Alter Dielenfussboden wellig

Diskutiere Alter Dielenfussboden wellig im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Der alte Dielenfussboden in meiner Wohnung ist wellig. Ist das ein Mangel der vom Mieter gerügt werden kann und evtl. sogar auch zu einer...

Zoltrix

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Der alte Dielenfussboden in meiner Wohnung ist wellig.
Ist das ein Mangel der vom Mieter gerügt werden kann und evtl. sogar auch zu einer Mietminderung berechtigt?
Sollte man sich die Arbeit machen und die Dielen gar abschleifen, dass der Dielenfussboden wieder komplett plan und gerade ist?
Besteht hier etwa die Gefahr, dass der Dielenfussboden nach dem abschleifen durch die Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit mit der Luft wieder wellig wird?

Ich meine so ein alter Dielenfussboden hat auch seinen Charme und kann nicht immer exakt gerade und plan sein wie in einem Neubau mit Estrichfussboden.
 

ehrenwertes Haus

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Ist das ein Mangel der vom Mieter gerügt werden kann und evtl. sogar auch zu einer Mietminderung berechtigt?
Kommt drauf an...

Sollte man sich die Arbeit machen und die Dielen gar abschleifen, dass der Dielenfussboden wieder komplett plan und gerade ist?
Kommt drauf an...

Besteht hier etwa die Gefahr, dass der Dielenfussboden nach dem abschleifen durch die Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit mit der Luft wieder wellig wird?
Kommt drauf an...


Holz arbeitet, jeder Boden bekommt Laufspuren und muss irgendwann getauscht oder aufgearbeitet werden.
Abhängig vom konkreten und dem vertraglich zugesichertem Zustand sind Mietminderungen möglich, Aufarbeiten erforderlich.

Aufarbeiten ist grundsätzlich bei entsprechenden Abnutzungserscheinungen empfehlenswert und verlängert die Lebensdauer von Holzböden.
 

Ferdl

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Ist die Wohnung vermietet oder steht Mieterwechsel an?
 

FMBerlin

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Früher ([als das Land noch von Patrioten regiert und Verbrecher von der Polizei gejagd wurden]) hat man Dielen so verlegt, daß sich das Holz wenn, dann in der Mitte der Dielenbreite nach oben wölbte. Das führt zu Tälern im Bereich in dem die Dielenbretter aneinanderstoßen. Das ist Normal und kein Mangel.
In moderner Zeit ([seit Verbrecher das Land regieren und die Patrioten von der Polizei gejagd werden]) verlegt man Holzdielen oft ohne Beachtung der Holzeigenschaften, so daß sich mitunter die Stoßkanten der Dielen nach oben wölben und die Täler in der Mitte der Dielenbreite entstehen. Ich persönlich halte das für einen (Bau)Mangel, da so Stolperkanten entstehen.

Vor allzu starkem Abschleifen muß gewarnt werden. In der Regel hat die Dicke der Holzdiele einen Bezug zum Abstand der Deckenbalken und der Tragfähigkeit des Fußbodens. Meist wurde sparsam gebaut, d.h. bei zu starkem Abschleifen wird die knapp dimensionierte Diele zu dünn und bricht dann unter Belastung.
 
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Zoltrix

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Die Wohnung ist aktuell nicht vermietet und soll demnächst vermietet werden.
Laufspuren sind bisher keine erkennbar, da bisher die Dielen komplett mit einem Teppich bedeckt waren. Der Anstrich der Dielen (Ochsenblut?) ist noch sehr gut.
Das Abschleifen der Dielen wäre natürlich eine enorme Arbeit. Zumal man auch sehr viel abschleifen müßte um die rote Farbe komplett zu entfernen.
Ich persönlich hätte da bedenken, dass die Stabilität der Dielen dadurch nicht mehr gewährleistet ist.
 

ehrenwertes Haus

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Wenn da Ochsenblut als Versiegelung drauf ist, schleift man nicht ab, sondern schabt ab.
Das ist eine Wachsversiegelung.
 
dabescht

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Wie dick sind die Dielen? Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass 2-3mm abschleifen die Tragfähigkeit spürbar herabsetzen könnte.
 

Zoltrix

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Damit man das richtig gerade und Plan bekommt werden 2-3mm nicht reichen. Die genau dicke der Dielen kenne ich nicht. Geschätzt zwischen 2cm und 3cm. Müßte ich tatsächlich mal nachmessen.
Letzndlich ist ja nicht nur die Dicke der Dielen ausschlaggebend. Der Balkenabstand der Unterkostruktion wo die Dielen aufliegen wird das sicher auch noch entscheidend sein.
 
Andres

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Die Wohnung ist aktuell nicht vermietet
Dann verstehe ich das Problem nicht wirklich. Wenn du Bedenken hast, wird der aktuelle Zustand eben im Mietvertrag und ggf. bei der Besichtigung erwähnt. Der Mieter hat dann Kenntnis vom Mangel und eine Minderung ist ausgeschlossen. Allerdings ...
Damit man das richtig gerade und Plan bekommt werden 2-3mm nicht reichen.
... muss man sich irgendwann mal überlegen, ob die Wohnung praktisch noch vernünftig nutzbar ist, ganz abseits von rechtlichen Überlegungen. Wenn ich keinen Tisch und kein Sofa aufstellen kann, ohne Zentimeterweise unterzulegen oder abzusägen, dann gibt es absehbar Ärger mit dem Mieter. Wer dann im Recht ist, wird ziemlich schnell zweitrangig.

Müßte ich tatsächlich mal nachmessen.
Das würde ich empfehlen. Ein paar mm über den ganzen Raum sind ziemlich egal, der gleiche Höhenunterschied auf ein paar Zentimetern kann schon eine böse Stolperfalle sein. Man ermittelt die Unebenheit (solange nicht konkrete Verarbeitungshinweise z.B. von Verlegeböden andere Methoden vorgeben) mit einem 2 m langen Richtscheit.
 

Ferdl

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Er möchte die stärke der "Diele" messen, nicht die Unebenheit des Bodens ;)
Im Grunde kommt es genau darauf an was man bezwecken möchte und was Vorhanden ist.
Denkmalgeschützter Altbau oder 50er Jahre wir Nageln zusammen was grad da ist, Gepflegter Nostalgiecharme oder abgenutzter alter Gammel, oder irgentwo dazwischen.

Unter dem Begriff "Dielen" subsumiert sich alles von 24x68 mm Nut und Feder Fichte bis 36x350 mm Blockbohlen aus 200 Jähriger Eiche. Das Aufschüsseln geht entsprechen von 2-3 mm bist über 20 mm je Diele.
Zu Hause habe ich 27 mm N+F im Baumfallenden Breiten von 150 bis 220 mm breite, Jahrzehnte lang ohne Bodenbelag genutzt, das ist alles mit 6 mm Verlegeplatte abgedeckt und mit Teppich oder Kork oder PVC belegt. Im Haus meiner Eltern habe ich einen 27x96 mm Kiefernboden abgehobelt/geschliffen hell Gebeizt +Klarlack sieht klasse aus aber für eine Mietwohnung würde ich dass nicht machen => zu teuer + zu empfindlich. In einer Mietwohnung hat der Mieter das Laminat rausgerupft und die Welligen Dielen leicht angeschliffen und in blaugrau gestrichen, mir gefällt es nicht aber der nächste Mieter hat das klaglos so übernommen. Nur mal so als Beispiel.
Wenn du die Wohnung mit blutroten welligen Dielenböden gut Vermieten kannst, mach dir keinen Kopp. Wenn nicht, musst du entscheiden wo du hin willst und kannst. Bei einer Allerweltswohnung würde ich Vermutlich die lLösung Verlegeplatte plus modernen Bodenbelag wählen.
 
Andres

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Er möchte die stärke der "Diele" messen, nicht die Unebenheit des Bodens ;)
Das halte ich für unsinnig. Es ist völlig egal, wie stark die Diele ist: Sobald man nennenswert wegschleift, kann man sich nicht mehr auf die ursprüngliche Tragfähigkeit verlassen.
 

Zoltrix

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So habe nachgemessen. Die Dielen haben leider nur eine Stärke zwischen 22 und 25mm. Ich weiß gar nicht ob man das noch als Dielen bezeichnen kann. Abschleifen fällt da für mich schon einmal aus, weil ich damit unter umständen unter 20mm Dielenstärke komme.
 
Duncan

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Die Dielen haben leider nur eine Stärke zwischen 22 und 25mm. Ich weiß gar nicht ob man das noch als Dielen bezeichnen kann.
Neue Dielen vom Holz(groß)händler haben je nach Holzart derzeit so 18, 19, 22, 23, 24, 26, 27, 28, 40 mm Stärke...
So sie denn überhaupt lieferbar sind und man keinen schwerbewaffneten Werttransport für die Abholung buchen muss....
Auf 18 mm Fichte oder 19 mm Kiefer kann ich gepflegt Kasatschok tanzen mit sehr reichlichen zweieinhalb Zentnern...
 
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