Ärger mit Miteigentümer wg. angeblich lauter Mieter

Diskutiere Ärger mit Miteigentümer wg. angeblich lauter Mieter im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, mich würde mal eure Meinung bzw. eure Verhaltensweise zu dem Thema interessieren. Ich habe vor etwas über einen Jahr eine ETW in einem 8...

  1. #1 Skywalker, 03.01.2017
    Skywalker

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    Hallo,
    mich würde mal eure Meinung bzw. eure Verhaltensweise zu dem Thema interessieren.

    Ich habe vor etwas über einen Jahr eine ETW in einem 8 Partein Haus einer größere Stadt im Süden Deutschlands gekauft.

    Diese Wohung konnte ich zu einem vernünftigen Preis an eine Familie mit vier Kindern vermieten (110qm)

    Vorher wurde die Wohung von einem Ehepaar ohne Kinder bewohnt, welche aber wohl selten zuhause waren.

    Nach dem Kauf haben wir die Wohung renoviert, unteranderem auch den Tepich und das PVC gegen Laminat (inkl. eingebautem Trittschall) getausch.

    Jetzt haben wir seit einem halben Jahr Beschwerden bezüglich Lärm von dem Eigentümer welcher unter meiner ETW lebt.

    Erst klagte er über Kinderlärm wie Trampeln und Springen und später auch über z.B. Türen schlagen wärend der Nacht.

    Ich war mit meiner Ehefrau mehrmals vor Ort, auch unangekündigt und habe mit meinen Mietern gesprochen, die sich keiner Schuld bewusst waren aber versichten zukünftig Rücksichtsvoller zu sein.

    Auch haben wir unseren Mietern das ganze nochmal schriftlich mitgeilt und die Hausverwaltung über das Schreiben und das Thema informiert.

    Ich selbst konnte bei Anwesenheit keinen Lärm feststellen und auch die Nachbarn auf der selben Etage wie meine Mieter konnten sich an keinen Lärm erinnern.

    Eine weitere Mietpartei aus der Etage des "klägers" sagte es sei manchmal schon laut, wobei ich durch Gespräche im Haus weiß, dass die Partei selber oft der Ausgangspunkt von Lärm ist.

    Jetzt ist letze Woche wieder ein Brief über die Hausverwaltung gekommen in dem der betreffene Eigentümer sich beschwert und angibt inzwischen wg. dem Lärm unter erheblichen Gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu leiden, welche auch sein Arzt ihm bestätigt hat.

    Seiner Meinung nach bringt auch das direkte Gespräch zwischen Ihm und meinen Mietern nichts.

    Meinem Eindruck und dem Eindruck Ehefrau zu unseren Mietern wiederspricht das ganze, wir haben die Familie komplett anders und als Rücksichtsvoll kennengelernt.

    Der Eigentümer ind er Wohung unter uns kann lt. Aussagen aus dem Haus an einer physischen Erkrankung leiden, wodurch der Lärm von ihm ggf. stärker wahrgenommen wird als von anderen Menschen, das ist aber nur eine Vermutung.

    Ich bin inzwischen ratlos was ich in diesem Fall machen kann, mir ist bisher bei keiner meiner anderen Wohungen etwas derartiges passiert.
     
  2. Andres

    Andres
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    Den ersten wichtigen Schritt hast du schon unternommen:

    Du hast dir selbst einen Eindruck verschafft. Das ist eine wesentlich bessere Basis für Entscheidungen, als nur vom Hörensagen irgendwelche Tatsachen ableiten zu wollen. Außerdem hast das Problem angesprochen, im Nachgang auch noch schriftlich kommuniziert. Kann niemand mehr sagen, er hätte von nichts gewusst ...


    So, grundsätzlich gibt es nun zwei mögliche Richtungen: Du kannst annehmen, dass deine Mieter sich grundsätzlich und weitgehend akzeptabel verhalten, oder du nimmst das Gegenteil an.

    Im ersten Fall würde man dem "Querulanten" mitteilen, dass man den Sachverhalt geprüft hat, keine Beeinträchtigungen feststellen konnte und um konkrete Nachweise über die Ruhestörungen bittet. Niemals sollte der Hinweis fehlen, dass er bei akuten Vorfällen die Polizei einschalten möge. Dann sieht man ja, was kommt.

    Im zweiten Fall muss man sich früher oder später mit dem Gedanken befassen, die Mieter wegen der Ruhestörung abzumahnen und letztlich zu kündigen. Wenn danach das gleiche Theater mit dem nächsten Mieter kommt, weiß man, dass man sich falsch entschieden hat.

    Wie ich mich in deiner Situation verhalten würde, kann ich nicht sagen. Das kommt auf meinen persönlichen Eindruck an.
     
  3. #3 BHShuber, 04.01.2017
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    Hallo,

    also, lärmende Kinder oder Kinderlärm muss der gute Mensch ertragen, hier hat er wenig bis keine Chancen etwas dagegen zu unternehmen. Etwas anderes wäre es wenn diese massiv innerhalb der gesetzl. Ruhezeiten vonstatten geht aber das muss der gute Mensch beweisen.

    Auf die reine Behauptung und unbewiesene Beschwerden bei einer Hausverwaltung hin muss man sich noch keineswegs Sorgen machen.

    Wenn die mietende Familie sich korrekt verhält und nicht vom guten Menschen belästigt wird, würde ich vorerst nicht weiter unternehmen, dem Hausverwalter teile man mit, dass nach Prüfung der Sachlage es sich völlig anders darstellt als Behauptet und wenn er meint hier tätig werden zu müssen, wobei sich mir verschließt wie er das tun will, soll er bevor er mich mit Schreiben belästigt diese Behauptung erst einmal nachweisen.

    Nun, leider ist davon auszugehen, dass dies nicht das Ende der Geschichte sein wird, spätestens bei der nächsten Wohnungseigentümerversammlung kann es sein, das man damit konfrontiert wird, hier wäre es natürlich nicht das Schlechteste, sich ein paar Leute im Haus auf seiner Seiten zu wissen, die dann auch bestätige können, dass dem bei weitem nicht so ist wie behauptet und sich dann auch gleich verwehrt solche Behauptungen hinnehmen zu müssen.

    Gruß
    BHShuber
     
  4. #4 Skywalker, 04.01.2017
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    Danke schonmal für eure Antworten.

    Sicher wird es Lärm geben, dies ist bei Kindern nie ganz zu vermeiden, aber das habt ihr ja auch schon geschrieben.

    Ich denke er übertreibt, auch wenn es sich aus seiner persönlichen Sicht vielleicht nicht so anfühlen mag.

    Die Eigentümerversammlung wird im ersten Quartal des Jahres abgehalten, sicher wird das Thema dort zur Sprache kommen, meine Lust auf Teilnahme hält sich jetzt schon in Grenzen...

    Würdet ihr also nochmals mit den anderen Nachbarn sprechen und euch deren Eindruck schildern lassen?

    Ich habe schon überlegt ob es ggf. auch ein Fehler unsererseits bei der Auswahl des Fußbodens sein kann.

    (Kann den Link zum Laminat leider erst ab 10 Beiträgen posten)

    Das Haus selbst ist im Jahr 1989 gebaut worden. Der Verwalter hat dem anderen Eigentümer zwischenzeitlich geraten einen gerichtlichen Weg einzuschlagen sollte reden mit den anderen Partein nichts bringen.
     
  5. Berny

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    Zweimal: Ja.
     
  6. #6 Skywalker, 04.01.2017
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    Was meinst du mit deinem zweiten "Ja"?

    An Trittschall ist bei Reovierung ja gedacht worden.
     
  7. Berny

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    Nee, den zweiten von mir zitierten Satz...
     
  8. #8 Skywalker, 04.01.2017
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    Sorry, aber ich stehe auf dem Schlauch was du mir sagen willst.

    Im Zweiten Satz sage ich ja das ich schon überlegt habe ob es am Bodenbelag liegt. Klar bei Laminat hört man mehr als bei Teppich, aber soweit bei Laminat Trittschallunterlagen verwendet wurden, habe ich mein möglichstes getan.

    Der verbaute Trittschall sind diese Schaumstoff Rollen.
     
  9. Berny

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    Tja, Trittschalldämmungen sind ja nicht unbedingt genormt. Ist eigentlich kein neues Thema...
     
  10. #10 BHShuber, 05.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 05.01.2017
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    Hallo,

    der Verwalter lehnt sich aber weit aus dem Fenster.

    Vielleicht eine lapidare Aussage um Ruhe vom genervten Eigentümer zu bekommen allerdings arbeitet dieser Verwalter auch für dich!

    Prüfe mal die Trittschalldämmung, bringt das kein negatives Ergebnis, dann soll der Gestärte doch mal antreten, Hunde die bellen, beißen selten und ob er bei Kinderlärm überhaupt ein Ergebnis erreicht dürfte sehr schwer werden.

    Und noch was, bei der Eigentümerversammlung sollte man anwesend sein, wie sonst könnte man sich gegen so einen gestörten Miteigentümer verteidigen, soll er doch mal darlegen was ihn stört, so wie es scheint hört das niemand im Haus ausser er.

    Gruß
    BHShuber
     
  11. #11 Skywalker, 05.01.2017
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    Danke für deine Einschätzung, die Aussage der Verwaltung als neutrale Instanz hat mich auch sehr gestört damals. Wie würdest du den Test vornehmen? Ich werde mich zum hören kaum in seine Wohnung stellen dürfen, ist hier technisch was möglich?
     
  12. #12 BHShuber, 06.01.2017
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    Hallo,

    du brauchst gar nichts zu tun, wenn er seine Behauptung stützen möchte, dann soll er das bitte beweisen.

    Gruß
    BHShuber
     
  13. #13 Skywalker, 06.01.2017
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    Danke für deine Meinung.

    Wir waren gestern abend nochmal im Treppenhaus auf beiden Etagen konnten wir keinen Lärm vernehmen, nur normale Gesprächslautstärke aus der Wohnung. Also alles bei den letzten Besuchen.

    Auch hatte ich auf bitten des Verwalters gestern nochmal ein Telefonat mit Ihm zu dem Thema.

    Ich werde dem "Geschädigten" jetzt noch einmal ein Gespräch mit mir und meiner Frau und jemanden aus der Familie anbieten. Sollte das nichts bringen bleibt ihm wohl nur die Polizei und/oder Beweise anzuführen.

    Wobei ich bei seinem scheinbar subjektiven Lärmempfinden ein Lärmprotokoll mit Vorsicht genießen würde.

    Des weiteren wird das ganze lt. Verwalter wohl Thema auf der nächsten Eigentümerversammlung zwecks Stimmungsbild der anderen Eigentümer.
     
  14. Duncan

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    wie kommst du mit den anderen ET der benachbarten Wohnungen aus? Sind das Selbstnutzer/Vermieter? Hast du mal mit denen gesprochen, sofern das vom Bauchgefühl klug erscheint, was diese wahrnehmen bzw. ob deren Mieter sich irgendwie geäußert hätten? Die anderen ET ohne direkten Bezug werden eher desinteressiert sein oder politische Ziele verfolgen(ich unterstütze dich da, wenn du da...). Aber im Zweifel kann man dir so nicht vorwerfen du würdest Kanzler spielen, also dich nicht kümmern und versuchen das auszusitzen bis zum geht nicht mehr.
     
  15. Berny

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    Tja, das mit dem Aussitzen...:x scheint sie ja zu schaffen...
    Sagt meine LG: "Sie hat sich vorgenommen, die mächtigste Frau der Welt zu werden, ist aber die unfähigste Deutschlands geworden...
    Naja..., Ende Off Topik.
     
  16. #16 immodream, 06.01.2017
    immodream

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    Hallo Skywalker,
    die Eigentümer unter deiner Mietwohnung sind natürlich von den anderen Mietern verwöhnt worden, keine Kinder, selten zu Hause.
    Eine Familie mit vier Kindern kann nicht so ruhig sein , wie die Vormieter.
    Wenn sich Niemand im Hause über die Familie mit den vier Kindern beschwert, würde ich das Aussitzen.
    Es steht Aussage gegen Aussage. Erst wenn sich mehrere Mieter über deine Familie beschweren , würde ich mir Gedanken über eine Abmahnung machen.
    Ich hab mir in letzter Zeit bei solchen zwischenmenschlichen Problemen angewöhnt , Bundeskanzlerin zu spielen , also es auszusitzen.
    Erst wenn man dich verklagt, würde ich vor Gericht wieder aktiv werden. Und bei den Richtern haben Familien mit Kindern " Narrenfreiheit ".
    Deshalb vermiete ich auch nicht an Mieter mit Kindern .
    Grüße
    Immodream
     
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