Absurd hohe Sonderumlage | Unzureichende Angebote

Diskutiere Absurd hohe Sonderumlage | Unzureichende Angebote im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Guten Tag liebe Mitglieder, bei uns im Haus (10 WHG's) steht eine große Sanierung an. Laut dem Hausverwalter ist das angesparte Wohngeld nicht...

  1. Zalthor

    Zalthor Benutzer

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    Guten Tag liebe Mitglieder,

    bei uns im Haus (10 WHG's) steht eine große Sanierung an. Laut dem Hausverwalter ist das angesparte Wohngeld nicht ausreichend, so muss eine Sonderumlage her. In Höhe 5-8k / Pro Eigentümer.

    Das Problem ist:

    * Es wurde nur 1 Angebot eingeholt, was bei der Höhe der Kosten, ungefähr 80k €, meiner Meinung nach total unzulässig ist.
    * Der Hausverwalter arbeitet bereits lange und "gut" mit dieser Firma, laut seiner eigenen Aussage. (Verdacht auf "Vetternwirtschaft")

    Das viel größere Problem ist, weil dem Hausverwalter viele Vollmachten der Eigentümer bei dem Treffen vorlangen, wurde die Sanierung mehrheitlich "durchgewunken". Das Anscheinend nur 1 Angebot bei solch einer Höhe vorlag, scheint viele nicht interessiert zu haben bzw. die Menschen wussten es zu dem Zeitpunkt einfach nicht besser.

    Meine Frage ist, kann man da was machen, trotz dem feststehenden Beschluss?

    Vielen Dank. VG Zalthor
     
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  3. Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Es mag sein das nur 1 Angebot vorlag. Es kann aber auch gut sein das nur ein Angebot eingeholt werden konnte weil andere Firmen einfach keines abgegeben haben (momentan ist das leider nicht selten).


    Mit solchen Verdachts-Äußerungen sollte man sehr vorsichtig sein so lange man dazu nichts in der Hand hat. Davon abgesehen arbeitet jeder Verwalter immer wieder gerne mit den Firmen zusammen die aus Erfahrung her gute Arbeit abgeliefert haben.


    Sorry, aber ein "Problem" ist das ja wohl nur für Dich.


    Ein Beschluss kann binnen 1 Monat ab Beschlussfassung angefochten werden. Ist diese Zeit verstrichen geht nichts mehr und der Beschluss bleibt gültig.
     
  4. Duncan

    Duncan
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    jeder Hausverwalter der nicht mit langfristig gut mit Handwerkern diverser Gewerke zusammenarbeitet, macht einen schlechten Job. Hiervon profitieren langfristig alle Seiten! Der Handwerker weil er auch in schlechteren Zeiten Arbeit hat, der Eigentümer weil diese Handwerker ihn auch in Zeiten übervoller Auftragsbücher berücksichtigen und faire Preise machen und für diese ET/Hausverwaltung auch tätig wird wenn mal Not am Mann ist. Überlege mal zu welchem Hausverwalter gestern Abend die Dachdecker gefahren sind als es Gewitterte und in Halb Berlin Dachschäden und Wassereinbrüche zu vermelden waren. Und zu guter Letzt profitiert der Hausverwalter von dieser Zusammenarbeit, weil er so ein gutes Gesamtpaket anbieten kann und entsprechend zufriedene ET hat/haben kann.

    Übrigens so hoch finde ich eure Umlage gar nicht, das ist eher eine normale Summe, wenn viele ET die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage möglichst gering halten wollen.
     
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  5. Zalthor

    Zalthor Benutzer

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    Grundsätzlich verstehe ich den Standpunkt, wäre da nicht eine Kleinigkeit.

    Ich habe das Angebot einem Kunden von mir gezeigt, der seit 20 Jahren Häuser baut, er überflog es und hielt es für zu hoch.

    Also wie gesagt, hier und da machen viele Tatsachen mich etwas stutzig.
     
  6. #5 immobiliensammler, 13.06.2019 um 17:44 Uhr
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Warum hast Du dann nicht ein Angebot dieser Firma vorgelegt? Eventuell wäre das ja berücksichtigt worden! Firmen die bei Angeboten der Konkurrenz "viel zu teuer" schreien kenne ich zur Genüge, wenn ich dann sage machst Du es 10 % billiger .......
     
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  7. Zalthor

    Zalthor Benutzer

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    Weil bei der Entfernung von etwa 300km zwischen Hausbauer und der Baustelle es keinen Sinn macht und nein, es ist keiner von diesen Leuten die "isch mache viel billiga" schreien...
     
  8. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Wenn nächstens Bekannte aus München nen Handwerker brauchen, schlag ich ihnen vor, das Angebot des Münchner Handwerkers von nem Handwerker aus Suhl kontrollieren zu lassen...
     
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  9. Zalthor

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    Äpfel und Birnen Vergleich.

    Mir sind die regionalen Unterschiede klar, es handelt sich weder um Ballungsgebiete, noch um aufwendig mit Gold und Marmor verzierten Häuser.

    Es geht nur um die Material und die Zeiteinschätzung seitens meinem Hausbauer
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 13.06.2019 um 18:23 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Warum? Mir ist neu, das ein Entfernungslimit für ein sinnvolles Angebot gibt. Gerüchteweise hab ich schon munkeln hören, dass es Firmen gibt, die auf Montage gehen.

    Wenn es nur um Material und Arbeitszeit geht, kann man Reisekosten doch außen vor lassen...

    Nicht ganz abwegig ist aber, dass dein Kunde gar kein Ernst zu nehmendes Angebot fertigen kann, so ganz ohne die Gegebenheiten vor Ort zu kennen.
    Und vor dem Hintergrund "das ist eh kein Auftrag für mich", kann man Kollegen aus anderen regionen leicht für zu teuer, zu billig, unfähig oder sonstwas erklären.


    Ups, da war ja auch noch was mit Regiearbeiten...
    Klar kann man Angebote schön billig rechnen, wenn man entsprechend viel an (nicht im Angebot enthaltenen) Regiearbeiten einplant.
    Damit stinkt man locker gegen ein wirklich seriöses Angebot an, dass diese Punkte bereits beinhaltet.

    Und dann schau mal auf die Arbeitszeit. Festpreis bis Abschluß aller Arbeiten oder Schätzzeit mit Abrechnung nach echtem Aufwand?
    Wenn man Angebote nur überfliegt und nicht ernsthaft vergleicht und nachrechnet, übersieht man diese Punkte doch soooo leicht...
     
  11. Duncan

    Duncan
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    Ich habe mal innerhalb Deutschlands in ca. 350km Entfernung eine "Briefkastenfirma" unterhalten mit dem einzigen Zweck Material zu kaufen, Auslieferung durch die Filiale am eigentlichen Firmensitz...
    Nur um regional unterschiedliche Preise für Baustoffe mitzunehmen und da hat sich der ganze Zinnober gelohnt, trotz extra Obolus für Steuerberater und Finanzamt! Sorry, aber ich habe noch jeden "Kollegen" der meinte mein Angebot aus der Entfernung besser einschätzen zu können vor Ort aufzeigen können, dass er mit seiner Rechnung Wassersaufen gegangen wäre...
     
  12. jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    Sorry, aber ich finde die bisherigen Kommentare etwas einseitig - und helfen tun sie dem TE auch nicht.

    Also, hier mal die rechtliche Möglichkeit das ganze ggf. schnell zu stoppen - aktiv werden muss man dafür aber wohl schon, sollte die 'Drohung' von sich aus nicht wirken:
    Landgericht Frankfurt/Main, Beschluss v. 19.4.2017, 2-13 S 2/17 oder hier.
    Kurz: Drei Vergleichsangebote.

    Du kannst der Verwaltung dazu mitteilen, dass es wohl ziemlich sicher sie selbst ist, die haftet, sollte sie einen Beschluß verfolgen, der nicht ordnungsgemässer Verwaltung entspricht.
     
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  13. Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Sofern die Frist der Beschlussanfechtung (auf diese wurde bereits hingewiesen) nicht verstrichen ist.


    Wer sollte wem womit drohen? Der HV etwa mit einer Beschlussanfechtung? Wohl kaum, denn die HV hat Beschlüsse die nicht nichtig sind umzusetzen.


    Oh nein, so läuft das nicht. Wenn der Beschluss z.B. nicht rechtzeitig und erfolgreich angefochten wurde ist er sehr wohl gültig und BESTANDSKRÄFTIG.
    Abgesehen davon das hier niemand weiß wieso nur 1 Angebot vorlag, worum es genau ging, ob die HV die Versammlung evtl. auf dieses Thematik hingewiesen hatte, ...... - solche pauschalen Aussagen bringen nichts.
     
  14. #13 jorgk, 13.06.2019 um 23:55 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2019 um 00:03 Uhr
    jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    Ich war bei meinem Posting davon ausgegangen, das der Beschuß noch nicht bestandskräftig ist - einfach weil vom TE eine gewisse Dringlichkeit der Frage mitschwang.

    Die 'Drohung" ist dann die Anfechtung, ja.

    Und wenn die Anfechtung zeitig erfolgt haftet ziemlich sicher die HV, denn dann wird, so wie es hier geschildert wurde, voraussichtlich gerichtlich festgestellt werden, das deren Aktivität nicht einer ordnungsgemässen Verwaltung entspricht. Haftung bezieht sich dann z.B. auf eine schon erfolgte Auftragsvergabe oder der Ignoranz gegenüber der Anfechtung des Beschlusses.

    Hier noch ein informativer Link.
     
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  15. Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Vieleviele Angebote einzuholen (via Ausschreibung) um dann das billigste zu wählen und - selbstverständlich nach entsprechender Beschlussfassung - zu beauftragen ist z.B. bei öffentlichen Bauvorhaben ja auch vorgeschrieben. Damit haben wir hier in Berlin ja auch Erfahrung. Zum Beispiel das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ... oder der BER. Hauptsache keine Firmen, die sich damit auskennen ... könnte ja unter Vetternwirtschaft fallen.
     
  16. Zalthor

    Zalthor Benutzer

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    Vielen Dank an alle und besonders jorgk. Und ja mit den einseitigen Kommentaren gebe ich Dir recht, man könnte meinen es haben nur HV's geantwortet :)

    Die Frist ist noch nicht verstrichen. Am Montag gehe ich zum Anwalt und lasse ihm alles zeigen.
     
  17. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Man könnte das auch als Denkanstoß nehmen und sich überlegen, ob man vielleicht vergessen hat, den einen oder anderen Aspekt zu bedenken. Wenn man jemandem erfolgreich einen Fehler nachweisen möchte, sollte man sich seiner Sache absolut sicher sein.
     
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  18. RMHV

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    Es ist immer erfreulich, wenn es wunschgemäße Antworten gibt. Sachkenntnis kann dabei nur stören...

    Das ist ganz sicher eine gute Idee.
     
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