Abrechnungszeitraum

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von michael32, 01.04.2007.

  1. #1 michael32, 01.04.2007
    michael32

    michael32 Neuer Benutzer

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    welcher Zeitraum stellt den Abrechnungszeitraum dar ?

    wenn am 28.02.2006 aus der Wohnung ausgezogen wurde. Die Abrechnung im April 2006 für den Zeitraum 01.01.2005 - 28.02.2006 erfolgte (14 Monate sind zwar nicht zulässig, aber wenn ich's akzeptier sollte es doch in Ordnung sein - oder ?).

    Ist die Korrektur der Abrechnung im März 2007 noch innerhalb der 12 Monats Frist ?
     
  2. AdMan

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  3. Birgit

    Birgit Benutzer

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    Grundsätzlich umfaßt das Abrechnungsjahr einen Zeitraum von 12 Monaten, der allerdings abweichend vom Kalenderjahr sein kann.
    Für welchen Zeitraum ergingen denn die vorangegangenen Abrechnungen?

    Ein verlängertes oder verkürztes Abrechnungsjahr ist nur unter ganz eng gesteckten Voraussetzungen möglich, dann aber für das gesamte Haus und nicht nur für eine einzelne Wohnung.

    Ob eine Korrektur der Abrechnung im März 2007 noch möglich ist, hängt davon ab, um welche Art von Korrektur es sich handelt bzw. ob die Abrechnung unter Vorbehalt ergangen ist... eine pauschale Aussage ohne weiteres Hintergrundwissen ist schwierig!
    Wenn es sich um eine Korrektur aufgrund eines Einwandes des Mieters handelt, sicherlich ja, zumal die Ausschlussfrist von 12 Monaten nach Beendigung des Abrechnungszeitraumes bei einer bloßen Korrektur der vorliegenden Abrechnung dann keine Rolle spielt.
     
  4. #3 michael32, 02.04.2007
    michael32

    michael32 Neuer Benutzer

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    klingt fast so, als ob ich mich auf das Verstreichen der Abrechnungsfrist nicht berufen könnt. Abrechnung erfolgte sonst zum 31.12. Ausschließlich wegen meines Auszugs wurde für meine Wohnung eine separate Abrechnung zum/bis 28.02.2006 erstellt.

    Anhand der Gradtageauteilung wurde nun eine neue Abrechnung vom Vermieter erstellt, die eine Nachzahlung für mich vorsieht.

    In der ursprünglich Abrechnung (ohne Vorbehaltsvermerk) zum 28.02.2006 aus dem April 2006 wurde mir noch eine Erstattung vom Vermieter überwiesen.

    Die Frage ist, ob der Vermieter, nachdem er festgestellt hat, daß er mit der Gradtageabrechnung besser wegkommt als mit der ursprünglichen (wegen Auszug) "Pauschalabrechnung" diese einfach ändern kann.
     
  5. Birgit

    Birgit Benutzer

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    Richtig wäre gewesen, zunächst eine Abrechnung für das beendete Abrechnungsjahr, d.h. 01.01. - 31.12.2005 zu erstellen und die letzten Monate zeitanteilig im Folgejahr abzurechnen.

    Vorher, d.h. im laufenden Abrechnungsjahr ist eine ordnungsgemäße Abrechnung nämlich überhaupt nicht möglich, da dem Vermieter viele Kosten, die zum Ende des Abrechnungsjahres verbrauchsabhängig berechnet werden, ja überhaupt noch nicht bekannt sind.

    Wenn der Vermieter trotzdem eine Abrechnung erstellt und das errechnete Guthaben vorbehaltlos ausgezahlt hat, würde ich dieses Jahr als erledigt betrachten und eine jetzt erhaltene neue Abrechnung, die ungünstiger für mich ausfällt, mit Hinweis darauf zurückweisen.
     
  6. #5 michael32, 02.04.2007
    michael32

    michael32 Neuer Benutzer

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    die Antwort entspricht genau meinen Vorstellungen Birgit ;-)

    Die Kosten für 2006 hat er anhand der Kosten für 2005 hochgerechnet und so in Rechnung gestellt. Daß das nicht ganz korrekt ist, ist mir klar. Allerdings war das Ergebnis der Berechnung akzeptabel und dachte, daß es dann wenigstens erledigt ist.

    Vorbehalte gab es keine und bin deshalb gefühlsmässig auch der Meinung, daß im Nachhinein nun keine Änderung mehr zu meinen Lasten möglich ist ....hab nur nirgends etwas dazu gefunden. Wenn dann beziehen sich die Urteile / Gesetze / Ausführungen immer nur auf Korrekturen nach der 12 monatigen Abrechnungsfrist :-(
     
  7. Heizer

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    Ich könnt hier diskutieren wie Ihr wollt.

    Fakt ist das eine Rechnungskorrektur zulässig war und somit die darin enthaltene Forderung fällig ist.

    Fraglich ist nun allerdings ob die jetzige Abrechnung richtig ist.

    Bei uns hat auch mal eine Mitarbeiterin eine Brauerei jahrelang falsch abgerechnet. Die haben jahrelang jeden Monat um die 50.000€ zu wenig bezahlt. Als das dann aufgefallen ist weil die Bilanz des Mandanten nicht mehr stimmte wurden alle Rechnungen rückwirkend für 2 Jahre korrigiert und die Brauerei durfte über 1 Million € Nachzahlen. Die wollten auch erst dagegen klagen. Aber deren Anwalt hat da keine Chance gesehen.
     
  8. #7 michael32, 02.04.2007
    michael32

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    Das finde ich jetzt aber doch etwas Äpfel mit Birnen verglichen.

    Denn in Deinem Fall handelt es sich auf beiden Seiten um Vollkaufleute und vermutlich enthielt hier die Abrechnung irgendwo im Kleingedruckten noch einen "irrtum vorbehalten" vermerk.

    (Weshalb die Bilanz nicht stimmt, wenn zu wenig nebenkosten bezahlt werden leuchtet mir auf Anhieb auch nicht ein)

    Ansonsten würde gegen das Beispiel auf alle Fälle der § 556 sprechen
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Sicher ist das nicht ganz dasselbe. Aber im Grundsatz der Möglichkeit eine Abrechnung später auch noch korrigieren zu können schon.

    Biespielsweise wurde der Gaszähler für die Heizung vom Gasversorger falsch abgelesen. Daher war die Jahresabrechnung entsprechend gering. In der Heizkostenabrechnung haben alle Mieter wieder was raus gekrigt.

    Bei der nächsten Jahresablesung ist der Irrtum aufgefallen und der Versorger hat die Rechnung korrigiert. Sagen wir 10.000€ Nachzahlung für den Vermieter.

    Der Vermieter muß nun ebenfalls die Abrechnungen korrigieren und von allen Mietern entsprechend eine Nachzahlung verlangen wenn er nicht auf den 10.000€ Sitzen bleiben will.

    Möglicherweise leuchtet das Biespiel mehr ein.

    Ansonsten habe ich keine Ahnung wie ich es Euch noch begreiflich machen soll.
     
  10. #9 michael32, 02.04.2007
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    Da ich davon ausgehe, daß für Heizkostenprofis gegenüber Mietern auch das BGB gilt, ich aber nicht aber nicht als begriffsstutzig gelten will, unterstell ich mal, daß in dem Beispiel entweder der Gasversorger es geschafft hat, das 2. mal den Stand vor Ablauf der Abrechnungsfrist abzulesen (also 2 mal innerhalb eines Jahres) oder aber der Vermieter den Fehler der Gasversorger, soweit sie nicht als Vertreter des Vermieters gelten, nicht zu vertreten hat.

    Beim begrifflich machen, würden mir z.B. Urteile oder Abhandlungen helfen. Zumindest ist ein Beispiel mit 1 Mio. Nebenkostennachzahlungen unter Vollkaufleuten bei gewerblicher Vermietung vermutlich nicht geeignet um Grundsätze darzustellen.

    trotzdem vielen Dank für den Hilfeversuch
     
  11. Birgit

    Birgit Benutzer

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    Grundsätzlich denke ich auch, daß die korrigierte Abrechnung der Brauerei hier nicht als Beispiel herhalten kann, da im Gewerbemietrecht eben ganz andere Regeln gelten als bezüglich einer Wohnung.

    Auch für Energieversorger gelten Regeln, die auf eine Heiz- und Nebenkostenabrechnung eines Wohnungsmieters nicht so einfach anwendbar sind.

    Habe ich als Vermieter einer Wohnung einmal eine (vorbehaltlose) Abrechnung erstellt, ist diese zu Ungunsten des Mieters nicht mehr so einfach zu korrigieren. Darauf würde ich mich in diesem konkreten Fall jedenfalls erst einmal berufen!
     
  12. #11 michael32, 03.04.2007
    michael32

    michael32 Neuer Benutzer

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    bin nun auch mal einen Schritt weiter und es scheint offensichtlich so zu sein, daß die Abrechnung als Angebot (deklaratorisches Schuldanerkenntnis) zu verstehen ist und mit Annahme der Gutschrift ein Vertrag zustande kommt. Änderungen könnten ggf. nur noch bei unvorhersehbaren Mehrkosten vorgenommen werden. Wobei selbst dies wohl nach Beendigung des Mietverhältnisses schwierig ist, weil kein Vertrag mehr besteht und somit die Grundlage fehlt.


    ...bin immernoch ganz beeindruckt davon, daß man jahrelang keine fehlenden 50.000 Euro pro Monat merkt :-) an welchen Hausverwalter oder Brauerei kann ich mich da wenden, wenn ich auch gern TEUR 50 p.m. unauffällig hät ;-)
     
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