Ärger mit Mietern nach Auszug

Diskutiere Ärger mit Mietern nach Auszug im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Guten Morgen, ich hatte schon einmal hier im Forum geschrieben bzgl. eines Mietstreites zwischen meinen Eltern (Eigentümer) und Mietern....

  1. bili85

    bili85 Neuer Benutzer

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    Guten Morgen,

    ich hatte schon einmal hier im Forum geschrieben bzgl. eines Mietstreites zwischen meinen Eltern (Eigentümer) und Mietern. Mittlerweile sind diese Ausgezogen und es läuft alles über den Rechtsanwalt.
    Diese hatten damals angegeben gehabt, dass Sie wegen Schimmel etc. von Ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen, und hatten uns auch vorher ein schreiben mit einer 50% Mietminderung gemacht. Blöd nur das deren Rechtsanwältin vom Mieterschutzbund die Briefe falsch adressiert hatte, sodass bei uns nichts angekommen war. Es handelte sich auch lediglich um Schimmel von ca. 1m² im Schlafzimmer hinter dem Schrank (was meines Erachtens durch unzureichendes lüften entstanden ist). Gestern ist ein schreiben von der Gegenseite eingegangen mit einer Liste von Mängeln(die hälfte ca. sind Mängel bzw. Schönheitsfehler die schon beim Einzug der Wohnung vorhanden waren, uns bis zum Auszug auch niemanden interessiert hatten).

    Jetzt wollte ich wissen ob jemand von euch schon solche Erfahrungen gemacht hat oder damit vor Gericht war. Ich halte 50% Mietminderung sowie ein Sonderkündigungsrecht für nicht angemessen.

    Das einzige was mir Sorgen macht ist die Nebenkostenabrechnung, diese hatten meine Eltern die Jahre nicht gemacht und auf Aufforderung der Mieter wurden diese jetzt nachgereicht für die letzten 4 Jahre und dabei kam raus, dass die Mieter eigentlich hätten nachzahlen müssen.

    Das ganze Problem fängt schon beim Mietvertrag an, meine Eltern hatten beim §6 Mietzins, die Kaltmiete eingetragen aber unter Punkt 2 nicht gemäß Betriebskostenvereinbarung angekreuzt sondern zusätzlich weitere folgende Betriebskosten nur Wasser rein geschrieben und die Vorauszahlung eingetragen.
    Das würde ja dann bedeuten das kein Anspruch auch weitere Betriebskosten wie Grundsteuer, Gebäudevers, Abfall etc. bestehen würde oder ?
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 24.10.2018
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ich hoffe mal, dass dein Eltern sich durch einen Anwalt vertreten lassen.
    Wenn das wirklich auf einen Rechtstreit hinausläuft, ist fundiertes Fachwissen mehr als wichtig.

    Zu Mängeln kann man sagen, was bei Einzug bekannt ist, berechtigt zu keiner Mietminderung. Z.B. eine Wohnung, die ohne Heizung angemietet wird berechtigt nicht zu einer Mietkürzung weil sie im Winter kalt ist, wenn das vorher bekannt ist.
    Zu einer Mietminderung berechtigen nur Mängel, welche die Nutzbarkeit einer Wohnung wirklich einschränken. Z.B. ein Heizungsausfall, wenn eine Wohnung mit Heizung angemietet wurde. Rein optische Schönheitsfehler fallen nicht darunter (z. B. schlecht tapezierte Wand).

    So wie du die Einträge im Mietvertrag beschreibst, klingt das nach einer Teilinklusivmiete. D.h. mit der Miete sind Kaltmiete und alle Nebenkosten bis auf die noch extra aufgeführten (in diesem Fall Wasser) abgegolten. Andere umlagefähige Nebenkosten müssen die Mieter nicht bezahlen.
    Es kommt aber darauf an, was genau vereinbart wurde. Eine Nebenkostenabrechnung kann auch im fortlaufenden Vertragstext enthalten sein und einzelne Posten davon müssen nicht zwingend nochmal aufgelistet oder angekreuzt werden.

    Für 1 qm Schimmel hinter einem Schrank, tippe ich ebenfalls auf mangelndes Lüften. Es kann aber auch andere Ursachen haben.
    Andererseits, wieviel Leute schauen hinter ihre Schränke um dort nach Schimmel zu suchen? Das muss eine Vorgeschichte haben, z.B. Modergeruch, damit das im Alltag auffällt.

    Wenn der Mieterbund ene falsche Postadresse für Anschreiben an deine Eltern nutzt, kann man deinen Eltern keinen Vorwurf daraus machen.
    Das hätte auch den Mietern auffallen müssen. Die Mieter haben die Schreiben vom Mieterbund ja auch erhalten.
    Wenn deine Eltern nicht auf anderem Weg von den Problemen glaubhaft (nachweislich) erfahren haben, sehe ich hierin eine Pflichtverletzung der Mieter, aber kein Versäumnis deiner Eltern.

    Aus dem Bauch heraus nach deinen Schilderungen finde ich 50% Mietkürzung nicht angemessen, aber es gibt Mietminderungstabellen als Orientierungshilfe. Wenn aber weitere Mängel dazu kommen, kann das durchaus berechtigt sein, aber nur dann, wenn der Vermieter davon weiß.

    Auf den Kontoauszügen sieht man aber Mietminderungen. Ok, einmalig kann man das auch mal übersehen, über mehrere Monate hinweg wird es aber sehr schwer glaubhaft zu machen, dass einem Vermieter das nicht aufgefallen ist auch ohne Anschreiben vom Mieter. Dann wird man wohl eher annehmen, dass der Vermieter von einem Mangel wußte und hat nicht darauf reagiert hat.
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein, das ist nicht blöd. Jedenfalls nicht im Zusammenhang mit der Mietminderung.
    Mietminderungen müssen nicht per Brief angekündigt oder sonstwie bekannt gegeben werden.
    Ist das mit dem unzureichenden Lüften dein Bauchgefühl?
    Es gibt bzgl. Kündigungen klare Regeln. Da muss man nichts "für angemessen halten" bzw. es ist egal, was du davon hältst.
    Eine 50%ige Mietminderung ist genau dann angemessen, wenn die Mietsache nur zu 50% nutzbar ist bzw. die zur Verfügung gestellte Mietsache nur 50% dessen entspricht, was vertraglich vereinbart wurde. Das
    alles ist unabhängig davon, was du für angemessen hältst.

    Wenn ich etwas ankreuze, sieht das immer gleich aus - egal, ob ich gemäß Betriebskostenvereinbarung ankreuze oder nicht.
    Aber mal was ganz anderes: Ist in der Betriebskostenvereinbarung beschrieben, wie etwas anzukreuzen ist?
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich denke Du oder deine Eltern werden anwaltlich vertreten. Da wir nicht den ganzen Mietvertrag kennen würde ich sagen lasst Euren Anwalt über diesen schauen. Zum anderen kannst du die Betriebstkostenabrechnung für 2017 noch fertigen. Sobald sich für frühere keine Gutschrift ergibt sei froh sonst müsstet ihr diese noch auszahlen.

    50 Prozent Mietminderung ist eindeutig zu viel.
     
  6. bili85

    bili85 Neuer Benutzer

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    Die Frage ist aber, ich habe ein Abrechnung nachträglich erstellt mit allen Betriebskosten. Aber nachträglich im Mietvertrag gesehen, dass als Nebenkosten lediglich Wasser angegeben war. Deswegen müsste man evtl. doch was an die Mieter zurück erstatten. Beim Müll z.B. hat meine Mutter damals ausgemacht, dass es auf Sie läuft, die Mieterin aber für die hälfte aufkommt. (Wurde mündlich vereinbart )
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Richtig, @Pitty: Nicht nur für 2017, sondern für alle anderen Jahre vor oder nach 2017 auch, kann man die Betriebskostenabrechnung noch fertigen (ja, komischer Satzbau, aber ich habe mich mal angepasst).
    Aber darum geht es gar nicht. Also mal wieder voll am Thema vorbei.

    Und falls du das anders gemeint hast (warum hast du das dann nicht direkt so geschrieben, wie du das gemeint hast?): Wie soll der Fragende erkennen, wie du das gemeint hast (haben könntest)?

    Ah ja. Wie kommst du darauf?
     
  8. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Der Erste Schritt (vor der Rückrückrückerstattung) wäre, einzusehen dass die Abrechnung laut deiner Beschreibung falsch war. Danach könnte man eine korrekte Abrechnung erstellen und erst dann sollte man sich m.E. über rückzuerstattende Rückerstattungen Gedanken machen.

    Der Einfachheit halber würde ich die Denkweise ändern: Weg von (Rück-)Erstattungen, hin zu der Tatsache, dass die Mieter Betriebskosten zu zahlen haben. Die Zahl kann man ganz konkret ausrechnen, und anschließend dem bereits gezahlten gegenüberstellen. Die Differenz ist zu zahlen (Denkweisenänderung: nicht zu erstatten) - vom Mieter oder Vermieter.
     
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