Abschreibung der Anschaffungskosten ohne Anteil für Grund und Boden

Diskutiere Abschreibung der Anschaffungskosten ohne Anteil für Grund und Boden im Baufinanzierung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, das Thema mit der Aufteilung des Kaufpreises einer vermieteten Immobilie nach Grund/Boden und Gebäudewert wurde ja schon öfters...

  1. Xelos

    Xelos Neuer Benutzer

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    Hallo,

    das Thema mit der Aufteilung des Kaufpreises einer vermieteten Immobilie nach Grund/Boden und Gebäudewert wurde ja schon öfters diskutiert, allerdings mit dem Ergebnis, dass die verschiedenen FAs das wohl unterschiedlich handhaben.
    Laut Bundefinanzhof darf der Gebäudewert angeblich nicht einfach im Abzugsverfahren (Gesamtpreis minus Preis für Boden bestimmt über den Bodenrichtwert) ermittelt werden, wenn ich das richtig verstehe. (siehe Text unten)
    Das FA konnte/wollte mir leider auch nicht weiterhelfen. Fazit des Gesprächs: "Das kann man nur schätzen" - na prima!!

    Jetzt stellt sich mir die Frage, wie kann ich als Laie in Anlehnung an die "Wertermittlungsordnung" Boden- und Gebäudewert meiner ETW korrekt getrennt ermitteln, um die Abschreibung zu berechnen.

    Ich habe zwar vom Landratsamt den Preis für unbebauten und erschlossenen Grund erhalten, jedoch nutzt mir das nun wohl doch nichts, da so nicht verwertbar laut Bundesfinanzhof.

    Vielen Dank im Voraus für Euere Hilfe

    -------------------------------------------------------------------------------------
    Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Boden sowie Gebäude
    Die schätzungsweise Aufteilung des Kaufpreises einer Immobilie auf Grund und
    Boden (nicht abschreibungsfähig) und Gebäude (abschreibungsfähig) hat
    grundsätzlich im Verhältnis des nach der Wertermittlungsverordnung
    ermittelten Sachwerts zu erfolgen.

    Bereits 1985 hatte der Bundesfinanzhof (15.1.1985, IX R 81/83, BStBl 1985
    II, S. 252) so im Fall der Anschaffung einer Eigentumswohnung entschieden.
    Die gleichen Grundsätze gelten nach Ansicht des Gerichts (11.2.2003, IX R
    13/00, BFH/NV 2003, S. 769) auch für Mietwohngrundstücke. Nach diesem
    Verfahren sind zunächst Boden- und Gebäudewert gesondert zu ermitteln und
    dann die Anschaffungskosten nach dem Verhältnis der beiden Wertanteile in
    Anschaffungskosten für den Grund und Boden und für das Gebäude aufzuteilen.
    Unzulässig ist in jedem Fall die von den Finanzbehörden vielfach angewandte
    Methode, vom Gesamtkaufpreis den Grund und Boden mit dem Wert aus der
    Bodenwertrichtkarte abzuziehen, um den abschreibungsfähigen Gebäudewert zu
    ermitteln.
     
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  3. Mac

    Mac Erfahrener Benutzer

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    Ansatz des Grund- und Bodenanteils mit 20% schätzen und abwarten was das Finanzamt dazu meint; mehr kann man vom "Normalsteuersterblichen" :zwinker nicht verlangen. Gegebenenfalls bei starker Abweichung seitens des Finanzamtes Einspruch einlegen und sich auf das o.g. Urteil berufen. Die Rechtsbehelfstelle wird sich dann schon dementsprechend äußern.
     
  4. #3 Bollmann, 27.02.2007
    Bollmann

    Bollmann Neuer Benutzer

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    Hallo,

    es gibt in der Regel Bodenrichtwertkarten, die Auskunft über den Quadratmeterpreis (durchschnittlich) von Grund und Boden geben. Im Wohnungsgrundbuch hast du eine Angabe zur Grundstücksgröße (insgesamt). Verbunden mit MEA könnte man hilfsweise daraus einen Zwischenwert ermitteln, der u. U. noch einen Anteil der Gebäudehülle umfasst. Wenn die MEA mittels Wohnfläche ermittelt worden sind, dann ist das in der Regel schon der anteilige Bodenwert für die Wohnung. Der Rest wird über das Sachwertverfahren abgedeckt bzw. Ertragswertverfahren. Ich könnte mir aber auch eine Residuumberechnung vorstellen, da ja irgendwann mal ein Kaufpreis bezahlt wurde.
     
Thema: Abschreibung der Anschaffungskosten ohne Anteil für Grund und Boden
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