Abrechnungsspitze

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Insolvenzprofi, 26.07.2007.

  1. #1 Insolvenzprofi, 26.07.2007
    Insolvenzprofi

    Insolvenzprofi Erfahrener Benutzer

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    Hi Leute habe hier ein gewaltiges Problem mit der sog. Abrechnungsspitze:

    Folgender Fall

    Wohnung aus der VErsteigerung erworben im Juni
    gegen die Abrechnung im Juli gestimmt

    Abrechnungsspitze von 500 EUR wird uns zugesandt?

    wer muss Sie nun nach eurer Auffassung zahlen?

    2 Anwälte haben mir 2 verschieden versionen erzählt... wie so oft....der eine sagt ich muss zahlen, der andere sagt, ich erwerbe lastenfreies eigentum, ich muss sie nicht zahlen....


    danke für eure antworten
     
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  3. Heizer

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    Die Abrechnung hat nix mit dem Kaufpreis zu tun. Daher hat das auch nix mit Altlasten o.ä zu tun. Außer es wurde im Vertrag so vereinbart.

    Hier geht es sicherlich um die Betriebskosten. Diese sind zu zahlen ab Wohnungsübernahme bzw. Auflassung. Alles was davor an Betriebskosten angefallen ist, hat der alte Eigentümer zu tragen.

    Hier hat der Verwalter zum Eigentümerwechseldatum eine Zwischanabrechnung zu erstellen.
     
  4. #3 Kölsch, 27.07.2007
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    Das der Verwalter eine Zwischenabrechnung zu erstellen hat bezweifele ich aber ganz stark :? maßgebend für den Verwalter ist der Eigentümer am 31.12. eines jeden Jahres :vertrag

    Gruß Kölsch

    PS geh mal davon aus wenn du eine Wohnung erteigerst, dass der Voreigentümer nix ausser Schulden hat. Du bist der Rechtsnachfolger :gehtnicht also musst du erst einmal zahlen
     
  5. #4 Martens, 27.07.2007
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    moin zusammen,

    kurz gesagt: alles falsch! :)

    Entscheidend für die Tragung der Abrechnungsspitze ist, wer zum Zeitpunkt der Genehmigung(!) der Abrechnung Eigentümer ist.

    Bei Erwerb im Zwangsversteigerungsverfahren ist der Erwerber nach Zuschlag Eigentümer und trägt ab da alle Lasten und Nutzen, somit auch die Abrechnungsspitze.

    Bei Erwerb über Kaufvertrag trägt der eingetragene Eigentümer die Lasten im Verhältnis zu den Miteigentümern, im Innenverhältnis zwischen Erwerber und Veräußerer kann es anders lautende Regelungen geben, dies betrifft aber die WEG und die WEG-Abrechnung nicht.

    Zeitanteilige Abrechnungen gibt es in einer WEG nicht.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  6. Beluga

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    Gegen die Abrechnungsspitze hat der Erwerber sicherlich nicht. Aber wohl gegen die Nachzahlung. Da muß er aber jedenfalls erst mal für den Verkäufer
    ausgleichen. Oder in diesem Fall geht die Forderung z. Lasten der WEG ?

    Und wenn der Verwalter so lieb ist und die 2 Abrechnungen für Verkäufer und Käufer macht, wer soll dagegen haben ?

    i
     
  7. #6 Martens, 27.07.2007
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    ach Beluga,

    was soll denn das?!

    Die Abrechnungsspitze ist die Differenz zwischen dem tatsächlichen Abrechnungsbetrag und der vereinbarten Vorauszahlung nach Wirtschaftsplan.

    Wenn die Kosten höher waren, als der Wirtschaftsplan, dann entspricht die Abrechnungsspitze einer Nachzahlung. Peng. Fertig.

    Ein Verwalter hat nicht lieb und nett zu sein, er hat die Regeln und Gesetze anzuwenden, die hier maßgeblich sind.

    Die Wohnung ist zwangsversteigert worden, der vorherige Eigentümer ist also pleite. Nun hat die Gemeinschaft gegen den Erwerber einen Zahlungsanspruch i.H. der Abrechnungsspitze.

    Wenn der Verwalter jedoch "irgendwie" anders abrechnet, so daß der Erwerber weniger zahlen muß, verschenkt er Gelder der Gemeinschaft und geht in die Haftung.
    Sollte ein Verwalter so blöde sein?
    Eigentlich nicht!

    Außerdem geht es hier doch um die Abrechnung 2006, da kann man gar nichts teilen, der Eigentumsübergang war erst 2007...

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  8. Heizer

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    Ein Verwalter hat sich aber auch an die Betriebs- und Heizkostenverordnung zu halten. Und dort ist eindeutig geregelt wie bei Nutzerwechsel abzurechnen ist.

    Und nichts anderes ist ein Eigentumsübergang durch Zwangsversteigerung.

    Anders sieht es aus wenn die Wohnung vermietet ist und der Alteigentümer die Nebenkostenvorauszahlung nicht an die WEG weitergeleitet hat. Dann sind das Schulden die der Neueigentümer mit erworben hat.

    Jedenfalls ist das so meine Sicht der Dinge.
     
  9. #8 Martens, 27.07.2007
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    moin Heizer,

    nochmal ganz ruhig: es geht um die Abrechnung 2006 - welche auch sonst - und da war das ganze Jahr kein Eigentümerwechsel, da erst im Juni 2007 ersteigert wurde.

    Auch wenn ich eine geteilte Heizkostenabrechnung erstelle, bekommt der Eigentümer, der zum Zeitpunkt der Abrechnungsgenehmigung "dran" ist, beide Abrechnungen als Teil der Gesamtabrechnung.

    Die WEG hat nur Forderungen gegen den grundbuchlichen Eigentümer, sonst nix.
    Aus dieser Logik ergibt sich dann der Rest.

    Mit der Betriebskostenverordnung hat das Ganze nun überhaupt nichts zu tun, hier geht es um die Verpflichtungen eines Eigentümers gegenüber der Gemeinschaft.
    Und von einem Nutzerwechsel ist im übrigen auch nirgends die Rede...

    schönes Wochenende allerseits,
    Christian Martens
     
  10. Beluga

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    Wenn Voreigentümer Hausgeldrückstand hatte, landet diese durch Eigentümerwechsel als Abrechnungsspitze an den neuen Eigentümer.

    Wobei dem neuen Eigentümer darf der Hausgeldrückstand des Voreigentümers nicht aufgebürdet werden. Oder gilt diese Regelung nicht mehr ?
     
  11. #10 Kölsch, 27.07.2007
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    Da es sich um eine (Zwangs) Versteigerung handelt bleibt die WEG wohl auf den Kosten sitzen. Sie kann wohl beim Insolvenzverwalter Ansprüche anmelden aber geh mal davon aus das da nix zu holen ist.


    Bei einer Versteigerung nicht, bei einem normalen Verkauf regelt dies der KV
     
  12. #11 Martens, 27.07.2007
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    Nein, das ist nicht die Abrechnungsspitze, ich habe oben geschrieben, was darunter zu verstehen ist.

    Weiterhin bleiben die Rückstände des Voreigentümers bestehen, der Ersteigerer haftet nicht für die Rückstände, die WEG kann sie ihm nicht überbürden.

    Es gibt Teilungserklärungen, in denen das anders geregelt ist, ich habe hier so eine. Ob das der Sache dienlich ist, wage ich zu bezweifeln. Es wird eher dazu führen, daß die Wohnung nicht verkäuflich ist und bleibt.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  13. #12 Insolvenzprofi, 07.08.2007
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    Hey Martens, danke, hast recht, ich habe nun mal gegoogelt und einen Rechtspfleger beim Amtsgericht gefragt, der ist genau deiner auffassung, ich mache das nun mal... danke nochmals und ein netten tag nochGruß
    IP
     
  14. #13 dimager, 20.08.2007
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    Martens hat mit sämtlichen Ausführungen Recht!
     
Thema: Abrechnungsspitze
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