1%, U=S*X2%, wobei x1%+X2% sinnigerweise 100% ergeben sollte.

    Das entspricht dem Satzteil der Aufteilung nach Verbrauch und Fläche.

    Wenn nun Q1 und Q2 die Quadratmeter und V1 und V2 die Verbräuche sind dann wird sich der zu zahlende Betrag des Mieters (1) und Vermieters (2) wie folgt berechnen:

    Mieter zahlt: T * V1 / (V1+V2) + U * Q1 / (Q1+Q2)
    Vermieter zahlt: T * V2 / (V1+V2) + U * Q2 / (Q1+Q2)

    Das wird dann die Umlage des Ergebnisses auf die einzelnen Abrechnungsteilnehmer sein.
    :wink
     
  4. stando

    stando Neuer Benutzer

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    hi Michael,
    vielen Dank, ich versuche mal daraus ein Beispiel zu machen:

    Gesamtverbrauch im Haus für GAS (Gasverbrauch Grundgebühr) = 1000%

    Mieter hat 20% verbraucht
    Vermieter hat 80% verbraucht

    Wohnflächen sind beide mit 50qm gleich.

    Nun kommt die Teilung, wieviel Prozent nach verbrauch und wieviel nach Wohnfläche verrechnet wird. Hier nehmen wir 50%.

    T=1000 EUR * 50% = 500 EUR
    U=1000 EUR * 50% = 500 EUR

    Für beide Formel T * V1 / (V1+V2) + U * Q1 / (Q1+Q2) und T * V2 / (V1+V2) + U * Q2 / (Q1+Q2) ergibt sich folgendes, wobei V1 und V2 ja immer 100 ergeben müssen:


    Mieter zahlt: 500* 20/(100) + 500 * 50/(100) = 350 EUR
    Vermieter zahlt: 500 * 80/100 + 500 * 50/100 = 650 EUR


    Wenn man das sich so anschaut, ist das schon relativ fies ne :-)
    (Besser wäre es eigentlich den eigentlichen Gasverbrauch 100% genau abzurechnen und die Grundgebühr nach Wohnfläche zu verteilen. Das wäre meiner Meinung nach das fairste)

    Grüße
     
  5. #4 Michael_62, 02.04.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Das Substantiv von fair hat weder im Recht noch im Mietrecht etwas zu suchen sondern in moralischen Diskussionen oder Lebenshilfeforen.
    Das Substantiv fies ist hier sowohl sachlich als auch philosophisch völlig fehl am Platz.
    Tausche die Verbräuche von Mieter und Vermieter. Ist der Vermieter dann immer noch fies?
    Der Vermieter hält sich nur an Recht und Gesetz. Insoweit könnte nur der Souverän fies sein. Dies ist er aber mit Sicherheit, denn er erlaubt sich solchen Unsinn wie Steuern zu erheben...

    Wenn du das ändern möchtest, steht es dir frei politische Mehrheiten dafür zu organisieren.

    Ob das Mietrecht dadurch "fair" wird und nicht mehr "fies" wage ich zu bezweifeln.
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Besser wäre es eigentlich, wenn man nicht zufällige Konstellationen zum Maßstab für Fairness machen, sondern sich einfach an die gesetzlichen Regelungen halten würde. In dem Rahmen, den die Heizkostenverordnung bietet (30-50% Grundkostenanteil), mag man dann gerne über Fairness nachdenken. Der Ausgangspunkt der Kosteverteilung sind aber die Gesamtkosten.

    Wenn man schon über Fairness nachdenkt, sollte man auch den gesamten Sachverhalt in die Bewertung einbeziehen. Grundgebühren sind nur ein Aspekt. Ein weiterer Aspekt sind Bereitstellungskosten.
    Der Einfachheit halber gehen wir zur Verdeutlichung von 2 Nutzern aus, von denen einer heizt und der andere nicht. Ist es denn fair, die gesamten Bereitstellungskosten demjenigen zu belasten, der heizt? Das ist es gewiss nicht, denn der andere will selbstverständlich eine funktionierende Heizung verfügbar haben und verlangt auch, dass seine Wohnung auf Wunsch umgehend warm wird.
    Die Grundkosten decken also weit mehr ab als nur die Grundgebühr.
     
  7. stando

    stando Neuer Benutzer

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    Hi,
    vielen Dank euch beiden. Ihr habt sicherlich recht. Mir als Vermieter macht das eh nichts aus.
    Legt ihr bei den Heizungskosten auch den Schornsteinfeger rein oder nimmt ihr das lieber als pauschale bzw. nicht verbrauchsabhängige Betriebskosten rein?

    Viele Grüße
     
Thema: Abrechnung zentrale Heizkosten / Wasserversorgung
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