Andere mit WEG-Machenschaften in den Ruin treiben, ganz legal

Diskutiere Andere mit WEG-Machenschaften in den Ruin treiben, ganz legal im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Guten Abend, Ich habe dazu folgendes Schreckens-Szenario als Artikel gefunden, was sich genau auf unsere Wohnanlage abzeichnen könnte:...

  1. mika

    mika Neuer Benutzer

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    Guten Abend,

    Ich habe dazu folgendes Schreckens-Szenario als Artikel gefunden, was sich genau auf unsere Wohnanlage abzeichnen könnte:

    http://www.morgenpost.de/Andere-in-den-Ruin-treiben-ganz-legal.html

    Wenn den Artikel jemand durchgelesen hat: Das ist ja Grauenvoll welch Tücken das WEG-Recht hat!

    Können die übrigen Eigentümer dem Mehrheitseigentümer irgendwie Parole bieten, bzw sich gegen solche Machenschaften wappnen, oder kann das jeder Mehrheitseigentümer so machen und andere mittels dieser Vorgehensweise ruinieren, wenn sich ihm so eine SItuation bietet?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Schön, dass die Berliner Morgenpost einen zehn Jahre alten Artikel gerne nochmal verkaufen würde - ich habe darauf aber keine Lust. Wenn du konkrete Kommentare willst, solltest du den Artikel grob Zusammenfassen oder einen anderen, frei zugänglichen Artikel gleichen Inhalts verlinken.


    Jedes Recht hat irgendwelche Tücken - vor allem für diejenigen, die es nicht kennen oder nicht verstehen. Leider trifft beides auf viele Eigentümer in WEGen zu.


    Da ich nur raten kann, was "solche Machenschaften" sind: Vor allem kann man den Rat befolgen, den hier im Forum so ziemlich jeder WEG-Interessent früher oder später zu hören bekommt, nämlich sich vor dem Kauf einer Eigentumswohnung genau zu informieren, in was für eine Gemeinschaft man sich da einkauft.

    Ein Eigentümer mit Mehrheit der MEA kann einige Beschlüsse im Alleingang fassen (z.B. die Bestellung eines Verwalters, der Beschluss des Jahresabschlusses, ...) und (fast) alle Beschlüsse blockieren. Trotzdem kann er nicht alles tun und lassen - das muss man nötigenfalls gerichtlich durchsetzen. Tritt diese Situation dauerhaft ein, könnten Eigentümer daran pleite gehen.
     
  4. #3 mika, 27.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.12.2014
    mika

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    Ach mist, ich konnte den Artikel frei ergoogeln, und ich habe kein Abo der Berliner Morgenpost. Wenn ich aber hier auf den eigenen Forums-Link klicke, kommt das Abo.

    Deshalb hier nochmal der Google Link, dann kommt man ohne Abo auf den Artikel:
    http://www.google.de/FAndere-in-den-Ruin-treiben-ganz-legal.html


    Deine Aussage kann ich voll und ganz unterstreichen, wenn man sich in so eine WEG neu einkauft.
    Im bei mir abgeänderten Fall ist es so, dass ein hinzugekommener Eigentümer über die Jahre immer mehr Einheiten aufgekauft hat, sodass er letztendlich mit knapper Mehrheit zum Mehrheitseigentümer wurde (22 von 40 Einheiten)
     
  5. #4 Fremdling, 28.12.2014
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    22 von 40 Wohneinheiten heißt nicht unbedingt Stimmenmehrheit, es sei denn, in der Teilungserklärung ist das so geregelt. Mal nachgeschaut?
     
  6. mika

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    In der Teilungserklärung ist das Objektprinzip verankert, d.h. er hat die meisten Stimmen und somit die Mehrheit.
     
  7. Andres

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    Welchen Fall willst du denn jetzt diskutieren: Deinen Fall oder den aus der Morgenpost?

    Im Fall der Morgenpost greift meine Aussage voll und ganz. Es gibt Leute, die der Ansicht sind, dass Zwangsversteigerungen sowas wie der Aldi des Immobilienkaufs sind: Grabbeltisch mit Schnäppchenpotenzial - und wenn nicht, dann ist nicht viel Geld kaputt. Das ist Quatsch. ZV ist für Leute, die wirklich wissen was sie tun - oder so viel Geld in der Hinterhand haben, dass sie es sich leisten können, Dinge nicht zu wissen. Was gerne verdrängt wird: Wenn ein Objekt in der ZV landet, hat schon einmal jemand bewiesen, wie es nicht geht.


    In deinem Fall ist die Sachlage anders. Erstens wäre zu prüfen, ob die Rechtsstruktur des Mehrheitseigentümers für dieses "Ausbluten" überhaupt geeignet ist. Für diese Masche muss man selbst in der Lage sein, Leistungen an die WEG zu erbringen. Bei der Morgenpost war es das Anwaltshonorar, dass der Eigentümer in Rechnung stellen konnte. Es gab solche Konstrukte auch schon über Handwerker.

    Zweitens lässt sich eine finanziell gesunde WEG nicht so einfach ruinieren. Wenn die Gemeinschaft den laufenden Zahlungsverpflichtungen ganz gut nachkommen kann, ist der Druck der gesamtschuldnerischen Haftung auf die Eigentümer recht niedrig. Dann können die Eigentümer auch einen längeren Rechtsstreit durchhalten.

    Drittens: Ganz so unvorhersehbar ist die Sache ja auch nicht. Oder hat der fragliche Eigentümer mit einer Einheit angefangen?


    Grundsätzlich hast du (bzw. der Artikel, so schwachsinnig er an manchen Stellen auch ist) aber schon Recht: Bei Wohneigentum sind die Eigentümer wirtschaftlich sehr stark aneinander gebunden. Das birgt Risiken.
     
  8. #7 mika, 28.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2014
    mika

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    In unserem konkreten Fall hat der Eigentümer mit 2 Einheiten angefangen und im laufe weniger Jahre soviele Einheiten erworben, sodass er nun Mehrheitseigentümer ist mit den meisten Stimmen.
    Er hat schon mehrmals angedeutet, dass er in bälde selbst die Verwaltung übernehmen möchte und seinen Einfluss geltend machen will.
    Dazu will er Hausmeister und Instandhaltungsarbeiten/Renovierungsarbeiten an seine eigene Firma übergeben, er hat ja die Stimmenmehrheit nun.
    Ich sehe in unserem Fall Parallelen mit dem verlinkten Artikel.
    Ich habe das WEG Konto überprüft, und sah, dass der Mehrheitseigentümer noch nicht die Nachzahlung der letzten Jahresabrechnung für seine Einheiten beglichen hat, zudem ist er mit den laufenden Hausgeldern in Rückstand.
    Was kann man hier als Eigentümer machen?? Die Hausverwaltung haben wir schon darauf angesprochen, den Mehrheitseigentümer anzumahnen und das ausstehende Geld einzutreiben, doch die reagieren derzeit sehr langsam, weil sie mit anderen Verwaltungen Fusionieren und scheinbar unterbesetzt sind...

    Das nimmt in unseren konkr. Fall bereits ähnliche Muster an, deshalb wäre es wichtig, ob man als Minderheitseigentümer jetzt in diesem Stadium gewisse Schritte unternehmen kann, damit man die Machenschaften des Mehrheitseigentümers bereits jetzt in diesem frühen Stadium unterbinden kann?

    Vielleicht kennt hier jemand in diesem Beispiel konkrete Handlungsempfehlungen für die Minderheitseigentümer
     
  9. Andres

    Andres
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    Ah, jetzt nimmt die Fragestellung langsam Gestalt an.

    Die Zahlungen zwangsweise bewirken, langfristig auf eine Entziehung des Wohnungseigentums zuarbeiten.


    ... sehe ich auch so.


    Der Mehrheitseigentümer hat seine Pläne - davon wird man ihn nicht so einfach abbringen können. Letztendlich macht er das aus wirtschaftlichen Erwägungen. Wenn er merkt, dass es sich nicht lohnt (z.B. weil ihm Verfehlungen konsequent gerichtlich um die Ohren fliegen), könnte er seine Meinung ändern.

    Wenn sich die übrigen Eigentümer zusammentun, kann man die Kosten von Rechtsberatung und Rechtsmitteln aufteilen, was die Belastung insgesamt verringert. Sofern du etwas gegen den Mehrheitseigentümer unternehmen willst, wäre das ein geeigneter Weg. Gerade bei Zahlungsrückständen gibt es durchaus Möglichkeiten, aber das sollte nicht selbst verpfuscht werden und man muss rechtzeitig loslegen - solche Verfahren dauern lange genug.

    Dann gibt es noch eine weitere Option, die man in Erwägung ziehen sollte: Verkaufen, und zwar bevor die WEG in Schieflage gerät. Das spart womöglich einiges an Geld, Zeit und Nerven.
     
  10. #9 BHShuber, 29.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.2014
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    Majorisierung

    Hallo,

    Majorisierung ist das Zauberwort, welches du in diesem Fall einmal googeln solltest und dich damit befassen.

    Zudem sollte man wissen was hierzu in der Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung geregelt ist, hier mal eine Zusammenfassung:

    http://www.streifler.de/weg-3a-die-...echt-in-der-eigentuemerversammlung-_2163.html


    Gruß

    BHShuber
     
  11. #10 Martens, 01.01.2015
    Martens

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    Wenn das Verhalten des Mehrheitseigentümers im aktuellen Fall tatsächlich Ähnlichkeiten zu den Umtrieben des Gustav Herbst in Berlin aufweisen sollte, gibt es nur einen Rat: Verkaufen, so schnell wie möglich, auch mit Verlust.

    Christian Martens
     
  12. mika

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    ok klartext: man hat als kleiner eigentümer die A... Karte gezogen :unsicher031:
     
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