Ärger mit der Sondereigentumsverwalterin

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Immofreund, 02.07.2016.

  1. #1 Immofreund, 02.07.2016
    Immofreund

    Immofreund Neuer Benutzer

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    Ich habe für eine meiner Wohnungen die WEG-Verwalterin auch mit der Sondereigentumsverwaltung beauftragt. Heute (02.07.) hatte ich folgende Nachricht von der Verwalterin in der Post: Der Mieter hat zum 30.06. gekündigt und man würde nun einen Makler mit der Weitervermietung beauftragen. Da die Wohnung mit 3monatiger Kündigungsfrist vermietet war, muss der Mieter also bereits Anfang April gekündigt haben. Man hat also 3 Monate gewartet, mich über die Kündigung zu informieren und mit der Weitervermietung zu beginnen. Da die Wohnung in der ostdeutschen Provinz liegt, ist es eh schon schwer, dort einen Mieter zu finden… Der Leerstand ist also wohl 3 Monate länger als notwendig. Der wirtschaftliche Schaden also 3mal Kaltmiete plus umlagefähige Nebenkosten.


    Was empfiehlt ihr mir, wie mich hier verhalten soll? Am liebsten würde ich hier auf Schadensersatz klagen, nur ist das sinnvoll?
     
  2. AdMan

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  3. #2 immobiliensammler, 02.07.2016
    immobiliensammler

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    Hallo Immofreund,

    was steht denn zu den Aufgaben der Verwalterin im SEV-Vertrag?

    Nur wenn man weiß, was diese vertraglich an Leistungen schuldet kann man darüber diskutieren, inwieweit Schadensersatzansprüche bestehen!
     
  4. Duncan

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    Was sagt die Verwalterin? Was war das für ein Mieter? Bei sehr vielen Mietern ist es für den Vermieter sehr klug keine Vermietung direkt im Anschluss anzustreben, sondern erst einmal die Wohnung zurückzunehmen, zu sichten und dann ggf. aufzuhübschen/in einen vermietbaren Zustand zu versetzen.
    Damit kann dich die Vermieterin durchaus vor erheblichen Kosten( z.B. Schadensersatz in Form von Hotel- und Lagerrechnungen) und Ärger mit dem möglichen neuen Mieter bewahrt haben.
    Weiteres ist also erst nach Rücksprache mit der Verwalterin und ggf. Sichtung der Wohnung zu sagen.
     
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  5. Andres

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    Noch grundsätzlichere Frage: Wie war die SEV organisatorisch vereinbart? Zu welchen Anlässen sollte die Verwalterin mit dir Rücksprache halten?
     
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  6. #5 Immofreund, 03.07.2016
    Immofreund

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    Ich habe bei der SEV das "Komplettpaket" (inkl. Nachvermietung etc.) beauftragt, jedoch wurden z.B. bislang alle Reparaturen in Abstimmung mit mir durchgeführt. Im Vertrag steht zu den Rücksprachen mit dem AG jedoch nichts konkret drinnen.

    Der Mieter war komplett unauffällig und hat brav seine Miete bezahlt. Dass man mich nun 3 Monate weder über die Kündigung informiert hat, noch sich um die Nachvermietung gekümmert hat, ist m.E. skandalös. Selbstredend natürlich, dass man einen "kooperierenden" Makler (Ehemann einer MA) mit der Vermietung beauftragt hat...

    Mal schaun, wie die SEV auf meine Beschwerde reagiert, gekündigt wird die SEV zum Jahresende aber auf jeden Fall...
     
  7. #6 schnubbidubbi, 04.07.2016
    schnubbidubbi

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    Also wegen der paar Kröten würde ich mich nicht aufregen. Wenn man nicht in der Lage oder Willens ist, die Verwaltung selber zu machen, muss man sich nicht wundern, da die wenigsten Hausverwalter sich ein Bein für die Besitzer ausreißen, um es mal vorsichtig zu sagen.

    Es gibt auch die Kombination, die Verwaltung machen zu lassen, die Zahlungen und den Schriftverkehr aber dennoch über die eigenen Adressen laufen zu lassen, sodass man immer den Überblick behält.

    Juristisch hast du in diesem Fall eh keine Chance, da der Hausverwalter immer behaupten kann, schon auf diesem oder jenem anderen Weg es versucht zu haben.

    Also kündige den Laden und vergiss es, aber wundere dich auch nicht, wenn der nächste SEV nicht wirklich besser ist.
     
  8. #7 BHShuber, 04.07.2016
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    Hallo,

    ich empfehle einmal den Verwaltervertrag über das Sondereigentum zu lesen um herauszufinden wie genau diese Situation geregelt ist.

    Zudem hast du nach wie vor das Sagen, wenn du nicht über einen Immobilienmakler vermieten möchtest, dann unterbinde das, Verwaltung über Sondereigentum schließt eigentlich die Weitervermietung mit ein, wenn auch gegen Gebühr, je nach dem was im Verwaltungsvertrag vereinbart ist.

    Gruß
    BHShuber
     
  9. Andres

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    Das ist der nächste sinnvolle Schritt. Wenn es gute Gründe für das Vorgehen gab, dann wird die Verwaltung das sicher aufklären können. Andernfalls würde ich zunächst einmal abwarten, wie hoch der Schaden tatsächlich ausfällt - Ansprüche kann ich dann immer noch stellen.


    Ehrlich gesagt wäre mir das völlig Wumpe, solange der Makler gute Arbeit leistet.


    Das ist erstens nicht meine Erfahrung und zweitens auch völlig egal: Wenn man für eine Dienstleistung Geld nimmt, darf der Kunde auch eine Gegenleistung erwarten.
     
  10. #9 schnubbidubbi, 04.07.2016
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    Klar. Aber eine Schadenersatzklage halte ich dennoch für aussichtslos. Dafür müsste er beweisen, dass er früher einen Nachmieter bekommen hätte, wenn der SEV früher tätig geworden wäre, was praktisch unmöglich ist. In den USA wäre das vielleicht was anderes, wo man in solchen Fällen ein "Worst-Best-case-Szenario" unterstellen kann, aber bei uns ist das á la "Vermietung dauert immer genau drei Monate" zum Glück nicht möglich.
     
  11. #10 Immofreund, 05.07.2016
    Immofreund

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    Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Als Realist wird mir tatsächlich nichts anderes übrig bleiben, als die Sache im Guten mit der SEV zu regeln. Grundsätzlich hat man in meiner Situation (Wohnung weit weg vom Wohnort) immer das Problem, vor Ort auf kompetente und verlässliche Partner angewiesen zu sein. Hätte mir nicht vorgestellt, wie schwierig das sein würde...
     
  12. Duncan

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    Das Problem hat man doch schon vor der eigenen Haustür, wenn man nicht entsprechende Kontakte hat. Trau schau wem gilt halt immer, insbesondere je geringer die mögliche Kontrolldichte ist.
    Wenn es nicht immer das Problem des vertrauenswürdigen Partners vor Ort gäbe, hätte ich noch ganz andere Sachen am laufen...
    Entweder du kannst mit dem Risiko leben und es rechnet sich entsprechend, oder du verkaufst die Bude halt und sucht etwas vor Ort.
    Ich überlege gerade schon bei ~100km, entsprechend 1h 10min Fahrzeit im Mittel, Objekt sieht passend aus, aber der Weg...
     
  13. #12 Akkarin, 05.07.2016
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    Du könntest den Corsa gegen ein stärker motorisiertes Fahrzeug tauschen.
    Halbiert nachts in jedem Fall die Fahrzeit.
     
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  14. Duncan

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    Nein, nur die Ankunftszeit auf dem Friedhof könnte sich damit drastisch verkürzen. Ich bin die Strecke über 6 Jahre lang 2 mal die Woche gefahren, die kenne ich blind. Ortsfremde halten die ob der Kreuze am Straßenrand gelegentlich für einen bizarren Friedhof, dass sind zumeist die Berliner, die gerade den Stau der Stadt verlassen haben und die Schönheit einer Allee im Tiefflug erkunden wollen oder deren Nachwuchs auf dem Weg zur/von der Dorfdisko, weil ja billiger als in der Stadt...
    Nachts ist dann noch das Timing zu beachten, vor der Wildschweinrotte durch, aber nach dem Damwildrudel und nicht den Wolf mitnehmen datt gifft Ärger.
     
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