Alternativen zur zentralen Gasheizung

Diskutiere Alternativen zur zentralen Gasheizung im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen. ich bitte hier in folgender Sache um eure Meinung oder eventuell bereits Erfahrungen: Ein Mieter ist im Juli 2022 in eine Wohnung...

Frank_2022

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Hallo zusammen. ich bitte hier in folgender Sache um eure Meinung oder eventuell bereits Erfahrungen:

Ein Mieter ist im Juli 2022 in eine Wohnung mit zentraler Warmwasserversorgung und Heizung über eine Zentralheizung mit Gas eingezogen. Da die Medien einem ja täglich mit Meldungen über hohe Gaspreise und Gaasausfall überfluten, obwohl die Speicher fast zu 70 % voll sind, fragt der Mieter nach der Genehmigung einer fest verbauten Klimaanlage (Splitgerät) nach, mit dem er auch heizen will. Unabhängig davon, ob sich das im Winter lohnt, wurde dieses vom Vermieter bereits schriftlich aus verschiedenen Gründen untersagt.

Gibt es bei euch hier auch bereits Anfragen von Mietern und wie geht ihr damit um? Nicht immer sind die Stromleitungen (separate Absicherung der Anlage) oder die baulichen Gegebenheiten dafür geeignet. Und schaffe ich einen Präzedensfall habe ich später zehn Anlagen am Haus. Eventuell kann ich dann mit dem Mieter auch noch darüber diskutieren, ob er an den Grundkosten der Heizung überhaupt noch beteiligt werden will.

Grüße
 
immodream

immodream

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Hallo Frank,
der Nächste möchte dann einen Kohleofen ( weil er einen kennt , von dem er preisgünstig Kohlen bekommt ) und ein Anderer einen Kaminofen ( weil er günstig Holz bekommt ) .
Ich würde solche Mieterwünsche nicht unterstützen.
Ich habe in den letzten 30 Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit Mietermodernisierungen gemacht .
Wie du schon richtig erkannt hast, wenn du einem Mieter etwas gestattest, kommen die anderen Mieter auch zu dir und sagen wir auch.
Willst du dann deine Stromleitungen verstärken ?
Es wurde gemietet wie gesehen.
Wenn dieser Mieter irgendwann einmal ausgezogen ist könnte man dann überlegen, ob der Einbau einer Klimaanlage zeitgemäß ist, von deinen Handwerkern ausgeführt wird und dann auch vor der nächsten Vermietung die Miete entsprechend angeglichen wird.
Sollte der jetzige Mieter nach dem Einbau der Klimaanlage auf seine Kosten nach wenigen Jahren ausziehen, geht die nächste Diskussion los.
Dann will der Mieter noch Geld für die verbaute Klimaanlage von dir .
Grüße
Immodream
 

ehrenwertes Haus

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Ich habe meinen Mietern Kaminöfen mit Kochfunktion angeboten. Technisch kein Problem bei mir, die Schlote und Anschlüsse dafür sind bereits vorhanden. Trotzdem möchte bisher kein Mieter das haben, weil ich so unverschämt bin die Mieter an den Kosten zu beteiligen.

Dann bleibt im schlimmsten Fall bei den meisten meiner Mieter nicht nur die Heizung kalt, auch die Küche.
Es wird zwar tapfer an Gasheizungen gedacht, nicht an Kochen mit Gas und Strom aus Gasquellen.

Dafür mehren sich Anfragen nach Balkonkraftwerken.

Den Mietern mit Kachelöfen, die momentan nur Dekowert haben, wurde angeboten die Öfen wieder betriebsfähig zu machen.
Begeisterung kam dafür noch nicht auf bei den Mietern. Klar, koste Mieter auch was, unabhängig ob sie den Ofen dann nutzen oder nicht. Schlotfeger muss ja regelmäßig prüfen und macht das nicht zum Nächstenliebetarif.
 

Frank_2022

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Stillgelegte Schlote gibt es im Haus leider oder zum Glück keine. Es wurde gemietet wie gesehen und der Mieter hatte mehr als genug Zeit, sich die Sache zu überlegen. Hat sogar gedrängt, wann er endlich den Vertrag zum unterschreiben bekommt. Hinterher ist es immer schwierig Dinge zu verlangen. Und da es ein junger Mensch ist, gehe ich nicht davon aus, dass er fünf Jahre da drin wohnen bleibt.
 

Frank_2022

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Zum Thema Elektrik hat mich meine Haus-EFK darauf hingewiesen, dass Klimasplitgeräte im Dauerbetrieb immer separat abgesichert werden sollen. Also nachrüsten. Wer zahlts? Mieter: können wir halbe halbe machen ;-)
 

Frank_2022

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Ich denke hier wird auch von den Medien zuviel Aufregung verursacht. Auf der einen Seite sind die Gasspeicher voraussichtlich bis Ende September 2022 voll, auf der anderen Seite hat man Angst, dass das Stromnetz durch zu viel Heizlüfter überlastet wird.

Der Mieter ist hier jetzt etwas hartnäckig und verlangt nochmal genau die Gründe für die Ablehnung. Seiner Meinung nach wird es in der Wohnung derzeit zu warm. Er hat 25 Grad drin ;-) heute morgen nach der Hitze gemessen. Das haben die meisten Leute auch. Derzeit.

Nach meiner Meinung und auch Haufe Kommentar stellt der Einbau einer festverbauten Klimaanlage mit Kernbohrung unabhängig von den technischen Möglichkeiten/Auslegung der E-Leitungen einen Eingriff in die Bausubstanz da, verändert die Ansicht der Wohnanlage und stellt durch Geräusche eine Beeinträchtigung der Mitbewohner da. Und ist somit Zustimmungspflichtig. Fakt.

Der Mieter verlangt jetzt nochmal eine Darlegung der bereits mündlich erläuterten Gründe. Von einer Pflicht des Vermieters hier genau alles schriftlich zu erläutern ist mir nichts bekannt. Euch?
 
dots

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Der Mieter verlangt jetzt nochmal eine Darlegung der bereits mündlich erläuterten Gründe.
Dann lass ihn halt verlangen, und erfülle sein Verlangen halt nicht.
Was kann schlimmstenfalls passieren? Der Mieter könnte das Ding trotz deiner bereits erfolgten Ablehnung/Verneinung durchziehen. Das kann er unabhängig davon, ob du seinem Verlangen entsprichst, so oder so.
Also: Wozu sich weiter erklären, und damit weitere Angriffsmöglichkeiten für den Mieter schaffen?

Ich würde das Verlangen des Mieters, jetzt nochmal die bereits mündlich erläuterten Gründe darzulegen, ignorieren.
 

Frank_2022

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Ich denke auch, dass die bereits schriftliche erfolgte Verneinung einer baulichen Veränderung Grund genug ist.

Der Gedanke ist, dass er es so oder so durchzieht. Aber dann greifen Abmahnung auf Rückbau, da es sich auf jeden Fall um eine bauliche Veränderung handelt. Und bei Nichterfüllung des Rückbaues die fristlose Kündigung. Der Mieter ist in seiner Position im Nachteil. Du hast recht.
 

ehrenwertes Haus

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Der Mieter verlangt jetzt nochmal eine Darlegung der bereits mündlich erläuterten Gründe. Von einer Pflicht des Vermieters hier genau alles schriftlich zu erläutern ist mir nichts bekannt. Euch?
Nein. Eine Ablehnung oder Bewilligung von baulichen Veränderungen muss weder schriftlich noch mündlich Begründet werden.
Solche Anfragen müssen nicht mal beantwortet werden. Ohne ausdrückliche Erlaubnis, darf der Mieter nix vermietetes in Eigenregie umbauen.

Der Mieter kann sich doch eine andere Wohnung suchen, wenn er unbedingt eine Wohnung mit einem solchen Klimagerät möchte.


Der Gedanke ist, dass er es so oder so durchzieht. Aber dann greifen Abmahnung auf Rückbau, da es sich auf jeden Fall um eine bauliche Veränderung handelt. Und bei Nichterfüllung des Rückbaues die fristlose Kündigung.
Dafür ist der Mieter dann hoffentlich zahlungsfähig. Löcher in Außenwänden können ganz schön teuer werden, vor allem, wenn sie nicht mehr wirklich dicht verschlossen werden (können), eine ganze Hausseite neu gestrichen werden muss, usw.
 

Frank_2022

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Der Mieter kann sich doch eine andere Wohnung suchen, wenn er unbedingt eine Wohnung mit einem solchen Klimagerät möchte.
Darauf habe ich schon dezent mit dem Hinweis: "gemietet wie gesehen und vorhandene Gasheizung bei Anmietung im Juni 2022 bereits vorhanden" hingewiesen
 

Frank_2022

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Dann lass ihn halt verlangen, und erfülle sein Verlangen halt nicht.
Was kann schlimmstenfalls passieren? Der Mieter könnte das Ding trotz deiner bereits erfolgten Ablehnung/Verneinung durchziehen. Das kann er unabhängig davon, ob du seinem Verlangen entsprichst, so oder so.
Würdest du hier auf die Klausel im Mietvertrag zum Verbot von baulichen Veränderungen hinweisen, was bisher nicht geschehen ist und bereits das Recht auf Abmahnung erwähnen? Der Vermieter möchte nicht drohen, sondern nur deutlich vor irgendwelchen Aktionen darauf hinweisen.
 
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