Angebotserstellung schon gebührenpflichtig?

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von Suchende, 13.03.2013.

  1. #1 Suchende, 13.03.2013
    Suchende

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    Meine Eltern haben sich von einem Makler ein Angebot berechnen lassen, da sie ihr Häuschen verkaufen möchten.
    Er hat nie erwähnt, dass er für die Angebotserstellung Gebühren berechnen würde.
    Ich dachte auch, es sei eben sein Job, Angebote zu machen um auf diesem Wege vielleicht einen Auftrag zu bekommen, nämlich mit dem Verkauf des Hauses beauftragt zu werden.

    Es wurde nichts unterschrieben und meine Eltern entschieden sich nun für einen anderen Makler, da der ein wesentlich besseres Angebot berechnet hatte.

    Nun ist der erste Makler sehr erbost und setzte meine Eltern unter Druck und wollte zunächst 450 Euro für seine Kalkulationen. Nach einem lauten Streit mit meinem Vater ging er auf 200 Euro runter und schickte ihnen nun die Rechnung.

    Hat er dazu überhaupt ein Recht?
    Er hat keinen Auftrag bekommen, lediglich das Angebot erstellt für meine Eltern zur Ansicht und ggfls. dann bei Gefallen eben zur Einigung mit ihnen.

    Sie sagten ihm ab, da sie kein interesse an seinem Angebot hatten und er verhielt sich unter aller Kanone, drängte meine Mutter zum Unterschreiben - dazu bräuche sie ja meinen Vater nicht und sagte ihr abschließend, sie würde ihm Leid tun und Gott solle sie segnen.

    Ich bin so sprachlos über ein derartig unprofessionelles Verhalten, dass ich jetzt auf jeden Fall erst mal wissen möchte, ob dieser Makler allein für seine Angebotsberechnung etwas in Rechnung stellen darf.

    Vielen Dank für Antworten!
     
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  3. #2 immodream, 13.03.2013
    immodream

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    Hallo Suchende,
    ich würde mal überlegen, ob ich den Makler wegen Nötigung anzeigen würde.
    Das ist ja ein Vorgehen, wie es auf diesen Kaffeefahrten üblich ist.
    Grüße
    Immodream
     
  4. #3 Suchende, 13.03.2013
    Suchende

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    Ja, das ist mir schon klar, beantwortet aber meine Frage nicht, ob er überhaupt für seine reine Angebotsberechnung eine Gebühr fordern darf. Ich habe es mir durchgelesen und es steht nirgends.

    Ich will erst wissen, wo ich rechtlich stehe, bevor ich diesem Würmchen näher komme.
    Er hat meine Ma eine halbe Stunde belabert und alle anderen Makler schlecht gemacht und wollte sogar das andere Angebot einsehen, was sie ihm aber nicht gewährte.
     
  5. #4 Kitzblitz, 13.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2013
    Kitzblitz

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    Ich bin etwas erstaunt über die Vorgehensweise.

    Da lässt man zwei Makler "Angebote" machen und der mit dem höheren "Angebot" bekommt den Maklerauftrag !

    Der Makler mit dem niedrigen Angebot legt ein unseriöses Geschäftsgebahren an den Tag und ob der anderen Makler seriös ist, wird sich noch zeigen, wenn er für sein "Angebot" tatsächlich Kaufinteressenten bringt.

    Mit "Angebot" meint der TE sicher "Wertschätzung".

    Der Trick, mit einer überhöhten Wertschätzung an ein Maklermandat zu kommen ist ja so neu nicht.

    Suchende wird sicher hier berichten.

    Ach ja, da war ja noch eine Frage. Wenn der erste Makler nicht explizit darauf hingewiesen hat, dass seine Werteinschätzung kostenpflichtig ist, dürfte er sich schwer tun, hier für seine Leistungen auch noch entlohnt zu werden.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  6. #5 Suchende, 13.03.2013
    Suchende

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    Danke für Deine Einschätzung!

    Ja, mit Deinem Einwand magst Du vielleicht Recht haben.
    Ich hoffe aber einfach - und das ist auch mein Eindruck - dass der zweite Makler besser ist - nicht nur wegen des höheren Angebotes....hm.

    Bei dem ersten hatte ich aber von Anfang an kein gutes Bauchgefühl, da mir seine Schmierlappigkeit so suspekt vorkam.

    Ich find es einfach immer schwierig, wenn "ältere" Menschen mit solchen Dingen konfrontiert werden und der erste Makler hat ja sein wahres Gesicht gezeigt, als ihm die Felle davon schwommen.

    Ach, ich bin jedenfalls schonmal froh, dass sie dem ersten nicht den Auftrag gegeben haben - nach diesem Verhalten.

    Ja, ich werde berichten.




     
  7. Jobo45

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    Ist der erst genannte Makler Mitglied in einer Maklervereinigung ? Wenn ja, kann man sich ja auch mal dort über die Gepflogenheiten erkundigen.
     
  8. #7 derasterix, 14.03.2013
    derasterix

    derasterix Neuer Benutzer

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    Die Sache hat aber genaugenommen zwei Seiten : Natürlich müsste man sich erstmal fragen was die Eltern denn wirklich mit dem Makler besprochen haben, ging es wirklich um ein (Konditionen-)Angebot ? Eigentlich sollte sich herumgesprochen haben daß ein Makler für den Verkäufer i.d.R. gratis verkaufen sollte. Oder ging es um ein Wertgutachten oder eine Verkaufspreiseinschätzung, da ist es klar daß eine solche Leistung Geld kosten kann. Inwieweit da tatsächlich ein Gratisgutachten angeboten und vereinbart wurde ist mir aus der Schilderung nicht ganz klar geworden.
     
  9. #8 Treuer Kunde, 02.04.2013
    Treuer Kunde

    Treuer Kunde Gast

    Gebührenpflichtige Angebotserstellung?

    Wenn man sich nicht im Klaren ist, wie hoch der Wert einer Immobilie ist, ist es sehr verbreitete, legale Übung, sich von zahlreichen Maklern Wertermittlungen durchführen zu lassen. Die Makler machen diese kostenlosen Vorleistungen, um Aufträge zu erzielen. Man sollte dann jedoch nicht dem Makler, der den unrealistischsten Wert meldet, den Auftrag geben, sofern man so ungeschickt ist, überhaupt die Auftragsverabe vor hat. Übrigens ist eine Gebühr eine öffentlich-rechtliche Benutzngsgegenleistung; Makler dürfen, auch wenn es ihnen gefallen würde, ihre Forderungen noch nicht bequem öffentlich-rechtlich einfordern.
     
  10. #9 Insolvenzprofi, 06.04.2013
    Insolvenzprofi

    Insolvenzprofi Erfahrener Benutzer

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    Da sind wir mal wieder beim Thema "wenig Aufwand, viel Ertrag, nicht arbeiten, viel Geld kassieren"´

    Ein Makler geht es nur darum, die Provision zu kassieren, in deinem fall besteht überhaupt kein Anspruch, dieses hätte er vorher deutlich erwähnen müssen, selbst dann wird es schwer sein, den Anspruch ohen UNterschrift durchzukriegen. Würde den Makler beim IVD melden (falls Mitglied) und die Rechnung zur entlastung zurücksenden.
     
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