Ärger mit Mietern wegen schlechter Schaldämmung

Diskutiere Ärger mit Mietern wegen schlechter Schaldämmung im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo, ich habe ein Mietshaus mit 3 Wohnungen 2 davon sind vermietet, eine zur Zeit leer. Die Geschosse sind mit Holzdecken voneinander...

  1. #1 ThorstenH, 10.11.2013
    ThorstenH

    ThorstenH Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe ein Mietshaus mit 3 Wohnungen 2 davon sind vermietet, eine zur Zeit leer. Die Geschosse sind mit Holzdecken voneinander getrennt (Fertigbauweise aus Holz-Ständerwerk mit Decken aus Holz-Brettschicht). Leider übertragen die Decken und Wände zu viel Schall/Geräusche von einer Wohnung zur anderen, was die Mieter natürlich nervt. Insgesamt ist das Haus recht hellhörig. Weche Möglichkeiten gibt es hier, dies zu verbessern? Als Bodenbelag ist zur Zeit Laminat verlegt. Ich habe mich erkundigt, dass die Verlegung von Teppichboden anstelles des Laminats nur 20% Schallreduktion bringt. Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch?

    Vielen Dank für eure Ideen.
     
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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Thorsten,
    wenn ich Dir antworten würde "eine Generalsanierung" wäre das wohl wenig hilfreich...
    Stösst das Laminat evtl. hart an die Wände? Gibt es einen Trittschallschutz darunter?
    20% Reduktion wären aber doch schon mal nicht übel, oder?
     
  4. Andres

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    In die akkustische Entkopplung von Wohnräumen kann man fast unendlich viel Geld versenken. Eine der zentralen Fragen ist daher, wieviel Geld du in die Hand nehmen möchtest.

    Berny hat eines der einfacheren Stichworte schon genannt: In die Unterkonstruktion eines Laminats gehört eine ordentliche Trittschalldämmung. Das wird in billigen Selbstbauprojekten gerne mal vernachlässigt oder ganz ignoriert.
     
  5. #4 Berny, 10.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2013
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    In unserer EG-Wohnung befinden sich unter dem Laminat 5mm Schaumstoffplatten mit Silber- (oder Alu-) Reflexionsfolie oben drauf. War eine super Idee!:D *)
    *) PS: vom Verkäufer... ;-)
     
  6. #5 Pharao, 10.11.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.11.2013
    Pharao

    Pharao Gast

    Hi ThorstenH,

    was genau bedeutet das ? Also was hört man genau (gespräche, bewegungen, ect) ?
    Desweiteren, hört man hier nur die Nachbarn die über einem wohnen oder auch die Nachbarn die nebenan wohnen ?

    Und als letztes natürlich auch die Frage, wieviel willst du investieren ?

    Ich vermute mal, das bei der Einsparmöglichkeit mit Teppich, das der jetzige Laminatboden wohl recht billig war oder/und falsch montiert wurde.

    Nur als Info: Es gibt mittlerweile auch Laminatböden, da hört sich ein fallender Golfball wie ein Gummiball an. Wie sich der Golfball auf billigen Laminat anhört, das muss ich wohl nicht beschreiben ;)
     
  7. MBS

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    Haus?

    Da hast du kein Haus sondern eine Holzhütte. :)
     
  8. #7 Aktionär, 11.11.2013
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    Was für ein hilfreicher Beitrag.

    Fast jedes Fertighaus ist z.B. in dieser Bauweise errichtet. Nur mal so ... :tongue:
     
  9. #8 ThorstenH, 11.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2013
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    Man hört nicht nur den Trittschall, sondern auch Geräusche von Rolläden, wenn es ganz leise ist sogar von Lichtschaltern, die in der Wohnung darüber betätigt werden. Ich meine die Geräüsche von der Straße sind auch etwas zu laut, geht aber noch. Das Laminat ist recht hochwertig gewesen. Darunter befindet sich Trittschalldämmung so in etwa wie die von Berny beschriebene "5mm Schaumstoffplatten mit Silber- (oder Alu-) Reflexionsfolie oben drauf." Da der Schall auch über die Wände kommt, reicht ein Austausch der Trittschalldämmung oder des Fussbodenbelags vermutlich nicht.

    Was mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig wäre: welche Ansprüche habe ich gegenüber der Baufirma? Ich habe den Mangel während der Garantiezeit schriftich angezeigt, allerdings bislang ohne Einigung. Das Haus wurde 2008 errichtet und bezogen. Müssen die nicht irgend welche Mindestnormen zwecks Schallschutz einhalten?
     
  10. Berny

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    Die möchte ich mal sehen... - Oder hau'n die Bewohner mit Hausschlappen darauf...?
     
  11. Andres

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    Da frage ich mich schon, ob hier überhaupt ein Mangel vorliegt. Ist tatsächlich etwas falsch ausgeführt worden? Dass das Haus dann nicht so geworden ist, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat, ist kein Mangel ...
     
  12. Tisha

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    Zitat Zitat von ThorstenH Beitrag anzeigen
    Was mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig wäre: welche Ansprüche habe ich gegenüber der Baufirma? Ich habe den Mangel während der Garantiezeit schriftich angezeigt, allerdings bislang ohne Einigung.

    Na das ist wohl ein wenig spät. Die Gewährleistungsfrist richtet sich immer nach dem jeweiligen Vertrag. Sie kann auch vier Jahre betragen. Entdeckt der Bauherr innerhalb dieser Zeit einen Mangel, der auf unsachgemäße Handwerkerarbeit zurückzuführen ist, kann er vom Handwerksbetrieb verlangen, dass der Mangel beseitigt wird.
    Nur schriftl. anzeigen und nicht handeln ist da suboptimal.
    Fällt bei der Abnahme ein gravierender, "ein wesentlicher Mangel" auf, sollte die Abnahme unbedingt verweigert werden. Man sollte auch nicht zahlen, bevor der Mangel behoben ist. Als Faustregel gilt, dass man das Doppelte der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten einbehalten soll.
    Dürfte nun aber mehr als vorbei sein.
    Hier kann-meiner Meinung nach- nur noch ein Sachverständiger/Gutachter feststellen, ob tatsächlich der Schallschutz nach DIN 4109 eingehalten wird oder nicht.
    Haben Vermieter und Mieter nichts anderes vereinbart, muss die Mietwohnung grundsätzlich nur den bei Errichtung des Gebäudes gültigen technischen Normen entsprechen.
     
  13. #12 ThorstenH, 13.11.2013
    ThorstenH

    ThorstenH Neuer Benutzer

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    @ Tisha

    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die Gewährleistungszeit war noch aktiv, als ich den Mangel schriftlich angezeigt habe. Das mit der Abnahme leuchtet mir schon ein, zumindest theoretisch. Praktisch war es allerdings so, dass die zweite Wohnung erst ein halbes Jahr nach der ersten später bezogen wurde, der ganze Ärger demnach erst dann aufkam. Somit war mir der Mangel bei Abnahme gar nicht bekannt, womit eine Zurückbehaltung des Geldes nicht möglich war.

    Auch das mit dem Gutachter/Sachverständiger leuchtet mir theoretisch ein. Praktisch jedoch ebenfalls schwierig umzusetzen. Die Kosten für das Schallschutzgutachten wären es mir schon wert. Allerdings wird die Baufirma (so mein Anwalt) hergehen und ein Gegengutschten erstellen - und das bei einem Gutachter, der wahrscheinlich schon seit 30 Jahren Aufträge von der Baufirma bekommt. Der Gutachter wird das schreiben, was die Baufirma hören möchte. Somit geht die Sache vor Gericht, womit wir beim Thema sind.

    Ich möchte keinen teuren langwierigen Gerichtsprozess mit ungewissem Ausgang. Sondern ich suche nach Möglichkeiten, die Baufirma zum Handeln zu bewegen, ohne dass Gerichte, Gutachter eingeschaltet werden müssen. Hatte gehofft, hier irgendwelche Tricks zu erfahren.
     
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