Altbau-Sanierung: Küche

Diskutiere Altbau-Sanierung: Küche im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo liebes Forum, ich habe als Kaptialinvestor in eine Altbau-Immobilie investiert welche gerade vom Bauträger komplett saniert wird (zur...

  1. #1 Rookie01, 24.09.2018
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    Hallo liebes Forum,

    ich habe als Kaptialinvestor in eine Altbau-Immobilie investiert welche gerade vom Bauträger komplett saniert wird (zur späteren Vermietung). Als Vermieter werde ich später also absolutes Neuland betreten und da dachte ich, ich frag mal die Experten mit einer längeren Erfahrung ;-)

    Ein Zimmer der Wohnung ist ein großzügiger Wohn-/Koch-/Essbereich und in der Sanierungsphase muss ich folgende Fragen beantworten:

    1. Fliesenspiegel
    Soll ich in der Küche vom Bauträger (kostenlos) einen Fliesenspiegel anbringen lassen ? Ich persönlich würde heute keinen mehr wählen, aber habt Ihr Erfahrungen ob es aus Vermieter-Aspekt vielleicht eine gute Idee wäre ?

    2. Bodenbelag Küche
    Die restliche Wohnung wird mit Parkett ausgestattet. Der Küchenbereich des Wohn-/Koch-/Esszimmers kann jetzt ebenfalls aus Paket gemacht werden oder eben aus dunklen Fliesen. Hier ist für mich natürlich schwer abschätzbar wie groß die spätere Küche (vom Mieter einzubauen) später werden soll (also damit auch die Fläche welche ich für die Fliesen wähle) und ob Fliesen im Hinblick auf Langlebigkeit vielleicht ohnehin die bessere Idee wären

    Danke für jede Meinung vorab.
     
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  3. #2 Benni.G, 24.09.2018
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    Wie viel Quadratmeter hat die Wohnung denn generell und wie groß ist der Wohn-/Koch-/Essbereich?
    Rechnest du mit dauerhaften Mietern oder gehst du eher von Mietern aus, die maximal 3 Jahre bleiben?

    Je nachdem, wie du die Fragen beantwortest, würde ich mir als Vermieter die Frage stellen, ob ich den Kochbereich nicht möbliere.
    Ansonsten baut einer seine Küche möglicherweise (teilweise) auf dem Parkett auf. Verursacht beim Umzug mehr Kratzer im Treppenhaus und Wohnung. Zusätzlich bohrt jeder neue Löcher für seine Küche oder für Halterungen von Küchenhelfern.
     
  4. dots

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    In der Regel eine schlechte Idee im Zusammenhang mit Vermietung.
    Die allermeisten Mieter wissen den Mehrwert/-preis des Parketts gar nicht einzuschätzen und nicht zu würdigen.
    Manchmal ist es besser, das allerbilligste Laminat zu verlegen, dafür aber bei jedem Mieterwechsel einmal neu.
    Kommt aber auch auf viele andere Randbedingungen an.

    Ich würde keinen Fliesenspiegel anbringen lassen.
    Heutzutage ist bei einer Einbauküche ein entsprechendes Brett/eine Platte im passenden Dekor "mit dabei".
    So kann sich der Mieter die Küche selbst gestalten und muss sich nicht mit aus der Mode gekommenen Fliesenfarben rumärgern. Und nach ein paar Mieterwechseln ist der ach so schöne Fliesenspiegel mit Bohrlöchern gespickt.
    Und: Ein Fliesenspiegel hat Fugen, die irgendwer säubern muss. Wenn der Mieter nicht säubert, muss es der Vermieter beim Mieterwechsel machen (lassen) - das kostet Zeit/Aufwand/Geld.
     
  5. #4 Rookie01, 24.09.2018
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    Danke für Eure Rückmeldung. Also die Wohnung ist eine DG-Maisonette-Wohnung mit 4 Zimmern und 85 qm. Der Wohn-/Koch-/Essbereich hat 36 qm.

    Ich habe momentan keine Einschätzung wie lange die Mieter in der Wohnung bleiben. Lage fußläufig ins Stadtzentrum. 1 Kinderzimmer/Büro; 1 Schlafzimmer plus das Zimmer im DG, Bad und eben Wohn-/Koch-/Essbereich.
     
  6. #5 Rookie01, 24.09.2018
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    Danke für den Hinweis, aber das kann ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr entscheiden. Gekauft habe ich bereits und der Preis ist eben inkl. der Sanierung und den entsprechenden Ausstattungs-Merkmalen.

    Ich kann an dieser Stelle jetzt noch festlegen ob der "anzunehmende" Küchenbereich gefliest werden soll oder eben auch das Parkett bekommt.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 24.09.2018
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    Im Küchenbereich nie Parkett als Bodenbelag, wenn nur Fliesen oder Parkett zur Wahl stehen.
    Einige Ausnahme wäre Vollholzparkett in echten Hartholz als Stäbchenparkett (bestimmte Tropenhölzer).
    Da das aber sehr teuer ist, glaube ich nicht, dass es bei einem Komplettangebot einer Sanierungsfirma inklusiv ist.

    Dort fällt schon mal mehr runter oder wird verkleckert als im restlichen Wohnbereich.
    Fliesen sind dann wiederstandsfähiger (wenn man nicht schlechte Qualität bevorzugt) und besser zu reinigen als Parkett.
    Bei Fliesen kann man auch einzelne Teile austauschen, falls das mal erforderlich sein sollte.
    Dafür kannst du dir bestimmt einige Reservefliesen zurück legen lassen, wenn du nett anfragst (evt. gegen kleines Aufgeld).

    Wenn du häufigere Wechsel der Kücheneinrichtung befürchtest, könntest du über eine mit vermietete Einbauküche nachdenken.
    Das ist zwar kein absoluter Schutz, aber mehrheitlich nutzen Mieter eine bereitgestellte Küche und bauen dann keine eigene mehr auf.


    Ein Fliesenspiegel in der Küche ist Geschmackssache.
    Ich bevorzuge nach wie vor einen Fliesenspiegel. Die Fugen kann man zum leichteren Reinigen versiegeln oder eine Glas oder Kunstoffscheibe vorsetzen.
    Wenn einem Mieter das Design oder die Farbe der Fliesen nicht zusagt, na dafür gibt es selbstklebende Folien speziell für den Einsatz in Küchen, die sich auch rückstandfrei von Fliesen wieder abziehen lassen.
     
    ObiWan und immodream gefällt das.
  8. Andres

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    Das sieht eher nach dem Segment aus, in dem Mieter ihre Küche selbst kaufen oder mitbringen. Ich würde auf den Fliesenspiegel verzichten.
     
  9. #8 Hannoveraner, 24.09.2018
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    Dem kann ich nur zustimmen, das sollte man bedenken.

    Eine andere Möglichkeit könnteich mir vorstellen: Küche kann der Mieter individuell selber aufstellen an der Wand die dafür vorgesehen ist. Einen Fliesenspiegel finde ich altbacken, da der Mieter im Design gebunden wäre und die vielen eventuell nicht beseitigten Bohrlöcher vom Vormieter.
    Im Kochbereich würde ich mir Fliesenbelag wünschen. Nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch aus hygienischen Gründen. Kann man mit einem Dampfwischer behandeln. Parkett ist empfindlich und die Folgekosten für Neuversiegelungen, die sowieso regelmäßig anfallen werden, sollten auch bedacht seín.
    Um einen sauberen und optisch schönen Übergang zwischen Koch- zum Essbereich zu schaffen, würde ich eine Kochinsel vorschlagen.Wenn die Räumlichkeit das zulässt. Diese im Design neutral und passend zum Bodenbelag als fester Bestandteil der Wohnung. Die Kochinsel als eigenes Element. So kann jede Mieter seine Küche als zweites Element selbständig im Design gestalteten.
    Auf der Kochinsel das Kochfeld, entweder vom Mieter einzubauen oder als Bestandteil der Wohnung. Die Spüle im Bereich der Wand, da wahrscheinlich die Installationen schon vorhanden sein könnten, oder Installationsschächte zu diesem Bereich führen. Da der Bodenbelag noch nicht vorhanden ist, könnten die Anschlüsse für das Kochfeld im Boden kostengünstig jetzt noch integriert werden. Der Übergang Bodenbelag Fliesen zu Parkett würde durch eine Kochinsel einen optisch schönen Übergang finden.

    Auch spielen die Abmessungen der Wand, an der die Küche geplant wird eine große Rolle. Sie sollten so sein das man mit den Standard-Normmassen der Küchenschränke bestücken kann. Eine Küche wird teuer wenn man von den Standard-Maßen abweichen muss und Sondergrößen benötigt.
     
  10. #9 Rookie01, 25.09.2018
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    Ich danke Euch allen für Eure Ratschläge.

    Kein Fliesenspiegel und Bodenfliesen werden es sein.

    Der Ratschlag mit der Küche ist ebenfalls interessant. Bisher wurde mir gesagt, dass sei nicht nötig und zeigt eher "commitment" vom künftigen Mieter.

    Dazu vielleicht auch noch zwei Fragen:
    - wie wirkt sich eine Küche auf die Miete aus die ich verlangen kann (mich interessieren Erfahrungswerte, das hängt natürlich von vielen Faktoren ab)
    - Habe ich dann nicht zu viele Themen wenn mal etwas kaputt geht?
     
  11. Andres

    Andres
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    Das ist stark von Lage und Art der Wohnung abhängig. Es gibt Wohnungen, die ohne Küche äußerst schwer vermietbar sind. Bei deiner Wohnung habe ich das Gefühl, dass auch ohne Küche die Wohnung gut vermietbar sein wird. Was das in Zahlen bedeutet, findest du heraus, indem du Wohnungsangebote aus deiner Gegend studierst. Dann siehst du ja, welche Preise erzielbar sind.

    Die Anschaffung einer Küche sollte sich in 7-10 Jahren amortisiert haben, lieber am unteren Ende. Wenn du die Zahlen für die Rechnung zusammengetragen hast, vermute ich ganz stark, dass du etwas weniger Lust hast, die Wohnung selbst mit einer Küche auszustatten.
     
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