Abrechnungszeiträume

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Moritz, 04.10.2007.

  1. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Hallo allerseits,
    der neue Verwalter hat den bis dahin einheitlichen Abtechungszeitraum einseitig dahingehend verändert, dass er die Periode für die Betriebskosten beibehält aber einmalig 18 Monate Heizkosten errechnet. Das hat außerdem zur Folge, dass er die Abrechnung nicht 3 bis 6 Monaten nach Fälligkeit erstellen kann sondern erst nach 6 bis 9 Monaten. Damit laufe ich ständig Gefahr aus den Fristen zu laufen. (Die Rechtsprechung bez. Weiterberechnung ohne bestätigter Gültigkeit in ETV
    ist auch nicht einheitlich?)
    Er meint auch es sei nicht sein Problem, wenn ich in meinen Abrechnungen jeweils beide HK-Abrechnungen berücksichtigen müsste? Sind meine Zweifel berechtigt?
    was tun?
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ja sind sie.

    Denn der Abrechnungszeitraum darf nur 12 Monate betragen. Bis zu 13 Monate werden toleriert. Aber 18 Monate ganz sicher nicht.

    Wenn er den Abrechnungsstichtag ändern will, muss er eine verkürzte Abrechnungsperiode einschieben. Also beispielsweise 12 Monate und dann 6 Monate oder andersrum. Oder zweimal 9 Monate.
     
  4. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Hallo Heizer,
    zunächst herzlichen Dank für die Rückmeldung.

    Die Lage wird dadurch natürlich immer verzwickter - bzw. sehe ich noch keine Lösung, die allen gerecht wird (Eigentümer, Miteigentümer, unser Mieter, Verwalter)

    Es ist denke ich klar, dass der Verwalter für den erforderliche Stichtag keine Ablesewerte hat - wie hätter er richtigerweise die Kosten für die Periode ermittlen müssen?

    Für den Mieter ist (hilfsweise) eine Abrechnung erstellt worden, dabei habe ich mittels Gradzahltage von 18 auf 12 Monate verteilt - erscheint gerecht aber auch Recht? Abrechnung ungültig?
    Der Mieter hat nur pauschal widersprochen und hat vor ca. 2 Jahren dazu Stellungnahme angekündigt - kam aber nie.

    Das ganze hat nunmehr vor zwei Jahren begonnen, der Verwalter stellt sich stur und Gesamtabrechnungen fehlen sowieso für diese Jahre.

    Was ist der goldene Weg? (Bei dem ich so wenig wie möglich draufzahle)?

    Ach so - Um da mal weiterzukommen hab ich mir jetzt mal ne Rechtsberatung angedeihen lassen. Und die sagt, der Verwalter muss gesetzlich für das Kalenderjahr

    editierter Nachtrag: "für das Kalenderjahr und vom 01.01. bis 31.12"

    abrechnen. Jetzt dreht sich mir aber der Kopf, weil der Beck 7.Auflage 2004 Seite 35 das zwar im ersten Absatz (Kalenderjahr) bestätigt aber auch sich selbst widerspricht und gem. BayOLG-Urteil eine Abweichung zu Kalenderjahr zulässt.

    Brennend interessiert mich zu diesem Komplex die Meinung der Kundigen und Erfahrenen.

    Bis die Tage
    Moritz
     
  5. #4 LMB-Immo, 06.10.2007
    LMB-Immo

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    Abweichung zum Kalenderjahr meint, das sich die Abrechnungsperiode von z.B. 1.6-31.5 des folge Jahr erstreckt. Aber der Zeitraum darf nur 12 Monate sein, wie Heizer schon sagt.

    Gruß

    Lothar Berg
     
  6. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Danke Lothar Berg,

    ich möchte das mal zusammenfassen. "Wegen systematischen Zusammenhang von Wirtschaftsplan und Abrechnung haben sich sämtliche Angaben auf ein Kalenderjahr zu beziehen" nach Beck heißt:

    Es erfolgt die jährliche Abrechnung für das Kalenderjahr X, mit der Abrechnungsperiode vom 01.06.(X-1) bis 31.05.(X).

    und im Folgeschluss:

    Der Abrechnung vom Verwalter ist zu widersprechen weil der Abrechnungspunkt "Heizung- u. Warmwasserkosten" vom 01.01.x bis 31.12.x berechnet ist.

    Und die Meinung: "Der Verwalter muss zwingend vom 01.01. bis 31.12 abrechnen" ist.. naja ..grober Unfung?

    Kann das so bestätigt werden?



    Grüsse
    Moritz
     
  7. #6 LMB-Immo, 06.10.2007
    LMB-Immo

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    Hallo Moritz,

    Der Abrechnungszeitraum kann in der Teilungserklärung/GO festgelegt werden. Dieser Zeitraum kann vom Kalenderjahr abweichen.

    Aber der Verwalter muss wegen der systematischen Zusammenhang alles in der vorgegeben Abrechnungsperiode abrechnen. Er kann nicht die Kaltenkosten zum 31.12 abrechnen, aber die Warmenkosten zum 31.05. Er muss beides entweder zum 31.12 oder 31.05 abrechnen.

    Schau mal in deiner TG/GO was dadrin steht. Wenn nichts wird zum 31.12. abgerechnet.


    Gruß

    Lothar Berg
     
  8. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Hallo Lothar Berg,

    wir nähern uns gewalttätig den eigentlichen Problemen dieser ETG.

    Zur Teilungserklärung soviel: kein Termin vorgegeben
    Über Jahre keine formell richtige ETV aber über Jahre durchgängig vom 01.07. bis 30.06 abgerechnet. Verwalter nur mit Druck (Amtsgericht ) durch ETG dann doch gemeinsam selbst bestellt.

    Erste Abrechnung als Einzelabrechnung - keine Gesamtabrechnung - keine ETV usw. Da der ja von mir gesucht und quasi bestellt zuerst immer erst gütlich. Keine Ablesewerte zum 30.06. Abrechnung selbst periodengerecht aber: Als Bestandteil der Abrechnung verweis auf separate Heizkosten- und Warmwasserabrechnung mit 18 Monaten zum 31.12. mit Erläuterung: "Warmwasser gemäß §9 HVo". Damit meint er wahrscheinlich die fehlenden Ablwesewerte für Wasser in den Griff zu kriegen und ermittlet 18%.

    Alles gut und schön: Vieles hatten wir schon vorhergehend (18 Monate/12 Monate) usw.
    Ich hätte ja Einbußen deswegen schon damls gedanklich abgechrieben um nur endlich zu Potte zu kommen. Der macht aber stur so weiter.


    Ich kann doch sicherlich davon ausgehen, dass ich die bisherige betriebsübliche Periode verlangen kann?

    Gruss
    Moritz
     
  9. #8 LMB-Immo, 06.10.2007
    LMB-Immo

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    Warum rechnet er nich alles auf den 31.12 und gut ist.
    Warum sucht ihr euch keinen neuen Verwalter.

    Gruß

    Lothar Berg
     
  10. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Hy Lothar Berg

    Wollte er mit 18 Monaten erstmalig und dann mit 12 weiter machen, haben Ihm alle verwehrt, jeder hatte andere Gründe, meiner war damals: ich vermiete - muss weiterberechnen
    Weil meine Vermietung den anderen gleichgültig um nicht zu sagen ein Dorn im Auge ist - die können damit leben wie es jetzt ist - sie zahlen ja nicht mehr oder weniger so wie es ist. Entgegenkommen ist da nicht zu erwarten

    Grüsse
    Moritz
     
  11. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Es gibt kein Gesetz was den Abrechnungsstichtag auf den 31.12 oder so festlegt. Auch das Wirtschaftsjahr muss nicht zum 31.12 enden.

    Wir haben einige Hausverwaltungen deren Wirtschaftsjahr z.B. zum 30.9 endet.

    Einige Liegenschaften rechnen wird z.B immer zum 8.4. jedes Jahres ab. Also es muss nichtmal ein Monatsende sein.

    Wichtig ist nur, dass die Messgeräte entsprechend Stichtagsprogrammiert sind und alle Kosten zu dem Zeitpunkt abgegernzt werden.

    Auch steht nirgendwo, dass das Abrechnungsjahr und Wirtschaftsjahr identisch sind.


    Eine Stichtagsänderung erfordert bei elektronischen Heizkostenverteilern eine Umprogrammierung. Außerdem müssen sämtliche Lieferantenverträge entsprechend geändert werden.
     
  12. #11 LMB-Immo, 06.10.2007
    LMB-Immo

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    Laut §28.1 WEG ist das Wirtschaftsjahr=Kalenderjahr, wenn es keine andere Vereinbarung in der GO gibt und das ist hier der Fall.

    Gruß

    Lothar Berg
     
  13. Moritz

    Moritz Neuer Benutzer

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    Hallo Lothar Berg und Hallo Heizer,

    auch eine (vermeintlich) schlechte Lösung ist eine gute Lösung - weil gelöst und der Blick nach vorne gehen kann.

    möchte morgen noch mal kommen und eine abschließende Frage dazu stellen.

    Trotzdem jetzt schon - DANKE - für Eure Hilfe.

    bis die Tage
    Moritz
     
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