Änderung des Balkons zulässig?

Diskutiere Änderung des Balkons zulässig? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ich brauche Euer Schwarmwissen. Gerade schaue ich hoch zum Balkon und sehe, dass dort über Nacht ein Teil des Geländers verschwunden ist und dafür...

  1. aquila

    aquila Erfahrener Benutzer

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    Ich brauche Euer Schwarmwissen.
    Gerade schaue ich hoch zum Balkon und sehe, dass dort über Nacht ein Teil des Geländers verschwunden ist und dafür ein Windschutz aus Glas montiert wurde. Auf der Eigentümerversammlung wurde dies nicht genehmigt obwohl lt. TE es sich nicht um Einzel-/ Sondereigentum handelt.

    a) Darf auch nur der Beirat dies genehmigen?
    b) Darf nur der Verwalter dies genehmigen?
    c) Ist dies baurechtlich zulässig?

    Danke schon mal.
     

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  3. #2 Goldhamster, 04.12.2017
    Goldhamster

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    Hallo:
    a.) wohl nein
    b.) wohl nein
    c.) wohl ja, aber anzeige- bzw. genehmigungspflichtig. Es handelt sich um die bautechnische Änderung einer notwendigen Absturzsicherung. Ggf. ist dieses Geländer/Einfassung auch Teil eines Fluchtweges und kann daher auch noch weitergehende statische Anforderungen bedeuten.

    GH
     
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  4. #3 Tobias F, 04.12.2017
    Tobias F

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    Vorab:
    a) kann/darf nichts genehmigen zu dem er nicht durch Beschluss der Gemeinschaft beauftragt wurde (bauliche Veränderungen sowieso nicht)
    b) siehe Antwort zu a.

    Hier handelt es sich um eine bauliche Veränderung nach § 22 Abs. 1 WEG bei der ich eine deutliche optische Veränderung des Gemeinschaftseigentums sehe, daher wäre meine Antwort: Antrag an die Verwaltung den folgenden Tagesordnungspunkt auf die Tagesordnung der nächsten Eigentümerversammlung zu setzten: Die Eigentümer der Sondereinheit xy werden aufgefordert die durchgeführt bauliche Veränderung (genaue Beschreibung) binnen xy Tagen rückgängig zu machen und den alten Zustand wieder her zu stellen. Kommen die Sondereigentümer dem nicht nach wird die Verwaltung beauftragt und bevollmächtigt im Namen der Eigentümergemeinschaft ....................

    c) keine Ahnung. Eine Beeinträchtigung des Fluchtweges sehe ich, da die ganze Vorderseite ja die unveränderte Geländerhöhe aufweißt persönlich nicht.
     
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  5. aquila

    aquila Erfahrener Benutzer

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    Ich habe Informationen zu den Vorschriften für Balkongeländer gefunden:

    Balkongeländer Vorschriften
    Viele Balkongeländer wurden in den letzten Jahrzehnten gebaut und entsprechen nicht den vorgegebenen Normen und Bestimmungen.

    Dadurch befinden sich Planer, Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Montagefirmen in einer 30jährigen Vollhaftung nach § 319 StGB (Baugefährdung).

    Die häufigsten Fehler sind:

    - kein Standsicherheitsnachweis bzw. keine geprüfte Statik laut jeweiliger Landesbauordnung

    - Dübelverordnungen und Vorgaben der Dübelhersteller werden nicht eingehalten

    - ETB-Richtlinien für Verkleidungen werden nicht beachtet

    - fehlender Eignungsnachweis für geschweißte Geländer nach DIN 18800, Teil 7, Ziffer 6

    - Unterdimensionierung der Bauteile, zu große Pfostenabstände

    - Unkenntnis der allgemein anerkannten Regeln der Technik


    Quelle: http://www.balkone-und-gelaender.de/Balkongelaender-Vorschriften.html
     
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  6. #5 Tobias F, 04.12.2017
    Tobias F

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    Na und? Beantwortet das deine eigenen Fragen a und b?
     
  7. jorgk

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    Wie wäre es die Kirche im Dorf zu lassen und erst mal allein zu verlangen, dass ein baurechtlich legaler Zustand hergestellt wird? Und zu überlegen, wie sicher zu stellen ist, dass die Veränderung nie zum Nachteil der WEG gereicht. Das sollte eigentlich reichen - sofern das alles Fachgerecht erfolgte.
    Wenn man sich nicht einig wird, dann bleibt aber wohl nur der Rückbau :-(
     
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  8. aquila

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    Nein, aber bzgl. c) hilft die Info, falls der Mieter kreativ war, dass der Eigentümer weiß, dass es Vorschriften gibt... viele WE sind damit gänzlich überfordert.
     
  9. #8 Tobias F, 04.12.2017
    Tobias F

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    Muss man alles nicht verstehen, oder?

    Du fragst ob der Beirat oder Verwalter das genehmigen dürfen - und dann erklärst Du dir selbst (denn uns interessiert es ja nicht wirklich was bei euch läuft) und dem Mieter (von dem DU annimmst das er der Auftraggeber ist?) das er das nicht darf damit der Eigentümer (ob der hier mit liest) das sein Mieter, von dem niemand weiß ob es das veranlasst hat, etwas gemacht hat was vielleicht baurechtlich, sicherlich aber WEG-Rechtlich nicht zulässig ist damit wer auch immer es weiß?

    Also aus Deinen Selbstgesprächen via Internet bin ich jetzt raus.
     
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  10. aquila

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    @Tobias F Danke für den Hinweis bzgl. Selbstgespräch ;)

    Danke an alle für die Antworten!
     
  11. #10 Goldhamster, 05.12.2017
    Goldhamster

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    Witzig, dass eine Internetseite so wenig Ahnung von der eigenen Materie hat. Das ist ja grauenhaft.

    Gruß Goldhamster
     
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  12. Jobo45

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    Als erstes würde ich den Verwalter beauftragen einen Baustopp zu verhängen.
    Denn es sollte geklärt werden, ob die WEG diesen Umbau genehmigt hat und überhaupt genehmigen wird.
    Sollte der Umbau genehmigt werden müssen Kosten die Aufgrund der Änderung anfallen geklärt sein. zum Beispiel: sollte eine Milchglasscheibe eingesetzt werden und diese kaputt gehen wer bezahlt dann den Schaden, wenn es keinen eindeutigen Verursacher gibt?
     
  13. #12 Tobias F, 05.12.2017
    Tobias F

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    Auf welcher Rechtsgrundlage soll der TS den Verwalter der WEG beauftragen und auf welcher Rechtsgrundlage soll der Verwalter wem gegenüber einen Baustopp verhängen?
     
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  14. sara

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    ist doch schon fertig, was willst da noch stoppen?
     
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  15. Jobo45

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    Der TS kann dem Verwalter diese Veränderung melden, mit dem Recht, dass am Gemeinschaftseigentum Veränderungen statt finden die womöglich nicht beschlossen wurden.

    Der Verwalter sollte wissen, ob eine Änderung von der WEG beschlossen ist, wenn dies nicht der Fall ist, kann er sich auf § 14 und § 22 WEG berufen und diesen Baustopp gegenüber dem Eigentümer, der vermutlich Sondernutzungsrecht an dem Balkon hat, aussprechen.
    Zusätzlich kann er ja darauf hinweisen, dass ein Rückbau erforderlich werden kann, sollte sich die WEG auf einen Antrag in einer WEG Versammlung nicht für diese Änderung stimmen.

    § 14 Pflichten des Wohnungseigentümers
    "sowie von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, daß dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwächst"

    § 22 Besondere Aufwendungen, Wiederaufbau
    "(1) 1Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen, können beschlossen oder verlangt werden, wenn jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden."
     
  16. Jobo45

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    naja der vorgesehen Blickschutz fehlt ja noch, das könnte ein teures Spezialglas sein.
     
  17. #16 BHShuber, 05.12.2017
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    Hallo,

    der Blickschutz könnte aber auch in Form einer Folie in jedem Baumarkt erhältlich erfolgen, zumal keiner weis ob nicht der Hund/Katz Unterhaltung braucht und gar kein Sichtschutz angebracht wird oder der Nutzer selber windgeschützt auf die Nachbarschaft blicken will.

    Gruß
    BHSHuber
     
  18. #17 Tobias F, 05.12.2017
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    Melden kann man dem Verwalter alles mögliche. Der Verwalter kann auch den Eigentümer kontakten und um Info bitten, es kann ihn auch darauf hinweisen das es sich (sehr wahrscheinlich - denn letztlich müsste ein Gericht entscheiden. Zudem kennen wir die Gemeinschaftsordnung ebenso wenig wie die bisherige Beschlusslage der WEG) um eine genehmigungspflichtige bauliche Veränderung handelt. ABER: Weder kann Eigentümer x den Verwalter mit irgendetwas in dieser Angelegenheit beauftragen, noch kann der Verwalter einen BAUSTOPP verhängen - hierzu ist er in keinster weise befugt.
     
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  19. #18 immobiliensammler, 05.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2017
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    Eigentlich schon, die Frage ist eher wie er das rechtlich durchsetzen will. Mal ein fiktives Beispiel: Treppenhaus ist logischerweise Gemeinschaftseigentum und jetzt fange ich als einer der Eigentümer (ohne Beschluss Absprache etc.) an, das Treppenhaus pink zu streichen. Was kann/muss/soll der Verwalter dann Deiner Meinung nach machen?
     
  20. Pitty

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    Das Haus hat eine Bauabnahme mit dem alten Geländer beim Bauamt gehabt. Jetzt kann natürlich sein, dass das Bauamt diesem Umbau so nicht zustimmt. Zum anderen könnte dem Bauamt auch monieren, dass die Glasstärke nicht stark genug sein könnte, ect.. Keine Ahnung, was es da für Ausführungen/Vorschriften gibt.

    Ich als Verwalter würde den sofortigen Rückbau anordnen. Sicherlich muss die bauliche Veränderung von der Gemeinschaft beanstandet werden. Wenn sich der Eigentümer weigert das zurück zu bauen, wird sicherlich ein Gericht darüber entscheiden müssen.

    Ich würde so einen Eingriff in die Optik der Fassade nicht einfach hinnehmen. Der nächste Eigentümer macht sich dann ein anderes Geländer ran, was am Ende unmöglich aussieht.

    Ihr solltet ganz schnell eine Eigentümerversammlung einberufen.
     
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  21. #20 Tobias F, 05.12.2017
    Tobias F

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    Ob du es glaubst oder nicht, der Verwalter kann rechtlich nichts unternehmen. Er kann dich darauf hinweisen das Du das nicht darfst, aber mehr auch nicht. Er darf, sofern in seinem Vertrag nicht anders geregelt, in diesem Fall noch nicht ein mal einen Anwalt auf Kosten der Gemeinschaft einschalten.
    Erst wenn die Gemeinschaft etwas beschlossen hat darf der Verwalter die nötigen Schritte einleiten, wobei er dennoch weder Dir noch von dir beauftragten Handwerkern das Arbeiten verbieten kann.
     
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