Absetzen von Kreditzinsen

Diskutiere Absetzen von Kreditzinsen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Abend, ich bin neu in der Vermietermaterie und bin gerade dabei mich intensiv damit auseinander zu setzen. Nun habe ich gelesen, dass man...

subsubsub

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Guten Abend,
ich bin neu in der Vermietermaterie und bin gerade dabei mich intensiv damit auseinander zu setzen.

Nun habe ich gelesen, dass man bei Vermietung die Kreditzinsen absetzen kann als Werbungskosten.

Mal angenommen ich bezahle 1000€ Tilgung pro Monat wovon 900€ für die Wohnung und 100€ für die Zinsen sind.

Kann ich diese 100€ in einem Jahr 1200€ von meinen Mieteinnahmen abziehen?

Wenn ich 12000 € Mieteinnahmen habe müsste ich dann nur noch 10800€ versteuern. Minus weitere absetzbare Positionen?

Das wäre ja echt super. Oder habe ich da etwas falsch verstanden. Den da würde ich ja sozusagen gar keine Zinsen zahlen für die Immobilie.

Offtopic: Ich nehme gerne Literaturvorschläge für Neuvermieter an.
Bei der Fülle an Informationen im Internet muss man erstmal zurecht kommen.
 

immobiliensammler

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Kann ich diese 100€ in einem Jahr 1200€ von meinen Mieteinnahmen abziehen?

Wenn der Kredit für die Finanzierung des Immobilienkaufs aufgenommen wurde: Selbstverständlich

Das wäre ja echt super. Oder habe ich da etwas falsch verstanden. Den da würde ich ja sozusagen gar keine Zinsen zahlen für die Immobilie.

Da wir in Deutschland ja keine 100 % Steuerbelastung haben sparst Du maximal rund 50 % der gezahlten Zinsen an Steuern, den Rest bezahlst Du effektiv trotzdem!
 

taxpert

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Ohne Dir damit zu nahe treten zu wollen, aber wenn man so gar keine Ahnung hat, empfehlen sich zwei Sachen:

1. Unbedingt einen StB aufsuchen!

2. Die online verfügbare Anleitung zum Ausfüllen der Anlage V eignet sich gut zur ersten „Kontaktaufnahme“ mit demn Thema Steuern als Neu-Vermieter!

taxpert
 

subsubsub

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Ich werde sowieso zum Steuerberater gehen. Wollte nur etwas Vorwissen aufbauen, bevor ich mich beim StB blamiere.
 

Duncan

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Wollte nur etwas Vorwissen aufbauen, bevor ich mich beim StB blamiere.
Keine Angst, genau wie Ärzte sind Steuerberater da so manchen Kummer gewohnt und hassen es wenn der "Patient" erst kommt, wenn der Gang zum Bestatter schon in Sichtweite ist. Und sie unterliegen auch der gleichen Schweigeverpflichtung, also erkundige dich nach einem StB der zu dir passt und dann nichts wie hin. Im Übrigen ist es immer besser erst den StB zu befragen und dann erst zu handeln, egal ob es um so was profanes wie eine Ehe geht oder um einen Immobilienerwerb zur Vermietung.
 

ehrenwertes Haus

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Ich werde sowieso zum Steuerberater gehen. Wollte nur etwas Vorwissen aufbauen, bevor ich mich beim StB blamiere.
Machs wie ich, ich bezeichne mich ganz pauschal als Steuerdoofi und lebe damit ganz gut.
Es ist Aufgabe der StB dich zu beraten, nicht zu erwarten ihr Gegenüber hat Ahnung von Steuerwesen und legalen Optimierungsoptionen.
Ideal, wenn man sich erst beraten läßt und dann handelt bei wirklich allen Fragen um wichtige (langfristige) Entscheidungen. Duncan hat schon ein paar aufgezählt.

Ein zusätzlicher Vorteil von StB ist, das man Arbeit an sie delegieren kann. Du musst nur Input in Form deiner Unterlagen liefern. Das muss nicht mal vollständig sein, wenn du z.B. keine Lust hast Tankquittungen zu sammeln. Deine Einnahmen sind für die Steuereintreiber viel interessanter als Ausgaben. Wie das dann korrekt und für dich steueroptimiert in irgendwelche Formulare gepackt ist, ist Job deines Adjutanten... ähm StB.

Die wichtigste Steuerfrage ist damit schon geklärt, nämlich was du versteuern musst.
Die Kür sind dann steuermindernde Dinge. Nach denen wird dich jeder nur näherungsweise brauchbare StB von selbst fragen.
Die Kandidaten für Steuerolympiaden (Steuern sparen auf Teufel komm raus) sind nicht zu empfehlen, die erleiden gerne mehr als kleine Steuergeschenke an den Staat, siehe https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/steuerhinterzieher106.html


Keine Angst, selbst Steuerdoofis wie ich, lernen ziemlich schnell die wichtigsten Grundregeln von Steuererklärungen, mind. als Stichworte.

Ich rate dir eher dich in Mietrecht etwas vor deiner ersten Vermietung zu vertiefen. Allein im korrekten Ausfüllen von Mietverträgen lauern (nach meiner Meinung) mehr Gefahren als bei einer Steuererklärung vom StB.
 

Hutchinson Hatch

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...Allein im korrekten Ausfüllen von Mietverträgen lauern (nach meiner Meinung) mehr Gefahren als bei einer Steuererklärung vom StB.

Diesen Sachverhalt kann man gar nicht oft genug betonen! Ein falsches Kreuzchen im MV kann sich als fataler und letztlich teurer Irrtum erweisen! Selbst ein von Dir beauftragter Makler schützt nicht zu 100% vor falsch ausgefüllten Mietverträgen, ich spreche da aus Erfahrung, als ich ebenfalls keine Ahnung hatte.
 
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