Als Hauptvermieter den Untermieter loswerden, wie nur?

Diskutiere Als Hauptvermieter den Untermieter loswerden, wie nur? im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, ich bin hier ganz neu und hoffe, mir kann jemand helfen, ich bin echt verzweifelt. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen...

  1. #1 BesitzerinDerBurg, 18.12.2015
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    Hallo zusammen, ich bin hier ganz neu und hoffe, mir kann jemand helfen, ich bin echt verzweifelt. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen und danke euch schon im Voraus fürs Lesen:

    Meinem Mann und mir gehört ein Haus (wir zahlen es noch ab), wir leben mit unseren beiden kleinen Jungs oben, meine Mutter in der separaten unteren Wohnung. Dort lebt mit ihr mein Bruder (31 Jahre,rechtsradikal, schon immer im Hotel Mama gewohnt, "arbeiten sollen doch die anderen"). Ich bin die Vermieterin ihrer Wohnung.

    Als wir vor über einem Jahr meinen Bruder gebeten haben auszuziehen, weil wir die von ihm bewohnten Räume (unmöbliert vermietet) an unsere Wohnung per Deckendurchbruch und Treppe angliedern wollen (unsere Kinder sollen getrennte Zimmer bekommen, z.Zt. schlafen sie zusammen in einem kleinen Raum), stellte er sich quer. Dabei wurde bereits bei seinem Einzug vor 6 Jahren vereinbart, dass, wenn die Umbauzeit gekommen ist, er gehen muss.

    Jetzt kommuniziert er nur noch per Anwalt mit mir. Erstens ist er anscheinend Untermieter (mündlicher Vertrag mit meiner Mutter), was wir nie gewusst haben und auch nie gestattet hätten. Damit ist er mietrechtgeschützt. Somit wäre die Frist für eine Kündigung ja 6 Monate. Meine Mutter ist einverstanden ihm den Untemietvertrag zu kündigen, wir (sie und ich) möchten die 3-Monats-Kündigungsfrist wg. berechtigtem Interesse ihrerseits anwenden, damit der Spuk schnell ein Ende hat.

    Frage: gilt es als berechtigtes Interesse, dass der Mietvertrag meiner Mutter mit mir auf ihren Wunsch hin aufgehoben wird? Nach der Aufhebung wollen wir einen neuen Mietvertrag machen, der die von ihm bewohnten Zimmer ausschließt, da sie sie sowieso nicht braucht und dann auch erheblich weniger Miete zahlen wird. "Fühlbare Verbesserung der eigenen Wohnverhältnisse" zählt ja anscheinend als berechtigtes Interesse, sind damit nicht auch verringerte Mietkosten gemeint? Meine Mutter verdient eh nur ein paar Kröten als Kassiererin und muss vorne und hinten sparen. Mein (seit 10 Jahren gewollt arbeitsloser) Bruder liegt ihr nur auf der Tasche, sein Auszug würde ihr also sehr zugute kommen.

    Meine Mutter steht zwar generell auf meiner Seite, wird sich aber nicht selbst gegen meinen Bruder wehren. Sprüche wie "er ist immer noch mein Sohn" oder " ich kann ihn nicht rausschmeissen" lassen mich vermuten, dass ich ihr sagen muss wo's langgeht, damit wir ihm kein Hintertürchen mehr lassen und er ausziehen muss.

    Sieht jemand Chancen mit der 3-monatigen Frist bei diesen Voraussetzungen? Oder wird es auf die üblichen 6 Monate hinauslaufen?

    Btw: Mein Bruder rennt bei jedem Fu*z bezüglich seines Auszugs zu seinem Anwalt und lässt uns dann mit Briefen von dem zumüllen, er kriegt ja Prozesskostenhilfe (oder wie das heißt) als Hartz4-er. Wir können uns leider keinen Anwalt leisten. Einmal waren wir zur Erstberatung bei einem, außer 250 Euro weniger auf dem Konto hat es uns wenig neue Erkenntnisse und keine konkreten Vorgehenspläne gebracht. Das können wir noch mal leider nicht bezahlen...

    Ich danke euch für's Lesen. Das ganze zermürbt uns zusehens, vor allem, da meine Mutter nicht vollständig an einem Strang mit uns zieht und ich mir ohne eigenen Anwalt völlig hilflos vorkomme. Wenn wir den geringsten Fehler bei der Untermietskündigung machen wird sein Anwalt den finden und dann verlängert sich alles wieder und wieder.

    Liebe Grüße,

    Ina
     
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  3. Syker

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    Hallo BesitzerinDerBurg,

    Gerne versuchen wir dir in unserer Freizeit zu helfen, bedenke aber bitte dass dies hier keine Rechtsberatung ersetzen kann. Auch wenn es im Geldbeutel schmerzt, aber ihr seit Eigentümer einer Immobilie und da ist ja wohl Kapital vorhanden.


    Bei deiner Geschichte würde ich in den sauren Apfel beißen und die erleichterte Kündigung nach §573a BGB (sofern zutreffend) wählen.
    Alternativer Kündigungsgrund wäre wohl Eigenbedarf (3 Monate), aber gerade dafür wird fachliche juristische Hilfe erforderlich sein.


    Grad fällt mir noch auf, dass du was von Einzug vor 6 Jahren geschrieben hast ... Damit würde sich die Kündigungsfrist in allen Fällen um 3 Monate verlängern.

    VG Syker
     
  4. #3 BesitzerinDerBurg, 18.12.2015
    BesitzerinDerBurg

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    Hallo Syker, danke für deine Antwort.
    Kann ich als Hauptvermieterin gegen den Untermieter vorgehen?

    Er betritt trotz Verbot immer wieder die Kellerräume, nimmt sich Dinge von mir (neulich nahm er rotzfrech meinen Einkaufstrolley und ging damit shoppen) und gestern schnauzte er meinem Mann ein "Halts Maul!" entgegen, als dieser ihn mal wieder im Keller erwischte. Außerdem lockt er unsere Katzen trotz ausdrücklichen Verbots in seine Raeume um mit ihnen zu schmusen, danach stinken sie immer ewig nach seinem Billig-After Shave.

    Muss ich sowas hinnehmen, vor allem wenn die Hauptmieterin nichts dagegen unternimmt und nur um Verständnis bittet?

    Meine alte, leicht von ihm zu beeinflussende Mutter soll ja hier wohnen bleiben, nur der Untermieter muss weg.
    Liebe Grüße, Ina
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Sei mir bitte nicht böse - aber das ist eher ein Fall für den Familientherapeuten als fürs Mietrecht.
    Deine Mutter als Mieterin der Whg. kann im Rahmen der Gesetze mit der Wohnung im Wesentlichen machen was sie will - grundsätzlich auch ihren Sohn bei sich wohnen lassen. Rechtlich müsstest du meines Erachtens deine Mutter, samt ihrem Besuch/Untermieter/zugezogenem Verwandten, kündigen und räumen. Das ist weder juristisch noch familiär leichte Kost. Da deine Mutter der Vertragspartner für dich ist, kannst du eigentlich in erster Linie nur gegen sie vorgehen. Müsstest entsprechend deine Mutter für Fehlverhalten ihres "Untermieters" abmahnen und dass entsprechend sanktionieren...

    Dein Bruder hat sehr geschickt eure Mutter als Schutzschild positionieren können. Das du auf eine engere Beziehung zu deinem Bruder keinen/wenig Wert legst, scheint mir offensichtlich (sonst bitte berichtigen), allerdings möchtest du nicht, dass die Beziehung zu deiner Mutter darunter leidet. Das ist in dieser Situation etwas wasch mich, aber mach mich nicht nass.

    Selbst wenn man obigen Weg geht, Muttern samt Sohn/Bruder ausquartiert und Muttern dann allein wieder einzieht, dann kann der Sohnemann/Bruder jederzeit wieder aufschlagen...
    Wenn dein Bruder nicht gerade als V-Mann tätig ist, gibt es aus seinem/r "Hobby"/Weltanschauung/politischer Ansicht Aspekte die die Justiz motivieren könnten ihn längerfristig mit Wohnraum und regelmäßigen Mahlzeiten zu beglücken? Nicht die feine Art, aber...
     
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