Altes Haus, kein Geld. Was tun?

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von S.Scheib, 17.12.2010.

  1. #1 S.Scheib, 17.12.2010
    S.Scheib

    S.Scheib Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe folgendes Problem (hoffe ich bin hier richtig, bin erst seit kurzem Mitglied):

    Vor etwa einem Jahr habe ich ein Haus von meinem Großvater geerbt.
    Leider stand dieses die letzten 10 Jahre leer und ist auch in keinem besonders guten bzw. modernen Zustand. Nun (das eigentliche Problem) ich bin "erst" 19 Jahre alt und gehe noch zur Schule. Ich verfüge nicht über die Mittel (weder Geld noch Zeit bzw. die Mobilität) die notwendigen Sanierungsarbeiten zu finanzieren oder durch zu führen.
    Ich habe auch schon daüber nachgedacht das Haus zu verkaufen, jedoch aus emotionalen und wirtschaftlichen Gründen währe es mir lieber das Haus zu behalten bzw. zu vermieten.
    Allerdings stellt sich mir die Frage wie ich das schaffen soll oder kann.
    Währe sehr dankbar für Rat/Vorschläg.
    Schonmal im Vorraus vielen Dank.
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 17.12.2010
    lostcontrol

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    ist das haus im aktuellen zustand bewohnbar oder nicht?
    willst du irgendwann selbst reinziehen in das haus?

    grundsätzlich gibt's da diverse möglichkeiten...
     
  4. #3 S.Scheib, 17.12.2010
    S.Scheib

    S.Scheib Neuer Benutzer

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    Nein ist derzeit nicht bewohnbar. Die Elektrik müsste neu verlegt werden genauso wie einen neu Heizung bzw. Kessel eingebaut werden. Im Moment die beiden größten Probleme. Die Bausubstanz scheint noch gut zu sein. Gibt aber noch viele kleinere Mängel, schätze aber das dies nach 10-11 Jahren normal ist.
     
  5. kathi

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    Was ich an deiner Stelle zuerst machen würde, wäre mal mit sämtlichen wichtigen und dir im Moment verfügbaren Informationen zur Bank deines Vertrauens zu gehen und dich unverbindlich beraten zu lassen.
    Dann bist du zumindest schonmal ein kleines Stückchen weiter, weisst wie die Bank das grundsätzlich einschätzt oder ob die gleich abwinken, welche Infos dir noch fehlen etc. etc.
    Wenn du dann irgendwann mal soweit bist, dass du dir sicher bist das durchziehen zu wollen und zu können, dann gehts halt irgendwann ans Mietrecht. Und wenn du irgendwelche Darlehen über die Miete finanzieren musst, dann wird die richtige und vorsichtige Auswahl der Mieter extrem wichtig.
    Neben einer Finanzierung durch die Bank gäbe es evtl. auch die Möglichkeit Mieter zu finden, die bereit und in der Lage sind, selber was zu tun. Du könntest z.B. an einen Heizungsbauer oder einen Elektriker vermieten. Auch da ist Vorsicht angesagt, aber ich kenne Konstellationen bei denen das hervorragend geklappt hat.
     
  6. #5 77Carina, 17.12.2010
    77Carina

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    Grundsätzlich würde ich es behalten und vermieten (aber wie gesagt, zuerst mal mit der Bank reden, ob eine Finanzierung der Renovierungsarbeiten möglich wäre, oder auch mal mit Verwandten/Eltern reden, wegen einem zinslosen Verwandtenkredit).

    Wenn dieser erste theoretische Punkt geklärt ist, kann man ganz langsam systematisch mit Kostenvoranschlägen usw. beginnen.

    Viel Glück 77Carina
     
  7. #6 lostcontrol, 17.12.2010
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    hast du das haus mal von jemand anschauen lassen, der ahnung hat?

    und nochmal die (meiner ansicht nach wichtigste) frage:
    willst du da irgendwann selbst reinziehen oder geht's dir darum, es vermieten zu können?

    ich bastel ja selbst seit mittlerweile über 5 jahren an einem alten haus rum, geht halt peu à peu weil ich selbst drin wohne und die sehr kleine einliegerwohnung nur minimale einnahmen beschert (die - falls bei mir mal was schief läuft - grad mal für die betriebskonsten fürs gesamte haus reichen).
    bei mir ist die substanz allerdings ausgezeichnet und das haus stand nie leer und wurde immer zumindest in teilen beheizt (von der bauweise her geht das bei meinem altbau ohne dass irgendwo schimmel auftritt oder sonstige schäden auftreten), von daher waren die "mängel" einfach sanierungsstau von ca. 20 jahren, in denen meine alte omi einfach keine handwerker mehr im haus haben wollte.
    ich könnte dir jetzt hochrechnen was ich bisher ausgeben musste und was noch ansteht, das wird dir aber nicht wirklich weiterhelfen, es sei denn mein "häusle" wäre zufällig ähnlich gebaut und ähnlich gross.
    elektrik neu machen ist ziemlich teuer, wenn man's richtig machen will (und was ist richtig? gute frage. ich hab 'ne menge leerrohre eingebaut, weil ich mir da auch nicht soooo sicher war und einige davon zwischenzeitlich auch gut gebrauchen können).
    und 'ne neue heizung einbauen sollte man tunlichst erst dann, wenn das haus ansonsten in sachen wärmeschutz gründlich überprüft wurde und die fenster falls nötig erneuert wurden, die heizung muss ja entsprechend ausgelegt sein (ist wohl der am häufigsten vorkommende fehler, dass zuerst die heizung gemacht wird und die dann später zu gross ausgelegt ist und entsprechend unnötig viel energie zieht).

    kathi spricht an dass du die sanierung über einen kredit finanzieren könntest (den du dann mit miete abzahlst). das würd ich mir aber an deiner stelle sehr gut überlegen, machbar ist das sicherlich, garkeine frage, aber das konzept steht und fällt dann mit den mietern, die müssen dann wirklich 100%ig sein, sonst geht's dir an die existenz (ich gehe davon aus dass du als student keinen nebenjob haben wirst, der dir dein eigenes auskommen + die miete für ein komplettes haus einbringt, sprich: falls die miete mal nicht kommen sollte und du deine bank nicht bezahlen kannst, geht das ruckzuck dass du in echte schwierigkeiten kommst).

    von kathis vorschlag sich mieter zu suchen, die selbst sanieren halte ich garnichts.
    hauptsächlich deshalb, weil's gerade bei elektrik und heizung (vor allem dann wenn's 'ne gasheizung ist) um versicherungsrelevante geschichten geht, da MUSS ein meister das ganze abnehmen und du musst das der versicherung schriftlich vorlegen können, sonst kann's passieren dass das haus wegen eines kabelbrands abfackelt und deine versicherung nicht bezahlt (so geschehen bei bekannten von mir, die ihre elektrik schwarz machen liessen und von einem weiteren bekannten abnehmen liessen, der die abnahme dann aber nicht schriftlich gab, weil seine handwerker-versicherung das natürlich auch nicht zugelassen hat, weil er ja nicht nachweisen konnte tatsächlich vor ort gearbeitet zu haben).
    ein weiterer grund ist, dass es ziemlich regelmässig später zoff gibt, weil die mieter ihre arbeit dann eben doch vergütet sehen wollen, spätestens wenn sie ausziehen. das mit der ermässigten miete klappt ja regelmässig nicht, das kannst du zahlreichen threads in diesem forum entnehmen. und so einiges kannst du rein mietrechtlich auch garnicht tatsächlich vertraglich lösen.
    mal ganz abgesehen davon, dass das steuerlich nicht so doll ist - saubere rechnungen für material, arbeit und co. sind da bedeutend einfacher zu versteuern.
    deine ersten erfahrungen mit der steuer dürftest du ja spätestens jetzt mit der erbschaftssteuer gemacht haben - wie hast du das finanziert? hattest du das "auf kante"? als studentin hätte ich's mir schon wegen der erbschaftssteuer nicht leisten können das haus meiner großeltern zu erben, so blöd das klingen mag...

    meine empfehlung wäre, dass du das ganze mal von einem profi anschauen lässt (und damit meine ich KEINEN makler, sondern entweder einen entsprechenden gutachter oder eben verschiedene handwerker, die dann gleich kostenvoranschläge machen) um mal grob zu wissen wie hoch die kosten tatsächlich liegen werden.
    erst DANN kannst du in etwa ausrechnen, wie lange das haus vermietet werden MUSS um den kredit hierfür abzuzahlen.
    und red auch mal mit 'nem steuerberater, was der empfehlen würde.

    ansonsten bleibt die frage was das denn für ein haus ist, für die vermietbarkeit spielen da ja diverse faktoren eine rolle, und wenn du keine mieter dafür finden kannst, selbst wenn's supertoll saniert ist, dann hast du geld in den sand gesetzt...
     
  8. kathi

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    Das wird wohl finanziell zum einen nicht machbar sein und zum anderen schreibt sie ja was von fehlender Mobilität, also wird sie kaum vor Ort sein.

    Ansonsten sind deine Ratschläge natürlich schon gut, aber es geht um eine 19 jährige Schülerin oder Schüler (nächstes Jahr Abi?). Hättest du mit 19 im Abistress finanziell und zeitlich Gutachter, Steuerberater etc. wuppen können? Ich nicht! Mal abgesehen davon, dass einen mit 19 doch kein Handwerker etc. wirklich ernst nimmt. Da muss man schon richtig taff auftreten können.
    Keine Eltern im Hintergrund, die da irgendwie erstmal weiterhelfen können?
     
  9. #8 lostcontrol, 18.12.2010
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    ob's finanziell machbar ist, wird im wesentlichen davon abhängen, was die bank sagt.
    'ne hypothek auf ein bestehendes EFH gibt dir eigentlich jede bank ziemlich problemlos. die freuen sich ja, wenn ihnen das häusle dann gehört, wenn du deinen kredit nicht bezahlen kannst. klingt hart, ist aber so. banken leben von krediten, nicht von sparern.
    selbst wenn das haus "schrott" ist, könnte allein das grundstück schon gold sein. die bank weiss schon was sie da "riskiert".

    rein emotinale antwort:
    ja. ich hätte das wuppen können gemusst. quasi. *g*
    meine mutter war (und ist) knallhart, sobald ich 18 war und somit volljährig und voll geschäftsfähig (deutschland) hat sie mir die hausverwaltung "aufs auge gedrückt".
    die ersten jahre habe ich natürlich sämtliche verfügbaren fehler gemacht. ja ok, nicht alle, ich stamm ja aus 'ner handwerker-familie (möbelfirma) und der ganze kram mit den rechnungen war mir auch nicht fremd, weil ich ja seit ich 14 war schon mein "zusatz-taschengeld" im büro verdient hab.
    die mieter haben mich von anfang an voll respektiert, war ja eh klar dass ich sozusagen von "oberster hierarchie direkt beauftragt" war. mal ganz abgesehen davon, dass unsere mieter uns ja eigentlich eh nur als jemand erleben, der "sich kümmert" und nicht als feind. die handwerker warn schwieriger, die mussten sich erst dran gewöhnen dass ich auch entscheidungen treffen darf, die haben anfangs noch bei muttern nachgefragt, ob das auch ok ist was ich entschieden hab.

    klar kannste das mit 19.
    abi-stress? quark. fast jeden nachmittag hat man zeit.
    und gerade wenn man hirnmässig in trab gehalten wird fällt einem sowas leicht.
    um unsere abiturienten mach ich mir bezüglich vermietungs-gechichten keine sorgen, die haben deutlich schwierigere mathe-aufgaben zu lösen als 'ne betriebskostenabrechnung, die packen das mit links.

    DIE frage stellt sich unweigerlich...
     
  10. helaba

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    Im Gegensatz zu meinen Vorrednerinnen rate ich Dir dazu das Haus zu verkaufen.

    Tragen wir mal die Fakten zusammen:

    1. Keine Ahnung
    2. Kein laufendes Einkommen
    3. Kein sonstiges (Bar)vermögen
    4. Keine Zeit
    5. Nicht vor Ort

    Das sind genau die 5 Gründe die gegen eine Investition im Immobiliengeschäft sprechen. Manchmal ist es besser die emotionale Seite wegzulassen und rein praktisch zu denken. Sorry, aber genauso hart ist es.
    Du wirst Dich schwer tun, eine Bank zu finden, die Dir diese Finanzierung -ohne laufendes EK- macht, wenn überhaupt. Ja, eine Bank will Kredite verkaufen. Nein, eine Bank hat null Interesse daran das Ding zwangsversteigern zu lassen oder in den Eigenbestand zu nehmen. Kannst Dich ja mal umhören oder Anfragen im INet stellen, das wird meine Aussage bestätigen. Solltest Du eine Finanzierung bekommen, steht und fällt das ganze mit den Mieteinnahmen. Wenn da aus irgendwelchen Gründen etwas schiefgeht bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Steuerliche Vorteile hast Du auch keine.
    Also, warum willst Du Dir Dein Leben mit jungen Jahren unnötig schwer machen ? Verkaufe das Teil, lege das Geld an (wenn auch derzeit mit niedrigen Zinsen) und Du hast ein schönes Polster für Deine Zukunft.
     
  11. Berny

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    Hallo S. Scheib,

    nachdem ich bis hier gelesen habe, schliesse ich mich helaba voll und ganz an:
    "Im Gegensatz zu meinen Vorrednerinnen rate ich Dir dazu das Haus zu verkaufen."
    Sie hat genügend nachvollziehbare Gründe, denen ich nur zustimmen kann, genannt.
     
  12. kathi

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    @ lost,
    so gut und treffend manchmal deine Aussagen sind, so schlimm finde ich es manchmal, wie wenig du über deinen Tellerrand hinausschauen kannst. Du stammst offensichtlich aus einer wohlhabenden Familie mit Immobilienbesitz in der x-ten Generation. Ebenso offensichtlich hast du Eltern, die es sich leisten können und wollen ihre Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen. Fehlentscheidungen 18jähriger unerfahrener "Hausverwalter" kosten ja "nur" Geld. Aber Töchterchen soll schliesslich was lernen und das darf auch mal Geld kosten, wenn die Kleine eine Fehlentscheidung trifft. Dass du hier von einer Warte aus argumentierst, die reiner Luxus ist, siehst du nicht.
    Und ohne jede Hilfe, Zeit und finanzielle Mittel hättest du das mit 18 ganz sicher nicht auf die Reihe bekommen.
    Und was die Handwerker und Mieter anbelangt, ist das auch nicht zu vergleichen. Denn sowohl die Handwerker wie auch die Mieter wussten in deinem Fall ganz genau, wer hier wirklich als "Kopf" hinter der Sache steckt.
     
  13. #12 lostcontrol, 19.12.2010
    lostcontrol

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    also ich würde mal sagen dass es mit 19 auch ein ziemlicher luxus ist ein eigenes haus zu besitzen. das ging mir nicht so.
    es bleibt doch dem TE nur die möglichkeit entweder
    a) zu vermieten oder
    b) zu verkaufen (was er ja nicht will).
    entsprechend MUSS er sich ja kümmern, und mit hilfe ist das auch zu schaffen.

    der knackpunkt ist doch letztendlich, dass der TE das ohne kredit auch nicht schaffen kann. wenn er denn einen kredit bekommt, dann hat er ja die finanziellen mittel und dann kommt ja auch noch miete rein.
    zeit hatte ich übrigens damals eher weniger als heute. und hilfe kann man nicht nur von den eltern bekommen.

    mich würde aber immernoch interessieren ob der TE irgendwann selbst einziehen will oder nicht - das wäre für mich die grundlage für jegliche entscheidung.
    falls nicht, dann sollte er verkaufen, da bin ich mit den vorrednern einig.

    p.s.: uralter immo-besitz stimmt zwar, aber deswegen ist man noch lange nicht "wohlhabend". so altbauten fressen doch so gut wie alles auf was an miete reinkommt.
     
  14. kathi

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    Das würde ich nicht unbedingt sagen. Wenn das Haus 50 000€ wert ist, entsprechend wenig Miete bringen würde und man erstmal viel Geld reinstecken muss, dann ist das ein sehr zweifelhafter Luxus.
    Schön, aber dafür bist du in dem Wissen aufgewachsen, dass ein Teil davon dir irgendwann mal gehören wird, sei es durch Erbschaft oder durch Schenkung.
    Und die Renovierungs/Instandhaltungskosten werden auch noch finanziert.
    Nee, aber die von immobilienerfahrenen Eltern ist völlig kostenlos.
    Dass der Besitz mehrerer Immobilien Menschen nicht zu wohlhabenden Menschen macht, wenn die Hütten alle abbezahlt sind, halte ich für ein Gerücht. Schließlich sind die Dinger ja was wert. Und das ist die alleinige Entscheidung der Individuen was sie mit ihrem Geld machen (nach der Steuer natürlich). Der Besitz von 50 Goldbarren in einem Banksafe macht einen auch zum wohlhabenden Menschen, obwohl die einfach nur so da rumliegen und man noch nichtmal bei Aldi damit zahlen kann.
     
  15. #14 lostcontrol, 19.12.2010
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    da hast du natürlich völlig recht, aber ich hatte ja auch schon nachgefragt was das überhaupt für ein haus ist.
    ohne nähere beschreibung werden wir wohl keine vernünftigen tipps geben können...

    das stimmt, aber was die renovierungs- und instandhaltungskosten angeht, war ich ja eben auch schon mit 18 beauftragt das ganze durchzurechnen, d.h. zu schauen was in den nächsten jahren anfallen wird, das mit dem steuerberater durchzugehen wie man das am besten auf die jahre verteilt damit man maximal absetzen kann etc.
    mein etat war hierfür zwei drittel der mieteinnahmen.
    das finanziert sich nach wie vor durch die mieteinnahmen, ganz klar. sonst könnten und wollten wir die häuser nicht halten, ist doch logisch.

    das stimmt natürlich, aber ich fürchte du überschätzt was ich vorgefunden habe.
    ich musste das auch alles erstmal von grund auf neu aufrollen und habe erstmal mehrere jahre gebraucht um überhaupt die betriebskostenverordnung durchzusetzen. meine mutter hat berufsbedingt wirklich viel ahnung in sachen instandhaltung, renovierung etc., aber mietrecht war noch nie ihr ding, entsprechend hat sie da auch selbst das eine oder andere verbockt und ich hab aus dem negativ-beispiel gelernt.

    klar sind die häuser was wert, keine frage. aber wenn verkauf nicht zur diskussion steht, dann hast du herzlich wenig davon. zumindest solange nicht wirklich was dabei rüberkommt, und wenn du einen altbau in schuss halten musst und das bei niedrigen mieten, dann ist das nicht allzu viel.

    dann erzähl das doch einfach dem TE.
    der sitzt doch da mit seinem EFH, will nicht verkaufen, hat aber (mangels mieteinnahmen) auch nicht das geld das ding in schuss zu kriegen.
    sprich: der TE ist ein wohlhabender mensch (immerhin hat er ein EFH). blöderweis hat er aber kein geld...
    aber das thema können wir gerne an anderer stelle weiterdiskutieren, ich glaub das führt zu weit das jetzt aufrollen zu wollen. ich denke auch du weisst was ich meine, es ist halt kein frei verfügbares geld und hilft mir nicht beim nächsten grosseinkauf.

    das hauptproblem sehe ich darin dass das ein EFH ist. bei einem mietshaus mit mehreren parteien könnte man wenigstens mal mit einer wohnung anfangen und dann peu à peu durchrenovieren, d.h. immer dann wenn genug einnahmen gesammelt wurden das nächste projekt angehen.
    die möglichkeit haste halt blöderweise beim EFH nicht.

    für mich ist immernoch die hauptfrage, ob der TE das haus irgendwann selbst beziehen will oder nicht, davon würde ich die entscheidung abhängig machen.
    falls nicht, würde ich auch zum verkauf raten. einfach weil die EFH-vermietung wohl das höchste risiko überhaupt ist, zumindest wenn ich das glauben darf, was ich hier im forum so lese...
     
  16. #15 S.Scheib, 20.12.2010
    S.Scheib

    S.Scheib Neuer Benutzer

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    Erstmal vielen Dank für eure Antworten.
    Zum Haus:
    Sandsteinhaus 1927 gebaut, wurde in den 80/90ern auf den "neuesten" Stand gebracht,
    hat eine Ölheizung (Öltanks sind noch in gutem Zustand nur der Brenner sowie der Kessel ist kaputt).
    145m² Wohnraum (5 Zimmer + Küche und Bad) + Scheune und Garten (alles in allem etwa 300m²).
    Mehr fällt mir gerade auch nicht ein bzw. bin mir nicht sicher welche Infos in diesem Zusammenhang wichtig sind.
    Von meinen Eltern kann ich nicht mit Hilfe rechnen zumindest nicht finanziell da beide nicht in der Lage dazu sind.
    Zum Wert des Hause. Geh etwa von 40000-50000 aus wobei ich mir dabei nicht sicher sein kann. Habe bist jetzt noch keinen Gutachter zu Rate gezogen. Bei meiner Schätzung geh ich von den Immobilienpreisen der Region bzw. vom derzeitigem Zustand aus (allerdings habe ich was Immobilien betrifft wenig Erfahrung oder Ahnung).
    Zur Frage ob ich in das Haus eines Tages einziehen will kann ich, denke ich, nichts genaueres sagen. Im Moment könnte ich es mir nicht vorstellen, aber wer weiß was die Zeit bringt. Ich schließe einen Verkauf auch nicht komplett aus aber ein Haus als "Wertanlage" halte ich zumindest bis jetzt als sinnvoller als Barkapital.
    Zudem hat mein Urgroßvater das Haus gebaut und mein Großvater und meine Mutter sind dort Aufgewachsen.
    Nochmals vielen Dank für eure Antworten.
     
  17. kathi

    kathi Gesperrt

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    Jetzt mal ne blöde Frage: Wenn du das Haus vor etwa einem Jahr geerbt hast, dann müssten dir doch allein aufgrund der Erbschaftssteuergeschichte irgendwelche Zahlen vorliegen. Der Staat will ja möglichst mitverdienen, wenn jemand stirbt. Die Höhe einer möglichen Erbschaftssteuer beziffert sich nach dem Verkehrswert des Gebäudes und wird daher idR schonmal geschätzt. Leider weiss ich nicht, wie hoch irgendwelche Freibeträge für Enkel sind. Wenn es deutlich drunter liegt, dann schätzt das Finanzamt sicher auch nicht genau.

    Wobei ich bei dem Wert der Immobilie wirklich abraten würde. Wo in Deutschland gibt es eigentlich noch EFHs mit 145m² Wohnfläche, die grade mal 40-50 000 € bringen? Klar sind Städte wie S, M, F etc. die Topstädte was Immobilienpreise anbelangt, aber bei uns in der Nachbarschaft ging vor nem Jahr ein EFH mit 100m² Wohnfläche für knapp 500 000€ weg. Baujahr 1900, Stand der Technik auch um den Dreh. Die Diskrepanz find ich schon unglaublich.
     
  18. #17 S.Scheib, 20.12.2010
    S.Scheib

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    Also,
    zur Erbschaftsteuer kann ich im Moment nicht viel sagen.
    Als ich das Haus geerbt habe war ich gerade 8 oder 9 Jahre alt (Nießbrauch auf 10 Jahre). Deshalb kann ich nicht viel dazu sagen. Nach meiner Mutter kam da auch nie groß etwas, also wir wurden nie benachrichtigt (keine Ahnung wie das abläuft). Als das alles gelaufen ist war ich wie gesagt 8 - 9 JAhre alt, habe also nicht viel mitbekommen.

    Zum Wert des Hauses, wie schon gesagt, ist nur eine grobe Schätzung meinerseits.
    Das Haus steht in einem 1500 - 2000 Einwohner Dorf im Pfälzer Wald.
    Habe mir auf gewissen Immobilien Seiten vergleichbare Häuser in dieser Region angeschaut, daher meine Preisvorstellungen.

    Am Rande noch,
    habe einen Interessenten, der sich schon einige male bei mir gemeldet hat (hat mich etwas stutzig gemacht).
    Habe mich eher kurz gehalten und mich nicht festgelegt. Auf die Frage was er denn bezahlen würde bzw. welche Preisvorstellungen er hat, antwortet er das es vom Zustand des Hauses abhinge (lebt im selben Dorf sieht also das Haus jeden Tag).
    Nun meine Frage, ist so etwas serious oder normal (bin nicht daran interessiert das Haus unter Wert zu verkaufen).
    Noch nochmals vielen Danke für eure Antworten und euer Interesse, habe nicht mit so viel gerechnet. :danke
     
  19. helaba

    helaba Erfahrener Benutzer

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    @kathi: der Freibetrag zum Zeitpunkt des Erbes war 51.200 Euro.

    @S.Scheib: ich würde mit dem Interessenten auf jeden mal durch das Haus gehen und einen Preisvorschlag herauskitzeln.
     
  20. #19 BarneyGumble2, 21.12.2010
    BarneyGumble2

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    Um ansonsten zu einer Preisvorstellung zu kommen, kontaktier doch einfach mal einen Makler, der sich das Haus mal anschauen soll.

    Vielleicht hat ja bei Dir im Bekannten- oder Verwandtenkreis schon jemand gute Erfahrungen mit einer Maklerfirma gemacht!?

    Allerdings unterschreibe auf gar keinen Fall einen sog. qualifizierten Alleinauftrag von einem Makler! Dieser besagt, dass jeder Interessent, der Dich anspricht, an den Makler verwiesen werden muss.
    Halte Dir IMMER die Option offen, das Haus privat zu verkaufen!
     
Thema: Altes Haus, kein Geld. Was tun?
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