Änderung Bodenbelag

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von Huhuhu, 27.12.2014.

  1. Huhuhu

    Huhuhu Gast

    Hallo liebes Vermieter-Forum,

    Bin noch recht neu im Business und möchte mir hier Vorschläge einholen für eine Vereinbarung
    zwischen Vermieter und Mieter über die Änderung des Fußbodenbelags.

    Konkret geht es um folgendes:
    - der vorhandene Teppich ist an der Verschleißgrenze und müsste erneuert werden.
    - der Mieter hätte gerne Laminat oder Vinyl.
    - der Mieter würde die Arbeit in Eigenleistung erledigen.

    Das ich als Vermieter zuständig bin ist mir bekannt,
    ebenso das die Eigenleistung des Mieters oft kritisch angesehen wird.
    Kostenmäßig ist aber ein Fachbetrieb für die Verlegung von Vinyl nicht drin.

    Lieben Dank für eure Anregungen
     
  2. AdMan

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  3. #2 Modernfamily, 27.12.2014
    Modernfamily

    Modernfamily Erfahrener Benutzer

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    Wenn dem keine Fußbodenheizung entgegensteht

    Würd ich ihm nen Laminat bezahlen, legen lassen und unterschreiben lassen dass dieser bei Mietende dem VM gehört. Bei Klick-Laminat kann man eigentlich nix falsch machen. Der Mieter wird es ja auch schön haben wollen.

    Von Vinyl halt ich persönlich nicht so viel...
     
  4. helaba

    helaba Erfahrener Benutzer

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    Ist doch super, wenn der Mieter das selbst machen möchte. Ich würde im das Material bezahlen und einen kleinen Passus aufsetzen, dass der Bodenbelag fachgerecht verlegt wird und Eigentum des Vermieters wird. Und ich würde ihm sagen, er soll nicht das Billigste kaufen.

    Vinylparkett ist übrigens gar nicht verkehrt, man sollte nur auf die Schadstoffwerte achten.
     
  5. #4 Nero, 27.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2014
    Nero

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    Persönlich wäre ich mit Verlegearbeiten an Unprofessionelle vorsichtiger.
    V. a. wenn ich das (hochwertige) Material stellen würde.

    Kurz, ich gehe nur dann auf einen solchen Vorschlag ein - wenn der Mieter nachweislich - von seinem Beruf her - über handwerkliche Kenntnisse verfügt.

    Bei einem vergleichbaren Fall - störend war nur die Farbe des Altbelages - bin ich auch mit dem M. (Tischler) so vertraglich verblieben, dass ich ihm bei Ende des MV den Belag abkaufe, sofern er in Optik und Zustand meinen Vorstellungen entspricht. (Habe ich getan)

    Was ich sagen möchte, wenn keine Sicherheit über das Know-How des M. vorliegt, würde ich eher von dieser Lösung Abstand nehmen.
     
  6. Andres

    Andres
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    Das ändert nichts daran, dass der Mieter die Wohnung mit der Einrichtung versehen hat. Damit hat er ein Wegnahmerecht, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Dieses Wegnahmerecht kann man nicht ohne Gegenleistung ausschließen (§ 552 Abs. 2 BGB).


    Doch, einiges.


    Richtig. Deshalb wird er auch wieder beim Vermieter vorsprechen, wenn sein Pfusch nicht (mehr) funktioniert. Auch wenn man dann eine "selbst Schuld"-Argumentation versuchen kann: Grundsätzlich ist diese Instandhaltungsmaßnahme Aufgabe des Vermieters. Den Ärger hat man in jedem Fall.


    Der Bodenbelag wird ohnehin Eigentum des Vermieters - es geht hier um das Wegnahmerecht. Mit der Formulierung "fachgerecht" ist man zwar rechtlich ganz gut aufgestellt, am o.g. Ärgerpotenzial ändert das aber nichts: Wenn der Mieter nicht in der Lage ist, z.B. die Notwendigkeit einer Dampfsperre oder eines Niveauausgleichs zu erkennen, wird er das Laminat falsch einbauen. Das mag vertragswidrig sein - aber den Ärger habe ich trotzdem.


    Eigenleistung beim Fußboden gibt es bei mir nicht. Der Einbau erfolgt entweder durch mich selbst (selten während der Mietzeit, eher vor Neuvermietung) oder durch einen von mir beauftragten und bezahlten Handwerker. Dafür kassiere ich schließlich Miete.

    Vinylböden mag ich nicht. Das Material ist zwar widerstandsfähig, aber nicht unzerstörbar. Da es in Mietwohnungen nunmal etwas mehr Verschleiß gibt als in den eigenen vier Wänden, schreckt mich der höhere Materialpreis ab. Bei Teppich und Laminat greife ich eher zur unteren Preisklasse. Bei pfleglicher Behandlung halten die lange genug, bei Beschädigungen ist nicht so viel Geld kaputt.
     
  7. #6 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Glaskügelchen

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    Ich habe erst vor kurzem Vinyl in einer Mietwohnung legen lassen (allerdings nur im Küchenbereich und eine neue EBK kam auch gleich rein), und bin schwer begeistert von dem Boden. Obwohl Vinyl wirklich leicht zu verlegen ist, würde ich die Verlegung eines Bodens, der 30€ aufwärts kostet, niemals einem Laien überlassen.

    Laminat ist für viele Wohnungen, gerade im Altbaubereich, nicht unbedingt geeignet.
    Zum einen ist er selbst mit Trittschalldämmung oft lauter als ein Teppich (für die die drunter wohnen), und zum anderen neigen Altbauböden zu Unebenheiten, die mit Laminat nur schwer auszugleichen sind.

    Was hast du gegen Vinyl?
     
  8. #7 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2014
    Glaskügelchen

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    Wer erwartet von einem Boden Unzerstörbarkeit? Gibt es nicht!
    Und zu den Kosten muss man natürlich sagen: Die Verlegung kostet auch was. Der Billiglaminatboden kostet in der Verlegung genausoviel wie ein teurer Vinylboden. Nur hab ich beim Billiglaminat die Kosten für die Verlegung nach ein paar Jahren wieder, während der Vinyl deutlich länger halten sollte.
     
  9. Nero

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    Unzerstörbar?- Da hast Du Recht.

    Wohl aber saloppes Vorgehen, weil der Belag ja fremdes Eigentum ist.
     
  10. #9 Nero, 27.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2014
    Nero

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    Die Hitliste führt ein grundlos angebohrter Marmortreppenbelag an (Kindersicherung)

    Ich halte es wie Andres. Falls es irgendwie möglich wäre, würde ich in diesem Fall alles auf die sichere Seite bringen (Eigentum an Material und fachgerechte Verlegearbeiten über ein Fachunternehmen = Gewährleistung)
     
  11. #10 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Glaskügelchen

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    Ja, aber dieses "saloppe Vorgehen" geht bei einem sehr widerstandsfähigen Boden über die normale Abnutzung hinaus und der Mieter muss den Schaden ersetzen. Bei einem Boden mit einer Garantie von 20 Jahren bleibt auch der Restwert eine ganze Weile sehr hoch.
     
  12. #11 alibaba, 27.12.2014
    alibaba

    alibaba Erfahrener Benutzer

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    am besten die SozialHilfeAusstattung ,

    die hatte ich auch bei mein Ferrari Modena geordert :45:

    also Belag um 2,99 bis 6,99 €uro .

    Gruss
    alibaba :45:
    PS: ResteRampe
     
  13. huhuhu

    huhuhu Gast

    Danke schon für die zahlreichen Antworten,

    Ich persönlich würde das am liebsten auch selber machen wenn die Wohnung leer ist,
    aber der Mieter fühlt sich da recht wohl und hat keinerlei Ambitionen auszuziehen.

    Vom Material bin ich eher für etwas hochwertigeres,
    als 2 oder 3 Mal billig zu kaufen ...

    @Andres kann man deiner Meinung nach dieses Wegnahmerecht irgendwie ausschließen?
    Oder welche Gegenleistung könnte deiner Meinung nach dafür hergenommen werden?
     
  14. #13 Nero, 27.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2014
    Nero

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    @Glaskügelchen
    20 Jahre sind hochwertig und danach gibt es keinen Restwert mehr. (pauschal gesehen) - So viel ich weiß.
    Das soloppe Vorgehen bezieht sich dann aber leider m. E. nicht nur auf dem Umgang mit einem sehr hochwertigen Belag, sondern auch auf die anschließende "Schadensregulierung".
    Ich habe es irgendwo an anderer Stelle ja mal beschrieben - die Sache mit dem Hund...
    Aber das gehört jetzt ja nicht hierher.
    Ich lasse aus dem von Dir auch genannten Grund immer hochwertige Materialien verarbeiten, die selbstverständlich dann auch nicht von Laien verlegt werden.

    @huhuhu Ein M. hat ganz einfach dann nichts wegzunehmen, wenn es nicht sein Eigentum ist. Seine Eigenleistung müsste ihm aber abgegolten werden. (Wenn er denn darauf besteht!) Dazu wäre ich von mir aus bereit.
    Falls ja, dürfte sich doch ein Ausgleich - über seine anteilsmäßig geringen Arbeitskosten - wohl finden lassen - Halbwertig gegenüber dem offiziellen Arbeitslohn eines Fachmanns? Wäre für mich ein Anhalt und ggf. Verhandlungssache mit dem M.
     
  15. helaba

    helaba Erfahrener Benutzer

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    Der 552 ist irrelevant, da ein Boden nicht als Einrichtung gilt.

    Klick
     
  16. #15 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Glaskügelchen

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    20 Jahre sind Garantie drauf. Die Lebensdauer eines Bodens mit 20 Jahren Garantie dürfte noch etwas drüber liegen.

    Er hat aber scheinbar das Recht dazu, selbst wenn das, was er da eingebaut hat, dem Vermieter gehört. Nur die angemessene Entschädigung dürfte sich ausschliesslich nach der Arbeitsleistung bemessen, da der Mieter den Boden ja nicht bezahlt hat.

    Wobei die Frage ist, was in dem link unter "Boden" verstanden wird. Da wäre nur Teppichboden eine Einrichtung. Und PVC schon nicht mehr?
     
  17. Nero

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    Der Bodenbelag ist nicht sein Eigentum, weil er ihn weder gekauft noch verlegt hat.
    Das ist und bleibt die einfachste Lösung.
     
  18. #17 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Erfahrener Benutzer

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    Trotzdem darf er ihn wegnehmen, auch wenn er nicht sein Eigentum ist.
     
  19. Nero

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    Sei nicht böse ,
    aber das glaube ich ganz und gar nicht - zu den von mir genannten Bedingungen.
    Da würde ich aber jemandem ganz schnell aufs Dach steigen, wenn er versuchen sollte, mein "Eigentum" mitzunehmen.

    Aber ich glaube!!! die Ausgangslage Teppichboden ist ein Sonderfall. Meine ich vor Jahren gelesen zu haben. (Wer muss was)

    Doch das ändert nichts an dem konkreten Fall - Es wäre am besten, die Eigentumsverhältnisse seitens des VM so eindeutig wie möglich zu gestalten =
    Alles meins!
     
  20. #19 Glaskügelchen, 27.12.2014
    Glaskügelchen

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  21. Nero

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    Ich habe den Link überflogen - und dementsprechend hast Du Recht!
    Aber es geht eben auch anders. Vor den Paragraphen.
    Dann ist die einvernehmliche Praxis besser als die Theorie.

    Du hast mir aber bis jetzt auch noch nicht genau gesagt, was bei meiner Lösung/en in Bezug auf den Fragesteller falsch gewesen sein sollte.

    Ich gehe von einer einvernehmlichen Lösung zwischen VM und M aus - wenn es juristisch wird, liegt Streit in der Luft.
     
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