Anfänger sucht Tipps für Kauf/Vermietung

Dieses Thema im Forum "Baufinanzierung" wurde erstellt von nms1, 10.07.2010.

  1. nms1

    nms1 Neuer Benutzer

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    Hallo Euch!
    Ich bin neu hier und hoffe auf etwas Hilfe von den Experten.... Und zwar müssen meine Frau und ich in den nächsten Monaten aus beruflichen Gründen umziehen und wollten jetzt gern in ein gekauftes Häuschen statt eine Mietwohnung ziehen...

    Ausgangslage:
    - beide zusammen netto etwa 4500, sie verbeamtet
    - Haus soll in einem 90000 Einwohnerstädtchen oder nah dran stehen
    - Eigenkapital etwa 5.000 Euro
    - Ziel: 3 bis 5 Jahre selbst wohnen, danach vermieten

    So, nun haben wir uns zwei Sachen ausgesucht, welche in Frag ekommen könnten:
    1) DHH von 2002 mit 140qm plus 650qm Grund für 159.000,-
    2) DHH von 1950 mit 85qm plus 500qm Grund für etwa 70.000,- plus 40.000,- für komplette Sanierung

    Nun ist die Frage:
    - wenn wir das Haus kaufen ohne Eigenkapital, fressen uns bei 1) nicht die Zinsen auf?
    - wie viel % der Monatsmieteinnahmen muss ich für Leerstand, Renovierung usw. pro Monat zurücklegen?

    Ist die Idee plausibel: eines der oberen Häuser kaufen, dadrin ca. 4 Jahre wohnen, dann es vermieten und einen neuen Kredit für ein größeres Haus (also für uns dann) aufnehmen?

    Wenn wir uns für Fall 2) entscheiden? Kann man da die Eigenleistung bei der Renovierung irgendwie als EK einrechnen lassen?

    Ich weiß, ich bin noch nicht so weit mit meinen Überlegungen, aber irgendwie muss man ja anfangen...

    Danke & Gruß Georg
     
  2. AdMan

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  3. #2 Kitzblitz, 10.07.2010
    Kitzblitz

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    Ich verstehe deine Sorgen nicht.

    Besorge dir aktuelle Finanzierungskonditionen und du wirst erkennen, dass die Variante 1 mit dem Haus aus 2002 für euer Einkommen durchaus gut tragbar ist - selbst von deine Frau ausfallen sollte (Schwangerschaft, Erziehungsurlaub).

    Die Sache mit dem alten Haus würde ich lassen. Denn man zieht i.d.R. gerade bei Eigenleistungen viel zu früh dort ein um Miete zu sparren und wohnt dann jahrelang in einer Baustelle.

    Wenn bei euch in der Gegend die Häuser so billig sind, dürfte es schwer sein anschießend Mieter zu finden - es kann sich ja jeder, der eine halbwegs vernünftige Arbeit hat, so ein Haus leisten. Mieter kämen dann schon eher aus dem sozial schwachen Umfeld - mit dem "normalen" Problemen, die diese mit sich bringen. Das muss man sich nicht unbedingt antun.

    Wenn Vermietung geplant ist, würde ich immer zum neueren Haus neigen, weil es dafür aufgrund des moderneren Schnittes einfacher sein dürfte, brauchbare Mieter zu finden.

    Ansonsten kann ich dir nur raten hier einige Zeit im Forum zu verbringen und deine Hausbank wegen einer fiktiven Finanzierung zu konsultieren.
     
  4. nms1

    nms1 Neuer Benutzer

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    Hier mal meien Antworten in rot und meien Rechnung....



    Habe damit mal folgende Rechnung aufgestellt:

    - 119.000 plus 50.000 Kredit
    - 3 JAhre selber wohnen (750 Euro pro Monat Tilgung)
    - danach vermieten für 700,- kalt
    - dazulegen tue ich anfangs 300 Euro, danach 500 Euro je Monat (damit es schneller abbezahlt ist)
    - abziehen tue ich von den Mieteinnahmen 250 Euro je Monat (für Leerstand, Renovierung, Ärger, Blödsinn usw.)

    --> demnach hätten wir das Haus nach 24 Jahren abbezahlt!
    --> selber hätten wir 159.000 investiert (wobei wir 3 Jahre selber drin gewohnt haben)
    --> als Gegenrechnung: wenn wir die 24 Jahre miete zahlen, müssten wir 201.600 bezahlen...


    Jetzt noch ein paar Fragen hinterher:
    - kann man ungefähr sagen, was das Haus in 24 Jahren wert sein wird (jetzt 8 Jahre alt und Kaufpreis 159.000)
    - sind die 4,59% i.O. oder viel zu hoch?
    - habe ich etwas ganz wichtiges vergessen, einen Rechenfehler o.ä.???

    Danke & Gruß Georg
     
  5. #4 Kitzblitz, 10.07.2010
    Kitzblitz

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    Hallo Georg,

    werfen wir einmal einen Blick in die Glaskugel:
    [​IMG]

    mmmmh ... bringt nicht viel ... die Welt steht Kopf.

    Eine Wertprognose für ein EFH in unbekannter Lage und unbekanntem Zustand über einen Zeitraum von 24 Jahren ist schwierig bis unmöglich. Doch ein Haus, das heute unterdurchschnittlich viel kostet, wird wohl auch in 24 Jahren unterdurchschnittlich zu bewerten sein. Wenn sich also die Infrastruktur des näheren Umfeldes nicht wesentlich ändert, wird das wohl auch so bleiben.

    Gibt es in dieser Gegend viele vermietete Häuser / Wohnungen ? Gibt es viel Häuserleerstand ? - Wenn das so ist, sind die Vermietchancen eher niedrig einzustufen. Die Wahrscheinlichkeit an sozial schwache vermieten zu müssen, damit das Haus nicht leer steht, wird größer ... und damit auch das Risiko, Mieter zu haben, die irgendwann die Miete nicht zahlen können.

    Ich würde mir - ganz offen gestanden - kein Haus kaufen, dass ich nur 3 Jahre bewohnen würde. Ihr bindet damit euer Eigenkapital unnötig und versperrt euch die Möglichkeiten für den Kauf eures Wunschhauses (immer davon ausgehend, dass ihr das für vielleicht momentan noch nicht vorhandene Kinder benötigt, mit deren Geburt einer von euch als Verdiener ausfallen wird).

    Viel Eigenkapital habt ihr momentan offensichtlich nicht, so dass die Sorge um inflationäre Entwicklungen mit Kaufkraftverlust des angesparten Kapitals noch nicht so groß sein muss, dass ihr nun mit Gewalt ein Haus kaufen müsstet.

    Bei deinen Überlegungen solltest du natürlich auch die steuerlichen Aspekte eines vermieteten Hauses mit einbeziehen.

    Ich würde an eurer Stelle den Kompromiss darin suchen, noch 3 Jahre zur Miete zu wohnen um in dieser Zeit soviel Eigenkapital wie möglich bilden zu können. Damit könnt ihr euch gleich ein Haus kaufen, das euren Ansprüchen auch gerecht wird. Eine vermietete Immobilie kann sich da ganz schnell zum Klotz am Bein entwickeln und im Extremfall sogar die Existenz eurer Familie gefährden. Lies einfach mal ein wenig hier im Forum unter dem Stichworten "Mietnomaden", "Mieter zahlen nicht" ...

    Ich bin übrigens nicht der typische Vermieter, sondern gehöre eher zu denen, die ihr Geld nicht dazu einsetzen, um anderen "SCHÖNER WOHNEN" zu finanzieren. Unser Vermietobjekt habe ich nur wegen seiner Toplage und Ausstattung für eines unserer Kinder gekauft - bis es soweit ist, kann die Mieterin halt noch drin bleiben.
     
  6. nms1

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    Hi!
    Danke für deine Antworten...

    Hier mal ein paar Antworten:
    - der Stadtteil mit dem Haus gehört zu den besten der Stadt
    - ca. 90% EF
    - Leerstand ist auf den ersten Blick nicht sichtbar
    - gute Lage: Autobahnanbindung i der Nähe, gute Verbindung in die Stadt, Schwimmbad, Stadtpark, alles im Umkreis vorhanden und seeeeeeeeeeeehr viel Grün!

    Unsere Idee war halt jetzt schon zu kaufen um nicht noch drei Jahre mehr anderen zu zahlen, sondern jetzt schon in etwas eigenes zu investieren... Danach vermieten und einfach laufenlassen.

    Ich möchte mit dem Haus nicht millionär werden, ich sehe es eher als eine Sparmaßnahme an. Entweder ich investiere in das Haus und habe nach 20 Jahren etwas davon oder ich gebe es sonst für etwas aus, n viertes Auto, die nächtse Kreuzfahrt oder n anderes Hobby...

    Naja, wie ich sehe ist alles nicht so einfach zu beantworten :((((
     
  7. malloy

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    Wie auch, wenn noch nichtmals eine *ungefähre* Region genannt wird, in der das Objekt liegt, denn dabei...

    ...kann es sich genau so gut um Köln, München oder Wiesbaden handeln. Und mit diesem Gros an Informationen sollen wir eine möglichst präzise 25-Jahres-Vorschau erstellen?! Der Preis läßt aber phnehin eher auf Plauen, Cham oder Bitterfeld schließen...
     
  8. nms1

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  9. malloy

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    Danke! Sehr hübsch, wirklich. Bei dem Preis muß aber irgendwo ein Haken sein. Evtl. kein Eigenland, sondern Erbpacht? Und warum wäre das denn auch nichts auf Dauer? Macht doch einen guten Eindruck und wäre für bis zu zwei Kinder plus Hund erstmal mehr als ausreichend, ohne jetzt Euch in die Planung und Wünsche hineinreden zu wollen ;)

    Schafft Ihr es denn tatsächlich, zeitnah Eigenkapital aufzubauen, wenn Ihr das bis jetzt auch noch nicht geschafft habt ohne ein vollfinanziertes Haus am Bein? Und dann soll das funktionieren, wenn ein Haus auf 100-108% finanziert wurde und ein Verdiener ausfällt udn ein drittes Mäulchen dazu kommt?! Wird wohl eng, auch wenn sie verbeamtet ist und man da ja bei Schwangerschaft und Kindererziehung gewisse Freiheiten, auch finanzieller Art, gut ausspielen kann. Da würde ich wirklich warten und erst bei genügend Geld auf der Hand es "dann richtig krachen lassen", und von so einer Interimslösung Abstand nehmen. Denn nur als Zwischenlösung wäre für mich dieses "Konzept" nicht in sich tragbar, und jeder Bankberater, der die Geschichte so jetzt hört, sollte Euch zu Eurem Schutz ins Gewissen reden...
     
  10. nms1

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    Ok, was ist denn, wenn wir das "selbst einziehen" mal vergessen und gleich vermieten? Mieteinnahmen wären etwa 700Euro abzüglich 250 für Rücklagen etc.... Und wenn wir dann noch 300 Euro oder so selbst dazu legen.... Wäre es dann "ok"???
     
  11. #10 Kitzblitz, 10.07.2010
    Kitzblitz

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    Sorry Georg - ich verstehe euer Problem einfach nicht. Wenn euch das Häuschen nicht gefällt um selbst drin zu wohnen, lasst es einfach bleiben und spart auf euer Traumhaus. Wirklich günstig ist diese DHH für die Gegend nicht, architektonisch ist es Massenware, die Lage ist auch nichts besonderes ...

    Ihr "verbaut" euch damit nur eure wohnimmobile Zukunft.

    Wenn ihr in 3 Jahren nur 7.500 EUR ansparen könnt, macht ihr mit eurem monatlichen Nettoeinkommen in Höhe von 4.500 EUR irgendetwas falsch oder ist dir das Kommo beim Ansparbetrag etwas nach links gerutscht ? - 75.000 EUR wären da wohl richtiger.

    Nun finanziert doch einfach einmal rechnerisch euer Traumhaus für 350.000 EUR - dämmert's ? - Könnte doch auch schon jetzt gehen.

    Ganz nebenbei bemerkt, im Stuttgarter Umland muss man für so ein Häuschen, wie du es verlinkt hast, bei geschrumpftem Grundstück ca. 280.000 bis 300.000 EUR hinlegen. Hier wohnen tatsächlich 4-köpfige Familien in solchen Häusern und sind glücklich damit.
     
  12. malloy

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    Ist ja schön und gut, aber mit den Kennzahlen nunmal nicht machbar. Wie war das mit dem Ponyhof und dem Wunschkonzert?

    Bitte was?! Willst Du uns vergackeiern? Da ist ein Stellenfehler drin, oder?! Ihr könnt gerademals 210,- pro Monat ansparen, wenn Ihr Euch "zusammenkneift"?! Und dann denkt Ihr über ein, oder besser, zwei Häuser nach?!

    Mal ganz ehrlich, das ist doch Pillepalle. Entweder ganz, oder gar nicht. Oder sich damit abfinden, dass das nichts wird, erst recht nicht binnen 3 Jahren, wenn ihr gerademals in der Zeit 7,5k (?!) angespart habt. Jeder seriöse Bankberater würde Euch mit dieser Spardisziplin mit Mistgabeln und brennenden Fackeln aus der Bank jagen... Sorry, aber das ist nicht Dein Ernst?!

    Und in 3 Jahren, wenn ihr ganze 7.500 Euro angespart habt, was gerade mal für einen Dacia Logan ohne Extras reicht, sollen Euch dann die Banken den roten Teppich ausrollen für ein 350k Haus, und alles wird gut, oder wie?! Sag' bitte, dass Du eine Null vergessen hast! BITTE!

    Vergiß' es. So ein Haus sollte, der besser, darf man nicht als Kapitalanlage kaufen. Das kann man machen, wenn man beruflich wegzieht und das Ding halt schon mal da ist, aber extra ans Bein binden?! Wenn es nicht die Traumimmobilie ist?! Niemals! Erst recht nicht für das bisschen Geld.

    Bei einem 100% Kredit (die 5000,- lächerlichen Kröten einfach mal vergessen, das kostet allein schon die Grunderwerbsteuer, das sind Peanuts) kostet Euch der auf 30 (!) Jahre mit 1,5% Tilgung 840,- p.M. und ihr habt zu den 160k noch 142k Zinsen bezahlt. SELBST OHNE 1CT TILGUNG KOSTET EUCH EIN 160K KREDIT ÜBER 600,- PRO MONAT NUR AN ZINSEN! UND ZZT STEHT DER ZINS IM KELLER, GNADE EUCH GOTT, WENN DIESE ZINSBINDUNG ABLÄUFT! Das ist eine reine Geldverbrennung. Also entweder habe ich einen Denkfehler, oder Ihr habt irgendwas in Eurer Kalkulation vergessen. Die Nettomiete reicht ja nichtmals für den Kreditzins, und da stand das Haus keinen Tag leer oder es fielen Reparaturen an oder oder oder...


    Im Erlanger Raum nicht anders. Hier fangen Reihenmittelhäuser mit 85qm Wohnfläche und 220qm Grund aus den 60er Jahren nicht weit unter 200k erst an... Siemens, Areva, Puma, Adidas, Fraunhofer Institut und die Universität mit den guten Gehaltsgruppen sei Dank.
     
  13. nms1

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    Hier mal in ROT meine Antworten....

     
  14. #13 Kitzblitz, 11.07.2010
    Kitzblitz

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    Dass du mit deinen Überlegungen einen großen Fehler machst, versuchen wir dir hier eigentlich schonend beizubringen.

    Wenn ihr bei 4.500 EUR Nettoeinkommen pro Monat nur 7.500 EUR im Jahr sparen könnt, macht ihr ganz sicher auch irgend etwas falsch. Richtig gespart wird doch wohl hoffentlich nicht nur im Schwabenländle.

    Du schreibst weiter oben: "Also wenn wir zusammenkenifen könnten wir in 3 Jahren etwa 7500 Euro ansparen... ". Auch wenn es nun 7.500 EUR/a sein sollen -"Zusammenkneifen" geht hier im Ländle anders. Bei 4.500 EUR/Monat sind locker 25.000 EUR Sparleistung pro Jahr möglich, wenn man nicht sonst schon auf Pump lebt (z.B. zu teure Autos geleast/finanziert, jeder neue technische Scheiß muss unbedingt sofort her - natürlich auf Pump ...).

    Die Lebenshaltungkosten in NMS sind sicher nicht höher wie hier - Mieten liegen sogar deutlich unter dem Niveau hier. Lebensmittel sind in Norddeutschland auch deutlich günstiger (kennen wir ja vom Urlaub her).

    Mein vorletzter Rat: Spart einmal wirklich und ihr werdet sehen, dass 350.000 EUR locker zu stemmen sind. Man muss natürlich Abstriche hinnehmen, um das höhere Ziel zu erreichen. Nichts mehr auf Pump - immer schön bar auf die Hand -alles eine Sache der Selbstdisziplin. Da hat man nicht immer alles sofort - aber es gehört einem wirklich.

    Mein letzter Rat: Besprich deine Überlegungen einmal mit deinem Banker und/oder einem Steuerberater und dir wird ein Lichtlein aufgehen.
     
  15. malloy

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    Also nochmal: Eure Mieter zahlen da nicht Euer Haus ab, vielmehr zahlt Ihr jeden Monat drauf und subventioniert gar noch den Mietern das Leben in einem Haus, wobei Ihr das gesamte Risiko bei Schäden tragt!

    Die monatliche *Zins*last alleine für 160K liegt je nach Konditionen ja bereits bei über 600,- pro Monat!

    Wohlgemerkt bei einem 4er-Zins, bei einer 100% Finanzierung (günstige Zinsen setzen bei seriösen Banken meist 50% Eigenkapital + Übernahme der Kaufnebenkosten voraus) kann das ganz schnell auch ein 5er, 6er oder 8er Zins werden! Und dann ist da noch die Zinsbindung. Die wird in 10, 15 oder spätestens 20 Jahren auslaufen (je länger, desto höher der Zins!), dann braucht ihr eine Anschlußfinanzierung, und wenn dann der Zins wie schonmals vor einigen Jahren bei 8, 10 oder 12% liegt, war es das.
    Klar finanzieren einige Sparkassen auf 80%, 100% oder gar 108%, aber frag mal herum, was passiert, wenn ihr die Zahlungen unerwartet aussetzen müßt. Da sind die ganz fix mit einer Zwangsversteigerung bei, die fackeln nicht lange!

    Dagegen rechnest Du 700,- Kaltmiete, ABER das ist ja nicht das Nettomieteinkommen, es gibt genug nicht umlagefähige Posten, und wenn das Haus mal gestrichen werden muß, die Heizung erneuert, ein Fenster Feuchtigkeit zieht, der Gulli Wasser in den Keller drückt, der Backofen kaputt geht oder das Dach leckt, darfst Du nochmal eine Schüppe drauflegen. Ganz zu schweigen wenn das Haus ein paar Monate leer steht weil die Anschlußvermietung nicht klappte, Du den Mietzins erheblich senken mußtet, da sich der Markt dort nach unten bewegt, oder deine Mieter nicht zahlen, weil ihnen etwas quer sitzt oder arbeitslos wurden, oder einfach der Kredit für Ihr neues Auto, den Urlaub oder den großen Flachbildfernseher wichtiger erschien, als Euch "reichen, blutsaugenden Vermietern das Geld in den Rachen zu werfen", denn die Wohnung haben sie ja schon, und die Gerichte sind oft auf Mieterseite im Schutz gegen den "bösen, grausamen und ohnehin reichen, fetten Vermieter". Die dann rauszubekommen kostet Geld, und vor allem Zeit! Da mußt Du die Banklasten dann ganz alleine tragen. UND weiter die Graundsteuer, ihr Wasser und Müll bezahlen, denn Du gehst ja damit in Vorleistung. Und wenn sie keine Miete mehr überweisen, überweisen sie wohl auch nicht die Nebenkosten, d.h. die Stadtwerke holen sich das ja aber ohnehin von DIR! Wenn sie arschig genug sind, lassen sie dann noch Tag und Nacht das Wasser laufen, um Dir eins auszuwischen. Den Jahrhundertverbrauch darfst Du dann am Schluß auch noch komplett bezahlen, wenn bei ihnen nichts mehr zu holen ist. Und Ihnen das Wasser (oder auch Gas?) abstellen darfst *DU* nicht, die Grundversorgung mußt Du gewährleisten, auch wenn sie nichts zahlen. Und wenn die dann Kinder haben, oder krank sind, Stichwort soziale Härte, na dann gute Nacht! Da hättest Du sogar GLÜCK, wenn es *nur* Mietnomaden wären, und das Haus wenigstens bei Nacht und Nebel selber freiwillig wieder verlassen!

    Auch bei 7.500,- p.a. wird das nichts. Ganz ehrlich. Das Doppelhaus trägt sich ja noch nichtmals selber, allein für den Kreditzins (ohne einen einzigen Cent der Tilgung) müßt Ihr schon etwas drauflegen UND DANN kommt noch obendrauf die Tilgung... Wie schon gesagt, da kannst Du das Geld lieber gleich verbrennen. Da bist Du mit jedem Geldmarktsparen-/Tagesgeldkonto und sogar Bausparvertrag besser unterwegs, und hast kein Mieterrisiko.

    Nochmal: Bei DIESER RECHNUNG zahlen Dir Deine Mieter nichts! Weder das Haus, noch den Zins für den Kredit, denn die Mieteinkünfte nach allen Abzügen und Verbidnlichkeiten reichen ja nichtmals für den Kredit*ZINS* bei der Bank! Und da ist ein Mietausfall noch nichtmals einkalkuliert!
     
  16. nms1

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    Hi!
    Ok, so langsam verstehe ich die Geschichte und begreife... So langsam schwindet auch die Idee mit dem vermieten...

    Vielleicht ist es ja wirklich ne dumme Idee....

    Aber stellen wir die Frage mal anders rum:

    - wenn die diese DHH für 159k kaufen und da selber drin wohnen bleiben, ist das dann ok oder ist da auch wieder etwas faul dran?

    - und zweitens, nach was für einer Immobilie sollte man sich denn umsehen, um damit LANGFRISTIG etwas (keine Millionen) Geld zu verdienen???

    Danke, Georg
     
  17. #16 Kitzblitz, 11.07.2010
    Kitzblitz

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    ... wenn ihr euch vorstellen könnt, diese Doppelhaushälfte länger zu bewohnen, wäre das doch ein guter Einstieg.

    ... wenn ihr aber ohnehin etwas anspruchsvolleres sucht, werdet ihr damit nicht zufrieden sein und solltet lieber noch etwas ansparen und gleich ein Haus kaufen, das euren wirklichen Ansprüchen genügt.

    Zu dem Häuschen folgende Fernbeurteilung:

    Wie der Häusermarkt in NMS zur Zeit ist, kann ich nicht beurteilen. Allein die Tatsache, dass das Haus schon länger angeboten wird zeigt, dass es nicht besonders begehrenswert ist (wäre dann später auch schlecht wieder zu verkaufen).

    Auf den Bilden kann man nicht viel erkennen. Von der Mangelfreiheit müsst ihr euch selbst überzeugen. Die Küche scheint nach Ausführung des Fliesenspiegels noch einmal umgeplant worden zu sein (ursprünglich waren die Oberschränke wohl über Eck geplant). Die Ausstattung insgesamt ist einfacher Standard - ob das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, kannst du nur durch Vergleichen mit anderen Objekten herausfinden. Die Außenfassade ist landestypisch verklinkert (geringe Folgekosten im Unterhalt). Das Haus ist nicht unterkellert, was den Preis weiter relativiert.

    Sucht euch ein besseres Haus in der Gegend. Wenn man bei immoscout mal nach Häusen in NMS schaut, gibt es einige Alternativen, die nur wenig mehr kosten aber viel mehr zu bieten haben.

    Nach einem Vermietobjekt würde ich erst suchen, wenn euer selbst bewohntes Haus abbezahlt ist. Damit lasst ihr euch alle Optione offen. Wofür wollt ihr euch ein Vermietobjekt ans Bein binden ? - Kinder wollt ihr nicht, da macht das doch alles gar keinen Sinn. Zur Altersvorsorge reichen dann auch Pension, Rente und das abbezahlte Haus (mietfrei wohnen macht ganz schön was aus).

    Bevor ich anderen "Schöner Wohnen" finanziere, würde ich zunächst an mich selbst denken und mir "Schöner Leben" gönnen. Wohnmobil, Boot, Ferienwohnung ... aber ich bin nicht der typische Vermieter, wie ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thread schon erwähnt hatte. Andere hier im Forum haben möglicherweise eine vollkommen andere Einstellung zum Abenteuer vermieten.
     
  18. nms1

    nms1 Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Kurzer Abschluss des Themas für alle die mitlesen... Habe jetzt einige Objekte Besichtigt und mit Banken gesprochen... Die "Mietgeschichte" haben wir gestrichen. Werden jetzt wohl so kaufen, dass wir es a) selbst bezahlen können und b) uns drin wohlfühlen...
    Danke für die Hilfe ;)
    Gruß
     
  19. #18 frenchberlin, 14.09.2010
    frenchberlin

    frenchberlin Erfahrener Benutzer

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    und nebenbei...

    .. das Haus steht nach mehreren Monaten nun auch immernoch zum Verkauf im Netz und es wollte keiner haben, also kann es so ein tolles Schnäppchen ja nicht gewesen sein, war wohl die richtige Entscheidung :wink
     
Thema: Anfänger sucht Tipps für Kauf/Vermietung
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