Anfängerfragen

Diskutiere Anfängerfragen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo! Dies ist mein erster Beitrag hier und ich weiß z.B. nicht, ob ich im richtigen Unterforum bin. Sollten mir Anfängerfehler unterlaufen, so...
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Kastanienbaum

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Hallo!

Dies ist mein erster Beitrag hier und ich weiß z.B. nicht, ob ich im richtigen Unterforum bin.
Sollten mir Anfängerfehler unterlaufen, so verzeiht bitte.
Im Prinzip gehöre ich auch noch nicht hier her, aber ich beschäftigte mich schonmal mit Vermietung.

Zum Hintergrund:
Ich habe 2006 zusammen mit meinem Mann mein Elternhaus (Baujahr 1976) gekauft.
Das schien uns aus emotionalen und auch praktischen Gründen eine sehr gute Idee.
Jedoch stellten wir schon relativ schnell fest, dass es absolut das falsche Haus für uns ist, es ist mit 257qm Wohnfläche, 79qm Nutzfläche und 1.300qm Grund einfach sehr groß und wahnsinnig zeitaufwendig. Wir arbeiten beide sehr viel und es überfordert uns einfach.
Zudem kommt, dass wir seit ca. 9 Jahren Spechte haben, die in die Fassade hämmern und diese dadurch kaputt machen und wir keine Lösung finden, diese zu vertreiben.
Wir haben wirklich sehr viel ausprobiert.
Daher wollen wir es schon einige Jahre verkaufen. Doch aufgrund Spannungen wegen dieses Wunsches in der Famile haben wir es hintenangestellt.

Da sich nun die Gelegenheit ergeben hat, im August nächstes Jahr in eine Betriebswohnung zu ziehen, haben wir uns Anfang dieses Jahres doch allen Spannungen zum Trotz entschieden, zu verkaufen.
Nunja, wir hatten halt richtig Pech. Die Zinsanstiege führen dazu, dass wir zwar mehrere Interessenten hatten, sie aber alle keine Finanzierung bekommen.
Da die Zinsen ja noch weiter steigen sollen, beschäftigen wir uns nun langsam damit, dass wir das Haus dann vermieten und nicht verkaufen.

Nun komme ich zu meinen Fragen:

- Hat jemand Erfahrung mit der Vermietung von großen Häusern? Was gibt es da zu beachten?

- Es gibt bei uns keinen Mietspiegel für Häuser. Wie kann man am besten die Miete ermitteln? Soll man dann doch wieder einen Makler beauftragen? Sind die Kosten für ihn mit max. zwei Monatsmieten richtig? Kann ich diese im ersten Jahr oder aber über wieviel Jahre abschreiben?

- Wird dann für Garage (direkt am Haus angebaut) und Stellplätze extra Miete verlangt?

- Abschreibung Gebäude: Ich muss ermitteln, wieviel Anteil Gebäude und Grund je war und dann vom Gebäude 2% für 50 Jahre?

- Wir haben, wenn wir vermieten, sehr viel zu machen - Bad erneuern, Gipserarbeiten, usw. Kann ich dies dann zwischen 1 und 5 Jahre abschreiben?

- Hat jemand noch Erfahrungen mit Spechten??? Was kann helfen? Kann man das Haus überhaupt vermieten, wenn der Specht daran klopft? Teilweise wirklich zum 05.30 Uhr und man wacht auf davon.

- Die Grundsteuer wird wohl neu über 1.200€ im Jahr liegen - kann man das auf die Mieter umlegen?

Generell Fragen über Fragen...
Ich versuche mich so gut wie möglich einzulesen und beobachte den Markt.
Üblicherweise sind für Häuser bei uns in der Nähe (25km von Stuttgart entfernt) wohl so 10 -14€ auf den qm.
Ich dachte, da schon ein paar Jahre alt und eben nicht auf dem neusten Stand, vielleicht so an 8,50€ qm.
Aber das wären, wenn ich nur die Wohnfläche rechne 2200€. Will das tatsächlich jemand bezahlen?

Habt Ihr sonst noch irgendwelche Tipps?

Herzlichen Dank und viele Grüße
 
#
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  • Anfängerfragen Beitrag #2
Andres

Andres

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- Hat jemand Erfahrung mit der Vermietung von großen Häusern? Was gibt es da zu beachten?
Das gleiche, was dich auch als Bewohner betrifft: Wie wahrscheinlich ist es, dass der Mieter ebenfalls den Zeitaufwand unterschätzt, 1300 m² Garten zu pflegen? Den Ärger damit hat der Vermieter, denn er muss sich nun um das zunehmend verwahrlosende Grundstück kümmern (entweder tatsächlich oder indem er entsprechende Maßnahmen gegen den Mieter einleitet) und kann den Mieter aus solchen Gründen kaum loswerden. Wenn es aber umgekehrt dem Mieter nicht mehr gefällt, ist er in drei Monaten weg.

Und du kannst absolut sicher sein, dass die jeder Interessent erzählen wird, dass er der größte Gartenfreund in der Geschichte der Menschheit ist. Ob das stimmt, wird man dann wohl ausprobieren müssen.

Zudem kommt, dass wir seit ca. 9 Jahren Spechte haben, die in die Fassade hämmern und diese dadurch kaputt machen und wir keine Lösung finden, diese zu vertreiben.
Mietminderung mit Ansage. Es gibt zwar Dinge, die man hier vorsorglich unternehmen kann (vor allem den Mieter vor Vertragsschluss eingehend auf die Problematik hinweisen), aber auch das ist ein Thema, das letztendlich am Vermieter hängenbleibt.

Es gibt bei uns keinen Mietspiegel für Häuser. Wie kann man am besten die Miete ermitteln?
Wohnungsanzeigen lesen, ähnliche Objekte suchen, daran orientieren, im Zweifelsfall lieber zu hoch als zu niedrig. Wenn nicht an Leistungsempfänger vermietet werden soll, zusätzlichen an den örtlichen Sätzen für die Kosten der Unterkunft (KdU) orientieren, wobei das hier wegen der zu erwartenden variablen Zahl von Kindern schwieriger wird.

Soll man dann doch wieder einen Makler beauftragen?
Wegen der Ermittlung der Miethöhe? Wenn man das Geld verbrennt, hat man mehr davon - dann wird's wenigstens ein bisschen warm. Der Makler macht auch nichts wesentlich anderes, als ich eben beschrieben habe.

Sind die Kosten für ihn mit max. zwei Monatsmieten richtig?
Nein, wenn der Vermieter den Makler beauftragt, sind die Kosten im Prinzip nicht beschränkt. Die zwei Monatsmieten gelten nur, wenn der Mieter den Makler beauftragt.

Kann ich diese im ersten Jahr oder aber über wieviel Jahre abschreiben?
Sofort in dem Jahr, in dem sie entstehen.

- Wird dann für Garage (direkt am Haus angebaut) und Stellplätze extra Miete verlangt?
Das kannst du machen, wenn du möchtest. Ich sehe dafür wenig Veranlassung, sofern alles an den gleichen Mieter geht.

- Abschreibung Gebäude: Ich muss ermitteln, wieviel Anteil Gebäude und Grund je war und dann vom Gebäude 2% für 50 Jahre?
Ja, aber gerechnet ab Anschaffung, d.h. 2026 ist das beendet. Steuerlich macht das die Vermietung nicht gerade attraktiver.

- Wir haben, wenn wir vermieten, sehr viel zu machen - Bad erneuern, Gipserarbeiten, usw. Kann ich dies dann zwischen 1 und 5 Jahre abschreiben?
Das kommt darauf an, was genau gemacht wird, weil bei bestimmten Maßnahmen (vor allem wenn neuer Wohnraum geschaffen wird) wieder Herstellungskosten entstehen, d.h. dann Abschreibung über 50 Jahre, aber für die meisten - auch umfangreichen - Renovierungen sind die Kosten wie von dir beschrieben anzusetzen.

- Die Grundsteuer wird wohl neu über 1.200€ im Jahr liegen - kann man das auf die Mieter umlegen?
Ja, zumindest im Moment. Was die Politik in Zukunft ausheckt, ist schwer absehbar.

Üblicherweise sind für Häuser bei uns in der Nähe (25km von Stuttgart entfernt) wohl so 10 -14€ auf den qm.
Da ich selbst aus dieser Gegend komme, kann ich dir sagen: Solche allgemeinen Aussagen sind völlig sinnlos. In diesem Bereich sind abhängig von der Lage sehr dörfliche Gebiete, in denen die 10 € für ältere Gebäude schon nicht unbedingt erreichbar sind (vor allem dort, wo es keine S-Bahn gibt), aber eben auch nachgefragte städtische Gebiete, wo 14 € noch eher günstig wären. Dazu kommt ja noch der Garten, der in der Wohnflächenberechnung nicht enthalten ist.

Aber das wären, wenn ich nur die Wohnfläche rechne 2200€. Will das tatsächlich jemand bezahlen?
Versuch macht kluch. Die viel spannendere Frage ist: Lässt sich das Gebäude von 2200 € Miete dauerhaft erhalten? Du erwähnst umfangreiche Baumaßnahmen - die müssen ja auch irgendwie bezahlt werden und bei einem Gebäude dieses Alters kommen zwangsläufig Ausgaben. Ist das Dach schon neu? Wie wird das Gebäude dauerhaft beheizt?

Habt Ihr sonst noch irgendwelche Tipps?
Das wird jetzt mal wieder unbeliebt: Ich halte von dem ganzen Vorhaben überhaupt nichts. Es ist ja in Ordnung, wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, zur Geldvermehrung Vermieter werden zu wollen. Aber aus "gefühlter Alternativlosigkeit" das Elternhaus zu vermieten, an dem man emotional hängt, ist aus meiner Sicht die Vollkatastrophe mit Ansage. Davon abgesehen gibt es nicht so wahnsinnig viele Mieter für ein so großes Objekt und man zieht eben zwangsläufig die alleinerziehende Mutter mit 8 Kindern von 10 Männern an, die zum Ausgleich noch 7 Hunde, 14 Katzen und 251 Goldhamster hält und zur Einkommensverbesserung gelegentlich Welpen über die sozialen Medien vertickt.

Wenn die Immobilie unbedingt gehalten werden soll (ich würde weiterhin verkaufen!), würde ich darüber nachdenken, ob man das Gebäude nicht in zwei Wohnungen unterteilen kann, noch dazu wenn sowieso größere Maßnahmen anstehen. Mir sind auch mehrere solcher Objekte bekannt, wo man den Garten weitgehend abgetrennt hat, auf dem neuen Grundstück Reihenhäuser gebaut wurden und man anschließend in den Vorruhestand gegangen ist. Man muss sich ja nur mal den Wert des unbebauten Grundstücks überlegen ...
 
  • Anfängerfragen Beitrag #3

ehrenwertes Haus

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Habt Ihr sonst noch irgendwelche Tipps?
Mit Nähe Stuttgart könnte das Haus interessant sein für eine größere Studenten-WG, Studi-Wohnheim oder als Verbindungshaus, mit Hausmeister, der sich u.A. um den Garten kümmert. Gute Verkehrsanbindung angenommen.

Wie aktiv die Verbindungszene der Studenten dort ist, weiß ich nicht, nur dass Verbindungshäuser wirklich von den Nutzern sehr gut gepflegt werden. Darauf achten schon die Alten Herren, die auch die Miete garantieren. Zumindest kenne ich keine vergammelten Verbindungshäuser aus anderen Städten, nur wirklich vorzeigbare (Prestige-)Objekte.

Aber:
Das wäre eine Nischenvermietung mit teilweise eigenen Spielregeln irgendwo zwischen Wohnungsmietrecht, Wohnheim- und Behergungsbtrieb.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #4

Ferdl

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  • Anfängerfragen Beitrag #5

Kastanienbaum

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Hallo!

Zunächst einma vielen Dank für Eure Antworten.
Wegen der Ermittlung der Miethöhe? Wenn man das Geld verbrennt, hat man mehr davon - dann wird's wenigstens ein bisschen warm. Der Makler macht auch nichts wesentlich anderes, als ich eben beschrieben habe
Vielen Dank für die Einschätzung, ich dachte, ein Makler kann das vielleicht mit seinen Erfahrungswerten besser.
Da ich selbst aus dieser Gegend komme, kann ich dir sagen: Solche allgemeinen Aussagen sind völlig sinnlos. In diesem Bereich sind abhängig von der Lage sehr dörfliche Gebiete, in denen die 10 € für ältere Gebäude schon nicht unbedingt erreichbar sind (vor allem dort, wo es keine S-Bahn gibt), aber eben auch nachgefragte städtische Gebiete, wo 14 € noch eher günstig wären. Dazu kommt ja noch der Garten, der in der Wohnflächenberechnung nicht enthalten ist.
Ja, es ist dörflich, ca. 3000 Einwohner, S-Bahn zwei Orte weiter.
Daher wäre ich eben mal von 8,50€ ausgegangen?
Klar, dass man es nochmal genauer betrachten muss, aber irgendwas braucht man ja zum überlegen.

Ist das Dach schon neu? Wie wird das Gebäude dauerhaft beheizt?
Nein, das Dach ist alt und es ist eine Ölheizung. Leider wird da schon noch einges anfallen.
Ich halte von dem ganzen Vorhaben überhaupt nichts.
Danke für Deine offene Direktheit. Ich sehe aber wirklich keine Alternative und das frustet natürlich allgemein. Ich hänge nicht emotional an dem Haus und würde es wirklich sehr gerne verkaufen, aber ich will halt auch nicht sehr, sehr viel mit dem Preis runtergehen. Der Preis ist relativ hoch, weil auch noch ein Schuppen drauf ist, der gleichzeitig ein Bauplatz ist, und daher schlagen die erhöhten Zinsen einfach voll zu.
Wir wollen nun versuchen, beides zu trennen, aber das ist sehr schwierig, wie es von der Aufteilung her werden soll und bei hat Prio 1 das Haus zu verkaufen. Einige haben schon gefragt, ob sie nicht nur den Bauplatz haben können, aber wir wollen halt nachher nicht auf dem Haus sitzen mit einem verschnittenen Hof.
Das Haus zu teilen haben wir auch überlegt, aber es sind halt alle Leitungen und so zusammen und unten müssten wir irgendwo Wasserleitungen für eine Küche hinlegen.
Den Garten in Raum für Doppelhäuser umzuwandeln wäre natürlich traumhaft, aber der ist zum Teil Landschaftsschutzgebiet.


Mit Nähe Stuttgart könnte das Haus interessant sein für eine größere Studenten-WG, Studi-Wohnheim oder als Verbindungshaus, mit Hausmeister, der sich u.A. um den Garten kümmert. Gute Verkehrsanbindung angenommen.
Ist halt eine Stunde Fahrzeit zur Universität, ich weiß nicht, ob das so interessant ist.

So diese von mir fett markierte Aussage stimmt, läuft die Abschreibung bis 2056
So dachte ich auch.
Danke für den Berechnungslink.

Grundsätzlich haben wir einfach zu lange gewartet. Das frustet uns sehr.
Doch wir wollten einen Wechsel der Grundschule vermeiden uns so haben wir nun halt diesen Klotz am Bein.

Danke nochmals und viele Grüße
 
  • Anfängerfragen Beitrag #6

Ferdl

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Mein Rat wäre auch sehr eindeutig zum Verkaufen.
Bei einer Teilung bitte nicht das Grundstück zuerst verkaufen.
Wenn der Hauskäufer das Grundstück nicht möchte, kannst du das im Nachgang immer noch verwerten.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #7

ehrenwertes Haus

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Ist halt eine Stunde Fahrzeit zur Universität, ich weiß nicht, ob das so interessant ist.
Zu meiner Studizeit wäre das ein KO-Kriterium gewesen.
Wie das heute ist, mit sehr viel online-Vorlesungen und vergleichsweise wenige Anwesenheitspflichten :)?
 
  • Anfängerfragen Beitrag #8
Duncan

Duncan

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nur dass Verbindungshäuser wirklich von den Nutzern sehr gut gepflegt werden. Darauf achten schon die Alten Herren, die auch die Miete garantieren. Zumindest kenne ich keine vergammelten Verbindungshäuser aus anderen Städten, nur wirklich vorzeigbare (Prestige-)Objekte.
Das kann ich bestätigen, aber dort sind die Eigentümer der Verbindungshäuser auch die Verbindungen selbst, zum Teil seit über hundert Jahren. Oder halt wieder, als Alteigentümer, zum Teil mit Zwischenstationen über einzelne der "Alten Herren", nach Enteignung und Verstaatlichung in der DDR.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #9

Kastanienbaum

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Mein Rat wäre auch sehr eindeutig zum Verkaufen.
Bei einer Teilung bitte nicht das Grundstück zuerst verkaufen
Ja, wie gesagt, unsere Reihenfolge, wie wir es am liebsten hätten:
1. Haus und gesamtes Grundstück zusammen verkaufen - absoluter Favorit
2. Haus separat verkaufen und erst danach den Bauplatz
3. Haus separat verkaufen und mit dem Bauplatz einfach mal nix machen
4. Vermieten

Hauptziel: Haus loswerden! ;-)
Aber halt nicht um jeden Preis - gerade in Zeiten der Inflation

Und wenn ich rechne, was Käufer bei 3,5% Zinsen monatlich zahlen müssen, zweifle ich zumindest an dem Gesamtverkauf.
Außer jemand hat natürlich ganz viel Eigenkapital
 
  • Anfängerfragen Beitrag #10

ehrenwertes Haus

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aber dort sind die Eigentümer der Verbindungshäuser auch die Verbindungen selbst,...
Überwiegend ja.
Nach der Wende wurden zusätzlich teilweise noch große Häuser angemietetet, weil die eigenen Unterkünfte dem Bewerberandrang nicht mehr Stand hielten. Verwandtschaft von mir hat damals 2 Verbindungen als Mieter bekommen.

Aber nicht jede Hochschulstadt hat ein wirklich aktives Verbindungsleben und mit rund 1h Fahrzeit scheidet das Objekt des TE vermutlich eh aus für dieses Klientel, egal ob zur Miete oder Kauf.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #11
Andres

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So diese von mir fett markierte Aussage stimmt, läuft die Abschreibung bis 2056.
Ja, sehe ich dann auch so. :)

Vielen Dank für die Einschätzung, ich dachte, ein Makler kann das vielleicht mit seinen Erfahrungswerten besser.
Naja, wie oft vermietet ein Makler so ein Objekt? Anders gefragt: Woher soll die Erfahrung denn kommen?

Ja, es ist dörflich, ca. 3000 Einwohner, S-Bahn zwei Orte weiter.
Das heißt also keine S-Bahn. Der Einzugsbereich der S-Bahn geht ja teilweise doppelt so weit und "zwei Orte weiter" gibt es so ziemlich überall eine entsprechende Anbindung, aber darum geht es nicht. Sowohl für Miete als auf für Kauf macht es einen großen Unterschied, ob die S-Bahn-Anbindung im gleichen Ort ist oder nicht.

Daher wäre ich eben mal von 8,50€ ausgegangen?
Klar, dass man es nochmal genauer betrachten muss, aber irgendwas braucht man ja zum überlegen.
Ich möchte dazu nicht spekulieren. Mir kommen die 8,50 € allgemein noch etwas niedrig vor.

Nein, das Dach ist alt und es ist eine Ölheizung. Leider wird da schon noch einges anfallen.
Das ist ein weiterer Grund, mit der Miete nicht zu knapp zu kalkulieren. Irgendwie muss das Gebäude mal auf ein angemessenes energetisches Niveau gehoben werden und die Ölheizung wird nicht bis in alle Ewigkeit weiterlaufen. Ich wäre nicht überrascht, wenn das Gebäude noch nicht die 15 % erneuerbare Energien erreicht, d.h. bei Heizungsaustausch kann man auch nicht einfach 1:1 ersetzen. Du erwähnst selbst Sanitärräumen, was ist mit Fenstern, sämtlichen Leitungen (Wasser, Abwasser, Strom)?

Das muss alles irgendwie finanziert werden, wenn man nicht einfach nur die restliche Substanz abrocken möchte.

Den Garten in Raum für Doppelhäuser umzuwandeln wäre natürlich traumhaft, aber der ist zum Teil Landschaftsschutzgebiet.
Ok, das ist eine Beschränkung, trotzdem steckt selbst in dem einen Bauplatz ein mittlerer sechsstelliger Betrag, den dir niemand jemals für einen großen Garten zahlen wird.

Und wenn ich rechne, was Käufer bei 3,5% Zinsen monatlich zahlen müssen, zweifle ich zumindest an dem Gesamtverkauf.
Genau das ist der Punkt: Bei den Preisen, die hier alleine für den Baugrund aufgerufen werden, kann sich niemand so ein Teil leisten. Wer auf so einem Grundstück wohnt, hat in der Regel geerbt, aus einer Zeit vor dem Aufstieg der hiesigen Industrie. Haus mit Nebengebäude auf 1300 m² Grund ist hier einfach aus der Zeit gefallen.

Du kannst jetzt auf den Super-Jackpot hoffen, dass dir jemand das Haus samt riesigem Grundstück zu einem guten Preis abkauft. Das ist kein schlechter Plan, aber man muss eben damit leben, dass sich das ein paar Jahre ziehen könnte. Der Preis kann das beschleunigen, aber dafür gibt es eben weniger Geld. Oder du schaust, dass du das Haus in heute übliche Verhältnisse bringst. Bei der Wohnfläche denke ich übrigens nicht an zwei sondern eher an drei oder vier Wohneinheiten, kommt eben darauf an, was vor Ort möglich ist. Dann nähern wir uns auch deutlich einer aus meiner Sicht vernünftigen Vermietbarkeit an, weil in einem Mehrparteienhaus viel weniger die Gefahr besteht, dass sich jemand völlig unbeschränkt ausbreitet, außerdem hat man eine viel bessere Risikostreuung.

Aber nicht jede Hochschulstadt hat ein wirklich aktives Verbindungsleben und mit rund 1h Fahrzeit scheidet das Objekt des TE vermutlich eh aus für dieses Klientel, egal ob zur Miete oder Kauf.
Mit einer Stunde Fahrzeit sind andere Hochschulen bereits näher gelegen. Ich bezweifle auch, dass ein Objekt mit dieser Nahverkehrsanbindung und auf dem Dorf irgendwie in diese Richtung zu vermarkten ist.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #12
dots

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Wird dann für Garage (direkt am Haus angebaut) und Stellplätze extra Miete verlangt?
Intern (also nur(!) für dich) kannst du das so kalkulieren.

Aber wenn du dem Mieter gegenüber separate Mietbeträge kommunizierst, führt das garantiert irgendwann dazu, dass der Mieter die Garage nicht mehr will. Was machst du dann mit der Garage?

Besser einen Komplettpreis für die komplette Gesamtmietsache.

"Das zweite Kinderzimmer steht mit drölf Maak im Mietvertrag, ich nutze das nie, also ziehe ich die drölf Maaaak von der Miete ab, woll?"

Das kann man jetzt weiter runterbrechen, bis zum Fenster, aus dem man nie schaut oder zur Steckdose, welche man nie nutzt.

Der Mieter mietet idR das Gesamtpaket. Eine Möglichkeit, die Rosinen herauszupicken, gibt es idR nicht, also sollte man das auch gar nicht erst in diese Richtung lenken.
 
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  • Anfängerfragen Beitrag #14

ehrenwertes Haus

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Bist du dir da sicher?
Mein Kenntnisstand ist, dass bisher niemand auch nur ansatzweise ahnen kann, wie hoch die Grundsteuer sein wird.
Die ersten Bescheide für die Grundsteuer nach der Reform wurden bereits versandt.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #15
dots

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Fehlt dann nicht noch der Hebesatz der jeweiligen Gemeinde, um auf den zu zahlenden Betrag zu kommen?
Oder sind die schon festgelegt?
 
  • Anfängerfragen Beitrag #16

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Fehlt dann nicht noch der Hebesatz der jeweiligen Gemeinde, um auf den zu zahlenden Betrag zu kommen?
Oder sind die schon festgelegt?
Nein. Den können die Komunen nach eigenem Ermessen festlegen, irgendwo zwischen 0 und 1050%.
Er soll nur mit Umsetzung der Reform sinken.
Was "soll" bedeutet, ist dir ja bekannt.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #17
dots

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Also steht doch noch gar nicht fest, welchen Betrag man als Grundsteuer nach der Reform zu zahlen hat?
 
  • Anfängerfragen Beitrag #18

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Aber wenn du dem Mieter gegenüber separate Mietbeträge kommunizierst, führt das garantiert irgendwann dazu, dass der Mieter die Garage nicht mehr will. Was machst du dann mit der Garage?

Besser einen Komplettpreis für die komplette Gesamtmietsache.
Kommt sehr auf die Region, Lage und Einstellung der Mieter an.

Einige meiner Mieter haben ihre Autos mit Umzug in die Stadt abgeschafft oder aufs Land verlagert.
Selbst in kleinen Ortschaften gibt es immer mehr Carsharing-Angebote. Der Trend wird wohl anhalten.

Ich habe vermehrt Anfragen nach Garagen ohne Wohnung bzw. Wohnungen mit Fahrradstellpatz statt Garage.
Einzelfall glaube ich weniger, Das betrifft bei mir 3 Standorte ohne räumliche Nähe, unabhängig von Stadt oder Land.
 
  • Anfängerfragen Beitrag #19
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Hallo dots,
die neue Grundsteuer wird erst dann festgelegt, wenn die Kosten für Corona, Flüchtlingshilfe, Ukrainehilfe und Energieumlagen beziffert sind.
Also sicherlich bei einer Gemeinde in der ich wohne und jetzt schon 790 % betragen, 1000 % + X.
Grüße
Immodream
 
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