Änderung der Teilungserklärung nötig?

Diskutiere Änderung der Teilungserklärung nötig? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; In unserer WEG wurden vom Besitzer von Sondereigentumsanteilen ein Teil davon verkauft. Muss nun die Teilungserklärung geändert werden und wer...

  1. Anny58

    Anny58 Neuer Benutzer

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    In unserer WEG wurden vom Besitzer von Sondereigentumsanteilen ein Teil davon verkauft. Muss nun die Teilungserklärung geändert werden und wer muss das veranlassen? Der Hausverwalter sagt, dies müsse der Notar des Käufers machen und für ihn sein nur wichtig, dass der neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, was bereits der Fall sei, ansonsten müsse man einfach abwarten. Ist das richtig?
     
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  3. Andres

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    Das müsstest du bitte genauer erklären. Hat jemand einfach nur seine Wohnung verkauft? Eine Wohnung von mehreren? Einen Teil einer Wohnung? Oder sollen ohne dass das Eigentum an Wohnungen wechselt die Miteigentumsanteile in der Gemeinschaft anders verteilt werden?
     
  4. #3 Fischlaker, 30.09.2017
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    Zitat :
    Innerhalb einer gemeinschaftlichen Anlage mit Eigentumswohnungen erwirbt ein Käufer Sondereigentum für seine Wohnräume. Er erwirbt alleiniges Eigentum daran. Das Sondereigentum ist nach Wohnungseigentumsgesetz (WEG) weitgehend gleichgestellt zum Volleigentum. Zu seinen Wohnräumen (Wohnungseigentum) gehören Einzelteile oder weitere Teile der Wohnanlage, die nicht zu Wohnzwecken dienen (Teileigentum).

    Sondereigentum kann verkauft werden. Hat ein eigenes Grundbuch. Ist in der Teilungserklärung zugeordnet zu der Gemeinschaft. Wird im Grundbuch nur auf den neuen Eigentümer umgeschrieben.

    Teile eines Sondereigentums ( z.B. einzelne Räume einer anderen Wohnung zuordnen ) können nicht verkauft werden. Vorher muss die Teilungserklärung geändert werden ( mit z.b. neuer Abgeschlossenheitsbescheinigung etc. ) und aus einem z.b. zwei Grundbücher gemacht werden.
     
  5. Andres

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    Nein, die MEA und das damit verbundene Sondereigentum können verkauft werden. Und damit sind wir genau an dem Punkt, an dem mir die Fragestellung zu unklar ist.
     
  6. #5 Fischlaker, 30.09.2017
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    Richtig. Habe ich als Grundwissen vorausgesetzt. Sondereigentum ohne Miteigentumsanteile gibts nicht.
     
  7. Anny58

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    in dem Haus befinden sich 13 Wohnungen und 5 Laden- bzw. Gewerbeeinheiten. Einer der Eigentümer besitzt mehrere Wohnungen und Läden und verkauft nun nacheinander sowohl Wohnungen als auch Läden. In er Teilungserklärung sind drei Gewerbeeinheiten im EG ausgewiesen. Dabei befinden sich in der ersten Gewerbeeinheiten 3 Läden, in der zweiten ein Studio, in der dritten Gewerbeeinheit ein Laden mit Büro. Zwei der Läden aus der ersten Gewerbeeinheit wurden an einen neuen Besitzer verkauft, so dass die in der Teilungserklärung eingetragene erste Gewerbeeinheit nun zu zwei unterschiedlichen Besitzer gehört. Muss diese geänderte Aufteilung nun in die Teilungserklärung aufgenommen werden und wer hat dies wann zu veranlassen? Der Verwalter sagt, das müsse der Notar de Verkäufers in die Wege leiten, wenn die Änderungen im Grundbuch vorgenommen worden sind. Der Eigentümer der dritten Gewerbeeinheit sagt, dazu hätte vor dem Eintrag des neuen Besitzers ins Grundbuch eine Änderung der Teilungserklärung erfolgen müssen und diese hätte die Eigentümerversammlung beschließen müssen.
     
  8. #7 immobiliensammler, 01.10.2017
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    Ich würde aus dem Bauch heraus der letztgenannten Meinung zustimmen. Begründung: Ich kann zwar einen Anteil an meiner Wohnung (vereinfachend, schon klar dass es hier um eine Gewerbeeinheit geht) verkaufen, aber dann wird das eben eine Bruchteilsgemeinschaft zwischen den Käufer und mir, nicht eine gesonderte Aufteilung. Korrekt hätte wohl vorab eine Änderung der TE erfolgen müssen, aus der einen Einheit wird dann eben neu zwei oder drei, Erst dann kann der Verkauf wohl erfolgen.

    Andererseits ist das ja jetzt überhaupt nicht euer Problem. Der schwarze Peter liegt beim Notar, der den Verkauf abwickelt, der muss das ja ins Grundbuch rein bekommen. Wenn er eine Beanstandung vom Grundbuchamt bekommt muss er eben auf die WEG zugehen wegen Änderung der Teilungserklärung, das muss dann ja wieder jeder Eigentümer notariell beglaubigt unterschreiben (im übrigen auch jeder Grundpfandrechtsgläubiger).

    Ich würde also einfach abwarten.
     
  9. #8 Fischlaker, 01.10.2017
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    Mal sehen, was der Rechtspfleger dazu sagt. Wenn eine Änderung der Teilungserklärung notwendig wird , wird das nicht nur eine aufwendige Sache sondern auch teuer. Alle Eigentümer müssen zustimmen . Wirklich alle. Und die in den Grundbüchern eingetragenen Banken. Usw. Usw. Wenn der Notar da einen Fehler gemacht hat kann er sich bei der jährlichen Notarprüfung aber warm anziehen. Aber wie oben erwähnt : nicht das Problem der Miteigentümer. Abwarten.
     
  10. Andres

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    Ich schließe mich den vorherigen Meinungen an. Hier wurde wohl irgendeine Form von Gesellschaft oder Gemeinschaft gegründet. Die WEG sollte beobachten, was ins Grundbuch eingetragen wird, z.B. ob die fraglichen Anteile zukünftig nicht mehr im alleinigen Eigentum eines Eigentümers stehen. Eine Änderung der Teilungserklärung ist aber auf diesem Weg nicht zu bewirken - wenn das gewünscht ist, muss der bisherige Eigentümer zunächst einmal selbst die Initiative ergreifen.
     
  11. Anny58

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    Vielen Dank für die Informationen, sie waren sehr hilfreich für mich!
     
  12. #11 BHShuber, 04.10.2017
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    Hallo,

    zunächst, hat eine Teilungserklärung nichts aber absolut gar nichts, mit irgendwelchen Eigentümern zu tun, hier wird lediglich das zu teilende Eigentum in Einheiten aufgeteilt, die dann verschiedenen Eigentümern als Sondereigentum zugeordnet werden dies wird dann im Grundbuch eingetragen und verankert. Ebenso das Gemeinschaftseigentum abgegrenzt und wie die Kosten zu verteilen sind.

    So lange, es keinerlei Veränderung an der Teilung von Gebäudeteilen gibt, lediglich der Eigentümer wechselt, wird dieser zu genannten Teilen die im Grundbuchauszug des Voreigentümers eingetragen sind auf den neuen Eigentümer übertragen, dabei ist das unerheblich, ob diese eine Person oder eine Gesellschaft ist, die Teile die übertragen werden bleiben immer diegleichen.

    Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung regeln, wie ein Gebäude aufgeteilt ist und das zusammenleben der Eigentümergemeinschaft zudem kann auch hinterlegt sein, wie welche Gebäudeteile genutzt werden dürfen. Das im Innenverhältnis in Bezug auf das geteilte Eigentum und deren Sondereigentümer.

    Im Aussenverhältnis ist es für die WEG nicht von Belang, wie die Sondereigentümer ihr Eigentum untereinander aufteilen.

    https://www.haufe.de/recht/deutsche...ilungserklaerung_idesk_PI17574_HI1439232.html

    Gruß
    BHShuber
     
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