Angemessene Versicherungssumme Haftpflicht?

Diskutiere Angemessene Versicherungssumme Haftpflicht? im Wohngebäudeversicherung Forum im Bereich Versicherungsforum; Hallo zusammen, meine Eltern haben mir vor einiger Zeit eine Doppelhaushälfte übertragen, die vermietet ist. In dem Zusammenhang stehe ich nun vor...

  1. #1 KarlKleber, 26.08.2019
    KarlKleber

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    Hallo zusammen,
    meine Eltern haben mir vor einiger Zeit eine Doppelhaushälfte übertragen, die vermietet ist. In dem Zusammenhang stehe ich nun vor der Entscheidung, welche Haftpflichtversicherung ich dafür benutzen soll.

    Einerseits habe ich mir da ein Angebot zusammen mit der Wohngebäudeversicherung eingeholt, andererseits ist mir dann aber auch aufgefallen, dass bei meiner bestehenden Haftpflichtversicherung auch eine Abdeckung von Mietswohnungen (und Häusern) mit dabei ist, die greifen würde. Einziger wirklicher Unterschied ist die Versicherungsumme.

    Bei der bestehenden würde der Schutz nur bis zu einem Einzelschaden von 5 Millionen reichen, bei der neuen wären bis zu 15 Millionen mitversichert. Ich frage mich, ob ich wirklich diesen zusätzlichen Schutz brauche, weil es auch wieder mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre.

    Wie habt ihr entschieden, was ein ausreichender Schutz ist, oder was sind "normale" Summen für eine Doppelhaushälfte? Wenn jemand Links oder andere Empfehlungen hat, wäre ich natürlich auch sehr dankbar.

    Besten Dank im Voraus.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Hier bitte noch einmal sorgfältig nachlesen, ob das wirklich auch für fremdvermietete Wohnungen gilt oder doch nur für selbstgenutzte Wohnungen, die man selbst gemietet hat. Mir erscheint das nämlich ein bisschen ungewohnt ...


    Da die Kosten der Mieter trägt, ist das eine eher nachrangige Fragestellung. Ich gehe davon aus, dass man auch mit 5 Millionen nicht gefährlich unterversichert ist, aber wenn dieser Schutz in deiner privaten Hapftpflichtversicherung enthalten ist, zahlst du dafür auch, hast aber keine Chance, das auf den Mieter umzulegen, weil dir die Versicherung nicht aufschlüsselt, welche Kosten mit welcher Einzelleistung verbunden sind. Daher würde ich erstens für die Mietwohnung eine eigene Versicherung abschließen und zweitens eine Privathaftpflicht mit einem Leistungsumfang suchen, der zu den Risiken passt, denen ich tatsächlich ausgesezt bin und die ich nicht anderweitig abdecken kann. Alles andere ist nur eine Subventionierung der Versicherungswirtschaft ...


    Ich habe keine spezifische Erfahrung mit Doppelhaushälften, aber bei mir sind Gebäude teils sogar nur mit 3 Mio. haftpflichtversichert.
     
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  4. Ferdl

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    Mit 5 Mio. ist heutzutage eher die Untergrenze.
    Ich habe kürzlich einen Fall mitbekommen, Personenschaden mit einem Schuldenvolumen von 4,5 Mio., Versichert mit 3 Mio.
    Sowas kostet dann halt die wirtschaftliche Existenz. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar verschwindend gering, aber wen es trifft den trifft es richtig.
     
  5. #4 FMBerlin, 28.08.2019
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    Die Premienersparnis hat der Mieter, ruiniert bist im Falle einer zu geringen Versicherungssumme aber Du.
    Außerdem sind die Premienunterschiede in Abhängigkeit der Versicherungssumme nicht besonders groß.
    Mir wären 5 Mio zu wenig, 15 erscheinen aber hoch genug.
     
  6. #5 KarlKleber, 29.08.2019
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    Wäre interessant zu wissen, was da ungefähr vorgefallen ist, um sich ein besseres Bild machen zu können.
     
  7. #6 KarlKleber, 29.08.2019
    KarlKleber

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    Danke für die Antworten soweit. Klingt so, als wäre ich dann momentan eher an der Grenze zu unterversichert.

    Zu den Hinweisen mit der Umlage auf den Mieter: Das würde ich gerne machen, aber ich dachte, dass dies nur geht, wenn es im Mietvertrag auch so unter den Nebenkosten aufgeführt ist.
    Nachdem meine Eltern das damals nicht gemacht haben, und ich den Mietvertrag weiterführe, weil ich mit der Schenkung ihre Rechte und Pflichten übernehme, ist es doch normalerweise nicht so ohne weiteres möglich, dass ich das jetzt plötzlich über die Nebenkosten abrechne, oder?
     
  8. Ferdl

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    Da ist jemand vom Gabelstapler angefahren worden, spielt aber eigentlich keine Rolle, das Problem sind Personenschäden, da reicht es das du deiner Straßenreinigungspflicht (zB bei Glatteis) nicht nachgekommen bist, irgendwer legt sich aufs Kreutz und ist danach Querschnittsgelähmt.
    Dieser jemand hatte ein gutes Einkommen, das darfst du bis zu seinem Renteneintritt weiterzahlen, für die Versorgung der minderjährigen Kinder darfst du auch Aufkommen und für die Versorgung der verletzten Person musst du eh Zahlen. Welche Zahlen da im Raum stehen? In Rhl-P ist gerade ein Urteil gesprochen worden, das einem an Armen und Beinen gelähmten 30 Jährigen Mann der Ersatz von Betreuungskosten in Höhe von ~12.000 €/Monat zustehen, der Mann ist in Berufung weil er 15.000 € haben möchte... nu Rechne mal, 12.000/M x 12M x 50Jahre macht 7,2 Mio nur die Kosten für Betreuung. Ist halt extrem und selten aber...
     
  9. #8 immobiliensammler, 29.08.2019
    immobiliensammler

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  10. sara

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    Und was genau steht dazu denn da im Mietvertrag?
    Denn in der Aufzählung der umlegbaren Nebenkosten lt. § 2 BetrKV sind die Versicherungen mit aufgeführt.
    Haben deine Eltern diese durchgestrichen oder eine eigene Aufzählung der Nebenkosten die erhoben werden im Mietvertrag vereinbart?

    Mal genau den Mietvertrag dahingehend prüfen.
     
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  11. #10 ehrenwertes Haus, 29.08.2019
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    Jaein...

    Dieses Bsp. finde ich hier nicht wirklich passend, da es nicht um die Regelsätze ging, sondern ausschließlich um Zusatzkosten für 24/7 Betreuung in den eigenen 4 Wänden statt Heimunterbringung.


    Das ändert aber nichts daran, dass die Folgekosten von Personenschäden eine Höhe erreichen können, die vermutlich die meisten VM in den finanziellen Ruin treiben kann.


    @TE
    Versuche doch dein Risiko einzuschätzen und suche dir danach eine entsprechende Versicherung.
    Im Neubau mit Rundum-glücklich-Dienstleister ist das Risiko für VM relativ gering, dass es zu Unfällen mit Dauerschäden kommt und der VM dafür haften muss.
    Im Altbau mit Hausmeistertätigkeiten (Treppenhausreinigung, Winterdienst, ...) auf Mieter deligiert, sind die Chancen deutlich höher, dass ein VM für solche Schäden haften muss. (Mieter verpeilen ja gar nie nicht ihren Aufgaben nachzukommen...) Trotzdem sind Unfälle mit Worst-Case-Szenario die absolute Ausnahme.



    PS:
    Dieses Thema hat mit veranlasst auch in meine Policen zu sehen.
    Meine Uraltpolicen haben unbegrenzte Deckungssumme. Gibt es das heute überhaupt noch bei Neuabschlüssen?
     
  12. Ferdl

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    Ich glaube nicht.

    Drum schrub ich auch wens trift...
    Hohe Schäden sind selten aber Existenzbedrohend. Ich würd eher auf Feuerversicherung verzichten als auf Haftpflicht (mein Kram ist aber auch bezahlt)
    Dadurch das die Schäden so selten sind, sind die Beiträge auch niedrig, ich zahl zB für ein Haus mit 4 Wohneinheiten 122 €/a incl. VS-steuer mit 50 Mio Pauschal aber max. 15 Mio/Person. Für ne Doppelhaushälfte bin ich da bei 90 €/a
     
  13. #12 KarlKleber, 29.08.2019
    KarlKleber

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    Im Mietvertrag ist halt ne Liste von Nebenkosten wie Müllabfuhr usw. aufgeführt. Und meine Eltern haben da von den Versicherungen jedenfalls nie was auf den Mieter umgelegt. Aber bei näherer Betrachtung steht darunter tatsächlich der Hinweis auf die Betriebskostenverordnung und ne Anlage.

    Dieser Hinweis ist Gold wert, vielen Dank. Man soll halt nicht immer alles glauben, was einem die Eltern erzählen.
     
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