Abwasserentsorger - horrende Gebühren

Diskutiere Abwasserentsorger - horrende Gebühren im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo Freunde, der Abwasserverband versendete in diesen Tagen an die Grundeigner meiner Gegend eine sog. "Grundgebührerklärung", mit folgendem...

  1. #1 Koenig Arthur, 31.01.2017
    Koenig Arthur

    Koenig Arthur Erfahrener Benutzer

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    Hallo Freunde,

    der Abwasserverband versendete in diesen Tagen an die Grundeigner meiner Gegend eine sog. "Grundgebührerklärung", mit folgendem Inhalt:
    -- "Für Grundstücke, die ausschliesslich zu Wohnzwecken genutzt werden, ist die Bezugsbasis für die Grundgebühr die Wohneinheit (monatlich 9 EUR/Wohneinheit)" ... .

    Das heisst, für ein Mietshaus mit 11 Wohnungen fallen im Monat 99 EUR an Abwasser-Grundgebühr an, für ein EFH sind es nur 9 EUR . Die meisten Leute in der Gegend haben EFH, diese freuen sich da die Gebühren gesunken sind.
    -- Aber was sagt man dazu als MFH-Besitzer ?
    -- Auch der normale Mieter wird so um 100 EUR/Jahr mehrbelastet, sofern man Mieter hat, auf die man das umlegen kann.
    -- -- (Es geht, wie gesgt, um die Grundgebühr -- der Verbrauchspreis beträgt nochmal extra 3.57 EUR/m³ .)

    Kann man dagegen grundrechtlich vorgehen ? Ein Anschlusspreis/ Wohneinheit hat ja fast den Charakter einer Besteuerung von Wohneinheiten, dürfen das die Abwasserentsorger ?

    Was sagt Ihr dazu ?

    Eigentlich kann den Entsorgern auch egal sein, was sich hinter dem Rohr abspielt, sie entsorgen Abwasser nach Volumentarif.
    -- Jetzt wollen die aber die Wohnungen zählen und entsprechend Gebühren erheben ... ,
    -- das sieht mir mehr wie eine Besteuerung aus, und das dürften sie wohl hoffentlich nicht,
    -- aber ausse rmir gibt es nicht viele, die es betrifft, so dass ich wohl selbst derjenige bin, der den Widerstand organisieren müßte ... .

    Die bisherige Grundgebühr war ca. 14 EUR/Monat, aber der alte Abwasserverband wurde Ende des Jahres aufgelöst und der neue hat nun diesen besonderen Tarif ... .
     
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  3. #2 BHShuber, 31.01.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    was regst du dich auf, wenn in deinen Mietverträgen rechtlich einwandfrei vereinbart legst du doch auch die Grundgebühr für Abwasser mit auf die Nebenkosten um oder nicht?

    Abwasser ist und war schon immer ein teures Eisen.

    Gruß
    BHShuber
     
  4. #3 Akkarin, 31.01.2017
    Akkarin

    Akkarin Erfahrener Benutzer

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    Rechnen ist jetzt nicht deine Stärke, oder?
    Der einzelne Nutzer der Wohnung zahlt in dem MFH doch auch nur 9€ für seine Wohnung.
     
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  5. #4 Goldhamster, 31.01.2017
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  6. #5 immobiliensammler, 31.01.2017
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    Das kommt wohl in allen Bereichen, da das Volumen überall kleiner wird (Wasser sparen bzw. sinkende Einwohnerzahlen, Stromsparen) kommen die Anbieter eben auf die Idee, dafür die Grundgebühr zu erhöhen, um so wieder planbare Einnahmen zu haben.

    Oder hättet ihr z.B. vor 10 Jahren geglaubt, dass die (Zähler-)Grundgebühr beim Strom 100 Euro beträgt, jetzt ja fast Standard, früher waren denke ich mal so eher 60 Euro üblich.
     
  7. #6 anitari, 31.01.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Um 05:43 Uhr morgens kann das schon mal vorkommen:021sonst:

    Wasserversorger haben leider immer noch eine Monopolstellung in Deutschland. Zudem sind sie meistens nur der Kreisverwaltung gegenüber Rechenschaft schuldig. Wenn die abnickt kannste machen nix.
     
  8. #7 SingleBells, 31.01.2017
    SingleBells

    SingleBells Erfahrener Benutzer

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    In unserer Gemeinde wurde diese Gebühr vermeintlich eingeführt, da zu viele Haushalte sparsam mit Wasser umgegangen sind in den letzten Jahren und dadurch die Kanäle austrockneten, was teures Nachspülen mit Frischwasser nach sich zog.
     
  9. Duncan

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    oder den jeweiligen Städten die im Verbund für die Wasserversorgung und Entsorgung entsprechende Gesellschaften gegründet haben. Und hier liegt die Chance, im Aufsichtsrat findet man regelmäßig die örtlichen Bürgermeister, Landräte usw. hier sind also Anfragen an die jeweiligen Personen möglichst in öffentlicher Sitzung durchaus sinnvoll. Gerne über die diversen Interessenverbände sind doch gerade die weniger begüterten als Mieter von der faktischen Erhöhung besonders stark betroffen. Unterhaltsmäßig sind besonders stark genutzte Leitungsabschnitte eher günstig.
     
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  10. #9 Papabär, 31.01.2017
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Ich würd´s ja mal mit einem Blick in die örtliche Abwassergebührensatzung versuchen. Wenn die Gemeinde die Gebühren so beschlossen hat, kann man sich fügen oder versuchen, juristisch dagegen vorzugehen.

    Aber nu ratet mal, wer als erstes jammert, wenn er RA- & Gerichtskosten vorschießen soll, ohne einen eigenen Nutzen aber mit vollem Risiko (weil die Abwasserkosten im Gegensatz zu den Ichwillmeinrecht-Kosten umlagefähig sind) ...
     
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