Allgemeinstrom ohne Allgemeinstromzähler

Diskutiere Allgemeinstrom ohne Allgemeinstromzähler im Beleuchtung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich habe eine 2FH aus den 50gern gekauft und bin es gerade am sanieren. Die Stromleitungen müssen erneuert werden. (teilweise nur...

  1. #1 dabescht, 23.06.2020
    dabescht

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine 2FH aus den 50gern gekauft und bin es gerade am sanieren. Die Stromleitungen müssen erneuert werden. (teilweise nur zweiadrig und zu wenig Querschnitt)

    Der Zählerschrank sitzt im Flur für beide Wohnungen. Einen Allgemeinstromzähler gibt es nicht. Nach Rücksprache mit dem Elektriker gibt es nun folgendes Problem: Sobald an den Zählern etwas verändert wird muss alles auf den neusten Stand gebracht werden. Ich bräuchte einen komplett neuen Schrank wo dann auch der Allgemeinstromzähler rein kommen würde. Mehrkosten nur Material min. 2000€.

    Kostengünstige Lösung wäre alle Leitungen und Sicherungen erneuern, die alten Zähler aber belassen. Ich hätte dann aber keinen separaten Allgemeinstromzähler. Das hieße, dass der Allgemeinstrom (Beleuchtung und Heizung) mit einem (geeichten) Zwischenzähler an einer Wohnung hängen müsste. Ein Mieter müsste dann also erstmal den Allgemeinstrom tragen und in der Nebenkostenabrechung würde er dann wieder herausgerechnet und aufgeteilt.
    Wäre das so zulässig?
     
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  3. #2 Dschei2, 23.06.2020
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    Dazu äußern sich bestimmt noch die Profis. Wenn man das als Bestandsschutz deklariert, kann das okay sein und wie so oft bei der Vermietung: wo kein Kläger, da kein Richter.

    Aber warum willst du dir das antun? Du nimmst soviel Geld in die Hand, um alles auf neuen Stand zu ziehen und dann schreckst du vor 2 bis 4000 EUR zurück?
    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Mach es gleich ordentlich. Die Zukunft wird es dir danken.
    Saubere Abrechnungen kein Geeire und Erklägungen gegenüber der Mieter a la "kann das denn sein" und "was ist mit den Grundgebühren?".

    Wenn du jetzt neu machst, mach es richtig. Meine Empfehlung.
     
    Wohnungskatz gefällt das.
  4. Andres

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    Eher nicht. Kein vernünftiger Mieter wird das je beanstanden, weil es beim Allgemeinstrom im ZFH um Bagatellbeträge geht, trotzdem muss der Mieter nicht den "Versorger" für den Rest des Hauses spielen.


    Da kommt es nun auf den genauen Wortlaut an, aber in der hier geschilderten Fassung ist das falsch. Wenn man die Leitungen, die zum Allgemeinstrom gehören, von der restlichen Installation abklemmt und in einem neuen Schrank eine neue Verteilung mit dem dritten Zähler aufbaut, sehe ich überhaupt keinen Grund, weshalb der Rest der Altanlage keinen Bestandsschutz mehr genießen sollte. Gleichzeitig ...

    ... habe ich akute Zweifel, ob diese Maßnahme noch Bestandsschutz genießt. Nicht dass ein Austausch einer Sicherung oder einer Leitung an sich den Bestandsschutz gefährden würde, aber hier soll ja wohl die Anlage insgesamt aufgebohrt werden.


    Sehe ich auch so. Nach ca. 70 Jahren muss die Erneuerung der elektrischen Anlage drin sein.

    Es ist auch denkbar, dass der Elektriker Bedenken hat, an der alten Verteilung überhaupt etwas zu machen. Das finde ich absolut legitim - am Ende steht er für die Betriebssicherheit gerade! Ob man das unbedingt auf diese Art kommunizieren muss (anderswo wird dann gerne der Datenschutz vorgeschoben ...), ist eine andere Frage.
     
  5. #4 Katharmo, 24.06.2020
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    Das ist aber leider wirklich so, genau die Situation haben wir hier auch. Allgemeinstrom hängt an einer Wohnung und die Stadtwerke genehmigen keine Veränderung, alle 5 Zähler müssten dann komplett neu gemacht werden inkl. Schrank.
     
  6. #5 dabescht, 24.06.2020
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    Danke für Rückmeldungen. Der Elektriker ist ein Freund von mir. Der erzählt mir keinen Mist. Laut den aktuellen technischen Anschlussbedingungen sei das so. Will ich einen neuen dritten Zähler für den Allgemeinstrom ist Ende mit Bestandsschutz. Dann alles neu. Noch dazu nicht mehr im Treppenhaus sondern dann muss alles in den Keller. Grössere Aktion.
    Warum ich 4000euro sparen will? Ernsthaft? Ich investiere in Immobilien um Geld zu verdienen. Da scheue ich natürlich JEDE Ausgabe in dieser Preisregion die mir kein Mieter gegenfinanziert. Zudem habe ich nicht vor die 15% Grenze zu reißen. Das Objekt steht zudem auf dem flachen Land nicht in München.
    Wenn es zulässig ist mach ich das also.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 24.06.2020
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    Ich denke das hängt mit Altbau und der Umrüstungspflicht auf digitale Stromzähler zusammen.
    Für die neuen Zähler braucht man u.U. neue Zählerschränke. Regional unterschiedlich weigern sich die Stromversorger diese Umstellung häppchenweise zu machen, dann heißt es alle Zähler umziehen oder keinen.

    Der Bestandschutz gilt normalerweise für alle el. Installationen in den Wohnungen.
    Laut meinem Elektriker bestehen manche Versorger (oder übereifrige Mitarbeiter) in Zusammenhang mit der Zählerumrüstung auf Sicherungskästen auf aktuellem Stand in den Wohnungen und/oder Umzug aller Zähler in einer Immo auf einen Rutsch, bevor sie digitale Zähler genehmigen.

    Mir kommt es so vor, als ob teilweise mit der Umrüstungspflicht der Zähler noch ein "Nebenverdienst" mitgenommen werden soll, der nicht gefordert ist, indem man weitere notwendige Maßnahmen in den Wohnungen behauptet.
    Ernsthaft dagegen wehren kann man sich bei vermieteten Wohnungen kaum, wenn man nicht das Risiko von stromlosen Mietwohnungen eingehen will, sobald der Umrüsttermin ins Haus geflatter ist.
     
  8. #7 Katharmo, 24.06.2020
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    Wir haben das übrigens so gelöst, dass dieser Zähler auf uns läuft und die Mieterin uns monatlich einen Abschlag bezahlt. Durch den Zwischenzähler können wir dann genau mit ihr abrechnen.
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 24.06.2020
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    Um diese Aktion wirst du nicht dauerhaft herumkommen. Spätestens mit der Umrüstpflicht auf digitale Zähler trifft es dich.
    Mit deiner jetztigen Sparaktion erkaufst du dir nur etwas Zeit und machst dich von Mieterlaunen abhängig, aber keinen weiteren finanziellen Vorteil.

    Als Mieter wäre ich angefressen, wenn jetzt eine größere Sanierung/Umbau gemacht wird, nur der Spaß bei Zählerumrüstung (und das ist absehbar) nochmal los geht.
    Für Mieter bedeutet das ausschließlich Lärm und Dreck im Haus. Vorteile für Mieter haben solche Aktionen nicht.
     
  10. #9 dabescht, 24.06.2020
    dabescht

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    Lustigerweise flattert mir heute ein Brief der NetzwBW ins Haus. Beide Stromzähler sollen gegen ein Smartmeter getauscht werden.

    Habe dort angerufen. Weil der Verbrauch je Zähler nicht über 6000 kWh liegt bekomme ich ohnehin nur die abgespeckte Version. Das heißt das SmartMeterGateway kommt nicht rein. Im Prinzip also nur ein digitaler Stromzähler. Und der passt von den Abmessungen in den alten Kasten. Da könne alles so bleiben wie es ist.
     
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