Ärger mit fremder Fußbodenheizung bei Abrechnung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Elsa, 26.10.2014.

  1. Elsa

    Elsa Gast

    Hallo liebe Fories,

    seit ein paar Monaten habe ich nun Ärger mit meinem Vermieter wegen der Betriebs- und Heizkostenabrechnung. Ich wohne in einem Mehrparteienhaus (6 Wohneinheiten), es wird mit Fernwärme geheizt und über elektrische HKV abgerechnet. Weil so viele Kostenpositionen gestiegen waren, hatte ich mir die Abrechnung genauer angesehen und auch mit meinen Nachbarn gesprochen.

    Dabei kam heraus, dass einer meiner Nachbarn eine Fußbodenheizung im 6m² großen Wintergarten hat. Der Wintergarten und das Wohnzimmer bei diesem Nachbarn sind offen, also nicht voneinander abgetrennt. Laut Aussage des Nachbars heizt dieser ausschließlich mit der Fußbodenheizung diesen 30m² großen Raum und weil er es gerne warm hat, eben auch auf 26 Grad. Da weder in meiner, noch in der Abrechnung des Nachbarn diese Fußbodenheizung auftauchte, habe ich Widerspruch eingelegt (da waren noch einige andere Positionen).

    Mein Vermieter antwortete mir dann und sagte, dass es keine Fußbodenheizung gäbe und er nicht wisse, woher ich diese Information hätte. Nach 4 Monaten bewegte sich etwas und er schaute sich die Fußbodenheizung vor Ort an. Weil ich mich mit den Nachbarn gut verstehe, war ich bei dieser Begehung vor Ort. Dabei gestand der Vermieter ein, dass es sich tatsächlich um eine Fußbodenheizung handelt.

    Mehrere Wochen später - ich hatte noch keine Antwort des Vermieters erhalten - fragte ich meine Nachbarn, ob sich unser Vermieter denn bei Ihnen gemeldet hätte. Ja, zunächst sollte diese Fußbodenheizung abgeklemmt werden, doch das wollten die Nachbarn nicht und so würde jetzt ein Wärmemengenzähler am Haupthahn der Wohnung eingebaut werden. Weil ich mit der nächsten Abrechnung ohnehin wieder meinen Spaß haben werde und keine Lust hatte, mich auch noch wegen der übernächsten Abrechnung zu ärgern, habe ich dann meinem Vermieter vorsorglich kurz geschrieben, dass er doch beachten soll, dass eine ordnungsgemäße Heizkostenabrechnung nicht schon dann gegeben ist, wenn er eine Nutzergruppe über einen Wärmemengenzähler abrechnet und die Differenz von der gelieferten Wärme und der Nutzergruppe auf die anderen Wohneinheiten verteilt. Eine Antwort habe ich hierauf nicht erhalten, aber ich war willig, zukünftigen Ärger zu vermeiden. Ich möchte ja eigentlich auch nur friedlich leben und nicht fortwährend über irgendwas streiten :(

    Jedenfalls habe ich gestern dann Antwort wegen der Nebenkostenabrechnung bekommen. Mein Vermieter schreibt, dass er mit dem damaligen Architekten gesprochen hätte, es keine Fußbodenheizung gäbe, lediglich das Heizungsrohr nicht auf direktem Weg zum nächsten Heizkörper gelegt wurde und so eine "Schleife" dieses Rohres im Wintergarten verlegt ist. Er hat eine neue Abrechnung erstellt und für diese "Fußbodenheizung" pauschal ca. 60 Euro abgezogen, die nach Verteilung der Heizkosten bei mir mit knapp 10 Euro berücksichtigt wurden.

    Ich hätte hierzu ein paar Fragen und würde mich sehr freuen, wenn ich dazu eine Antwort bekäme:

    - Dieses "Heizungsrohr" hat ein eigenständiges Thermostat von Heimeier. Der Fußboden in diesem Bereich ist nicht immer geheizt, sondern nur dann, wenn das Thermostat aufgedreht wird und auch unabhängig davon, ob die anderen Heizkörper aufgedreht sind. Ein eigenständiges Thermostat für diesen Bereich spricht doch schon eigentlich für eine eigenständige Heizung und nicht für ein "schlecht" verlegtes Heizungsrohr, oder stehe ich da total auf der Leitung? Ich gehe jetzt von meinem laienhaften technischen Verständnis aus, aber müsste dieser Fußboden nicht immer dann beheizt sein, wenn auch die Heizung aufgedreht ist, sofern es sich nur um ein Heizungsrohr handeln würde? Und ein solches Heizungsrohr - das kann man doch nicht abklemmen, wie zuerst vom Vermieter in Auftrag gegeben, ohne dabei zu Sorgen, dass der nächste Heizkörper beeinträchtigt wird, oder?

    - Darf der Vermieter eine nicht abgerechnete Heizung, deren tatsächlicher Verbrauch nachträglich nicht mehr festzustellen ist, einfach schätzen? Denn eigentlich hätte ich ja ein Kürzungsrecht i.H.v. 15 % und das wird ja so umgangen.. Diese 60 Euro entsprechen 1,5% der gesamten heizkosten dieses Hauses.

    - Dann habe ich von anderen Nachbarn erfahren, dass der Wintergarten nachträglich vom Hausmeister angebaut wurde, also nicht von Anfang her bestand. Aktuell gibt es wegen diesem Wintergarten auch Ärger, weil er undicht ist, keine Fensterfirma sich aber bereit erklärt, ihn zu reparieren, weil er nicht fachmännisch gebaut wurde. Getrost dem Fall, dass der Wintergarten tatsächlich nachträglich gebaut wurde: Kann ich das irgendwie von irgendwelchen Stellen in Erfahrung bringen (der Vermieter wird mir da wohl eher nichts sagen..)? Denn wenn er nachträglich gebaut wurde, weiß dieser Architekt, der seinerzeit das Objekt geplant und die Bauleitung hatte, ja logischerweise nichts von einer "Fußbodenheizung".

    Insgesamt bin ich inzwischen ziemlich wütend, weil er mir jetzt mit der korrigierten Abrechnung noch mehr Geld haben will.. Meine Nachbarn haben es jetzt schon richtig warm in ihrer Wohnung, die "Fußbodenheizung" im Wohnzimmer kocht und ich traue mich kaum, die Heizung anzustellen, weil ich Angst vor der nächsten Abrechnung habe :( Das Heizungsunternehmen sagte meine Nachbarn bei der ersten Vor-Ort-Besichtigung im Übrigen, dass sie sich freuen könnten, bisher "umsonst" geheizt zu haben..
     
  2. AdMan

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  3. Elsa

    Elsa Gast

    Entschuldigt meine Unhöflichkeit: Ich wollte mich noch vorab herzlich für Antworten bedanken und einen lieben Gruß hinterlassen. Ich hab mich einfach so in Rage geschrieben, dass ich das total vergessen habe..
     
  4. #3 sara, 26.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Hast du die Abrechnung der Nachbarn gesehen?
    Wie viele Einheiten wurden im WZ angezeigt/abgerechnet?

    Wie stell ich mir das vor?
    Da kommt ein Heizungsrohr aus dem Boden und daran ist ein Thermostatventil angebracht?
    Sehr sonderbar...:unsicher021:

    Daran ist natürlich kein HZV angebracht?

    Das wäre zumindest eine Möglichkeit die Energiemenge dieser Whg. zu messen und zu verrechnen. :unsicher039:

    Auf keinen Fall ist mit dem von dir geschilderten, (wenn so wie von mir oben verstanden) eine korrekte Abrechnung möglich, wenn nicht alle Heizelemente mit HKV ausgestattet sind und die Wärmemengen aller Wohnungen erfasst werden.
     
  5. Andres

    Andres
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    So würde ich das auch sehen. Niemand baut doch einfach so aus Spaß an der Freude einen Thermostat in einen Heizkreis ein. Bei einer Zweirohranlage wäre es noch ein Stück absurder.


    "Aufdrehen" ist trotz laienhaftem technischen Verständnis etwas zu ungenau. Wenn die Heizung läuft und daher das Heizwasser in diesem Heizkreis warm wird, kann über diese zusätzliche Schleife Wärme abgegeben werden. Ob das tatsächlich passiert, hängt vom Thermostat ab.


    "Abklemmen" ist etwas ungeschickt formuliert, "kurzschließen" gefällt mir besser. Der Aufwand, um diese Leitung stillzulegen, hängt davon ab, wie Aufwändig der Zugang zu den Heizrohren ist.


    Theoretisch ja. Praktisch scheitert das daran, dass eine solche Schätzung niemals plausibel sein kann, wenn der "Heizkörper" ganz anders funktioniert, als der Rest der Heizanlage. Eigentlich müsste man jetzt nach Wohnfläche abrechnen. Das ist auch nicht gerade vorteilhaft für dich.

    Es ist auch nicht wirklich dein Problem: Der Vermieter ist in der Pflicht, eine korrekte Abrechnung vorzulegen. Du schaust dir das Meisterwerk an, holst dir ggf. fachkundigen Rat und Widersprichst dann der Abrechnung mit ausreichender Begründung. Dann ist der Ball wieder im Feld des Vermieters.


    Sehe ich auch so.


    Bauamt, falls der Anbau genehmigungspflichtig war. Andernfalls interessieren die sich auch dafür, was das Verhältnis zum Vermieter aber sicher nicht verbessert.
     
  6. Andres

    Andres
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    Für diese improvisierte Fußbodenheizung wäre ein WMZ erforderlich - zumindest ist mir keine Lösung mit HKV bekannt.
     
  7. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    genau das war auch meine Aussage, möglicherweise falsch zu verstehen...
     
  8. Andres

    Andres
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    Stimmt, ist mir jetzt auch aufgefallen.
     
  9. Elsa

    Elsa Gast

    Also es ist so: In dem Wohnzimmer mit integrietem Wintergarten gibt es zwei Heizkörper (mit HKV), jeweils mit Thermostat. Im Bereich des Wintergartens, der zum Wohnzimmer hin offen ist, ist kein Heizkörper angebracht. In bodennähe befindet sich aber ein drittes Thermostat (von Heimeier) und wenn das aufgedreht wird, wird der Fußboden dort warm, unabhängig davon, ob die anderen Heizkörper bzw. Thermostate aufgedreht sind. Bei dem dritten Thermostat ist weit und breit kein HKV zu sehen, so weit ich weiß, kann eine Fußbodenheizung aber auch gar nicht über einen HKV abgerechnet werden.

    Unser Vermieter sagt jetzt, dass das keine Fußbodenheizung, sondern ein in Schleife gelegtes Heizungsrohr ist und er aus Kulanz dafür pauschal 60 Euro in Abzug bringt, weil der tatsächliche Verbrauch jetzt ja nicht mehr festgestellt werden kann.

    Und ich frage mich jetzt, ob er mich über´s Ohr hauen will. Erst gibt es so eine Heizung gar nicht, nach Monaten schaut er sie sich vor Ort an und bestätigt, dass es eine Fußbodenheizung ist und jetzt ist es doch nur ein Heizungsrohr. Insbesondere frage ich mich eben auch, warum ein "lediglich nicht auf direktem Weg zum nächsten Heizkörper verlegtes" Heizungsrohr über ein eigenes Thermostat verfügen soll und wie es möglich ist, dass man dieses Heizungsrohr unabhängig von den im Raum befindlichen Heizkörpern heizen kann, wenn das Rohr doch nur eine Verbindung von Heizkörper 1 zu Heizkörper 2 ist. Und dann scheint mir der erste Auftrag an das Heizungsunternehmen, schleierhaft - denn kann man eine Verbindung zweier Heizkörper einfach so abklemmen, ohne dass der zweite Heizkörper dann gar nicht mehr läuft? Und warum sollte dieses Unternehmen dann meinen Nachbarn sagen, dass sie sich freuen können, bisher umsonst geheizt zu haben?

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  10. Andres

    Andres
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    Dem Vermieter bringt das relativ wenig. Ob du die Heizkosten zahlst oder der andere Mieter oder ihr beide gemeinsam nach irgendeinem Schlüssel, kann ihm eigentlich ziemlich egal sein. Der wirkliche Profiteur ist der Nachbar.


    Dazu bitte meinen Beitrag oben lesen.


    Weil es so ist.
     
  11. Elsa

    Elsa Gast

    Ups, ich sehe jetzt erst, dass ich einige Beiträge überlesen habe - entschuldigt!

    1) Die Abrechnung der Nachbarn habe ich gesehen, ja. Allerdings habe ich mir nicht aufgeschrieben, wie viele Einheiten sie verbraucht hatten, allerdings waren es deutlich weniger als meine. Damals hab ich zu meiner Nachbarin noch gemeint, dass sie ja wirklich sparsam waren und da sagte sie, dass sie ja auch ausschließlich über die Fußbodenheizung heizen. Und wenn ich so zurückblicke und auch aktuell - bei meinen Nachbarn sind es gerne 26 Grad - bei mir z.B. "nur" 21. Aber das alleine ist ja erst einmal subjektiv und nicht objektiv. Aber: In der Abrechnung tauchten eben nur die zwei Heizkörper im Wohnzimmer auf, keine Fußbodenheizung o.ä. Der Vermieter schrieb dann ja auch, dass eine solche nicht existiert.

    2) Beim Bauamt werde ich dann mal nachfragen. Ich weiß eben nur, dass der Wintergarten angeblich nachträglich angebaut wurde und davon muss der Architekt, auf den der Vermieter ja verweist, nichts wissen. Gerade wo die Nachbarn sagen, dass der Hausmeister mit zwei Hilfsarbeitern das Teil gebaut haben soll. Ich weiß, dass das Mietverhältnis dadurch nicht besser werden wird, aber der Vermieter ändert seine Aussagen dazu monatlich und ich möchte ja auch irgendwo Gewissheit. Im Prinzip werde ich hier demnächst (habe noch nicht gekündigt) ohnehin ausziehen, weil hier so viel im Argen liegt.

    3) Ich hab tatsächlich auch mal ausgerechnet, wie meine Heizkosten wären, wenn nach m² umgelegt werden würde. Selbst das wäre günstiger! Ihr müsst wissen, dass die besagte Wohnung mit Fußbodenheizung vorher nicht bewohnt war. Seit dem das der Fall ist, sind meine Heizkosten um 1/3 gestiegen - und meine Gewohnheiten haben sich nicht geändert. Im Vorjahr habe ich sogar deutlich mehr geheizt (höhere Raumtemparaturen). Naja, aber das ist rein subjektiv betrachtet, objektiv bringt das ja nichts. Ich weiß auch nicht, wie der Vermieter auf 60 Euro kommt, denn er begründet das nicht.
    Ja, das ist die Pflicht des Vermieters. Ich würde es nur so gerne geklärt wissen, damit das Thema mal endlich vom Tisch ist. Viel schlimmer finde ich eigentlich, dass der Vermieter sich so viel Zeit gelassen hat, der Fußbodenheizung auf den Grund zu gehen: Jetzt heizen meine Nachbarn wieder fröhlich mit der derzeit immer noch nicht erfassten Heizung. Genau das wurmt mich eben. Dass die nächste Abrechnung wieder falsch ist, ist ja ohnehin klar, aber sie könnte etwas gerechter sein, wenn das Teil jetzt schon erfasst würde.

    4) Bzgl. des Aufdrehens: Ich stelle mir bei einem "in Schleife verlegtem Heizungsrohr" das Ganze so vor, dass dieses Rohr immer warm ist, wenn irgendein Heizkörper im Wohnzimmer an ist bzw. das Thermostat aufgedreht ist, d.h. nicht auf "0" steht (Berichtigt mich, wenn ich falsch liege). Der Vermieter lässt das dritte Thermostat ja einfach unter den Tisch fallen. Er stellt das Ganze ja so dar, dass dieses Rohr nur Heizkörper A und B verbindet und nur mehr Wärme "verliert", weil er nicht auf direktem Wege zum nächsten Heizkörper verlegt ist. Aber dann wäre dieses dämliche "Rohr" ja immer warm, sobald die Thermostateinstellung z.B. auf 3 steht und nicht nur dann, wenn Mieter Lust auf Fußbodenwärme hat. Versteht ihr mich? Ich versuche für mich Argumente zu finden, dass das eben nicht nur ´nen ungünstig verlegtes Heizungsrohr ist.
    Wobei ich meine mich zu erinnern, dass die Nachbarn gesagt hätten, dass ihnen der Hausmeister gesagt hätte, dass die Fußbodenheizung (ja, der nennt das Kind beim Namen) über den Rücklauf des Heizkörpers daneben läuft und von dem "miterfasst" wird (Was ein Satz :D). Aber dagegen spricht ja eigentlich, dass die Nachbarn die Fußbodenheizung auch dann anstellen können, wenn besagter Heizkörper nicht "an" ist. Und besagter Heizkörper hat auch keinen dementsprechen großen Faktor.

    5) Ja, im Prinzip "bringt" das dem Vermieter nichts. Betrachtet man aber die Tatsache, dass aktuell drei Widersprüche gegen die Neben- und Heizkostenabrechnung vorliegen und angenommen alle würden 15% der verbrauchsabhängigen Heizkosten in Folge der Fußbodenheizung kürzen.. Von der Warte aus hätte er schon ein Interesse daran, zu behaupten, dass es keine Fußbodenheizung ist und uns quasi "über´s Ohr zu hauen". Und der Einbau eines WMZ kostet ja auch Geld.

    Ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe! Liebe Grüße,
    Elsa
     
  12. Andres

    Andres
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    Du liegst falsch. Das Rohr ist warm, wenn die Heizanlage läuft. Ob die übrigen Thermostate dieses Heizkreislaufs offen sind, spielt nur dann eine Rolle, wenn dadurch die hydraulische Situation völlig aus dem Ruder läuft. Im normalen Betrieb ist das wurscht.


    Dieses Argument würde auch auf jeden gewöhnlichen Radiator zutreffen. Der ist auch nur eine Art "Umweg" in der Leitung.


    Ja, aber du verstehst nicht, wie ein Thermostat funktioniert. Ist für das aktuelle Problem nicht unbedingt erforderlich, könnte aber grundsätzlich das Verständnis für Zusammenhänge fördern. Wikipedia hilft gerne weiter.


    An Heizungsrohren gibt es keine Thermostate.


    Auch das ist Quatsch. Die HKV erfassen die abgegebene Wärme anhand der Differenz zwischen Raumtemperatur und Oberflächentemperatur des Heizkörpers. Was die Leitung verliert, kann ein HKV damit prinzipiell nicht erfassen.


    Es bringt dem Vermieter nichts, dich über's Ohr zu hauen. Dass man trotzdem Anreize schaffen kann (und sollte!) ist eine andere Frage. Der Vermieter ist einfach zu faul, die Sache ordentlich zu regeln. Das würde einmalig etwas Initiative erfordern.


    Hält sich in Grenzen. Die Geräte kann man mieten und die Kosten sind umlagefähig.
     
  13. Elsa

    Elsa Gast

    @Andres:

    Danke für die Aufklärung! Ich scheine da große Defizite zu haben *schäm*. Ich kann aber auch (falls erwünscht) mal ein Bild von dem Thermostat dieser "Fußbodenheizung" machen.

    Im Übrigen bin ich nochmal meine Abrechnung von 2012 und 2013 durchgegangen und mir ist z.B. aufgefallen, dass allein der Heizkörper im Schlafzimmer 42,4 % mehr verbraucht halt (Einheiten 2012: 897,696; Einheiten 2013: 1558,5). Dort habe ich 2012 und 2013 immer auf Stufe 2 geheizt. Allerdings kenne ich mich da auch wieder nicht sonderlich aus und weiß nicht, ob diese Steigerung überhaupt irgendeine Aussagekraft hat. Diese Einheiten geben doch nur einen Anteil von der Gesamtmasse an, oder? Dann wären Einheiten aus 2012 und Einheiten aus 2013 ja nicht vergleichbar, oder?

    Bzgl. fachlichem Rat: Ich bin ja beim Mieterschutzbund. Allerdings habe ich da das Gefühl, dass ich die Abrechnung quasi schon kontrolliert haben muss, damit denen nichts entgeht..

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  14. Elsa

    Elsa Gast

    Edit: Ich meinte den Heizkörper im Arbeitszimmer!
     
  15. Andres

    Andres
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    Ok, jetzt sind wir an dem Punkt, an dem du die Funktion eines Thermostats verstehen musst. Die Einstellung gibt vor, wie warm du es gerne im Raum hättest. Wieviel der Heizkörper dafür leisten muss, ist eine völlig andere Frage.


    Höchstens sehr eingeschränkt. Für einen Vergleich wäre zumindest noch die Summe aller erfassten Einheiten im Haus erforderlich.


    Komisch, mir geht es immer genau umgekehrt: Die finden Probleme, die keine sind. Wie auch immer: Wenn du da sowieso Mitglied bist, kannst du ja problemlos die kostenlose Beratung mitnehmen. Wie du danach weiter verfährst und ob du dich wirklich von einem der Anwälte dort vertreten lassen willst, kannst du ja noch nach dem Gespräch entscheiden.
     
  16. Elsa

    Elsa Benutzer

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    So, ich hab mich jetzt einfach mal regestriert. Habe eben einen Zwischenstopp bei meinen Nachbarn eingelegt und ein paar Bilder von der "Fußbodenheizung"/Wintergarten gemacht. Vielleicht könnt ihr mir da jetzt weiterhelfen, ich hab vorher nämlich noch nie eine Fußbodenheizung gesehen *schäm*.

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    Wie gesagt, der Wintergarten ist zum Wohnzimmer hin offen. Ganz hinten links in der Ecke des Wintergartens ist der Fußboden z.B. auch ganz warm/heiß. Ansonsten befindet sich auf der Seite des "Thermostates" der Fußbodenheizung hinter der Wand dann in einer Fensternische ein Heizkörper.

    Ich hoffe, man kann damit etwas anfangen.

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  17. Andres

    Andres
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    Dass man darüber die ganze Wohnung beheizen kann, möchte ich irgendwie nicht so ganz glauben. Wie auch immer: Was da tatsächlich installiert ist, wissen wir nicht. Aber niemand baut einen Thermostat einfach so an ein Heizrohr an.
     
  18. sara

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    Diesen "Niemand" gibt es wohl...:91:***:16:

    Nein im Ernst, das sieht ja äußerst kurios aus.

    Elsa, mit dem Foto solltest du zum Mieterschutzverein gehen, in dem du ja Mitglied bist. Dies alles vortragen, ich denke dass auf jeden Fall der Heizkostenabrechnung widersprochen wird und es auf jeden Fall auch nicht mit den 60 Euro Reduzierung der Heizkosten fürs ganze Haus durchgeht.

    Für dich ist das wohl die einfachste Lösung.
     
  19. Elsa

    Elsa Benutzer

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    Das habe ich so auch gar nicht behauptet. Aber sie heizen hierüber das 30m² große Wohnzimmer auf 26 Grad. Und weil sie der Meinung sind, dass sie den Rest "mitheizen" können, sind alle Türen dieser 90m² Wohnung offen. Dass die Fußbodenheizung dafür nicht ausgelegt ist, wissen die (scheinbar) nicht.
    Wie auch immer: Wenn ich mir anschaue, dass ich für mein 20m² Wohnzimmer für 21 Grad satte 3377,4 Einheiten (Eine Einheit kostet 0,1685 Euro, also nur das Heizen meines Wohnzimmers hat 569,09 Euro gekostet) verzeichnen musste.. kann ich nur erahnen, was das ausmacht. Angenommen das macht 600 Euro aus (ausgehend von meinem Wohnzimmer + kleiner Aufschlag für größere Fläche und Wärme - ich weiß, ja man kann das nicht einfach vergleichen, aber es ist nur ein Beispiel), dann würde das bei meinen verbrauchsabhängigen Heizkosten mit den vorliegenden Einheiten knapp 90 Euro ausmachen. Jeder mag ein anderes Verständnis von "viel" und "wenig" haben - für wären 90 Euro jedenfalls nicht wenig.
     
  20. #19 Taliesin, 28.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2014
    Taliesin

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    Hallo,

    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Sache sehr gut funktioniert.
    Da der Wintergarten ja erst später kam und so wie ich verstanden habe, das Wohnzimmer keinen sonstigen Heizkörper hat, werden die fleißigen Handwerker einfach den Heizkörper, welcher ursprünglich unterm Fenster zum jetzigen Wintergarten gesessen hat, entfernt haben und die Anschlüsse desselbigen für eine Heizschlange im neuen Wintergartenboden genutzt haben.
    Dass sie dafür nur den Rücklauf verwenden (so heize ich übrigens meine Badezimmerfußbodenheizung) möchte ich mal bezweifeln. Sie werden einfach den Wintergartenboden als flachgelegten Heizkörper nutzen, und der wird sicherlich prima warmes Heizungswasser in kaltes verwandeln. Ungezählt, so möchte ich auch mal heizen ;-)

    Also, Funktionsweise der Heizung für mich nachvollziehbar, Elsas Ärger über die mangelhafte und nicht erklärte pauschale Abrechnungsart auch.

    Gruß
    Tali

    edit: gerade auf dem Bild gesehen: Das Teil ist zwar von Heimeier, aber offenbar kein Thermostat (erkennbar an der fehlenden Skala). Das Ding ist einfach nur ein Art Wasserhahn, sowas wie früher an den Heizkörpern gesessen hat, bevor es die Thermostaten gab. Die Dinger machen warmen Boden, egal ob Bude warm oder nicht. Aufdrehen und Heizwasser fließt.
    Wenn die Fliesen also sauber sind, hat man ne prima Warmhalteplatte für die Familienfeiern.
     
  21. Elsa

    Elsa Benutzer

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    @Taliesin:

    Danke für Deine Antwort :) Ich muss dich nur an einer Stelle korrigieren: Im diesem Wohnzimmer befinden sich auch (also zusätzlich zur "Fußbodenheizung") zwei Heizkörper. Allerdings ist der eine davon so mit Möbeln verbaut, dass er nicht angestellt wird und der andere schafft es alleine nicht, den Raum aufzuheizen.

    Ich hätte ja noch irgendwie verstanden, wenn der Vermieter eingelenkt und gesagt hätte "Tut mir leid Frau XY, natürlich ist das nicht korrekt, wir finden da eine Lösung." Hey, ich weiß, dass auch Dinge vergessen/schief laufen können, die es eigentlich nicht sollten.
    Nein, stattdessen wird erst einmal gesagt, dass keine Fußbodenheizung existiert und es wird sich monatelang nicht darum gekümmert, dann findet eine Besichtigung statt und es soll dann doch eine sein. Mit Schreiben vom 21.10.14 wird mir dann erklärt, dass "[..] keine Fußbodenheizung eingebaut, lediglich [..] das Heizungsrohr nicht auf direktem Weg zum nächsten Heizkörper gelegt [wurde] [..]". Und wer steht dann gersten vor meiner Tür und will mich mit "Mistgabeln" vertreiben? - meine Nachbarn. Weil die nämlich jetzt vom Vermieter ein Schreiben erhalten haben und er von ihnen das Geld will (also die ca. 60 Euro). Und dabei war er noch so nett, mich als Ursache zu bennenen: "Wie sie wissen, hat Frau XY, gegen die Betriebs- und Heizkostenabrechnung 2013 Widerspruch eingelegt, da wir die Fußbodenheizung in Ihrer Wohnung nicht erfasst haben und nicht separat ausgewiesen haben. Wir haben die Abrechnung neu erstellen lassen."
    Mal davon abgesehen, dass ich es frech finde, mich als Grund für die Zahlung vorzuschieben und er so versucht, mich in´s Abseits zu schaffen, verplappert er sich ziemlich, denn er schreibt mehrfach, dass es sich um eine Fußbodenheizung handelt und nicht nur um ein Heizungsrohr. Darüber hinaus ist die Aussage auch falsch - ich habe nicht nur Widerspruch wegen der Heizkosten eingelegt, ich soll auch anteilig für eine Ameisenbeseitigung in einer Nachbarwohnung aufkommen, die Versicherungssumme ist in den Gesamtkosten um 305 Euro gestiegen (obwohl sich nach Aussage des Vermieters die Preise nicht erhöht haben..), insgesamt ist alles unduchrsichtig, weil 3 Wohnhäuser sich einen Fernwärmeanschluss und 2 Häuser sich einen Wasseranschluss teilen, aber nur unser Haus auf der Abrechnung auftaucht und man absolut nichts nachprüfen kann usw. Und ich bin nicht die einzige Mieterin, die Widerspruch eingelegt hat. Das Schreiben habe ich mir natürlich kopiert und halte mir offen, dagegen vorzugehen. Und sowas schimpft sich Hausverwaltung..

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
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